Genre:Music  
Entwickler:Nintendo  Publisher: Nintendo
Plattform(en):Wii

Release:06.07.2012, 13.02.2012 (USA)

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Beat the Beat: Rhythm Paradise - Review

Beat the Beat and Live the Music! Die Olympischen Rhythmus-Spiele

Geschrieben von Tim am 13. August 2012 um 18:40 Uhr


Minispiel-Sammlungen sind eigentlich nicht besonders spektakulär. Gerade auf der Wii gibt es davon so viele, dass einem beim Zählen schwindlig werden könnte. Was genau ist also so interessant an Beat the Beat: Rhythm Paradise? Dass der Titel spezielle Aufmerksamkeit bekommt, liegt an mehreren Dingen. Zum einen sind die Minispiele in Beat the Beat alles andere als langweilig und gewöhnlich - sie sind abgedreht und sogar eine ziemliche Herausforderung. Zum anderen ist das Spiel neben Project Zero 2: Wii Edition eines der letzten, das exklusiv für die Wii erscheint und es wert ist, die Konsole noch einmal einzuschalten, bevor Ende des Jahres die Wii U durchstartet. Musikalisch angehauchte Geeks mit dem richtigen Taktgefühl sollten genauer hinschauen!

Ja, es stimmt: Beat the Beat sieht ziemlich komisch aus. Wer das Spiel oder seine Vorgänger (einer davon ist Rhythm Heaven auf dem Nintendo DS) nicht gespielt hat, der mag vermutlich nicht verstehen, wie man diesem abgedrehten Style irgendwas abgewinnen kann. Alleine schon das Titelbild dieser Review dürfte denjenigen unter euch ein großes "WTF?!" entlocken - und das völlig zu recht. Um nachvollziehen zu können, was Beat the Beat bzw. Rhythm Heaven Fever (so der amerikanische Titel) so einzigartig und außergewöhnlich macht, muss man es wirklich selbst gespielt haben. Und gerade für Neulinge der Reihe ist der Wii-Ableger der perfekte Einstieg, weil er nicht nur der umfangreichste von allen ist, sondern auch noch zum Budgetpreis erscheint. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass das Spiel auf der Wii U besser aufgehoben wäre. Wieso, weshalb, warum? Das verrät die Review.


Mehr als nur Quick-Time-Events: Hier geht es um Taktgefühl & Präzision!

Das Spielprinzip ist denkbar einfach und so schnell begriffen, dass das Tutorial am Anfang eigentlich völlig überflüssig ist. Die einzige Aufgabe des Spielers ist es, im richtigen Rhythmus die richtigen Tasten zu drücken - simpel, oder? Um das Ganze noch simpler zu gestalten, werden auch nur zwei Tasten verwendet, nämlich A und B. Doch Vorsicht: Was sich einfach anhört, gestaltet sich in der Praxis als eine anspruchsvolle Herausforderung, die nicht frustresistenten Spielern schnell den Spaß verderben kann. Im Gegensatz zu den gängigen Quick-Time-Events, die ja mittlerweile in jedes Spiel eingebaut werden müssen - ganz egal, ob es passt oder nicht, siehe Final Fantasy XIII-2 -, wird euch hier nämlich nicht angezeigt, welche Taste ihr wann drücken müsst. Stattdessen müsst ihr euch ganz auf eure Ohren und Augen verlasssen. Die A-Taste sollt ihr nämlich passend zum Takt drücken, während A + B gleichzeitig gedrückt werden müssen, wenn eine besondere Aktion stattfindet - dies wird dann durch eine andere Animation auf dem Bildschirm angedeutet. Bilder sagen aber bekanntlich mehr als tausend Worte und bevor ich weiter daran verzweifle, euch das Prinzip plausibel zu erklären, verweise ich euch lieber an den unten eingebetteten Trailer, der das Ganze in Bewegung zeigt und verständlicher präsentiert.




Die Steuerung ist zwar unglaublich einfach, allerdings kam sie mir dennoch nicht so intuitiv vor wie die des NDS-Ablegers. Es fühlt sich einfach besser an, im Takt auf den Touchscreen zu tippen, als nur eine Taste zu drücken. Damit fehlt Beat the Beat schon ein ganzes Stück des Spielflusses und der Kurzweiligkeit, die die Serie auf einem Handheld bietet. Außerdem dauert es seine Zeit, bis man die Wii eingeschaltet, die Disc eingelegt, das Spiel gestartet und sich durch die Menüs geklickt hat - auf dem Nintendo DS geht das Ganze viel schneller und somit ist man dort auch dazu geneigt, mal eben eine Runde Rhythm Heaven zu spielen. Auf der Wii wirkt das alles einfach nicht so rund. Für Neueinsteiger ist das natürlich kein Problem, da diese die Vorgänger sowieso noch nicht kennen, erfahrenen Spielern mag das aber sauer aufstoßen - so ging es mir gelegentlich. Trotzdem ändert es nichts daran, dass Beat the Beta mit seinen über 50 Minispielen und Remixes hochgradig motiviert, fordert und wunderbar unterhält. Außerdem trägt das abgefahrene Design seinen Teil dazu bei: In welchem anderen Spiel schraubt man schon Roboter zum Takt zusammen, spielt Badminton über den Wolken oder interviewt einen Wrestler, der alle paar Sekunden für die Fans eine Pose hinlegt? Gerade letzteres ist eines der besten Minispiele.

Selbstverständlich hat auch die Musik ihre Qualitäten, sonst wäre Beat the Beat nur halb so interessant. Viele der Melodien gingen mir stundenlang nicht mehr aus dem Kopf, erneut ist hier das Wrestler-Interview das beste Beispiel. Übrigens gibt es neben dem klassischen Singeplayer-Modus auch einen lokalen Multiplayer, der allerdings nicht besonders aufregend ist, da man nur abwechselnd spielen kann. Hier wäre mehr drin gewesen, aber unter dem Strich braucht man den Multiplayer eh nicht, da es witziger ist, sich abzuwechseln und dem jeweiligen Spieler dabei zuzusehen, wie er versagt - oder gewinnt. Wobei letzteres eher selten der Fall ist, wenn man mit Freunden zusammensitzt ...







Tim schrieb am 13. August 2012
Beat the Beat ist abgedreht, schrill, motivierend, unterhaltsam, kurzweilig und sehr japanisch. Es ist kein Spiel, das der Otto-Normal-Spieler auf dem Radar hat und sicher auch keines, das für jedermann geeignet ist - letztendlich ist es auch nicht mehr als eine Minispiel-Sammlung. Dafür ist es aber eine der besseren, die es für die Wii gibt, denn mit seinem musikalischen Gameplay und der großen spielerischen Herausforderung steht es weit über der Konkurrenz. Ich muss zwar sagen, dass mir ein 3DS- oder auch ein Wii-U-Ableger besser gefallen hätte, da sich der Touchscreen für die Steuerung besser anbietet. Aber trotzdem hat mir die Wii-Fassung gute Unterhaltung geboten und wird immer mal wieder eingelegt werden. Gerade auf die letzten Tage der Wii ist Beat the Beat ein Spiel, das man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man die Wartezeit zur Wii U verzweifelt überbrücken möchte. Außerdem kostet es ja nicht so viel :)

Mit seinem abgedrehten Design, der kunterbunten Präsentation und der großen spielerischen Herausforderung ist Beat the Beat eine der besten Minispiel-Sammlungen für die Wii - bleibt aber unter dem Strich eben nicht viel mehr als eine Minispiel-Sammlung.


Besonders gut finde ich ...
  • witzige, kunterbunte Präsentation
  • über 50 verschiedene Minispiele
  • schnell verinnerlichte Steuerung
  • simples, motivierendes Prinzip


Nicht so optimal ...
  • Steuerung mit Touchscreen intuitiver
  • uninteressanter lokaler Multiplayer

 Testsystem:  Wii
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1 Kommentar(e):

 





#1
Geschrieben am 17. August 2012 um 16:21 Uhr

Kithaitaa meint ...

Die Äffchen finde ich ja total süß und so! *outing*   


          



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