Genre:Arcade  
Entwickler:Moregames Entertainment  Publisher: Chillingo
Plattform(en):iOS

Release:15.06.2009

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Knights Onrush - Review

Alle Mann an die Waffen - Knights Onrush im eiligen Rittertest

Geschrieben von Haschbeutel am 2. Juli 2009 um 21:07 Uhr


Nachdem es vor kurzem mit Alex Mercer blutig und mit wildem Geschnetzel zur Sache ging, widmen wir uns nun mal wieder dem iPhone zu, wo es ... blutig und mit wildem Geschnetzel zur Sache geht. Ok, nicht ganz so blutig wie in Prototype, aber immerhin gibt es Blut und Ritter - und umherfliegende Körperteile. Was braucht es mehr zu einem guten Spiel? Wie? Abwechslung? Langzeitmotivation? Spielspaß? Ohje, ob Knights Onrush das alles bieten kann? Schauen wir doch einfach mal...












Plündern, Brandschatzen und ein lieber Gott
Stellt euch vor ihr habt eine flauschige, kleine Festung mitten im Nirgendwo. So richtig mit schwerer Tür, Zinnen und Bevölkerung. Alles könnte perfekt sein, wenn nicht jeden Tag plötzlich aus dem Nichts einige finstere Genossen auftauchen würden, die die Tür einschlagen und eure Bevölkerung niedermachen. Blöd, oder? Wer könnte da noch helfen? Asterix? Batman? Nein, niemand geringeres als ein Gott muss hier ran - und diese Rolle übernehmt ihr! Euer Ziel im Spiel ist es nämlich, die Gegner davon abzuhalten, das Tor zu besagter Festung aufzubrechen. Doch statt einem göttlichen Türsteher der sagt: "Ey, dukommshiernetrein!" kommt euer göttlicher Finger ins Spiel. Mit diesem sollt ihr den Heerscharen an bösen Buben Einhalt gebieten und die Festung beschützen - eben ein klassisches Castle-Defense.

Göttliche Krachbummente mit jeder Menge Waffen
Da diese jedoch nicht mit sich reden lassen, müsst ihr also die harte Tour anwenden und die stets bei Tagesanbruch anrückenden Feinde anders überreden, nicht das Tor zur Festung kaputtzumachen. Gewalt ist hier die Lösung. Ihr schnappt euch die Feinde einfach, werft sie in die Luft und ... schaut ihnen bei der unangenehmen Landung zu. Für jeden beseitigten Eindringling erhaltet ihr Gold. Wenn sich der Tag dann dem Ende neigt und ihr ein Level beendet habt, kommt ihr in den Festungsshop und könnt dort euer Gold gegen hilfreiche Extras tauschen, denn irgendwann kommen so viele Gegner, dass selbst der göttliche Finger nicht mehr hinterher kommt, um den anrückenden Horden Herr zu werden. Daher holt ihr euch einfach irdische und magische Hilfe.

Egal ob Kanonen, Ballista oder Feuerbälle - ihr habt eine angenehm große Auswahl an Waffen. Jede Waffe gibt es dabei in drei Ausführungen. In der Kategorie der Ballermänner habt ihr die Auswahl zwischen einer einfachen Kanone, einem magischen Eiswerfer, der die Gegner einfriert oder einem Flammenwerfer, der den Jungs kräftig einheizt - was bei den aktuellen Temperaturen kaum mehr nötig ist. Jedoch kosten die stärkeren Waffen nicht nur Gold, sondern auch Opferpunkte.

Um Opfern zu können, müsst ihr euch zunächst Opferstätten kaufen. Die billigste Variante ist das "Hell Gate", wo ihr eure Feinde reinschmeißen könnt - heraus kommen dann nur noch die verkohlten Knochen. Zusätzlich gibt es den "Dragon Altar", wo ihr eine arme Seele aufhängen und einem Drachen verfüttern könnt. Diese geopferten Gegner geben dann zwar kein Gold, aber die eben angesprochenen Opferpunkte. Wenn gerade keine menschlichen Gegner zur Stelle sind, könnt ihr auch eine gegnerische Belagerungsmaschinen, wie Katapulte oder gigantische Armbrüste, opfern. Drachen sind ja nicht wählerisch heutzutage.

Spiel mich bis zum Tod
Damit die Metzelorgie auch eine brauchbare Langzeitmotivation aufzubieten hat, liefert das Spiel drei Spielmodi mit. Im Kampagnenmodus kämpft ihr euch durch zwölf einzelne Bereiche, wo ihr je nach Schwierigkeit bis zu vierzig Tage pro Bereich die Feindeshorden bekämpfen müsst. In jedem Level warten dabei besondere Herausforderungen auf euch, seien es neue Gegnertypen, erschwerte Bedingungen durch weniger Waffenauswahl oder längere Tageszyklen. Obwohl das Spiel hier teilweise richtig schwer werden kann, ist es jedoch nie unfair.

Im Endlos-Modus kämpft ihr, wie der Name schon erahnen lässt, gegen nie enden wollende Gegnermassen und der Madness-Mode ... nunja. Der ist wirklich pure Madness. Hier werden Gegnermassen auf euch losgelassen, dass euch der Finger glüht. Wer hier in die oberen Level kommen will, der muss schon das Display einölen.

Hach, wie schön das alles aussieht!
Neben den Abwechslungsreichen Modi kommt noch ein wirklich toller Grafikstil hinzu, bei dem die putzigen Gegner einem manchmal sogar etwas Leid tun können. Dieser erinnert zeitweise an den Stil des großartigen Tower Defense Spieles Fieldrunners oder an das gelungene Xbox Live Arcade Game Castle Crashers. Vor allem die Geräusche der Sterbenden oder gar einige Todesanimationen sind einfach zum Brüllen komisch. Wer wollte nicht schon immer mal einen Ritter mit einer großen, himmlischen Säule erschlagen?

Auch sonst ist die Präsentation sehr gut gelungen. Der Soundtrack, die Geräuschkulisse, die Hintergründe, die Details. Hier passt einfach alles zueinander - und das ist bei Spielen in dieser Preisklasse äußerst selten. Zuletzt habe ich solch eine tolle Präsentation bei dem eben genanntem Titel Fieldrunners erlebt.

Einzig negativ zu erwähnen ist die teilweise etwas zickige Steuerung. Wer aus den Gegnerhorden gezielt Katapulte oder explosive Fässer herauspicken will, erwischt oft nie die Gegner, die er möchte. Auch das Opfern im Hell Gate erweist sich des Öfteren als schwer, denn um die Gegner dort hineinzuwerfen, muss man diese kurze Zeit über der Öffnung halten. Im Eifer des Gefechtes fallen diese dann aber nicht ins Loch, sondern landen daneben und stürmen dann wieder auf die Burg zu. Das wars dann im Großen und Ganzen an Kritikpunkten.


Da Videos bekanntlich mehr sagen als tausend Worte und Bilder, gibt es zum Abschluss noch einen ganz kurzen Einblick in Knights Onrush. Lasst euch nicht beirren - die Soundeffekte sind in dem Video von der Titelmusik überblendet.







Haschbeutel schrieb am 2. Juli 2009
Knights Onrush ist wieder so eine kleine, unscheinbare Perle im kunterbunten Sammelsurium des AppStore. Auf den Screenshots mag die Grafik vielleicht zu knuddelig wirken, doch Spielmechanik und Langzeitmotivation sind, ähnlich wie bei Fieldrunners, ungeschlagen hoch.

Für gerade einmal 2,39€ sollten iPhone und iPod Touch Besitzer unbedingt zuschlagen oder zumindest die Demo herunterladen, die bereits einen guten Einblick in das Spiel gibt. Von mir ganz klar eine volle Kaufempfehlung, für das wohl beste Castle Defense Spiel im AppStore. Ich werde jetzt jedenfalls noch ein paar Ritter und Magier opfern und meinen kleinen Hausdrachen füttern. Omnomnom!


Besonders gut finde ich ...
  • Drei Spielmodi
  • Abwechslungsreiche Gegner
  • Haufenweise Waffen und Extras
  • Tolle Gesamtpräsentation
  • Enormes Suchtpotential
  • Morbider Humor
  • Hohe Langzeitmotivation


Nicht so optimal ...
  • Steuerung bei großen Gegnermassen
  • Opfern im "Hell Gate" etwas unpräzise

 Testsystem:  iOS
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2 Kommentar(e):

 





#1
Geschrieben am 3. Juli 2009 um 08:54 Uhr

Stitch meint ...

Sehr schöner Test zu einem wirklich gelungenen Castle Defense Spiel! Ist das Geld auf jedenfall wert. Habe es mir vor drei Tagen gekauft für meine iPod Touch. Musste auch erst an Castle Crashers denken *hihi* <

gruß


        
 





#2
Geschrieben am 6. Juli 2009 um 01:47 Uhr

light meint ...

Sieht wirklich ganz witzig und unterhaltsam aus. Vor längerer Zeit habe ich sowas ähnliches mal als Flash Version für den PC gespielt und diese hat mich für solch ein einfaches Spielchen überdurchschnittlich lang unterhalten.  


          



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