Genre: Geschicklichkeit  
Entwickler: Harmonix  Publisher: Electronic Arts
Plattform(en):  PS3, Xbox360, Wii, iOS, PS2

Release: 15.10.2009
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Rock Band - Review

Die kleine iPhone-Schwester im rockigen Test

Geschrieben von pel.Z am 30. October 2009 um 18:04 Uhr


Seit einiger Zeit treiben Musikspiele wie Rock Band, Guitar Hero und nun auch DJ Hero auf den großen Konsolen ihr Unwesen. Die stehen aber meist hübsch im Schrank oder neben dem Fernseher. Was also, wenn man gerade im Zug sitzt, auf ihn wartet oder sonst mal ein paar freie Minuten hat? Richtig! Man greift zum iPhone. War es bisher noch das kostenlose Tap Tap Revenge, das die Finger glühen ließ, heißt mein neues Lieblingsspiel Rock Band. Wieso? Lest einfach weiter...






Wie alles begann
Ich mag Rock Band. Das Spiel macht unheimlich viel Spaß und auch der neueste Ableger The Beatles: Rock Band ist wirklich gelungen und weist meiner Meinung nach Guitar Hero 5 in die Schranken. Es spricht also absolut gar nichts gegen eine Portierung auf das iPhone, welches zunehmend den Handheld-Markt von hinten aufräumt - Der AppStore und viele engagierte Entwickler machen es möglich.
Kollege Haschbeutel hatte vor einiger Zeit schon das bis dato einzige nennenswerte Musik-Geschicklichkeitsspiel Tap Tap Revenge und den Nachfolger Tap Tap Revenge 2 im Test und zeigte sich von ersterem beeindruckt, während Teil 2 an großen Performance-Schwächen gnadenlos scheiterte. Aber genug der Schwafelei und ran an den Speck! Was macht Rock Band so gut?

Ganz nach dem großen Bruder
Fangen wir an mit dem Umfang. Von Haus aus sind 20 Songs in Rock Band enthalten (Welche genau verrate ich euch am Ende), die ihr entweder als Bassist, Gitarrist, Schlagzeuger oder Sänger angehen könnt. Jedes Instrument hat eine eigene Notenabfolge, was aus den eigentlich 20 Liedern schon mal 80 verschiedene Spielerfahrungen macht. Für jedes Lied gibt es drei Schwierigkeitsstufen zur Auswahl. Leider fehlt für die ultimative Herausforderung ein Experten-Modus, aber auch der letzte verfügbare Schwierigkeitsgrad lässt definitiv die Finger glühen.

Im World Tour Modus habt ihr die Möglichkeit, das Spiel solo zu bestreiten und nach und nach Städte wie Boston, New York, Seattle, Paris und Moskau zu bereisen und die Fans mit euren Auftritten zu begeistern. Pro Event sind vier Lieder zu spielen, die mit maximal fünf Sternen bewertet werden - ein altbekanntes Prinzip. Dabei ist es allerdings egal, mit welchem Instrument ihr die Sterne bekommt. Ist es euch also zum Beispiel mit dem Schlagzeug zu schwer, könnt ihr einfach auf den Bass wechseln und dort abrocken. Das verhindert Frustmomente, die auf höchstem Schwierigkeitsgrad durchaus vorkommen können.

Habt ihr keine Lust, alleine zu spielen, bietet die World Tour noch die Möglichkeit, online euer Können unter Beweis zu stellen. Hierzu ist allerdings ein Facebook-Account von Nöten. Auch wenn jetzt vielleicht ein "Och nööööö!" aus den niederen Rängen erklingt, finde ich den Schritt gut und die Implementierung ist mehr als gelungen. Habt ihr Freunde bei Facebook, die ebenfalls ein iPhone und Rock Band haben, könnt ihr sie per "Recruit a Rocker"-Funktion schnell und einfach einladen. Ist gerade niemand online oder haben eure "Freunde" die Anfrage nur aus Höflichkeit angenommen und wollen mit euch sonst nichts zu tun haben, könnt ihr auch einer offenen Runde beitreten. Entscheidet euch für ein Lied und das Spiel bringt euch mit drei weiteren Spielern zusammen, die ebenfalls das Lied spielen wollen. Habt ihr das Lied geschafft und seht eure Bewertung, besteht die Möglichkeit, diese per Mitteilung an eure Mitspieler zu versenden. Im Gegenzug erhaltet ihr dann die Bewertung der Mitspieler als Nachricht, die sich übrigens alle übersichtlich über das Hauptmenü erreichen lassen.





Gameplay, Grafik und die Kleinigkeiten



Wie schon zu Beginn geschrieben glänzt Tap Tap Revenge 2 nicht gerade mit einer guten Performance. Einbrüche bis hin zur Unspielbarkeit treten des öfteren auf. Meine Sorge, als ich erste Screenshots zu Rock Band sah war, dass das hier doch noch viel schlimmer sein muss. Mehr Noten gleichzeitig auf dem Bildschirm, eine schönere Darstellung und vor allem ein kleines Video im Hintergrund, das sogar recht häufig zur gespielten Musik passt. Aber keine Spur von Rucklern! Selbst auf einem "alten" iPhone 3G läuft das Spiel perfekt. Die Ladezeiten sind durch die Bank sehr kurz geraten und somit erträglich. Einzig wenn man ein Spiel pausiert, dauert es etwas länger, bis das Menü erscheint.

Auch die Grafik weiß zu überzeugen. Samtweiche Animationen und ein toller Übergang in den Overdrive-Modus, der dem Konsolen-Original in nichts nachsteht. In der oberen Hälfte des Bildschirms wird im Hintergrund ein Video abgespielt, das leider im Vorhinein berechnet wurde, somit aber gut aussieht und die Gesamtperformance kaum beeinflusst. Außerdem muss man sich eh auf die Noten konzentrieren und hat nie wirklich Zeit das Video zu verfolgen. Aber nicht nur die Grafik, sondern auch das eigentlich wichtigste in einem Musikspiel, die Soundqualität, stimmt von vorne bis hinten. Die mitgelieferte Songauswahl ist abwechslungsreich und qualitativ wirklich weit vorne. Im Sound ist einer der wesentlichen Unterschiede zu Tap Tap Revenge zu finden, denn in Rock Band gibt es akustisches Feedback, wenn man Noten versemmelt.

Habt ihr ein paar Kumpels oder Kollegen um euch herum, könnt ihr eine flotte Bluetooth Multiplayer-Session starten. Einfach Bluetooth anschalten, Rock Band starten und im Hauptmenü "Multiplayer" auswählen. Einer muss das Spiel dann hosten und alle anderen können einsteigen. Der Host wählt daraufhin das Lied aus und alle Beteiligten das Instrument ihrer Wahl, wobei hier jedes Instrument nur ein Mal ausgewählt werden kann. Ein kleiner Ansporn zum Weiterspielen findet sich im Achievement-System, welches aus 24 einzelnen Achievements besteht. Vom Erreichen einer Notenreihe über das Spielen eines Songs ohne Fehler bis hin zu einer riesigen Menge Fans im Online-Spiel gibt es viel zu tun.

Schade ist, dass das Singen nicht konsequent durchgesetzt wurde. Singen müsst ihr nämlich nie wirklich. Einerseits gut, weil das im Zug oder Wartezimmer noch merkwürdiger wirkt, als das Handy zu schütteln, andererseits ist es dann letztendlich auch "nur" tappen und zur richtigen Zeit den richtigen Knopf drücken. Leider ist man hier nicht einen Schritt weiter gegangen.


Links:




pel.Z schrieb am 30. October 2009
Genau so funktioniert es und nicht anders! Rock Band auf dem iPhone zeigt, wie ein Musikspiel auszusehen hat. Eine abwechslungsreiche und überlegte Songauswahl, ruckelfreies Gameplay, tolle Grafik, keine Abstürze und ein guter Multiplayer mit netten Community-Features. Sollten die mitgelieferten Songs nicht reichen, besteht die Möglichkeit für 0,79€ ein Songpaket, bestehend aus zwei Titeln, herunterzuladen. Nicht gerade günstig, aber auch nicht die Welt. Inzwischen gibt es aber sogar zwei Songpakete kostenlos zum Download, so dass das Spiel nun 24 Lieder enthält.

Wen die inzwischen nur noch 5,49€ nicht abschrecken, bekommt mit Rock Band das beste Musikspiel, das das iPhone jemals gesehen hat. Spaß pur!


Besonders gut finde ich ...
  • Tolle Präsentation
  • Gelungene Songauswahl
  • Community-Features
  • keinerlei Abstürze
  • Gameplay
  • teils kostenlose Songpakete


Nicht so optimal ...
  • Preis

 Testsystem:  iOS
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