Hardware & Software

Zu viel Datenschutz: Australische Behörden kritisieren Windows 7

Geschrieben von Haschbeutel am 29. Oktober 2009 um 16:02 Uhr


Datenschutz - ein böses Wort. Während der ehemalige Innenminster Schäuble am liebsten jeden Rechner kontrollieren lassen würde, stellen sich Datenschützer stets gegen das Vorhaben eines gläsernen PC-Nutzers. Doch das alles sind nur kleine Rangeleien, wenn man mal zu den Leuten "Down Under" rüberschielt. Dort haben jetzt Behörden angefangen, gegen Microsofts neues Betriebssystem Sturm zu laufen. Der Grund? Es ist zu sicher. Ich empfehle, dass ihr euch beim Lesen des folgenden Artikels ganz fest in euren Sitz presst, denn es könnte den einen oder anderen von euch umhauen...

Hetty Johnson, ein angesehenes Mitglied für Internet-Sicherheit der australischen Regierung, wettert in einem Interview gegen Microsofts neues Betriebssystem Windows 7. Es sei viel zu sicher und erschwere die Arbeit der Behörden, sich auf Heimcomputer einzuklinken und pädophile Straftäter zu überführen. Schuld daran sei die Bitlocker-Technologie, die die Computer der Endverbraucher so sicher macht, dass man nicht von Extern darauf zugreifen und die Daten überprüfen kann.

Na, sitzt ihr noch im Stuhl? Gut. Es geht weiter. Weiterhin fordert Johnson, dass Microsoft sich mit diesem Problem auseinander setzt und dass das System gelockert werden soll, damit die Behörden weiterhin Verdächtige(!) ausspionieren überwachen überprüfen können.

If this new product gives paedophiles protection to keep harming children I would be extremely disappointed. I would expect the company to take moves to rectify this.


Auch andere Sicherheitsbehörden stoßen in das gleiche Horn wie Johnson und prügeln weiter auf Microsoft ein. Sie pochen auf ihr gutes Recht, dass es in Australien erlaubt ist, verdächtige Computer via Trojaner zu infiltrieren und auszuspionieren, was aber mit Windows 7 nun ein Problem darstellt. Man beachte, dass es in Australien reicht, verdächtig zu sein, um den zuständigen Behörden Zugriff auf den PC erlauben zu "dürfen" - das heisst, auch ohne Beweise ist man ein offenes Buch für Internetfahnder.

Abzuwarten bleibt, ob und wie Microsoft reagiert. Ich hoffe im Namen aller klar denkenden Computerbesitzer, dass die Forderungen bei den Leuten aus Redmond ins linke Ohr rein und beim rechten Ohr wieder rauskommen. Ansonsten erwartet uns vielleicht in Zukunft ein Stopschild auf jedem Windows 7 Rechner. Wer übrigens noch nicht genug hat, findet weiter unten das original Interview.





2 Kommentar(e):
und folgendem User gefällt der Beitrag: ... einem Gast.

 





#1
Geschrieben am 29. Oktober 2009 um 16:30 Uhr

sebastian meint ...

Lol.
Super Marketing für Mircrosoft. Vielleicht beabsichtigt sogar?  


          
 





#2
Geschrieben am 29. Oktober 2009 um 17:52 Uhr

antichris meint ...

Wenn der Staat zum Gefährder wird...


          



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