Genre:Third-Person-Action  
Entwickler:Yager  Publisher: 2K Games
Plattform(en):PC, PS3, Xbox360

Release:29.06.2012

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Spec Ops: The Line

Auf nach Demo-Dubai! Eine Metropole versinkt in Sand und Chaos ...

Geschrieben von Tim am 8. Mai 2012 um 16:41 Uhr


Manchmal verschwinden Spiele nach vielen Jahren Entwicklungszeit in der Versenkung - aber plötzlich tauchen sie mit einem großen Knall wieder auf und versprechen, einer der größten Hits der kommenden Monate zu werden! Der Wüsten-Shooter Spec Ops: The Line hat ja bereits im Vorfeld viele Lorbeeren von der Fachpresse geerntet, jetzt nähert er sich endlich seiner Fertigstellung. Bevor die Reise nach Dubai am 29. Juni startet, laden Yager und 2K Games alle interessierten Hobbyzocker auf einen kurzen Demo-Aufenthalt in der Metropole des Sandes ein, jedoch ohne Zwischenstopp am Multiplayer-Bahnhof. Ich habe mich ins Abenteuer gestürzt und warne an dieser Stelle vorsorglich alle Action-Fans: Hier könnte was Großes im Anmarsch sein! Kann es denn bessere Nachrichten für uns geben?

Ich warte bereits seit einigen Jahren auf Spec Ops: The Line; eigentlich warte ich schon seit seiner Ankündigung. Umso enttäuschter war ich, dass das vielversprechende Projekt, das auch noch aus Deutschland kommt, irgendwie plötzlich im Nirvana verschwunden war - es gab keine neuen Videos, keine neuen Screenshots, nicht einmal mehr neue Informationen, nur noch die Bestätigung, dass weitere daran gearbeitet wird. Nach meiner Preview Anfang des letzten Jahres folgten unzählige Verschiebungen, aber jetzt sind wir endlich an einem Zeitpunkt angelangt, an dem Spec Ops kurz vor der Veröffentlichung steht. Am 29. Juni geht es los und zu meiner freudigen Überraschung steht seit heute eine Demo auf dem Xbox Live Marktplatz zur Verfügung, die ich mir natürlich sogleich runtergeladen und die ich auch sofort durchgespielt habe. Und siehe da: Die Wartezeit scheint sich gelohnt zu haben, denn Spec Ops sieht nicht nur gut aus und ist atmosphärisch, es spielt sich auch toll!




Zwei frühe Kapitel der Kampagne sind in der Demo enthalten, wobei diese auch ein bisschen gekürzt wurden, damit man - wie es sich für eine Demo gehört - den Fokus auf die wesentlichen Gameplay-Elemente richtet. Die sind, wie könnte es bei einem Third-Person-Shooter auch anders sein, natürlich größtenteils explosive Action mit Projektilgewitter und klassischer Deckungssuche, allerdings lässt sich Spec Ops: The Line nicht nur darauf reduzieren. Stattdessen sollen gerade die Story und Entscheidungen eine große Rolle spielen und den Shooter vom Einheitsbrei abheben - und auch der außergewöhnliche Schauplatz trägt seinen Teil dazu bei. Die Demo startet damit, dass ich in die Haut von Sergeant Walker schlüpfen darf und mich zusammen mit zwei Kumpanen auf die Suche nach Überlebenden ins zerstörte Dubai begebe. Die Metropole war das Opfer eines Krieges und ist nun nicht nur eine Geisterstadt, sondern auch komplett von Sand überschüttet - ein Szenario, das es so bisher noch nicht in vergleichbaren Spielen gab, und das mich schon ab der ersten Minute begeistert hat. Mit riesigen Wolkenkratzern, weiten Panoramen und natürlich der allgegenwärtigen Sandkulisse erweckt die Spielwelt gleich eine besondere Atmosphäre und auch die Technik macht einen tollen Eindruck. Zwar ist der Sand nie so fein wie in Uncharted 3: Drake's Deception, aber es muss sich ja nicht gleich jedes Spiel mit Naughty Dogs Grafikwunder messen lassen. Ich fand das Technikgerüst in der Demo also durchaus gut und bin gespannt, was die Vollversion in dieser Hinsicht bieten kann - sicher noch mehr!

Zu dritt machen sich Walker und seine zwei Kameraden also auf nach Dubai. Das Spiel startet dabei nicht direkt in der großen Ex-Metropole, sondern in der Wüste, einige Meilen vor der Stadt. Erwartungsgemäß trifft man hier schon auf die ersten Rebellen, die sich mir in den Weg stellen. Erledigt werden die jedoch nicht einfach durch stumpfes Niederballern - in Spec Ops kann man an manchen Stellen effektiver und zeitsparender handeln: Hier ließ sich zum Beispiel das Fensterglas eines zerstörten Bus zerschießen, wodurch der Sand, der sich darin gesammelt hatte, wie eine Lawine auf die Feinde niederbrach und sie unter sich begrub. Das sah schick aus, das fühlte sich gut an, hoffentlich gibt es in der kompletten Kampagne mehr davon! Aber auch die "normalen" Schießereien hatten ihren Reiz, weil die Feinde durchaus recht intelligent agierten - sie flankierten mich beispielsweise, während zwei Scharfschützen ihnen Deckung gaben - und da dank meiner zwei Kollegen eine winzige taktische Komponente hinzukommt: Ich kann ihnen nämlich befehlen, einen bestimmten Gegner anzugreifen, während ich mich um den anderen kümmere. Schön auch, dass das Spiel nach einem erfolgreichen Headshot in eine Art Slow-Motion wechselt, in der ich leichter eine Serie erzielen kann. Auch das Deckungssystem funktioniert in der Demo bereits blendend und besser als zum Beispiel in Mass Effect 3.




Und dann sind da ja auch noch die Story, die in Spec Ops: The Line eine große Rolle spielen soll, sowie die Entscheidungen, für die der Spieler im Nachhinein die Konsequenzen tragen muss! Beide waren in der Demo eher weniger präsent, aber hier und da gab es immerhin einen kleinen Vorgeschmack auf das, was das Spiel womöglich bieten könnte: So konnte ich eine Geisel retten, indem ich die Feinde rechtzeitig ausschaltete - ich bin allerdings gescheitert und so ist der arme Soldat erschossen worden. Was wohl gewesen wäre, wenn ich ihn gerettet hätte? Natürlich folgt die Geschichte einem klaren roten Faden und die Entscheidungen sind nicht so weitreichend wie beispielsweise in einem Heavy Rain - aber das will Yager ja auch gar nicht erreichen. Es geht darum, den Spieler vor moralische Fragen zu stellen, bei denen es meistens nur eine Option gibt. Damit soll die Atmosphäre zusätzlich angeheizt werden. In der Theorie klingt das toll, in der Praxis habe ich noch zu wenig gesehen, um mir ein Urteil bilden zu können. Generell dauert die Demo zwar erstaunlich lange - ich habe ca. 45 Minuten gespielt -, aber für eine endgültige Einschätzung reicht das bisher Gesehene noch nicht. Hier wird erst die Vollversion am 29. Juni Klarheit liefern. Wie schwer sind die Entscheidungen, welche Folgen haben sie? Kann die Story noch zulegen? Welche Bereiche Dubais wird man erkunden? Und was kann der Multiplayer?


Was meint ihr zur Demo und zum Spiel? Schreibt es uns in die Kommentare!









1 Kommentar(e):
und folgendem User gefällt der Beitrag: Phaz,

 





#1
Geschrieben am 16. Juni 2012 um 17:21 Uhr

Bart Wux meint ...

Ich freu mich drauf. Auch wenn das Gameplay wohl eher altbekannt ist. Story und Setting werden es rausholen müssen. Mal sehen, was da noch kommt. Auch muss man abwarten, wie sich die drei Charaktere entwickeln. Könnte ne coole Truppe werden, könnten aber auch extrem nerven. Waffenfeeling und Gegnerreaktion gefallen mir aber. Man wird abwarten müssen.


          



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