Genre:Arcade-Racer  
Entwickler:Techland  Publisher: Ubisoft
Plattform(en):PC, PS3, Xbox360

Release:30.05.2012

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Mad Riders - Review

Ein Funracer für Arcade-Fans: Gas geben, loslegen, Spaß haben!

Geschrieben von Tim am 11. Juni 2012 um 20:49 Uhr


2010 ist ein richtig gutes Rennspiel leider völlig untergegangen und wurde bereits kurz nach Release verramscht: nail'd. Die Spielermassen haben sich eben mehr auf Dead Island gefreut, anstatt auch anderen Techland-Entwicklungen Aufmerksamkeit zu schenken. Darum geht man dieses Mal kein Risiko ein und bringt das neueste Rennspiel-Projekt des Studios, Mad Riders, auf Xbox Live Arcade und das PlayStation Network. Für mich kam Mad Riders praktisch aus dem Nichts - ich hatte nie etwas davon gehört und freilich auch keine Erwartungen. Umso größer war die Überraschung, als ich festgestellt habe, dass man hier für gerade mal 800 Microsoft Points einen richtig coolen Arcade-Racer bekommt!

Bereits auf den ersten Blick fällt auf: Mad Riders ist quasi der kleine Bruder von nail'd. Die Parallelen zwischen den beiden Spielen sind unverkennbar - und damit meine ich nicht nur die grundsätzliche Thematik von Quads auf abgedrehten Strecken, sondern auch das Boost-System und Geschwindigkeitsgefühl. Ist das schlimm? Nein! Das Genre wird so spärlich bedient, dass ich mich auch mit einem nail'd lite zufrieden gebe, wenn mir schon ein echtes Pure 2 von Blackrock verwehrt wird. Und es ist ja nicht so, dass Mad Riders schlecht wäre; eigentlich ist es sogar ein ziemlich unterhaltsames, ziemlich schickes Spiel, das für gerade einmal zehn Euro auch einen großen Umfang inklusive Off- und Online-Multiplayer mit sich bringt. 42 unterschiedliche Strecken, zahlreiche Fahrzeuge, Fahrer und Spielmodi - ich denke, 800 Microsoft Points sind gut investiert, zumal das Gameplay ebenfalls überzeugt.




Mit dem Quad über Stock und Stein, durch Luft und Wasser, hoch und runter ...

Ich gebe zu, ich war eher skeptisch, ob Mad Riders wirklich Potential dazu hat, länger als zwei Stunden von mir gespielt zu werden. Und die ersten paar Rennen waren auch alles andere als zufriedenstellend. Ehrlich gesagt waren sie sogar ziemlich deprimierend. Warum? Die Antwort ist einfach: weil die Steuerung und das generelle Fahrgefühl einfach nicht rund, nicht weich, nicht zugänglich und schon gar nicht realistisch wirken. Dieser Meinung bin ich zwar auch jetzt noch, aber mittlerweile habe ich den Dreh raus und verstanden, wie man Mad Riders spielen muss. Ich kann jeden verstehen, der nach wenigen Minuten Spielen abbricht und ein anderes Game startet, weil ihm Mad Riders nicht zusagt. Es lohnt sich aber durchaus, sich ein wenig einzuarbeiten. Das gleiche Problem hatte auch nail'd in 2010, welches mir aber nach einer Weile doch großen Spaß gemacht hat. Dass Mad Riders fernab der Realität fährt, ist übrigens auch nichts Neues und erst recht nichts Schlechtes, denn dadurch gewinnt das Spiel erst an Pepp. Es sieht einfach cool aus, über riesige Schluchten zu springen, wahnwitzige Tricks auszuführen und nicht an die Physik gebunden zu sein. Auch der Rest ist grafisch recht schick.

Mit insgesamt 42 unterschiedlichen Strecken, die auch verschiedene Areale wie tropische Dschungel, sandige Wüsten oder sonnige Inseln abdecken, kann Mad Riders über eine relativ lange Zeit in der Kampagne motivieren. Sämtliche Pisten sind, wie es sich für ein Rennspiel gehört, in Cups und Turniere aufgeteilt, in denen man verschiedene Rennen hintereinander absolviert und dann entsprechende Punkte absahnt. Wer genug Sterne gesammelt hat, schaltet den nächsten Cup frei, bis schließlich alle sieben abgehakt sind. In den Tournaments warten aber nicht nur die klassischen Rennen um die Pole Position, sondern auch Stunt-Rennen, Zeit- und Checkpoint-Wettbewerbe - mir haben aber die Rennen am besten gefallen. Dann tummeln sich bis zu zehn Fahrer auf den abgedrehten Strecken, schieben sich gegenseitig zur Seite, sammeln Stunt-Punkte durch Saltos, Drifts und andere Tricks und preschen mit dem Boost nach vorne. Wer die entsprechenden Objekte auf der Strecke mitnimmt, kann auch spontane Abkürzungen öffnen, was ein wenig an Split/Second erinnert - nur geht hier weniger zu Bruch.




Neben der für ein Download-Spiel recht umfangreichen Kampagne, zu der noch einige zusätzliche Herausforderungen kommen, enthält Mad Riders selbstverständlich auch einen Multiplayermodus, den man sowohl offline im Splitscreen als auch über das Internet angehen kann. Hier erwarten einen die gleichen Spielmodi, Strecken und Features, die man vom Rest des Spiels kennt. Seine freigeschaltenen Quads darf man jedoch nicht verwenden, da im Multiplayer eine bestimmte Auswahl vorgegeben ist. Kleine Randnotiz: Man kann Fahrer und Quads visuell anpassen, jedoch nicht ihre Leistung.







Tim schrieb am 11. Juni 2012
Muss man Mad Riders gespielt haben? Sicherlich nicht. Man verpasst nicht viel, wenn man die aktuelle Techland-Produktion getrost ignoriert. Es sei denn, man ist ein Fan von Arcade-Rennspielen wie Pure oder nail'd - dann sollte man Mad Riders auf jeden Fall auf dem Radar haben. Das Spiel ist zwar keine Offenbarung und auch keine ernstzunehmende Weiterentwicklung von nail'd, aber für gerade mal 800 Microsoft Points eine willkommene Ergänzung in meiner Sammlung an XBLA-Games. Natürlich bleiben hier und da ein paar Wünsche offen: So ist das Fahrgefühl vor allem zu Beginn extrem ungewöhnlich und die Steuerung relativ unpräzise - es dauert einige Zeit, bis man sich daran gewöhnt hat. Und insgesamt ist Mad Riders einfach zu unspektakulär, um wirklich für Aufsehen zu sorgen. Aber zumindest in meinen Augen überwiegen die positiven Aspekte wie Streckendesign, Grafik, Boost-System und natürlich Unterhaltungsfaktor, sodass ich gerne die vier Sterne zücke. Ein Pure 2 ist es aber nicht.

Mad Riders ist weit davon entfernt, die Qualität eines nail'd zu erreichen, aber es garantiert einige unterhaltsame Stunden abgedrehter Quad-Action auf verwinkelten Pisten vor hübscher Kulisse. Kurz: Die 800 Microsoft Points sind gut investiert.


Besonders gut finde ich ...
  • hoher Spaßfaktor im Multiplayermodus
  • 42 prima designte Offroad-Strecken
  • komfortables Stunt- & Boost-System
  • recht schicke, detailreiche Kulisse


Nicht so optimal ...
  • anfangs unübersichtlich & chaotisch
  • Steuerung ist etwas zu unpräzise
  • insgesamt sehr wenige neue Ideen

 Testsystem:  Xbox360
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2 Kommentar(e):

 





#1
Geschrieben am 12. Juni 2012 um 09:36 Uhr

Paul Anderson meint ...

This is the first time I watched the review of “Mad Riders”. So far the game trailer is impressive and I think playing this game will have a lot of fun. So I'm looking forward to play this game. Thanks  


        
 





#2
Geschrieben am 14. Juni 2012 um 00:57 Uhr

Kithaitaa meint ...

Nail'd war wirklich ziemlich geil und spaßig, aber ist total unbemerkt an allen vorbeigegangen, noch schlimmer als Blur ansich - auch wenn es Techland noch gibt. Mal schauen, 800 Points ist ja schon mal 'ne Ansage.



          



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