Rift: Planes of Telara - Die Ebenen
Ebene des Lebens
Geschrieben von Kithaitaa am 5. Februar 2011 um 10:13



Beim Erkunden von Telara kannst Du inmitten einer Ödnis auf eine unglaublich üppige Oase stoßen. Fremdartige Pflanzen wachsen hier, die dick wie Sehnen und mit Früchten beladen sind. Völlig unbekannte Tierarten, deren Fell und Gefieder in unwirklichen Farben leuchten, durchstreifen die paradiesische Landschaft. Wenn Du Dich an einem solchen Ort wiederfindest, nimmt Dich in Acht! Denn der einsame Wanderer wird schnell berauscht von all den fremden Düften und Eindrücken, und er läuft Gefahr, die Orientierung zu verlieren. Sobald Du bemerkst, dass das Laub die Sonne verdeckt, ist es schon zu spät. Räuberische Insektenschwärme stürzen sich heißhungrig auf Dich, und schließlich gelangst Du zum Zentrum des Wachstums.

Dort findest Du das Rift des Lebens. Aus ihm sprießen Kletterpflanzen und Wurzeln hervor, die das Rift immer weiter öffnen, wie Finger, die an einem zerlöcherten Stofffetzen reißen. Dann wird eine dieser Reben bemerken, dass Du da bist, und sich auf Dich stürzen wie eine Giftschlange. Ihr holziges Ende spitzt sich dabei zu einem giftigen Speer …




Die Ebene des Lebens: Alles andere als bescheiden
Hier, auf der Ebene des Lebens, gibt es weder Boden noch Himmel. Beide werden verdeckt von den Pflanzen, die ebenso exotisch wie erschreckend sind. Wurzeln liegen schiebend und ringend miteinander im Gefecht wie verfeindete Armeen, die Reben sind dicht ineinander verflochten und mit ihren Dornen versuchen sie, sich gegenseitig auszustechen. Der Überlebenswille auf dieser Ebene ist so groß, dass Kompromisse oder friedliche Koexistenz unvorstellbar sind. Das Leben hier ist ein ständiger Kampf.

An diesem Ort, der von Schönheit, nicht aber von Frieden geprägt ist, gleicht die Ewigkeit einer langen Kette aus blutigen Gliedern. Vielleicht siehst Du, wie Feen, die in ihrer Lieblichkeit und Grausamkeit Kindern sehr ähnlich sind, gerade wilde Kreaturen mit ihren Illusionen und Fallen quälen. Im nächsten Moment, ganz plötzlich, werden sie von einem in die Luft springenden Raptoren erfasst und zerfleischt, bis von ihnen nicht viel mehr als blutige Klumpen übrig sind. Um das Reptil herum beginnen die Kletterpflanzen zu pulsieren, sie umschlingen es und zwingen es zur Flucht, doch nun läuft es einem Waldtroll in die Arme, der es am Schwanz packt und sein Rückgrat an einem Baumstamm zerschmettert. Während sich der Troll an seinem Fang labt, heben sich die Wurzeln des Baumes, der eigentlich das Bein eines Treants ist, und machen ihn dem Erdboden gleich. Das Baumwesen, das sich zum ersten Mal seit Jahrhunderten bewegt hat, sucht nun nach einem Platz, an dem es wieder Wurzeln schlagen kann. Doch schon erliegt es dem Gift sonnenhell leuchtender Blumen.


Feinde: Rote Zähne und Klauen
Dies sind einige der vielen Bewohner der Lebensebene. Sie alle sind beherrscht von ihrem Lebenswillen und dem Drang, alle anderen Arten zu verdrängen, wie die amphibischen Boglinge, die alle Eindringlinge zuerst fressen und dann töten, genau in dieser Reihenfolge.

Viele der wildesten Bestien Telaras stammen aus dieser Ebene. Schreckliche Wölfe jagen das Wild der Region, bis es vom Aussterben bedroht ist, und Razorbeast-Wildschweine zertrampeln ihre natürlichen Feinde, als hätten sie statt Horn scharfkantige Felsblöcke an ihren Hufen. Die Ebene des Lebens kann Flora und Fauna zur Abscheulichkeit verzerren. Die Shambler beispielsweise sind Kreaturen, deren riesige, krötenähnliche Köpfe direkt mit den langen, schwabbeligen Armen verbunden sind, und anstelle eines Körpers sitzt bei ihnen ein durchweichter Laubhaufen.

Die Lifetouched, die vom Leben Berührten, greifen in ihrem Kampf ums Überleben auf unzählige Tricks zurück. Wenn ekstatische Sartyren ein Dorf überfallen, beschwören sie dornenbesetzte Wurzeln aus dem Boden hervor, die ihre Opfer fesseln und dann vergiften. Ziegenmenschen heilen ihre Wunden mit ihrem eigenen Fleisch, das nachwächst wie Blätter aus einem Baum.




Der Drache des Lebens: Greenscale der Urzeitliche
Greenscale der Urzeitliche ist der ausgesprochene Feind jeglicher Zivilisation, er hasst alle Strukturen, in denen der Schwache verhätschelt oder der Starke eingeschränkt wird. Sein Ideal ist der ständige, auf- und abebbende Kampf, in dem die verschiedenen Arten einander zum Opfer fallen, bis schließlich die brutalste überlebt – oder bis jemand bzw. etwas noch stärkeres auf den Plan tritt.

Jahrhundertelang hat Greenscale in seinem sterilen, unbelebten Gefängnis gewütet. Seine Untertanen, die Feen, bedienten sich seiner Macht, um ihre boshaften Spielchen zu treiben. Wenn er eines Tages frei kommen sollte, wird er sie entweder wegen ihrer Unverschämtheit vernichten oder sie für ihre Skrupellosigkeit belohnen. Greenscale sehnt sich danach, Sanctum, Meridian und jede andere Bastion dem Boden gleich zu machen, in der Ordnung und Fortschritt herrschen, bis Telara völlig bedeckt ist von sich windender, um sich beißender Wildnis.


Der Kult des Lebens: Das Haus Aelfwar
Über Jahrhunderte bewachten die Hochelfen des Hauses Aelfwar die wilden Landstriche von Telara. Als die Aszendenten aus dem Reich der Toten als Beschützer Telaras zurückkehrten, zählte das Haus Aelfwar nicht länger zu den Auserwählten Tavrils – die Hochelfen waren zu Sterblichen geworden. Dann kamen die Goblins aus Gloamwood und brannten die Wälder der Elfen nieder. Prinz Hylas von Aelfwar verübelte es die Wächter, dass sie nicht gehandelt hatten.

Der Prinz rief sein Haus zur Verehrung von Greenscale auf. Auch die Elfen sind jetzt Feinde der Zivilisation, von der sie sich verraten fühlen. Sie setzen alles daran, dass die Wildnis noch wilder wird und verbreiten Greenscales Philosophie des endlosen Kampfes. Hylas ist trotz seiner Verbitterung nicht weniger ruhmreich, er ist ein Herrscher mit großem Ehrgeiz, Charisma und Entschlossenheit, und obwohl er einst ein ausgesprochener Freund der Harmonie war, könnte er selbst den Feenherrscher Lord Twyl in seiner Funktion als Erzfeind der Zivilisation leicht ablösen.











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