Genre: Action  
Entwickler: Platinum Games  Publisher: Konami
Plattform(en):  PC, PS3, Xbox360

Release: 21.02.2013, 09.01.2014 (PC)
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Metal Gear Rising: Revengeance

Schlitzen, schnitzen, Scheibchen schneiden: Katana-Action reloaded

Geschrieben von Tim am 15. Juli 2012 um 20:48 Uhr


Es soll Leute da draußen geben, die jedes Metal Gear gespielt haben und sich zu den größten Fans der Serie zählen - ich habe den Hype darum nie verstanden und mir ist die ganze Handlung ehrlich gesagt viel zu komplex. Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots habe ich angespielt und dann gelangweilt wieder zur Seite gelegt. Da klingt Metal Gear Rising: Revengeance in meinen Augen schon viel interessanter. Nicht nur wegen der brachialen Action, die den Bildschirm zukleistert, sondern auch, weil die Macher von Bayonetta und Vanquish daran arbeiten. Wenig überraschend erinnert mich Revengeance (beschissener Name!) an eine Mischung der beiden Hits aus 2009 und 2010, nur mit einer Extra-Portion Gewalt und der doppelten dreifachen Menge Blut. Ich habe mir das neue Metal Gear näher angeschaut und analysiert, ob das Potential zum Top-Titel vorhanden ist.

Ob Metal Gear Rising: Revengeance dem Namen gerecht wird, ist eine Sache, die wohl jeder für sich entscheiden muss. Denn obwohl es erzählerisch natürlich mit dem MGS-Universum verstrickt ist, steht eines fest: Spielerisch hat es nichts mehr mit den früheren Ablegern gemein. Während Solid Snake sich durch Dschungel und Geheimlabore schleicht, hält Rising-Protagonist Raiden nichts von dieser ruhigen, vorsichtigen Herangehensweise und schlitzt dagegen alles nieder, was ihm in den Weg kommt. Menschen, Roboter, Maschinen, Hubschrauber, Säulen, Baumstämme, Wassermelonen - sein Katana zersäbelt einfach alles. Nunja, fast alles, denn wie ich gelesen habe, lassen sich normale Holztische nicht zerschneiden. Hier müssen Platinum Games wohl noch ein wenig Feintuning beweisen. Aber abgesehen davon zischt die rasiermesserscharfe Klinge durch alles hindurch. Das führt uns direkt zu einem der gleichzeitig beeindruckendsten wie auch verstörendsten Features des Spiels: Free Slice. Anders ausgedrückt: Freies Schneiden. Man kann nämlich in Zeitlupe auswählen, wie man sein Gegenüber zerstückeln möchte. Vermutlich wird das auch der Punkt sein, an dem bei der USK Schluss sein wird - Revengeance wird wohl mit 90%iger Sicherheit nicht in Deutschland erhältlich sein.




Free Slice sagt eigentlich schon alles, was man über dieses Spielelement wissen muss. Hier wird buchstäblich alles zerhackstückelt, was man sich nur vorstellen kann, denn Raidens Katana macht bekanntlich vor keinem Hindernis Halt. Abgesehen davon erinnert das Gameplay stark an Spiele wie das oben genannte Bayonetta oder auch Devil May Cry, denn die meiste Zeit über soll Metal Gear Rising ein Hack & Slay im klassischen Stil werden. Dementsprechend wird es natürlich auch etliche unterschiedliche Combo-Möglichkeiten und Angriffsketten geben, um die Kämpfe so actionreich wie nur möglich zu gestalten. Selbstverständlich lässt sich die Komplexität und Tiefgründigkeit des Kampfsystems von hier aus nur erahnen, denn gespielt habe ich noch nichts und somit kann ich mir keinen Eindruck davon verschaffen, wie abwechslungsreich die Kämpfe wirklich werden. Da Bayonetta in dieser Hinsicht aber sogar Devil May Cry vorgeführt hat, mache ich mir relativ wenig Sorgen darum. Wer Revengeance vor dem Release schon einmal anspielen will, muss übrigens nur die Zone of the Enders HD Collection kaufen, der liegt nämlich ein entsprechender Download-Code bei - jedenfalls in Japan, wo die Sammlung Ende dieses Jahres erscheint. Neben den brachialen Kämpfen mit dem Katana wird in Metal Gear Rising aber auch hier und da geschossen und geredet, denn eine Story soll es natürlich auch geben, welche die Geschehnisse erklärt. Man soll die Welt, in der alles aus dem Ruder gelaufen ist, wieder in Ordnung bringen - "Make it right" ist darum auch der Leitspruch des Trailers, der zur E3 veröffentlicht wurde.

Anscheinend klappt dieses Reparieren der Weltordnung aber nur durch literweise Blutvergießen - sogar das Zerstören von Panzern sorgt dafür, dass Blutspritzer den Bildschirm zukleistern. Okay, das ist etwas lächerlich, aber es zeigt bereits recht deutlich, welche Rolle die Gewalt in Revengeance spielen wird. Ich hoffe allerdings, dass man es nicht damit übertreibt und das eigentliche Gameplay etwas vernachlässigt. Brutal wird Metal Gear Rising aber auf jeden Fall, das steht jetzt schon fest und wird dem Spiel wohl zumindest für Deutschland einen Strich durch die Rechnung machen. Ähnlich wie in Bayonetta wird der Spielverlauf übrigens streng linear sein, eine offene Welt könnt ihr also getrost vergessen. Den bisherigen Spielszenen nach zu urteilen, wird einem also Action am Fließband geboten, im schlechtesten Fall eben in Levelschläuchen. Die Action findet dabei aber nicht nur in Form von Katana-Schwertkämpfen statt, da Raiden auch jede andere beliebige Waffe aufnehmen und verwenden kann: Maschinengewehre, Raketenwerfer und sonstiges Arsenal wird ebenso zum Todbringer wie die Klinge, die der Protagonist immer bei sich trägt. Brutale Finishing-Moves beherrscht Raiden natürlich auch.



Der E3-Trailer präsentiert erstmals neben viel Gewalt auch ein paar Story-Fetzen.


Was soll man nun von Metal Gear Rising: Revengeance halten? Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine unnötig brutale und blutige Schnetzelorgie mit viel Style, die aber spielerisch nicht allzu viel zu bieten hat und die erst recht nicht in das normale Metal-Gear-Universum passt. Ich bin dennoch gespannt, wie sich das Action-Spektakel schließlich in der finalen Form spielen wird, da die Entwickler bereits vorher gezeigt haben, was sie auf dem Kasten haben. Vorerst bleibe ich aber skeptisch, ob Revengeance mehr ist als ein simples Schlachtbrett für Gorehounds. Der Release ist für Anfang 2013 geplant, Plattformen sind Xbox 360 und PlayStation 3. Was meint ihr zum Spiel? Gut/schlecht?










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