Hardware & Software

Auf die Ohren! Das Sennheiser PC 360 Gaming Headset im Test

Geschrieben von Hardcora am 29. September 2010 um 20:31 Uhr


Zockermenschen und ihre Vorlieben. Jeder von uns entwickelt im Laufe der Zeit ein gewisses Faible für gewisse Marken, die uns unser Leben als Spieler erleichtern oder verschönern wollen. Ob nun die perfekte Grafikkarte, besondere Gamingmäuse, gepimpte Tastaturen mit allerlei Schnickschnack oder sonstige Spielzeuge. Nicht alles braucht man, doch testet man eben gerne mal was Neues. Wenn man dann "seine" Marke gefunden hat, bleibt man meist dabei. Im Falle der Headsets bin ich schon früh auf den Sennheiser-Zug aufgesprungen und bis heute dabei geblieben. Da meine Headsets öfter mal etwas mehr aushalten müssen, muss früher oder später ein neues Exemplar her. So geschehen mit dem Sennheiser PC 360. Auf der gamescom noch getestet und nun endlich auch am heimischen Schreibtisch anzutreffen.

Ersteindruck




» MP3-Download

In eigener Sache:
Als besonderes Schmankerl, und weil es
sich bei einer Headsetreview anbietet,
gibts den Artikel diesmal auch als MP3
für unterwegs oder zum nebenbei Lauschen.

Freudig nehme ich das langerwartete Paket an. Spielehardware auspacken ist immer ein bisschen wie Weihnachten. Eine gefühlte Ewigkeit hat man darauf gewartet und endlich ist es da - im Falle des PC 360 wühle ich mich erstmal durch die Verpackung, da hier besonders viel Wert auf den Schutz des guten Stückes gelegt wurde. Erster Eindruck: wow. Im Vergleich zu meinem alten Sennheiser (das damals auch immerhin um die 80€ gekostet hat) hat man hier qualitativ extrem zugelegt. Ein hochwertiges (und äußerst stabiles) Kabel, himmlisch große Ohrmuscheln, die von einem gepolsterten Kopfband gehalten werden, sowie ein stabiles Mikrofon. Und noch besser: es ist mit rund 300 Gramm unheimlich leicht. Schon nach kurzer Zeit verschmilzt das PC 360 wie ein Ehering am Finger mit eurem Kopf. Gerade für lange Gamingrunden also optimal.



Dädädä und Ratata

Das Headset sitzt, die beiden 3,5 mm Klinkenstecker sind eingestöpselt. Der Soundcheck bei Musik und Spiel kann also beginnen. Als Skypefan bin ich natürlich gespannt, wie die Sprachübertragung wohl ausfallen wird und bin ob des wahnsinnig klaren Klangs verzückt. Das Noise Cancelling funktioniert - sämtliche Hintergrundgeräusche werden ausgeblendet. Statt des damaligen "Mute-Buttons" gibt es nun übrigens eine einfachere Option: Mikrofon hochklappen für das große Schweigen, wieder herunterklappen und die Unterhaltung kann weitergehen.

Nicht nur Gespräche werden kristallklar übertragen, sondern auch der Ingamesound. Als Testspielchen haben wir uns für Left 4 Dead entschieden. Klar, unser Klassiker. Hier kenne ich nach 200 Stunden Spielzeit jede Musikuntermalung, jeden Spruch, jedes mysteriöse Geräusch aus der Dunkelheit. Und auch hier werde ich wieder beeindruckt - der Sound ist durch das "PC 360" viel klarer, wodurch ich beispielsweise den Standort eines Feindes tatsächlich eher bestimmen kann, was für uns natürlich ein enormer Vorteil ist. Ein Headset als Spielvorteil - das ist doch mal was Neues.

Im Anschluss an den Spieletest war die Musik dran. Ein paar Klassiker von Muse - bassbetont natürlich. Und auch hier zeigt das Sennheiser wieder was es kann. Bass ohne Ende. Haut rein. Bin glücklich. Jedwede Tonart wird dermaßen klar wiedergegeben, als würde der Sänger nur für mich ein Stelldichein vortragen. Zu guter Letzt durften es noch ein paar Videos sein. Ob nun Film, Serie oder Spieletrailer. Wieder überzeugt das Sennheiser durch grandiose Soundqualität, die ich durch den Vorgänger bisher noch nicht kannte.



Tragekomfort und andere Annehmlichkeiten

Wie beim Ersteindruck bereits angedeutet, trägt sich das PC 360 mehr als nur angenehm. Man möchte es eigentlich gar nicht mehr abnehmen. Die Träger lassen sich nahtlos an jeden Kopf anpassen - ob nun an meinen kleinen Zockerweibchenschädel oder eben an den eines großen Buben. Man muss keine Angst haben, dass das Headset eventuell nicht passt. Die Ohrmuscheln sind, wie schon erwähnt, ebenfalls groß ausgefallen und umhüllen das Ohr mit weichen Ohrkissen komplett. Auch das ist für mich neu - lag mein altes Sennheiser doch eher auf den Ohren, was nach ein paar Stunden Spielzeit doch für gewisse Schmerzen sorgte. Hier müsst ihr euch um solche Probleme keine Sorgen machen.

Kommen wir also zum Kabel. Oft als Kritikpunkt unterschätzt, ist es doch eigentlich ein wichtiger Bestandteil der Kundenzufriedenheit. Zu kurz, zu lang, zu dick, zu dünn. Auch hier beweist Sennheiser, dass man gerne auf die Kundenwünsche eingeht - denn auch hier gibt es nichts zu meckern. Mit knapp drei Metern Länge sollte jeder zufrieden sein. Auch ist das Kabel dicker und "besser verpackt" als bei den günstigeren Versionen. Eine weitere Änderung gibt es ebenfalls: während man bei früheren Headsets aus dem Hause Sennheiser noch eine "Kabelfernbedienung" hatte, dürft ihr die Lautstärke nun direkt via Drehregler an eurer rechten Ohrmuschel einstellen. Sehr komfortabel - muss man doch endlich während eines Spieles nicht mehr blind am Kabel entlang fahren, um die Lautstärkeregelung zu finden.



Summa summarum: ich bin verliebt. Danke an Sennheiser, die uns freundlicherweise die beiden Testmuster des PC 360 zur Verfügung gestellt haben. Endlich haben wir das perfekte Headset für unsere Spiele gefunden. Für Technikinteressierte gibt es nach
dem Klick noch entsprechende Infos
.


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schreibt am 29. September 2010
So wie andere vielleicht unbedingt eine ATI-Grafikkarte haben müssen, muss es bei mir seit einigen Jahren ein Sennheiser-Headset sein. Der Test des neuen "PC 360" hat mich wiedermal überzeugt. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wie man das noch toppen will? Die Sprachausgabe ist so klar, dass es mir vorkommt, mit der Person am anderen Ende des Internets in einem Raum zu sitzen. Spiele zeigen unbekannte Dimensionen und Rocksongs hauen endlich mal so richtig rein. Ich habe das PC 360 für mich entdeckt und bin wirklich froh, endlich einen würdigen Nachfolger für mein betagtes Alt-Sennheiser gefunden zu haben.


Besonders gefallen hat mir ...
+ gute Verarbeitung
+ tolle Sprachqualität
+ Bass haut rein
+ bequeme Lautstärkeregelung
+ langes Kabel
+ anpassbare Träger

Eher nicht so mein Fall ...
- Preis etwas happig



Haschbeutel am 27. September 2010
Mir geht es ähnlich wie Kollegin Caro - nachdem mein vorletztes Headset von Speedlink nach nur wenigen Wochen in seine Einzelteile zerfiel, folgte bald ein Sennheiser PC 166 - der Preis war günstig, der Sound in Ordnung und die Verarbeitung solide genug, um mehrere Jahre durchzuhalten. Einziges Manko war das dünne Kabel und der teilweise unangenehme Druck am Kopf nach einigen Stunden intensiven Daddelns. Doch Sennheiser hat dazugelernt.

Nach dem Auspacken meines PC 360 erfreuten das stabile, dicke und knopffreie Kabel, sowie das geringe Gewicht. Nach der ersten "Anprobe" war mir dann klar, dass hier ein wirklich tolles Headset auf meinem Schädel sitzt. Die Ohrmuscheln sind angenehm gepolstert, liegen komfortabel auf den Ohren und lassen sich in mehreren Stufen sehr gut auch an große Kopfformen anpassen. Auch klanglich kann das Headset überzeugen: die Bässe sind kraftvoll, die Höhen und Tiefen klar und deutlich - die Musikfans wird es freuen. Auch beim Zocken punktet das Headset durch gezielte Feindortung. Stets hört man die Richtung, aus der ein Zombie grunzt oder der Gegner bei Counter-Strike ballert und wer gerne Filme schaut, wird auch hier seinen Spaß haben und sich mitten im Film fühlen.

Dadurch, dass das Headset jedoch "nur" über Klinkenstecker angeschlossen wird, gibt es natürlich kein echtes 5.1 - alles nur simuliert. Aber das sehr gut! Wer entsprechende Soundhardware hat, wird natürlich noch mehr aus dem Headset rausholen können, aber auch ohne erwartet uns hier ein rundum gelungenes Hörerlebnis, welches lediglich durch den Preis potentielle Interessenten abschrecken könnte. Sollte es aber nicht, denn hier ist jeder Cent richtig angelegt. Mich persönlich stört eigentlich nur eines - dass das Kabel keine Clipvorrichtung mehr hat, die man am Shirt befestigen kann, um den Zug am Headset zu entlasten. Abgesehen davon ist das PC 360 ein komfortables, stabiles und klanglich großartiges Allround-Klinkenheadset, was im Prinzip nur noch "echten" 5.1 bzw. 7.1 Headsets unterliegt.


Besonders gefallen hat mir ...
+ Angenehmer Tragekomfort
+ Stabiles & langes Kabel
+ Gute Verarbeitung
+ Satter Klang
+ Klares, rauschfreies Mikro
+ Lautstärkeregler am Ohr

Eher nicht so mein Fall ...
- Kein Halteclip mehr am Kabel
- Preis ggf. abschreckend










3 Kommentar(e):
und folgenden Usern gefällt der Beitrag: Haschbeutel, Michi, Kithaitaa,

 





#1
Geschrieben am 30. September 2010 um 02:32 Uhr

Kithaitaa meint ...

150 Euro finde ich ansich nicht so happig. Ist eine Ansaage, aber ansich ein guter Preis, wenn (!) es eure Reviewsachn erfüllt, wert. Wenn nicht, dann komm ich wieder!


          
 





#2
Geschrieben am 30. September 2010 um 10:19 Uhr

Commander Z meint ...

Ich hab das Teil auch mal ausprobiert. Schlecht ist es ja nicht.
Aber ich kann jedem raten, vorher probezuhören. Mitten sind einigermaßen ok, Höhen etwas betont, Bässe zwar vorhanden, aber leider verbreit (bei der Preisklasse aber oft so).
Da das ohrumfassende und geschlossene Hörer sind sollte man sich darauf einstellen, dass es nach einiger Zeit schön heiß wird an den Ohren. Vor allem an heißen Tagen kann das mal unangenehm werden.
Wer meint damit zwei fliegen mit einer Klappe zu erschlagen, sollte auf jedenfall testen. Musikhören und Spielen sind zwei Paaar Schuhe. Und ich würde Leuten die gerne über Kopfhörer Musikhören eh zu den Hifi-Hörern von Sennheiser, AKG oder Beyerdynamics raten.
Ich selber habe immer noch mein Sennheiser PC 150 und bin damit super zufrieden fürs Gaming. Wobei ich mit diesen Hörern lernen musste dass die Klarheit der Stimmen von dem Mikro der Kommunikationspartner abhängt, worauf ja bei solchen Test wenn eher nur am Rande eingegangen wird. Denn dessen Qualität bestimmt wie gut andere mich hören. Aber das ist ja fast egal  
Zum Musik hören benutze ich einen AKG 701, liebäugle aber grad mit dem Sennheiser HD 650. Ein Tip wäre auch der Beyerdynamics DT 880 (geschlossen) bzw. DT 990 (offen).


        
 





#3
Geschrieben am 30. September 2010 um 17:51 Uhr

DarkRaziel meint ...

Zitat: Schon nach kurzer Zeit verschmilzt das PC 360 wie ein Ehering am Finger mit eurem Kopf.

Ist das ein kleiner Wink an den Liebsten      

4:20min :-P

Wie nutze ein Teufel Kopfhörer, denn ein Headset brauche ich nicht am PC bzw. iMac, denn wenn ich mal bei Skype unterhalte reicht das eingebaute Micro im iMac. Nur eben der Sound wird auf die Ohren zu Direckbeschallung geleitet statt über die Lautsprecher.


          



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