Genre:JRPG  
Entwickler:Square Enix  Publisher: Square Enix
Plattform(en):PC, PS3, Xbox360

Release:03.02.2012, 15.12.2011 (Japan), 2015 (PC)

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Final Fantasy XIII-2 - Review

If Final Fantasy changes the future, will it also change the past?

Geschrieben von Tim am 6. Februar 2012 um 18:39 Uhr


Wer die Zukunft verändert, verändert auch die Vergangenheit. Das ist eine der wichtigsten Lektionen, die ich im neuen Final Fantasy lernen durfte. Hört sich falsch und unverständlich an? Keine Angst: Auch mir war anfangs nicht klar, wie genau ich diese Aussage verstehen sollte. Aber Final Fantasy XIII-2 hat mir bewiesen, dass doch mehr als nur ein Körnchen Wahrheit dahintersteckt. Denn dieses Final Fantasy verdient nicht nur den Namen Rollenspiel. Es lässt mich streckenweise sogar den vielfach verteufelten Vorgänger Final Fantasy XIII vergessen. Trotz aller meiner Zweifel im Vorfeld hat mich Square Enix eines Besseren belehrt: Final Fantasy kann es immer noch. Teilweise jedenfalls. Wenn nur das Backtracking, die Zufallskämpfe, der schwankende Schwierigkeitsgrad und die Orientierungslosigkeit nicht wären ...

Square Enix hat es sich selbst eingestanden: Final Fantasy XIII war alles andere als perfekt und wurde dem Begriff "Japan-Rollenspiel" oder "Rollenspiel" im Generellen nicht gerecht. Das Spiel war zwar ausgesprochen hübsch und die Kulissen detailliert, die meisten Charaktere liebenswürdig und sympathisch, die Story gegen Ende sehr spannend und das Paradigmen-Kampfsystem taktisch hochinteressant - mit seinen langen Levelschläuchen, der extremen Linearität und dem Mangel an Beschäftigungen abseits der Mainquest stellte sich der 13. Teil der Hauptreihe allerdings selbst ein Bein. Mit Final Fantasy XIII-2 sollte nun alles besser werden. Und tatsächlich: Die Entwickler scheinen aus ihren Fehlern gelernt zu haben. Ich habe bereits nach kurzer Zeit zahlreiche Verbesserungen erkannt, die das Spiel spürbar aufwerten. Schafft es Final Fantasy XIII-2 wirklich, die negativen Erinnerungen an Teil XIII auszulöschen? Oder tritt es doch versehentlich in die Fußstapfen des Vorgängers?




"We can save the future! We can save Lightning! And we can defeat Caius!"

Die Antwort lautet: Jein. Auf der einen Seite gibt es zahlreiche Verbesserungen gegenüber dem "ersten" dreizehnten Teil, die stellenweise wirklich dafür sorgen, dass man die spielerische Enttäuschung von 2010 vergisst - in seinen besten Momenten zeigt sich Final Fantasy XIII-2 nämlich nicht als eine Fortsetzung, sondern als ein eigenständiges Spiel, welches die grundlegende Formel des Vorgängers nicht nur spürbar evolutioniert, sondern auch in vielerlei Hinsicht ausbaut. Auf der anderen Seite allerdings passiert es immer wieder, dass auch XIII-2 in das durchwachsene Schema des Vorgängers zurückfällt und komplett aus der neuen Spur gerät - in seinen Tiefpunkten fühlte ich mich wie schon bei Teil XIII gelangweilt. Das Entscheidende ist jedoch, inwieweit die positiven und negativen Aspekte und Erfahrungen ausbalanciert sind. Denn jedes Spiel hat irgendwo seine Schwachstellen; selbst in Meisterwerken wie Uncharted 3 oder Super Mario Galaxy 2 gab es Passagen, die ich heute noch verabscheue und so gut es geht meide bzw. schnell vorüber bringen will. Ob Final Fantasy XIII-2 also ein gutes Spiel geworden ist oder nicht, ist nun die Frage. Ich werde sie euch in den folgenden Absätzen beantworten. Starten wir aber erst einmal mit den grundsätzlichen, formalen Informationen zu Story, Konzept und Charakteren - Dingen, die in XIII-2 eine weitaus größere Rolle spielen als zuvor.

Final Fantasy XIII-2 setzt fast genau direkt am Ende von Teil XIII an: Cocoon wird von einer mächtigen Kristallsäule gestützt, die aus Vanille und Fang, zwei Charakteren aus dem Vorgänger, besteht - wer sich genau daran erinnert, weiß, dass die beiden zu Kristall geworden sind, um Grand Pulse vor dem herabstürzenden Cocoon zu retten. Diese Kristallsäule droht allerdings in Final Fantasy XIII-2 zu brechen, was wiederum eine Katastrophe für die auf Pulse lebenden Menschen bedeuten würde. Dies gilt es natürlich irgendwie zu verhindern - und damit noch nicht genug, denn plötzlich treten sogenannte Paradoxe und Zeitverzerrungen in der Spielwelt auf und außerdem hat Protagonistin Serah mysteriöse Visionen und Erinnerungen an Ereignisse, die laut den anderen Menschen nie stattgefunden haben. Um das Ganze dann auch noch zu toppen, ist Serahs Schwester Lightning einfach verschwunden. In ihren Träumen sieht Serah sie jedoch in einer seltsamen Stadt gegen einen anderen geheimnisvollen und düsteren Krieger kämpfen, den man später als Caius kennenlernen wird. Und dann ist da ja auch Noel, der 700 Jahre aus der Zukunft kommt und plötzlich in Serahs Zeit auftaucht, um sie in Lightnings Mission zu begleiten. Übrigens: Ich empfehle euch, zuerst Teil XIII zu spielen, weil Vorkenntnisse vonnöten sind.

Während des Spielverlaufs wird man über viele, wenn auch nicht alle wichtigen Fragen aufgeklärt und reist mit Serah und Noel durch zahlreiche Zeiten und Epochen, bis man schließlich zu einem meiner Meinung nach unbefriedigenden Finale gelangt. Ich will nicht allzu viel verraten, aber tatsächlich ist die Geschichte in Final Fantasy XIII-2 erstaunlich gehaltvoll und darüber hinaus auch noch spannend erzählt - mit Caius und Noel treten zudem zwei neue und interessante Charaktere auf. Besonders der finstere und mächtige Caius ist ein grandioser Gegenspieler - genau so etwas hatte dem ersten Final Fantasy XIII gefehlt. Insgesamt ist die Story also trotz für ein FF überraschend weniger CGI-Zwischensequenzen sehr ansprechend und tiefgründig geworden und weiß über lange Zeit hinweg zu fesseln. Prima!




"Time and memory, frozen in crystal" - eine Abenteuerreise durch Zeit und Raum ...

Wer sich nun an meine Review von Final Fantasy XIII erinnert, der weiß vermutlich auch noch, dass nicht die Story ausschlaggebend für meine relativ niedrige 3-Sterne-Wertung war. Nein, der eigentliche Wackelkandidat war das Gameplay - und das sorgte schließlich dank des unausgewogenen Schwierigkeitsgrades, der unglaublichen Linearität und der Eintönigkeit im Ablauf für Enttäuschung. Bei Final Fantasy XIII-2 hat sich jedoch einiges getan und die Entwickler haben wirklich ihr Bestes gegeben, um die Fehler des ersten Teils auszumerzen. Allerdings, und das ist wirklich schade, hat das nicht einwandfrei geklappt. Bevor ich mich den schlechten Seiten von XIII-2 zuwende, fange ich aber mit den positiven Aspekten an. Und das Schöne ist, dass es hiervon eine ganze Menge gibt! Zum Beispiel wurde die extreme Linearität des Vorgängers nahezu komplett zurückgefahren und stattdessen setzt man in XIII-2 auf ein weitaus offeneres Konzept. So gibt es eine Handvoll großer Schauplätze, die man in mehreren Zeiten besuchen und besichtigen kann - je nachdem, in welcher Zeit man sich befindet, sieht es dort dementsprechend auch anders aus und es finden sich andere Monster und Charaktere. Man ist in XIII-2 nicht mehr an einen festen roten Faden gebunden, sondern kann sich - vorausgesetzt, man findet und öffnet die Zeitportale - frei zwischen den Epochen und Schauplätzen bewegen. In dieser Hinsicht bietet das neue Final Fantasy eine erstaunliche Freiheit, was mich wirklich begeistert hat.

Schade ist dabei jedoch, dass sich die Unterschiede zwischen den verschiedenen Zeiten etwas in Grenzen halten. So bleibt die Karte immer gleich und auch sonst wirkt vieles zu ähnlich. Wer beispielsweise alle vier Epochen im Yaschas-Massiv besucht hat, wird unweigerlich feststellen, dass es zu wenige Unterschiede gibt. Es fehlen hierbei einfach die eindeutigen Merkmale der jeweiligen Zeit - ich hätte mir mehr Variation gewünscht. Auch abgesehen davon ist das Design der Orte nicht immer gelungen, da manche sehr seelenlos und hingeklatscht wirken. Im Gegenzug gibt es allerdings auch grafische Highlights wie den Sunleth-Auenwald, die Archylte-Steppe oder die Siedlung von Neo Bodhum - hier zeigt Final Fantasy einmal wieder, wie man grafische Brillanz auf den Bildschirm zaubert. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich zwar nicht allzu viel getan, aber das Gesamtbild sieht einmal mehr wunderschön und ab und zu sogar atemberaubend gut aus. Da man nun nicht mehr an einen festen Levelablauf gebunden ist, kann man die schönsten und beliebtesten Schauplätze ja auch beliebig oft wieder bereisen und nach seinem freien Willen erkunden - sehr schön. Da es insgesamt jedoch immer noch zu wenige und zu einfallslose Nebenmissionen gibt, ist der Erkundungsreiz aber weiterhin zu gering. Sollte Square Enix irgendwann einmal ein Final Fantasy XIII-3 entwickeln, wünsche ich mir, dass man dieses Manko endlich einmal genauer angeht. Es ist noch viel Potential vorhanden!




Das taktisch verfeinerte und kreativ gewürzte Kampfsystem im Check

Ein weiterer Pluspunkt von Final Fantasy XIII-2 ist das Kampfsystem, das nicht einfach 1:1 aus dem Vorgänger entnommen wurde, sondern das einige Verbesserungen und Erweiterungen erfahren durfte. So bleibt das Grundgerüst mit den Paradigmenwechseln und Spielerrollen zwar gleich, mit der Monsterzucht ist allerdings ein neues und sehr gelungenes Element hinzugekommen. Für alle, die Teil XIII nicht gespielt oder verfolgt haben, hier noch eine kurze Erklärung zu den Kämpfen: Das Kampfsystem von Final Fantasy XIII und XIII-2 ist prinzipiell weder das klassische Runden- noch das modernere Echtzeitschema, sondern eine Art Mischung aus den beiden Versionen. Eine sogenannte ATB-Leiste, die man mit dem Aktionsbalken aus anderen Rollenspielen vergleichen kann, füllt sich mit der Zeit auf und kann dann mit Angriffen oder Aktionen im Generellen gefüllt werden, die jeweils unterschiedlich viel Platz auf der Leiste verbrauchen. Der Clou bei Final Fantasy ist aber, dass man nicht jede Fähigkeit einzeln anwählen muss, sondern immer auf eine automatische Auswahl zurückgreifen kann, welche die der Situation entsprechende beste Kombination selektiert - das war schon in Teil XIII sehr interessant, wurde dort allerdings dank zu schwacher Gegner und somit einer Art "Automatisierung" zunichte gemacht. Im Nachfolger existiert dieses Problem zwar leider immer noch, dafür ist man aber häufiger gezwungen, zwischen den Paradigmen zu wechseln. Wer mit diesem Begriff nichts anfangen kann, liest sich am besten meine Review zu Final Fantasy XIII durch - siehe hier.

Schauen wir uns nun aber einmal die auffälligste Neuerung an, nämlich die Monsterzucht. In vielen Tests habe ich Vergleiche mit Pokémon gelesen, aber ehrlich gesagt halte ich davon rein gar nichts und nehme dankend Abstand. Vielmehr ist es in XIII-2 so, dass man immer mit Serah und Noel kämpft und einen Begleiter an seiner Seite hat, den man jedoch nie aktiv steuern kann und der seine eigenen Aktionen durchführt. Dabei ist auf die Partner-KI glücklicherweise immer Verlass - es wäre schrecklich, wenn dieses coole Feature ad absurdum geführt worden wäre! Jedes Monster hat eine eigene, von Natur aus festgelegte Rolle als Verheerer, Brecher, Verteidiger, Heiler, Augmentor oder Manipulator und insgesamt drei verbündete Partner kann man in seiner Paradigmen-Auswahl mit hineinpacken, zwischen denen man dann hin- und herschalten kann. Besteht eine Kombination beispielsweise aus Serah als Heiler, Noel als Brecher und einem Buckaboo-Häuptling als Verheerer, dann ist man damit gegen fast alle gegnerischen Aktionen gewappnet - der Heiler kuriert erlittene Schäden, während Brecher und Verheerer gleichzeitig Schaden verursachen und die Schock-Anzeige in die Höhe treiben. Erreicht die Schock-Anzeige ein bestimmtes Limit, ist der Gegner geschwächt und nimmt den doppelten bis hin zum zehnfachen Schaden, je nachdem, wie oft man ihn angreift. Es gibt zahlreiche verschiedene Paradigmen, die je nach Situation eingesetzt werden sollten - das zeichnet auch das Kampfsystem von XIII-2 aus.

Wie so oft hat allerdings auch die beste Neuerung ihre Schattenseiten, denn mit der Monsterzucht sind auch die altbekannten Zufallskämpfe zurück in den Mittelpunkt von Final Fantasy XIII-2 getreten - was daran liegt, dass man gegnerische Monster durch Besiegen zähmen kann und es ja blöd wäre, wenn man alle Kreaturen schon im voraus sehen und dann auswählen könnte. Immerhin hat man bei Square Enix den Kompromiss geschlossen, dass man vor auftauchenden Gegnern weglaufen kann, viele sind aber so schnell und hartnäckig, dass man einem Kampf kaum entgehen kann - und gerade bei unfassbar schwachen Kreaturen, die man wortwörtlich "one-hittet", kann einem das ganz schön auf den Keks gehen. Dazu kommt eine unglaublich nervige und erschreckend hohe Frequenz an Zufallskämpfen, sodass man in manchen Gegenden keine fünf Sekunden herumlaufen kann, ohne von irgendwelchem Getier attackiert zu werden, welches sich mit dieser Offensive selbst eliminiert. Das ist lästig und wäre vermeidbar gewesen. Außerdem wiederholen sich viele Monstertypen häufig oder ähneln sich sehr.




Wo muss ich hin, wo komme ich her und wo sind diese dämlichen Artefakte?!

Kommen wir nun zu meinem größten Problem mit Final Fantasy XIII-2. Dem Punkt, der mich auch zum Schwanken bei der Wertungsvergabe gebracht hat. Denn dieser Aspekt ist meines Erachtens nach der größte Fehler des Spiels und wäre darüber hinaus leicht lösbar gewesen, sorgt beim Spieler aber für stundenlangen Frust und für eine ausgeprägte Langeweile, wenn man nicht zur hilfreichen Komplettlösung greift. Etwa in der Mitte des Spiels kommt ein Abschnitt, in dem man fast alle bereits besuchten Gebiete nochmals bereisen und erkunden muss, um sogenannte Gravitonkerne zu finden. Diese sind irgendwo in der riesigen Umgebung versteckt und so unerkennbar gestaltet, dass man Stunden suchen müsste, um sie zu entdecken. Dazu kommt, dass man in eine bestimmte Zeit des jeweiligen Ortes reisen muss - und mir ging es mehrfach so, dass ich ebenjene Zeit noch nicht beschreiten konnte, weil ich das entsprechende Zeitportal entweder noch nicht entdeckt hatte oder noch nicht öffnen konnte. Zur Erklärung: Um ein Portal öffnen und betreten zu können, muss man bestimmte Artefakte besitzen - und wenn man ein solches Artefakt nicht hat und das Portal aber durchschreiten muss, um in der Story weiterzukommen, ist das mit einer ewig langen Zeit des Suchens und Verzweifelns verbunden, weil es keinerlei Informationen gibt, wo man das Artefakt finden kann. Grundsätzlich ist Orientierungslosigkeit in dieser Phase des Spiels ein großes Problem, das man mithilfe einer Komplettlösung oder Walkthroughs angehen sollte - sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Hat man diesen Part aber erst einmal überstanden, kann man sich endlich wieder auf das richtige Spiel und die Geschichte konzentrieren und wird dankbarerweise mit viel Unterhaltung und Spielspaß entschädigt, auch wenn diese nicht mehr allzu lange anhalten, wenn man nur die Mainquest beenden will: Ich war nach gerade einmal 26 Stunden am Ende angelangt, was für ein Rollenspiel nicht gerade viel ist. Allerdings muss ich erwähnen, dass ich nicht alle Epochen und Schauplätze erkundet habe und es noch zahllose Nebenmissionen zu bewältigen gibt. Außerdem motiviert das Kristarium mit dem Verbessern der eigenen Fähigkeiten zum Weiterspielen und dank mehrerer Enden gibt es auch sonst Anlass zum erneuten Einlegen und Durchstarten des Spiels. Und dann sind da ja auch noch die über 150 Monstertypen, die man in der Spielwelt sammeln kann - zumal man alleine in der faszinierenden Archylte-Steppe mehrere Dutzend Spielstunden verbringen könnte, da man hier auch noch zwischen vier verschiedenen Wetterlagen wechseln kann. Was ich zum Ende dieser umfangreichen Review auch noch positiv hervorheben möchte, ist der Soundtrack, der eines Final Fantasy mehr als würdig ist und mir nicht mehr aus dem Kopf gehen mag. Vor allem die Melodie in der Steppe ist ein Genuss für die Ohren und läuft bei mir hoch und runter, während ich diesen Text hier schreibe - ganz große Klasse!









Tim schrieb am 6. Februar 2012
Es fällt mir schwer, Final Fantasy XIII-2 zu beurteilen. Denn obgleich es einen ganzen Batzen an Dingen gut bis hervorragend meistert, gibt es immer wieder kleinere und größere Probleme, die mich während meiner Zeitreise gestört haben - seien es nun die lästigen Zufallskämpfe, das unnötige Backtracking, der unausgewogene Schwierigkeitsgrad oder diese schreckliche Phase in der Mitte des Spiels, die mich an den Rand der Verzweiflung gebracht hat. Letzten Endes habe ich mich aber für eine gute 4-Sterne-Wertung entschieden, die ich vor allem mit einer Tatsache begründe: Final Fantasy XIII-2 ist endlich wieder Rollenspiel! Und es ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Teil. Das alleine wird den meisten vermutlich schon reichen, um bei XIII-2 zuzugreifen. Ich hatte auf jeden Fall trotz einiger Steine auf dem Weg zu den Abschlusscredits meinen Spaß und wurde lange Zeit sehr gut unterhalten, auch wenn bei einem potentiellen Nachfolger noch viele Verbesserungsmöglichkeiten bestehen. Wenn Square Enix diese jedoch mit der gleichen Motivation angeht wie bei XIII-2, dann steht dem nächsten und dann hoffentlich perfekten Rollenspiel-Hit nichts mehr im Weg.

Final Fantasy XIII-2 leidet zwar unter kleineren und größeren Problemen sowie einer nervigen Streckungsphase in der Mitte des Spiels - dank der spannenden Story, dem verbesserten Kampfsystem und der neuen Vielfalt an Freiheiten und Möglichkeiten übertrumpft es den Vorgänger jedoch in fast allen Belangen!


Besonders gut finde ich ...
  • sehr schöne Grafik und Präsentation
  • hochinteressantes Paradigmensystem
  • Story bleibt über lange Zeit spannend
  • Caius als mysteriöser Gegenspieler
  • spürbar offener als der Vorgänger
  • neu: Monster als zähmbare Mitkämpfer
  • inszenatorisch gute Reaktionstests
  • herrliche musikalische Untermalung
  • leichter Einstieg für FF-XIII-Spieler
  • Wiedersehen mit bekannten Figuren
  • viele Verbesserungen im Detail


Nicht so optimal ...
  • Zufallskämpfe werden später lästig
  • unnötiges und nerviges Backtracking
  • vermehrte Orientierungslosigkeit
  • meist zu leicht, ab und an zu hart
  • Streckung durch Kerne & Artefakte
  • ein paar langweilige Schauplätze
  • deutlich weniger CGI-Sequenzen

 Testsystem:  Xbox360
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6 Kommentar(e):
und folgenden Usern gefällt der Beitrag: Phaz, André,

 





#1
Geschrieben am 6. Februar 2012 um 18:46 Uhr

Phaz meint ...

Ich wollte dich heute schon fragen, wie es so ist und BAM: Review.
Gekauft!


          
 





#2
Geschrieben am 6. Februar 2012 um 19:44 Uhr

Kithaitaa meint ...

Phaz: Gekauft!

15.000 Zeichen in 7 Minuten. DU bist MEIN held!      


          
 





#3
Geschrieben am 6. Februar 2012 um 21:56 Uhr

DarkRaziel meint ...

Habe die Demo mal Angespielt und mir gefallen die Zufallskämpfe überhaupt nicht und ich mag auch das Kampfsystem nicht, denn ich will direkte Action und mit meinen Helden selber zuschlagen im 3 Dimensionalen Raum und nicht per Befehlsmenü wie in vielen Spielen und FF typisch.


          
 





#4
Geschrieben am 6. Februar 2012 um 23:23 Uhr

Kithaitaa meint ...

Hm, auch wenn FFXIII-2 ein ganzes Stück weit besser sein soll als FFXIII, für mich ist das einfach zuviel Bling Bling und überhaupt, mag sein das die Cinematics schön anzuschauen sind, das Gameplay hat mich bisher durchweg abgeschreckt. Mal wieder. Hier noch mehr, sogar. Leider. ein Kingdoms of Amalur mag sicherlich auch seine Effekte haben, ich werde mal testen ... wie extrem das dort ist.



          
 





#5
Geschrieben am 6. Februar 2012 um 23:48 Uhr

Tim meint ...

Japanische Rollenspiele kann man generell nicht mit dem westlichen Kram vergleichen. Haben beide ihre Vor- und Nachteile, Stärken und Schwächen, Reize und Abschreckungen - ich bin zum Beispiel, abgesehen von Skyrim und Baldur's Gate, eher kein Freund von "düsteren" Atmosphären. JRPG ist oft recht farbenfroh, gibt aber auch da die Ausnahmen wie Resonance of Fate. Das fällt sowieso in keine klassische Kategorie ...


          
 





#6
Geschrieben am 7. Februar 2012 um 00:20 Uhr

Kithaitaa meint ...

Tim: dem westlichen Kram

kk. ich darf dich mal wieder zitieren!  


          



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