Rift: Planes of Telara - Die Zonen
Steinfeld
Geschrieben von Kithaitaa am 5. February 2011 um 10:12



In den Hügeln von Stonefield rasselt der Wind wie schwerer Atem. Das Gras spannt und streckt sich über die runden Hügel, die sich wölben wie die Muskeln eines massigen Riesen aus Stein, der kurz davor ist, sich aus der Erde zu erheben und die Grasdecke zu durchbrechen, bereit, alle Sterblichen zu zerquetschen.

Die Schläfer im Gestein
Vor langer, langer Zeit wagten es die brillanten, aber irren Zauberkönige der Eth, Titanen von der Erdebene nach Stonefield zu berufen. Diese Wesen, deren unbezwingbaren Kräfte kaum zu beschreiben sind, sollten fortan auf Befehl der Eth die unschätzbar wertvollen Quellsteinminen von Stonefield bewachen.

Stein ist nicht nur hart und fest, sondern auch geduldig, kalt und zuversichtlich, und er wird durchzogen von versteckt funkelnden, brillanten Adern. Die Titanen warteten, sie schmiedeten Pläne und versammelten langsam eine Armee aus Bergtrollen, Erdelementen und Troglodyten um sich herum. Ohne Vorwarnung erhoben sie sich plötzlich gegen ihre Unterdrücker, fegten wie eine Lawine über Stonefield her und vertrieben die Eth.

Nur durch ihren Einfallsreichtum und ihre Beharrlichkeit konnten die Eth die Titanen schließlich nach Jahren des Blutvergießens besiegen und sie tief unter die Hügel verbannen. Man sagt sich, dass die Riesen heute in ihren Gefängnisgrüften vor Wut rasen. Jede Lawine, jedes Zittern, jede Bewegung im Stein soll hervorgerufen werden durch das wütende Hämmern ihrer Fäuste gegen die unnachgiebige Felswände.




Die Knochen der Erde
An einigen Orten ist der Einfluss der Titanen selbst durch den Stein hindurch sichtbar. In Titan's Rest beispielsweise ragt das Skelett eines besonders großen Exemplars aus dem Hügel hervor, mit auseinanderklaffenden Kiefern, die zu einem endlosen Schrei anheben. Zwischen den Rippen ragen Felsen auf, so als würden sie versuchen, noch einen letzten Fleischfetzen von seinen Knochen zu schaben.

Bergtrolle durchstreifen seinen Grabhügel. Die Knochen seines Handgelenks dienen ihnen als Lehne, und in seinen leeren Augenhöhlen bauen sie ihre Nester. Diese grobschlächtigen Rohlinge spalten sich in zwei Fraktionen. Da gibt es die, die eine neuerliche Herrschaft der Titanen herbeisehnen, und es gibt jene, die es genießen, in Freiheit durch die Hügel zu ziehen und nach Lust und Laune zu wüten und zu morden. Wenn Trolle aus gegnerischen Lagern aufeinandertreffen, gehen sie ohne Zaudern aufeinander los. Wenn sie wie Felsbrocken aufeinanderprallen, reißen ihre knolligen Füße den Erdboden auf. Risse, die man in den massiven Knochen der Titanen findet, könnten sehr wohl von dem Kopf eines Trolls stammen, den ein anderer dagegen geschlagen hat.




Granite Falls
Granite Falls ist genauso ausgedörrt und karg, wie es der Name vermuten lässt. Einst aber stand hier eine florierende Bergbaustadt. Geschickte Minenarbeiter beuteten hier die reichsten Quellsteinadern von Telara aus. Die Minenarbeiter respektierten die Erde und drangen nie in allzu große Tiefen vor, aus Furcht, die seit Urzeiten gefangenen Riesen zu wecken. Ihre Vernunft bewahrte die Menschen der Stadt aber nicht vor dem Unheil, das mit den Rifts über sie kommen sollte.

Als sie vom Endlosgericht aus der Tiefschlag Minen vertrieben wurden, verloren die Menschen aus Granite Falls ihren Lebensunterhalt. Heute füllen die Brotlosen, mürrisch und mutlos, die Taverne der Stadt. Ihre entwürdigende Situation wurde aber noch verschlimmert durch eine mysteriöse Krankheit, die unter dem Hügelvolk um sich griff und selbst die ledernen Lungen der Minenarbeiter vergiftete.

Die, die ihren Leiden, dem Hunger oder der Verzweiflung erlagen, finden keine Ruhe. Denn die Toten, die auf dem Friedhof vor der Stadt begraben werden, verlassen ihre Gräber, um sich mit den Leichen der gerade Gestorbenen unter den Trauernden oder Passanten zu mehren. In den Hügeln sind Death Rifts nun fast ebenso geläufig wie Earth Rifts, und niemand in Stonefield bleibt lange unter der Erde.











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