Rift: Planes of Telara - Schurken
Risspirscher (Riftstalker)
Geschrieben von Kithaitaa am 5. Februar 2011 um 10:03


Der Risspirscher ist ein Meister der Verteidigung, der die Struktur der Ebenen krümmt, um seine Konstitution zu verbessern und sich zwischen der materiellen und der immateriellen Dimension zu bewegen. Risspirscher sind äußerst geschickte Kämpfer und Überlebenskünstler. Sie lenken die Aufmerksamkeit der Feinde auf sich, weichen Angriffen aber mit Leichtigkeit aus.

Stärken
Der Risspirscher ist ein unglaublich agiler Kämpfer, der sich vor Schaden schützt und im Kampf immer genau zur rechten Zeit am rechten Ort auftaucht.


Schwächen
Um die Energien der Ebenen nutzen zu können, ist ein enormer Kraftaufwand erforderlich. Während Risspirscher also in kurzen Scharmützeln gefährliche Gegner darstellen, verlieren sie in längeren Auseinandersetzungen schnell an Effizienz.




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Risspirscher Hintergrund
Seit dem Unfall waren viele Jahre vergangen, doch Anan Mikhai erinnerte sich noch sehr genau an die Qualen, die er erleiden musste, als seine innerste Essenz von einem Experiment seines Vaters auseinandergerissen wurde.

“Ich muss nur noch eine kleine Einstellung vornehmen …”, hatte sein alter Herr gemurmelt, als er an dem Quellsteinbrocken herumhantierte, den er an einer primitiven Vorrichtung aufgehängt hatte, die aus von Lederriemen zusammengehaltenen Metallringen bestand. Als das Erz an der gewünschten Position einrastete, schoss ein Strahl ungebändigter Ebenen-Energie heraus – genau auf Anan.

Die Qualen kehrten jedes Mal wieder, wenn Anan sich von der materiellen Ebene löste. Dies war natürlich ein kleiner Preis für die Fähigkeit, sich genau in dem Augenblick in Luft auflösen zu können, in dem der mächtige Speerwurf eines wütenden Bomani in Anans Bauchgegend zu landen drohte. Stattdessen bahnte Anan sich einen Weg durch das zwischen den Realitäten liegende Schattenreich, um hinter dem Bomani wieder aufzutauchen und dem Hundsmenschen seine Dolche in den Leib zu bohren. Der Bomani ging zu Boden und Anan wischte die Klingen an seiner ledernen Hose ab.

Ein leises Schluchzen erweckte seine Aufmerksamkeit. Als er sich umdrehte, bemerkte Anan ein kleines Mädchen, das zusammengekauert neben dem überfallenen Wagen saß. Anan krümmte das Gefüge aus Raum und Zeit und stand bereits im nächsten Augenblick neben ihr. Die leblosen Körper ihrer Eltern lagen vor ihm auf dem Boden.

“Verlassen wir diesen Ort”, sagte Anan mit sanfter Stimme. Als er sich herabbeugte, um das Mädchen aufzuheben, vernahm er das schrille Geräusch einer Kette, die gegen Stein schlägt. Es war ein heulendes Gespenst, das die Luft mit seinen geisterhaften Ketten durchpeitschte und sich mit großer Geschwindigkeit näherte.

Anan legte einen Finger auf seine Lippen, als die ersten Tränen aus den Augen des Mädchens zu kullern begannen. “Pssst … ich bin gleich wieder bei dir.” Er untersuchte den Ort und ließ vor seinem geistigen Auge dort, wo das Mädchen sich befand, ein kleines Staubkorn aufleuchten, dessen Schein auch in der immateriellen Realitätsebene zu sehen war.

Anan näherte sich dem Gespenst und musste zum ersten Mal am eigenen Leib erfahren, wie frustrierend es sein kann, wenn man es mit einem Gegner zu tun hat, der die materielle Ebene nach Belieben verlassen kann. Der Kampf der beiden Kontrahenten ähnelte einem Schattentheater, dessen zwei schemenhafte Hauptfiguren wie bei einem Blitzgewitter immer wieder aus dem Nichts auftauchten, nur um gleich wieder dorthin zu verschwinden. Doch schließlich gelang es Anan, seine Klinge genau dort zu platzieren, wo er das nächste Erscheinen seines Gegners erwartete. Und so geschah es, dass die Klinge den Schatten zerriss, der sich mit einem markerschütternden Schrei für immer in Nichts auflöste.

Doch ein zweiter Schrei übertönte den des Gespenstes, und Anans Blick fiel auf einen Bomani, der zu einem Hieb auf das zu Tode verängstigte Mädchen angesetzt hatte. Anan fokussierte seinen Geist auf das Staubkorn, das er kurze Zeit zuvor am Standort des Mädchens abgelegt hatte, und war in Sekundenbruchteilen wieder bei ihr, um seinen Dolch tief in das Herz der Bestie zu bohren. Mit dem Mädchen in den Armen verließ Anan den zerstörten Wagen und ging auf eine kleine Gruppe Überlebender zu.

Sein Geist wanderte in eine andere Zeit zurück und sah, wie sein Vater ihn selbst liebevoll in den Armen wiegte und schluchzend Entschuldigungen murmelte, nachdem er die Vorrichtung – sein Lebenswerk – zerstört hatte, um seinen Sohn vor der völligen Auflösung zu retten. Auch wenn ihm das Experiment seines Vaters viele Qualen eingebracht hatte, so war Anan nun zumindest in der Lage, andere durch seine Gabe vor Unheil zu bewahren … und diese Gabe sollte er mit der nächsten Generation der Risspirscher teilen.









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