Rift: Planes of Telara - Geistliche
Bewahrer (Warden)
Geschrieben von Kithaitaa am 5. Februar 2011 um 09:59


So wie die Gezeiten langsam beginnen und dann immer mehr anschwellen, so wirkt auch die Heilung des Bewahrers. Er ist auf langsame Heilkraft spezialisiert, die im Laufe der Zeit immer stärker wird. Daher eignen sich Bewahrer ideal für lange Gefechte, in denen die meisten Heiler erschöpft aufgeben müssten.

Stärken
Bewahrer sind unübertroffen darin, ihre Verbündeten nach und nach mit immer mächtigeren Heilenergien zu helfen. Steht einem Bewahrer genügend Zeit zum Aufbau seiner Magie zur Verfügung, kann er seinen Verbündeten selbst in den anstrengendsten Kämpfen helfen.


Schwächen
Da Bewahrer ihre Schutzzauber nicht schnell genug wirken können, um einen konzentrierten Angriff abzuwehren, verfügen sie über keine starken Verteidigungsmöglichkeiten, wenn sie in schneller Folge oder von Gruppen attackiert werden.




Fertigkeiten im Seelenplaner anzeigen



Bewahrer Hintergrund
Nachdem die Elfen ihre Heimat verlassen hatten, gelangten sie auf die Kelari-Inseln, ein Ort voll wilder, ungezähmter Geister. Viele dieser kleinen Götter verbündeten sich mit den Neuankömmlingen, einer jedoch verweigerte jeglichen Kontakt: Ixalou, der Fürst des Flusses. Viele glaubten, dass die junge Diona dereinst die Hohepriesterin der Kelari werden würde, und eines Tages forderte eine Rivalin sie heraus, ihren Wert zu beweisen: Sie solle den Flussherrscher auf ihre Seite ziehen. Diona antwortete darauf, dass dies eine einfache Aufgabe sei.

Sie brachte der Statue von Ixalou ein Opfer dar und wanderte am Ufer auf und ab, bis er sich aus dem Wasser erhob. "Du willst dich meiner Gunst versichern, Elf", sagte Ixalou mit einer Stimme wie über Felsen sprudelndes Wasser, "doch ich werde sie dir nicht schenken. Die Kelari sind leidenschaftlich, hochmütig und unberechenbar. Das ist nicht die Art des Wassers. Wasser ist dämpfend, bescheiden und vor allem beständig."

"Ich werde dich nicht enttäuschen." Obwohl gefährlicher Stolz in Dionas Stimme schwang, gestattete ihr Ixalou, seine Magie probeweise zu benutzen.

Dionas Reise führte sie den Fluss hinab. Am zweiten Tag traf sie auf eine Gruppe von Fischern, die von Sumpflingen angegriffen wurde. Ohne lange Überlegung rief sie eine riesige Welle herbei, die den Abschaum hinwegspülte, doch weitere Sumpflinge eilten herbei.

Diona entzog ihren Körpern jegliche Flüssigkeit und durchbohrte sie mit Speeren aus Wasser, doch es gelang ihr nicht, alle zu besiegen. Als sich Diona schließlich wieder zu den Fischern umwandte, sah sie, dass sie an der Schwelle des Todes waren. Diona sandte Schlangen voll regenerativer Energie in ihre Richtung, doch bevor der mächtige Zauber endlich komplett gewirkt war, griffen die Sumpflinge bereits wieder an und löschten die unglückseligen Fischer aus.

Diona war vor Entsetzen wie gelähmt. Obwohl sie die Monster vernichtete, konnte sie den Fischern doch nicht helfen. Entmutigt sank sie auf die Knie und wartete darauf, das Ixalou kam und ihr die Macht wieder nahm. Sie wartete. Ein Tag verging, dann ein weiterer und ein dritter.

Am Ende des fünften Tages schließlich erschien Ixalou. "Du hast versagt! Hast du inzwischen verstanden, warum du versagtest?"

Diona senkte demütig ihr Haupt und sagte: "Wasser ist konstant, es braucht zum Fließen Zeit. Hätte ich zuerst die Fischer geheilt, statt direkt anzugreifen, hätte die Magie sie gestärkt, sodass ihnen weitere Wunden nichts mehr hätten anhaben können. In meinem Stolz jedoch glaubte ich, ich müsse zuerst die Dämonen töten. Ich hatte mich geirrt."

Der Fluss warf hohe Wogen, als der Fürst gurgelnd lachte. "So lange ich zurückdenken kann, habe ich niemals gehört, dass ein Kelari je einen Fehler zugegeben hätte. Aus diesem einzigen Grund gewähre ich dir noch eine zweite Chance."

Dankbar folgte Diona dem Wasser, bis sie das Klirren von Schwertern hörte. Als sie dem Geräusch entgegeneilte, sah sie, dass eine Gruppe Reisender Gefahr lief, von einem Trupp Satyrn überwältigt zu werden.

Diona rief Sphären heilenden Wassers herbei und schleuderte sie ins Gemenge. Eine oder zwei zerplatzten direkt über den verletzten Kämpfern, während andere in der Nähe schwebten und ihre heilenden Energien freisetzten, wenn den Angegriffenen weitere Wunden zugefügt wurden. Durch Dionas heilende Wellen konnten die Satyrn keinen bleibenden Schaden mehr anrichten.

Mit einem wütenden Fluch wirbelte der Anführer wild seine Axt herum und verwundete viele der Reisenden schwer. Diona erhob ihre Stimme und bat den Fürsten des Flusses um Hilfe. Sogleich öffnete der Himmel seine Schleusen, und ein wahrer Sturzbach heilenden Regens durchnässte die Kämpfer. Jeder Regentropfen heilte und schloss eine Wunde. Die Pilger fochten mit neuer Energie, mähten die Satyrn nieder und waren schließlich gerettet.

Ein krummarmiger Zwerg trat vor und musterte Diona. "Euer Heilzauber ... ich muss schon sagen, der war wirklich beeindruckend! Ich bin der Rächer Thorvin. Wir sind auf der Jagd nach Grünschuppe. Wenn Ihr also gern Satyrn tötet, dann kommt mit uns, wir könnten jemanden wie Euch gut gebrauchen."

Einen Herzschlag lang war Diona versucht, ihrem Rivalen stolz das wahre Ausmaß ihrer neuen Kraft vorzuführen, doch dann ermahnte sie sich zu Bescheidenheit. Als sie mit einfachen Worten einwilligte, Thorvins Gruppe zu begleiten, nahm Diona eine nebelhafte Erscheinung am Ufer wahr, die zufrieden mit dem Kopf nickte und dann geräuschlos verschwand.









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