Genre:Arcade-Racer  
Entwickler:EA Black Box  Publisher: Electronic Arts
Plattform(en):PC, PS3, Xbox360, Wii, NDS, PSP, iOS, PS2

Release:20.11.2008

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Need for Speed: Undercover - Review

Need for Speed im untergetauchten iPhone Raser-Test

Geschrieben von Haschbeutel am 12. Juli 2009 um 16:16 Uhr


Wat? Schon wieder ein iPhone Titel? Spinnst du? Erst vor kurzem Knights Onrush und jetzt schon wieder etwas auf Apples Mobiltelefonspielkonsolenteil? Ja lieber Leser, schon wieder. Da ich aber momentan viel unterwegs bin und daher das iPhone mein stetiger Begleiter zum Zeit totschlagen ist, gibt es heute einen rasanten Test zu Need for Speed: Undercover. Die Versionen auf den "großen" Geräten wie Xbox ud PC waren ja bekanntlich nicht gerade ... toll. Daher war ich nach vielen guten Kritiken dennoch skeptisch, ob die iPhone Variante was taugt und ob sich die 7,99€ lohnen. Das verrät mein mobiler Undercovertest. Brummm!














Die Geschichte von Need for Speed ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Eine früher frische und rasante Hatz durch schöne Panoramen wurde im Laufe der Zeit zu einem Pimp-my-Ride für die "Alda, korregd!" Generation. Und seien wir mal ehrlich - seit Hot Pursuit 2 war doch kaum noch ein Ableger richtig spaßig - von den neueren Titeln war nur "Most Wanted" noch unterhaltsam. Die NfS: Underground Ableger waren mir zu "Korregd", Carbon war ein lauer Aufguss, Pro Street eine totale Bauchlandung und die Ur-Version von Undercover teilweise einfach nur schrecklich - Stichwort: mitdrehende Sonne. Entsprechend war ich auf den iPhone Ableger gespannt und ... ich bin fast durch die Bank durch begeistert.

Welcome to Tri-City
Wer das erste Mal das Spiel startet, wird sich wohlig vertraut fühlen. Man landet, wie bei den großen Brüdern, in einer Garage und hat dort neben Blick auf seine Karre auch diverse Optionsmöglichkeiten. Hilfemenü, Optionen, Tutorial, Tuningmöglichkeiten und das eigentlich Storyspiel. Dazu ein rockiger Soundtrack, der einem wuchtig aus den Kopfhörern dröhnt. Im Prinzip also wie die großen Brüder. Was man schmerzlich vermisst, ist ein Freier Fahrt Modus - was allerdings auf dem iPhone/iPod Touch wegen der Hardware auch zugegeben etwas schwer vorstellbar ist. Dafür gibt es am nach dem durchspielen noch einen Driftmodus zum Freischalten - immerhin etwas.

Stürzen wir uns also direkt auf die Stadt Tri-City, welche in drei große Areal eingeteilt ist, die nach und nach freigeschaltet werden müssen. Wir beginnen in den Sunset Hills, rasen uns dann nach Port Crescent und müssen uns dann am Ende in Palm Harbor beweisen. Jeder Stadtteil hat dabei sein eigenes Setting. Egal ob das verschlafene Vorstadtnest oder die große City inklusive China-Town und heftigem Gewitter.

Absolute Highlights bei den Rennen sind stets die letzten Missionen vor dem Arealwechsel, welche vor allem grafisch spektakulär sind. Im letzten Teil der Sunset Hills rasen wir auf einem riesigen Highway durch ein Hafengebiet und müssen einen Verfolger abschütteln. Das ist nicht nur unglaublich spannend, sondern sieht auch noch verboten gut aus.

Mensch, sieht das toll aus!
Allgemein hat mich die Grafik von Need for Speed: Undercover doch ziemlich beeindruckt. Ich meine, wir reden hier nach wie vor von einem Smartphone. Schon in der ersten Einstellung, wenn wir im Regen auf der Straße stehen und ein Helikopter an uns vorbeirauscht, wird demonstriert, was den Spieler ab sofort erwartet. Effektvolle Rennen ohne Kompromisse. Vor allem, weil das Spiel trotz aller Effekthascherei extrem flüssig läuft und es nur ganz selten merkliche Ruckler gibt. Ich habe mir zwar sagen lassen, dass es auf dem 3GS deutlich flüssiger läuft, aber wie gesagt - auch auf meinem 3G kann ich ohne Probleme fahren.

Das liegt aber nicht nur an der gut optimierten Optik, sondern auch an der gelungenen Steuerung. Bisher war ich bei Rennspielen immer etwas frustriert, vor allem da ich von Titeln wie Asphalt Racing 4 gebranntmarkt bin. Schwammige Steuerung und komische Berührbefehle für Boost und Bremsen waren stets ein Kreuz für die Renntitel. Undercover schlägt sich hier mit Bravour. Das Spiel gibt automatisch Gas, gebremst wird mit einem berühren des Bildschirms. Die Lenkung erfolgt über das Kippen des iPhones nach links oder rechts - und es funktioniert selbst bei feinsten Lenkungen auf den Millimeter genau. Für enge Kurven muss man das iPhone ruckartig drehen, dann driftet die Karre. Mit gekonntem gegenlenken, was ebenfalls toll funktioniert, sorgt ihr dafür, dass euer Auto in der Spur bleibt.

Je nachdem, welches der 20 zur Verfügung stehen Autos ihr fahrt, wirkt sich das auch dezent auf das Fahrverhalten aus. Eine Dodge Viper bricht etwas leichter aus, als ein Porsche, beschleunigt dafür aber um einiges schneller. Für besonders heikle Manöver streicht man mit einem Finger über den Bildschirm nach unten und aktiviert den Speedbreaker. Dieser verlangsamt die Zeit und ihr habt die Chance, entgegenkommenden Autos besser auszuweichen. Den Boost aktiviert man hingegen durch Fingerstreich nach oben.

Übrigens - wie eben schon kurz angerissen ist auch der Sound in dem Spiel toll. Die Musik rockt gewohnt, die Autosounds klingen durchaus realistisch. Wem das nicht passt, der lässt einfach seine eigene Musik laufen.

Verf*** Sch***!!!!!
Doch trotz guter Steuerung, großem Umfang und toller Optik hat der Titel auch einige Macken. Obwohl die Spielmodi relativ abwechslungsreich sind und von einfachen KO-Rennen bis hin zum tierisch spaßigen "schrotte X Polizeiautos in Zeit Y" gehen, hätte man auf einige Modi auch verzichten können. Manchmal muss man eine vorgegebene Strecke abfahren und dort Verwüstung anrichten, damit das Kopfgeld steigt. Blöd nur, dass man für das erreichen des Zieles auch stehende Autos rammen muss, da diese am meisten Geld bringen. Leider sind diese rar verteilt und so muss man meist, wenn man nur zwei Autos verpasst, das gesamte Rennen neu starten. Da die meisten Karren in etwas entlegenen Ecken stehen, benötigt man im Schnitt gut und gerne fünf bis zehn Anläufe, bis man diese Mission endlich schafft - absolut nervig und frustrierend. Apropos Frust: Die Rennen gegen Ende werden bockschwer, die Gegner fahren fast Fehlerfrei und da das Geld selten für immer die neueste Karre reicht, hinkt man oft mehrere Versuche lang einfach nur den Gegnern hinterher.

Die bekannten, Real-Videosequenzen sind übrigens auch auf der mobilen Version vorhanden. Diese sind zwar nett anzusehen, aber die "Story" die sie erzählen wollen, ist so derart beknackt, dass es fast schon schmerzt. Wir sind nämlich versteckter Undercover(!) Agent und sollen einen illegalen Racing-Ring auffliegen lassen. Soweit ganz trashig, leider sind die Zwischensequenzen so dermaßen bierernst und overacted, dass man nicht selten mit einem verzogenen Lächeln vor dem Gerät sitzt.






Haschbeutel schrieb am 12. Juli 2009
Tolle Optik, eine fast perfekte Steuerung und ein wirklich langer Storymodus sorgen für anhaltende Unterhaltung - freischaltbare Rennen inklusive. Die technischen und optischen Tuningmöglichkeiten sind zwar nicht so umfangreich wie die der großen Brüder, aber sie können durchaus für die nötige Portion "Customization" sorgen.

Doch Need for Speed: Undercover hat nicht nur die Stärken der großen Brüder auf das iPhone portiert, sondern leider auch die Schwächen. So sind Rennen wie die Zerstörungsmissionen absolut nervig und vor allem die Rennen gegen Ende werden teilweise bockig schwer. Auch das optische Tuning lässt einige mehr Vinyls und Spielereien vermissen.

Ansonsten ist Need for Speed: Undercover auf dem iPhone ein gelungener Titel, der nicht nur Tagelang unterhält, sondern dabei auch noch toll aussieht und sich ebenso toll steuern lässt. Jetzt noch ein Multiplayermodus, mehr Rennen Abseits des Storymodus und ich bin glücklich. Was aber gar nicht geht, ist das fehlen eines Lotus-Autos - das verzeihe ich EA nie! Pfui!


Besonders gut finde ich ...
  • Großartige Grafik
  • Tolle Steuerung
  • Umfang für mehrere Tage
  • Freischaltbarer Modus
  • Soundtrack


Nicht so optimal ...
  • Gegen Ende extrem frustrierend
  • Zerstörungs-Missionen überflüssig
  • Wenig optisches Tuning
  • Cutscenes
  • Kein Lotus!

 Testsystem:  iOS
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1 Kommentar(e):

 





#1
Geschrieben am 12. Juli 2009 um 20:56 Uhr

Kithaitaa meint ...

Als guter alter Fanboi der Serie hab ich selbst NFS:Undercover als Original auf dem PC ... hachja, die Sonne. Ist doch schön, wenn die Sonne immerzu mit dir singt und lacht und dich blendet wie die Sau. Die iPhone Version schaut aber gefühlt um Längen besser aus als die einer PS2, Wii, NDS oder PSP oder auf welchem LowCost-Systemen das Game sonst noch verbrochen wurde   

Haha, Flames on! :]



          



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