Genre:Action-RPG  
Entwickler:Capcom  Publisher: Capcom
Plattform(en):PS3, Xbox360

Release:25.05.2012

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Dragon's Dogma - Review

Drachen, Chimären und Hydras: Capcoms Rollenspiel-Bestie im Test

Geschrieben von Tim am 31. Mai 2012 um 19:50 Uhr


Kobolde, Oger und Trolle streifen durch die dichten Wälder, Banditen überfallen wehrlose Reisende auf den Straßen des Herzogtums, in den Städten gehen die Einwohner ihren alltäglichen Pflichten als Schmied, Verkäufer oder Stadtwache nach. Ob nun The Witcher II oder The Elder Scrolls V: Skyrim - man erkennt ein westliches Rollenspiel auf den ersten Blick. Umso erstaunlicher ist es, dass das aktuellste große Rollenspiel, das genau diese Klischees mitbringt, eben nicht aus dem Westen, sondern von den besten Capcom-Entwicklern aus Japan stammt: Dragon's Dogma. Auf den ersten Blick wirkt das mächtige Open-World-Epos generisch und langweilig, auf den zweiten Blick chaotisch, auf den dritten Blick wird es dann plötzlich interessant. Verbirgt sich unter der harten Schale ein goldener Kern? Oder sollte Capcom lieber wieder zu den Action-Wurzeln zurückkehren?

Seien wir mal ehrlich: Es ist doch schön zu sehen, dass Capcom sich an einem Genre versucht, das der Konzern bisher noch nicht bearbeitet hat: Rollenspiel! Okay, es gibt natürlich noch Monster Hunter, aber das ist ja eher ein Action-Adventure. Und wenn ich ehrlich sein soll, dann ist Dragon's Dogma auch eher ein Monster Hunter für Einzelspieler oder ein "Rollenspiel light" - für ein reines RPG bietet es zu wenig genretypische Inhalte. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein, schließlich beweist Monster Hunter Tri, dass es auch ohne geht und trotzdem gewaltig Spaß macht. Der größte Unterschied zur Erfolgsserie ist, dass man Dragon's Dogma nur alleine spielen kann - einen Coop gibt es nicht. Das ist schade, denn in kaum einem anderen Spiel in den letzten Jahren habe ich ihn so sehr vermisst wie hier. Trotzdem will ich mich nicht beschweren oder mich über solche Dinge aufregen, denn Dragon's Dogma bietet auch so viel fürs Geld und bringt mein Spielerherz zum Lachen - und das nicht nur während der Bosskämpfe.




Ein Herzogtum voller Probleme und Leute in Not. Wird Zeit, dass ich helfe!

Worum geht es? Die Geschichte ist schnell erklärt: Eines Tages taucht ein fieser Drache urplötzlich im Herzogtum Gransys auf, zerstört das Dorf unseres Helden bzw. unserer Heldin und außerdem reißt er ihm/ihr auch noch das Herz heraus. Fortan gelten wir als der Erweckte, der als einer der wenigen Bewohner des Landes Kontakt mit den sogenannten Vasallen aufnehmen kann - Söldner aus einer anderen Welt, namentlich dem Rift. Unsere Mission ist klar, irgendwie wollen wir unser Herz zurückerlangen. Doch so ganz einfach wird das natürlich nicht. Zum Glück stehen uns nach einer Weile auch die Soldaten des Herzogs zur Seite, sodass wir nicht alleine in den Kampf ziehen müssen. Bis zu diesem Zeitpunkt dauert es allerdings eine ganze Weile, da sich die Geschichte eher gemächlich entfaltet. Die Handlung ist zweifelsohne keine Stärke von Dragon's Dogma und schon gar kein Vergleich zu den Erzählungen in Spielen wie zum Beispiel The Witcher II: Assassins of Kings. Stattdessen liegt ein großer Fokus auf den Nebenmissionen und der Erkundung der großen, weiten, größtenteils offenen Welt. Es dauert ein paar Stunden, bis man einigermaßen gewappnet ist, um in die Ferne loszuziehen - aber dann entsteht schnell die gleiche Faszination wie in The Elder Scrolls V: Skyrim. Mit dem feinen kleinen Unterschied, dass das Kampfsystem in Dragon's Dogma um Klassen besser und vielseitiger ist.

Die Hauptquest zieht sich über etwa 30 Stunden, die meisten Spieler dürften in der Zeit allerdings maximal die Hälfte der Story geschafft haben. Warum? Weil man irgendwann sang- und klanglos untergeht, wenn man sich ausschließlich der Story widmet und die (durchaus interessanten!) Sidequests völlig ignoriert. In Dragon's Dogma ist Leveln Pflicht, ohne jedoch in reines Grinden auszuarten. Es gibt in den Städten, allen voran in der Hauptstadt Gran Soren, Schwarze Bretter, an denen die verschiedensten Aufgaben aushängen. Schön ist, dass man so viele Quests annehmen kann, wie man möchte - eine einzelne kann man immer als die wichtigste markieren, für die dann Orte von Bedeutung auf der Karte gekennzeichnet werden. Ebenfalls schön ist, dass die Nebenmissionen nicht nur nach dem Schema "Töte X, Sammle Y, Rede mit Z" ablaufen - wie in so vielen Spielen da draußen -, sondern meistens sogar mehrstufig desigt und über viele Spielstunden ausgelegt sind. Ein Beispiel: Ein Mann in der Hauptstadt interessiert sich für ein bestimmtes Buch der dunklen Magie. Zuerst höre ich mich in der Stadt um, um Informationen über den Aufenthaltsort herauszufinden. Danach begebe ich mich zur Diebesgilde, die mehr über das Buch weiß. Schließlich kämpfe ich mir den Weg zur Banditenfestung, in welcher das Objekt der Begierde gelagert wird. Teilweise sind die Geschichten der Sidequests sogar richtig spannend und tolle Belohnungen sowie Erfahrungsboni winken sowieso - es lohnt sich also!




30% Monster Hunter, 30% Dark Souls, 40% Genre-Klischees. Guten Appetit!

Die Welt in Dragon's Dogma ist groß und bietet über 150 verschiedene Regionen - es dauert also eine ganze Weile, bis man jeden Winkel erkundet hat. Zusätzlich zur weiten Landfläche, die von Hügeln, Bergen und Ruinen durchzogen wird, warten noch eine Vielzahl an Höhlen und Gräbern darauf, durchforstet zu werden. Gransys ist optisch zwar nicht die abwechslungsreichste offene Welt, aber mich hat das Herzogtum schnell in seinen Bann gezogen. Schade ist allerdings, dass das Meer ein unüberwindbares Hindernis darstellt und man auch später im Spiel nicht mit Schiffen gen Horizont segeln kann, denn angeblich befinden sich schreckliche Seemonster im Wasser, die jeden Menschen sofort töten und fressen. Immerhin mal eine neue Idee, wie man die Spielwelt eingrenzen kann, ohne unsichtbare Wände oder ähnliches zu verwenden. Was mich ebenfalls etwas gestört hat, ist der Verzicht auf ein Schnellreise-System. Es gibt zwar die Möglichkeit, Reisekristalle zu verwenden, aber die sind dermaßen teuer, dass es sich einfach nicht lohnt. So muss man jede Reise also selbst antreten - und das ist gar nicht mal so einfach, wie man zunächst denkt. Vergleichbar mit Dark Souls kann man sich nämlich nirgends außerhalb der Städte zu 100% sicher fühlen, denn durch Gransys streifen weit gefährlichere Kreaturen als die nach einiger Zeit nervigen Kobolde und Harpyen. Es kann also schon einmal passieren, dass einem plötzlich ein Zyklop über den Weg läuft oder ein Greif aus dem Himmel herabfliegt, um die Gruppe um den Erweckten zum Mittagessen zu verspeisen. Hilfe! Was soll ich tun?

Gerät man in eine solche Situation, bleiben meist nur zwei Möglichkeiten: Kämpfen oder Fliehen. Letzteres ist allerdings kein Zeichen von Feigheit, denn häufig bleibt einem wirklich nichts anderes übrig, als das Weite zu suchen. Der Clou an Dragon's Dogma ist nämlich, dass die Stärke der Gegner nicht einsehbar ist - man muss also das Risiko eingehen, zermalmt zu werden, wenn man sich den Bestien stellt. Das Prinzip ist so ähnlich wie in Monster Hunter: Man selbst wird immer besser, immer stärker, immer intelligenter, während die Feinde auf ihrem Standard-Level verharren. Gut so, denn mitlevelnde Gegner führen ein jedes RPG ad absurdum, wenn es nach mir geht. Desto größer die Kreaturen sind, umso spannender wird die Auseinandersetzung, da die Monster meistens spezielle Taktiken erfordern. So lohnt es sich beim Kampf gegen einen Zyklopen so gut wie gar nicht, auf den Rücken zu klettern und dort sein Schwert hineinzuhämmern - wer klug agiert, der schießt dem Zyklopen gezielt Pfeile in sein Auge und wartet, bis er taumelt und umkippt, um ihn anschließend in seine Schwachstelle zu stechen. Auch andere große Gegner wie Hydras, Chimären, Greife oder Golems erfordern eine solche Strategie. Cool ist aber, dass es auch anders geht: Der Hydra kann man beispielweise entweder den Kopf abschlagen oder explosive Fässer an sie verfüttern, was sie ebenfalls umbringt. Your risk, your choice.




Möchtest du mein Vasall sein? Lass uns zusammen Abenteuer erleben!

Glücklicherweise muss man die teilweise fast in Schlachten ausartenden Kämpfe niemals alleine bestehen, sondern hat immer bis zu drei Vasallen bei sich, die den Erweckten auf seiner Odyssee begleiten und aktiv unterstützen. Dadurch geht zwar das Gefühl der Isolation flöten, das man zum Beispiel in Demon's Souls oder eben seinem Nachfolger vorfindet, allerdings gestaltet das Reisen in der Gruppe das Gameplay wesentlich interessanter und auch die Atmosphäre wirkt angenehmer, da sich die Gruppenmitglieder auch untereinander unterhalten - häufig bringen die Vasallen sogar einiges an Vorwissen zu den jeweiligen Quests, Gegnern oder Ortschaften mit, was sich dann als hilfreich erweist. Einer der Gehilfen ist euer Hauptvasall, den ihr im umfangreichen Charakter-Editor selbst erschaffen könnt. Meine Hauptvasallin heißt Sarah, Stufe 32, lange blonde Haare, Klasse: Krieger - wenn ihr sie anwerben wollt, wisst ihr jetzt, wie ihr sie findet. Moment, anwerben? Richtig: In Dragon's Dogma kann man gegen sogenannte Riftpunkte die Vasallen anderer Spieler anwerben und mit auf die eigene Reise nehmen. Wenn jemand euren eigenen Vasallen anwirbt, dann erhaltet ihr als Erweckter einen Bonus und oft auch eine Belohnung in Form von Geschenken, die der andere Spieler dem Vasallen mitgegeben hat. Wie auch der Erweckte decken die Vasallen sechs verschiedene Standard- bzw. fortgeschrittene Klassen ab, die Kombinations-Klassen Assassine, Erzmagier und Magischer Bogenschütze bleiben dem Helden vorenthalten. Wer möchte, kann seine Klasse auch wechseln, wenn er genug Erfahrungspunkte gesammelt hat. De Erfahrung namens Disziplin kann man aber auch in neue Fähigkeiten investieren.

Das Vasallen-System klingt in der Theorie hervorragend - und in der Praxis erweist es sich als eine grandiose Idee, dem Rollenspiel mehr Pepp zu verleihen. Es lässt mich über weite Strecken sogar vergessen, wie schön es wäre, wenn ich mit echten menschlichen Spielern kooperativ losziehen könnte. Keine Frage, hier hat Capcom eines der interessantesten Gehilfen-Systeme aller Zeiten entwickelt. Selbstverständlich kann man seine Vasallen auch hinsichtlich ihrer Kleidung, Ausrüstung, Waffen und ihrem Inventar anpassen. Wichtig ist nicht nur, dass sie stets Heilmittel bei sich tragen, sondern auch, dass mindestens einer immer eine Laterne mit sich herumschleppt. Denn der Tageszeitenwechsel, der in Dragon's Dogma sehr schön inszeniert wird, hat auch spielerische Bedeutung. Nachts sieht man zum einen wesentlich schlechter, weshalb eine Laterne Pflicht ist - sonst findet man sich in der völligen Finsternis wieder. Zum anderen jagen im Dunkeln noch bedrohlichere Monster als sonst und selbst ein Rudel Schattenwölfe kann zu einer großen Gefahr werden, wenn man nicht entsprechend vorbereitet ist. Grafisch zeigt Dragon's Dogma hier auch seine größte Stärke, denn erst beim Einsatz der Laterne kommen die tollen Animationen und Effekte so richtig zum Vorschein. Ein wenig Tearing hier und da ist vor allem auf der Xbox 360 keine Seltenheit, aber alles in allem sieht das Spiel richtig, richtig gut aus.




Herausforderung Speichersystem. Ein Königreich für weitere Saveslots ...

Schlimmer als das seltene Zerreißen des Bildes ist dagegen, dass die Framerate ab und zu spürbar einbricht und das Spiel "laggy" wird, sprich: Es ruckelt, es sieht alles andere als flüssig aus und wenn es ganz böse kommt, dann gesellen sich noch einige hässliche Glitches dazu. Dieses Problem mit der Bildrate hat man, soweit ich gelesen habe, auf beiden Plattformen, sowohl auf der PlayStation 3 als auch in der von mir gespielten Xbox-360-Version. Doch keine Sorge, Dragon's Dogma bleibt stets gut spielbar und ist weit entfernt davon, ein totales Bugfest oder Technik-Desaster zu sein. Es wäre aber schön gewesen, wenn technisch noch das eine oder andere Problem beseitigt worden wäre - vielleicht ja in einer hoffentlich noch folgenden Umsetzung für den PC. Und da wir gerade von technischen Mankos sprechen, muss ich auch noch das Speichersystem kritisieren: Wenn es in einem Rollenspiel-Monster wie Dragon's Dogma nur einen einzigen Speicherslot gibt, dann ist das wirklich eine kleine Enttäuschung. Nicht nur, weil man dann nur einen Helden spielen kann, sondern auch, weil es keine Möglichkeit gibt, verschiedene Wege (Klassen, Fertigkeiten, Quests etc.) auszuprobieren, ohne große Risiken einzugehen. Schade, das hätte man besser lösen können. Dem Spielspaß für den einzelnen schadet es aber natürlich nicht. Ob das schlimm ist, entscheidet jeder für sich - mich hat es gestört.

Übrigens: Wer sich noch nicht ganz sicher ist, was er von Dragon's Dogma halten soll, kann auch in die erhältliche Demo hineinschnuppern (hier geht's zu meinem Democheck). Die zeigt zwar wenig vom Rollenspiel-Gehalt und von der Spielwelt, aber sie liefert Eindrücke vom Kampfsystem und den Bestien.






Tim schrieb am 31. Mai 2012
Ihr liebt das Sammeln, Kämpfen und Erkunden in einer riesigen offenen Welt voller monströser Kreaturen? Dann führt für euch kein Weg an Dragon's Dogma vorbei! Ich hätte mir nie und nimmer ausmalen können, dass ausgerechnet Capcom so ein geniales Rollenspiel gelingen würde - und obwohl ich Dragon's Dogma schon lange auf meinem Radar hatte, habe ich nicht mehr als ein durchschnittliches Standard-RPG erwartet. Mittlerweile ist meine Spielzeit in Gransys schon auf etliche Stunden angewachsen, aber ich fühle mich immer noch, als würde ich erst an der Oberfläche kratzen. Für Dragon's Dogma solltet ihr euch also am besten frei nehmen, denn das Teil macht nicht nur absolut süchtig, sondern ist auch noch ein Zeitfresser par excellence. Besonders toll finde ich das prima konzipierte und toll umgesetzte Vasallen-System, das mich sogar über weite Strecken vergessen lässt, wie schön es wäre, wenn ich wirklich mit menschlichen Spielern durch die Weiten des Landes ziehen könnte. Zwar lässt Dragon's Dogma in mancherlei Hinsicht noch zu wünschen übrig - so ist der Schwierigkeitsgrad beispielsweise alles andere als einheitlich und die Story geizt mit Spannung -, aber unter dem Strich hat mich das Abenteuer so an die Konsole gekettet, dass ich ihm das gerne verzeihe. Fünf Sterne für Dragon's Dogma, fünf Sterne für Capcom - fünf Sterne für euch, wenn ihr dieses tolle Spiel unterstützt, von dem ich in der Zukunft unbedingt mehr sehen möchte!

Capcoms auf den ersten Blick generisches Action-Rollenspiel entpuppt sich als Motivationsbombe und Zeitfresser - ein Geheimtipp für alle, die mit Monster Hunter und Dark Souls Spaß haben und gerne in Sammeln, Kämpfen und Leveln versinken! Kaufen!


Besonders gut finde ich ...
  • wahnsinnig motivierendes Spieldesign rund um Kämpfen, Sammeln & Leveln
  • situativer Nervenkitzel bei den Kämpfen
  • hervorragendes, durchdachtes Vasallen-System entschädigt für fehlenden Coop
  • tolle offene Welt lädt zum Erkunden ein
  • schöne Grafik, viel besser als erwartet
  • hübsch inszenierter Tageszeitenwechsel hat auch spielerisch große Bedeutung
  • tonnenweise Haupt- und Nebenquests
  • sehr gutes, vielseitiges Kampfsystem
  • mehrere Wege, die Kämpfe zu beenden
  • riesige Kreaturen sind beeindruckend
  • gelungene englische Sprachausgabe


Nicht so optimal ...
  • Hauptmenü-Song geht überhaupt nicht
  • recht schwerer Einstieg für Neulinge
  • blödes Speichersystem, nur ein Slot
  • technisch kleine & große Probleme

 Testsystem:  Xbox360
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4 Kommentar(e):
und folgenden Usern gefällt der Beitrag: Phaz, ... und einem Gast.

 





#1
Geschrieben am 1. Juni 2012 um 16:15 Uhr

Phaz meint ...

Mir gefällt diese realistische herangehensweise. "Keine Fakel bei Nacht? Lass es lieber gleich bleiben!" Und auch dass man auf die Bestien mühsam hinauf klettern muss anstatt stumpf auf die Beine zu hämmern. Das wirkt alles viel greifbarer und naher. So nah, wie es nur noch Dark Souls hinbekommen würde!
Ist auf jeden Fall gekauft, bloß wann?


          
 





#2
Geschrieben am 2. Juni 2012 um 17:57 Uhr

Christian meint ...

Schade, Dragon's Dogma hätte durchaus das Potential für einen ausgezeichneten Zeitfresser gehabt - herausgekommen ist ein Spiel, das leider seine Japanische Herkunft fast völlig verleugnet, wie wild allerlei Mythologien zusammenpanscht, ohne eine einißgermaßen zufriedenstellende Begründung dafür zu liefern. Was dem Spiel für mich aber das Genick bricht, ist der Verzicht auf einen, für das Spiel wie geschaffenen, Copp-Modus. Ja, das Vasallen-System entfalltet seinen Sog, es macht sogar Spaß diese individuell aus zu statten, aber ein adäquater Ersatz für Mitstreiter aus Fleisch und Blut (naja, virtuelles Fleisch und Blutt   ) stellen sie leider nicht da. Aber wie man Capcom kennt, kommt wahrscheinlich wegen "gigantischer Fannachfrage" in 1-2 Monaten ein DLC, der dieses "Problem" aus dem Herzogtum schafft.


          
 





#3
Geschrieben am 2. Juni 2012 um 18:17 Uhr

Tim meint ...

Dass es keinen Coop gibt, liegt daran, dass Capcom seinem Monster Hunter nicht selbst Konkurrenz machen will. Daher erwarte ich auch nicht, dass später noch einer nachgeliefert wird, auch wenn ich nichts dagegen hätte und es sogar gut finden würde ... und dass es seine japanische Herkunft verleugnet - na und? Der Schauplatz etc. sind doch top umgesetzt  


          
 





#4
Geschrieben am 3. Juni 2012 um 20:04 Uhr

Christian meint ...

Tim: Dass es keinen Coop gibt, liegt daran, dass Capcom seinem Monster Hunter nicht selbst Konkurrenz machen will. Daher erwarte ich auch nicht, dass später noch einer nachgeliefert wird, auch wenn ich nichts dagegen hätte und es sogar gut finden würde ... und dass es seine japanische Herkunft verleugnet - na und? Der Schauplatz etc. sind doch top umgesetzt

Warum Konkurrenz? Soweit ich weiß wurde noch kein Monster Hunter-Teil auf den "HD-Konsolen" veröffentlicht, während Dragon'S Dogma ja für die Wii nicht erhältlich ist.
Vor einiger Zeit war doch dieses Diskussion über die Schwächen und Versäumnisse der japanischen Spieleindustrie, und wies aussieht will Capcom diese Schwächen einfach umgehen, in dem sie sich den westlichen Standarts und dem westlichen Geschmack angleichen, wofür wir aber dann keine fernöstliche Studios mehr bräuchten, da eh alle den selben Einheitsbrei servieren würden.   


          



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