Genre:Action  
Entwickler:CyberConnect2  Publisher: Capcom
Plattform(en):PS3, Xbox360

Release:24.02.2012

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Asura's Wrath

Vorsicht, liebe Demo-Freunde: Capcoms Wüterich Asura ist auf 180!

Geschrieben von Tim am 12. Januar 2012 um 20:18 Uhr


Wut ist gefährlich. Verdammt gefährlich. Wer in Rage verfällt, läuft Gefahr, etwas zu tun, was er später eventuell bereuen wird. Daher empfiehlt es sich normalerweise, seinen Zorn so gut es geht zu zügeln - mit Milde erreicht man bekanntlich ohnehin mehr. Aber wisst ihr was? Asura interessiert das einen Scheissdreck! Der Kerl mit den sechs Armen ist nicht nur ein wahrer Muskelprotz, sondern auch ein Wüterich ohnegleichen. Asura's Wrath ist demzufolge extrem actionreich und extrem abgefahren. Schon damals auf der gamescom kam das gut an, allerdings offenbarte das Gameplay dort ein paar Probleme. Dank der heute veröffentlichten Demo hatte ich eine zweite Gelegenheit, Asuras Wut zu entladen. Und das Wichtigste: Ich hatte meinen Spaß dabei!

Werfen wir doch einen kurzen Blick zurück auf einen kleinen gamescom-Eindruck vom 20. August 2011. An diesem Tag hat Kollege Haschbeutel bei seinem Capcom-Termin Asura's Wrath live und in Action bestaunen dürfen - und er war zwar einerseits beeindruckt von den gewaltigen Dimensionen, die das Spiel bereits in der Demo bot, andererseits hinterließ der eigentliche Spielverlauf doch eher fragende Gesichter und konnte ihn nicht hundertprozentig überzeugen. Ich zitiere an dieser Stelle einfach mal:

Man nehme God of War, dazu Anleihen von Bayonetta und eine feine Prise Street Fighter und - tada - wir haben Asura's Wrath. Auch wenn der demonstrierte Bossgegner beeindruckende Dimensionen vorzuweisen hatte und es mit dem Episoden-Stil durchaus interessant schien, den Titel zu spielen, haben mich die repetitiven Gefechte und die vielen Quicktime-Events genau so abgeschreckt, wie die immens vielen Zwischensequenzen. Capcom betonte aber, dass abseits der Bosskämpfe auch "klassisches" Hack'n'Slay Feeling aufkommt. Ich bleibe erstmal skeptisch und hoffe darauf, dass die guten Zutaten am Ende doch noch schmackhaft verpackt werden.


Auch ich hatte auf der gamescom Hand an Asura's Wrath angelegt und mich an eine der Spielstationen gewagt, wobei ich ganz ehrlich sagen muss, dass ich gerade einmal 5-10 Minuten gespielt habe - dann war plötzlich beim kompletten Capcom-Bereich der Strom weg. Allerdings verspürte ich damals auch kein besonderes Bedürfnis, am nächsten Tag nochmal dort vorbeizukommen und weiterzuzocken, weil mir Asura's Wrath irgendwie nicht so recht gefallen wollte. Das wäre eigentlich sehr schade, weil mich das Spiel im Vorfeld ziemlich interessiert hat. Zum Glück gibt es nun seit heute für alle Skeptiker und Fans die Möglichkeit, selbst zwei Episoden des Actionkrachers zu spielen, weil eine Demo auf dem XBL-Marktplatz zur Verfügung steht. Diese habe ich nun durchgespielt. Und Asura's Wrath macht Spaß!




Vom Kampf gegen den Riesenzeigefinger und dem Duell mit dem Meister

Die erste spielbare Episode ist Episode 5 aus der Vollversion - Episode bedeutet in diesem Fall exakt das gleiche wie Kapitel. Diese Episode kannte ich teilweise bereits von der gamescom und es handelt sich auch um die, die Haschbeutel während der Präsentation in Köln zu sehen bekam. Im Grunde besteht sie nur aus einem einzigen, dafür aber relativ lange währenden Kampf gegen einen riesigen, dickbauchigen Gott, der, nachdem ich ihn ins All geboxt habe, plötzlich um das zehntausend-fache (reicht das?) seiner Größe anwächst und fortan in der Lage ist, "mit seinem Finger ganz Skandinavien zu zerdrücken". Er beschränkt sich allerdings darauf, seinen Zeigefinger ausschließlich auf Protagonist Asura zu richten. Doch falsch gedacht, denn wer Asura provoziert, der hat bald nichts mehr zu lachen! Schon nach kurzer Zeit konnte ich mit Druck auf die RT-Taste "Wut" aktivieren - und dann wurde es spannend. Aus zwei Armen werden umgehend sechs, Asura schreit und schreit seinen Zorn aus sich heraus und schafft es augenscheinlich tatsächlich, den gigantischen Obermotz zu vernichten. So beeindruckend und abgefahren das auch aussah, ich musste dennoch feststellen, dass der spielerische Anteil sich jedenfalls in dieser Episode nur auf das Nötigste beschränkte und häufig von kurzen Videos unterbrochen wurde. Ein paar Mal durfte ich auf den Gott schießen und seinen Feuerbällen ausweichen, ansonsten standen vor allem Reaktionstests im God-of-War-Stil im Mittelpunkt.

Interessanter war da schon die zweite spielbare Episode, die ich so noch gar nicht kannte. Wir befinden uns zu ihrem Start irgendwo im Weltall, vermutlich auf dem Mond, und natürlich beginnt sogleich wieder ein mächtiger Schlagabtausch gegen einen dieses Mal kleineren, dafür aber noch arroganteren Gegner, der angeblich Asuras ehemaliger Meister ist. Da sich die Episode relativ weit hinten im Spiel befinden dürfte (es ist Nummer 11), konnte ich von der Story so gut wie gar nichts verstehen - und es war mir auch herzlich egal. Schließlich wollte ich den Kerl plattmachen und Asuras Wutausbrüche erleben, die bei mir immer wieder für ein Schmunzeln sorgten. Tatsächlich machte der Kampf gegen den Meister richtig viel Spaß, auch wenn hier das gleiche gilt wie schon beim ersten spielbaren Kapitel: Quick-Time-Events stehen immerzu an der Tagesordnung und das eigentliche Kämpfen erwies sich als weniger anspruchsvoll wie erhofft, wenn man bedenkt, dass Asura's Wrath an eine Mischung aus God of War und Street Fighter erinnert. Doch trotz allem haben mich beide Kapitel gut unterhalten und mir Lust auf mehr gemacht, zumal die Demo mit einem schlimmen Cliffhanger endet, bei dem ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Wünschenswert wäre aber, dass dem Gameplay mehr Bedeutung zukommt.



Was genau Asura's Wrath letzten Endes wirklich für ein Spiel wird, ist mir immer noch - auch fünf Wochen vor Release - völlig schleierhaft. Klar, es soll ein Hack-&-Slay werden, aber die Anspielversion bestand lediglich aus zwei Kämpfen gegen mächtige Bossgegner, sodass ich keine Vorstellung habe, wie der Rest des Spiels eigentlich ablaufen soll. Grafisch ist Asura's Wrath keine Meisterleistung und garantiert keine Konkurrenz zu Kratos, Dante & Co., aber der Stil hat mir trotzdem gut gefallen. Witzig finde ich auch die an Mozart-Kompositionen erinnernde Musik während der actionreichen Kämpfe, die einen netten Kontrapunkt darstellt und irgendwie doch Flair versprüht. Am 24. Februar steht Asura's Wrath in den Läden und für mich steht jetzt fest, dass ich mir das Spiel auf jeden Fall anschauen werde. Alleine schon deshalb, weil ich wissen möchte, wie es nach dem Cliffhanger weitergeht.









3 Kommentar(e):
und folgenden Usern gefällt der Beitrag: 3k1m92, ... und 4 Gästen.

 





#1
Geschrieben am 12. Januar 2012 um 23:43 Uhr

3k1m92 meint ...

Ich hab grad auch zum ersten Mal selbst Hand angelegt und finde Asura's Wrath ziemlich... interessant.
Mein bisheriger Informationsstand war relativ beschränkt, ich hatte nur ein paar Screenshots im Kopf und etwas von einer angeblichen Verschmelzung von Gameplay und Cutscenes sowie QTEs, die dem Spieler das Gefühl der Autonomie nicht gänzlich entreißen. Dementsprechend kritisch bin ich also an die Sache herangegangen und habe wohl einen ähnlichen Eindruck erhalten wie du.
Von der ersten Minute an kam Spielspaß auf, auch wenn, vielleicht auch gerade da ich das Gefühl hatte, in einer Dragonball Z Episode mit ausgetauschten Charakteren mitzuspielen   Zwar ist besonders in der ersten spielbaren Episode der Grad an sowohl Interaktion als auch Herausforderung eher gering, wie du schreibst. Allerdings kann ich auch dort nicht behaupten, mich schlecht unterhalten gefühlt zu haben.
Was die Präsentation anbelangt bin ich mehr als positiv überrascht. Ich finde sowohl den grafischen Stil als auch die Sounduntermalung mehr als gelungen. Atmosphärische Wirkung ist eben doch nicht direkt proportional zur Auflösung der Texturen oder der Zahl der Polygone  
Anscheinend weiß keiner so recht, ob das fertige Spiel tatsächlich ausschließlich aus derartigen Kämpfen besteht, oder ob da noch was kommt. In jedem Fall ist es aber meiner Meinung nach ein mutiges Projekt, das ich definitiv auf dem Radar behalte.


          
 





#2
Geschrieben am 20. Januar 2012 um 22:56 Uhr

Kithaitaa meint ...

Macht mich null an. Pff.   


          
 





#3
Geschrieben am 28. Januar 2012 um 16:25 Uhr

DarkRaziel meint ...

Habe die Demo jetzt mal gespielt und die vielen Quick Time Event nerven ohne Ende und wenn das ganze Spiel so weiter gehen sollte   

Doch Ehrlich gesagt spricht mich die Demo so an wie ein Thailändischer Ladyboy      
Auf Deutsch gesagt es Sieht zwar ansprechend aus, aber gewisse Teile törnen mich voll ab   


          



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