Genre:Survival-Horror  
Entwickler:Climax  Publisher: Konami
Plattform(en):Wii, PSP, PS2

Release:25.02.2010

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Silent Hill: Shattered Memories

Remote-Horror und zerbrochene Erinnerungen in Silent Hill ...

Geschrieben von Tim am 18. Dezember 2009 um 21:00 Uhr


Survival-Horror an der Wii? Also, so RICHTIGER Survival-Horror? Das war bis jetzt Fehlanzeige - Resident Evil: The Darkside Chronicles und Dead Space Extraction sind Lightgun-Shooter, House of the Dead: Overkill ebenfalls. Aber Survival-Horror in seiner Ursprungsform gab es auf der Wii bisher nicht. Mit Silent Hill: Shattered Memories naht jedoch ein Spiel, das schon jetzt in seinen Bann zieht, und dabei ganz ohne Waffen auskommt ...











Horror ohne Waffen? Wo gibt es sowas denn bitte noch in Videospielen? So gut wie jedes derzeit aktuelle oder etwas ältere, sich selbst als "Horror" bezeichnende Spiel, kann nicht ohne Waffen. Wie soll man sich denn gegen die Albtraumwesen oder andere düstere Gestalten wehren, wenn nicht mit Schrot oder Prügel? Vor kurzer Zeit hat SAW genau das bewiesen, dass sich Horror-Feeling angeblich nur mit Waffengewalt aufbauen lässt. Auch Dead Space Extraction, das zweifelsohne ein paar Schockmomente besaß, lebt im Grunde nur von seiner Lightgun-Action - wieder mit Waffen. Von der Resident Evil Reihe mal gar nicht zu sprechen: dass Action und Gore anstatt des Horrors in den Fokus gerückt werden, merkt man nicht erst seit Resident Evil 5 oder den Darkside Chronicles auf Wii. Mit Silent Hill: Shattered Memories will man jedoch mehr denn je zu den Wurzeln des Survival-Horrors und damit auch seiner Ursprungsform zurückkehren und sich sogar von dem Konzept des jüngsten Ablegers Homecoming für PC, Xbox 360 und PS3 abwenden ...

Statt durchschlagskräftiger Waffengewalt steht in Silent Hill: Shattered Memories nämlich die Psyche im Vordergrund, und anstatt kämpfen heißt es fliehen und ein Versteck suchen, um seinen Feinden zu entkommen. Ein vergleichsweise mutiger Ansatz - schließlich ist das Genre heutzutage fast ausschließlich von Waffeneinsatz und Gore geprägt. Umso interessanter klingt es dann, mit Protagonist Harry Mason vor seinen schlimmsten Albträumen zu fliehen, sich in Schränken oder Nischen zu verstecken und damit den gesichtslosen, schrecklichen Monstern zu entkommen. Auf jeden Fall verspricht diese Idee, komplett ohne Waffen auszukommen und damit wirklich ums Überleben zu kämpfen, unheimlich viel Atmosphäre und Spannung - es ist doch viel interessanter und packender, vor den Viechern fliehen zu müssen und dem Tode zu entkommen, als sie einfach plattzumachen ...

Aber nicht nur mit der Abkehrung von der Waffengewalt versucht Silent Hill, anders und verstörender zu sein. Vor jedem neuen Abschnitt in der verspukten, schneebedeckten Stadt findet ihr euch bei einem Psychiater wieder. Entwickler Climax baut hier etwas ein, das man so eigentlich nicht kennt: das Spiel möchte die Psyche des Spielers auskundschaften und erkennen, um den Spielverlauf so schrecklich wie nur möglich zu machen - ganz ohne Gewalt. Man will den Spieler mit seinen schlimmsten Albträumen konfrontieren, indem man regelmäßig wichtige Fragen stellt, Fragebögen zum Ankreuzen präsentiert und ihn schwere Entscheidungen fällen lässt. Jede Entscheidung soll den Spielverlauf bedeutend verändern und prägen, damit der Spieler sich unter Druck gesetzt fühlt und immer wieder denken muss - "hätte ich vielleicht doch etwas anderes sagen sollen?". Für mich ist das ein überaus vielversprechender Ansatz und ich hoffe inständig, dass ihn Climax auch genauso konsequent umsetzt.

Im Kern ist Silent Hill: Shattered Memories ein Remake des allerersten Horror-Trips in die mysteriöse Stadt, das damals auf der Playstation erschien. Aber Shattered Memories ist kein simples Remake, sondern fast schon ein komplett neues Spiel: die Story rund um Harrys verschwundene Tochter und Silent Hill ist zwar gleich, aber abgesehen davon ist alles anders - die Grafik ist sehr effektreich und hübsch, der Spielverlauf verändert sich je nach den Entscheidungen des Spielers, die Psyche steht im Vordergrund, es gibt keine Waffen und Flucht ist unvermeidlich. Einziges Hilfsmittel in Silent Hill ist neben der überlebenswichtigen Taschenlampe, die für eine umwerfende Atmosphäre sorgen soll (was ja bereits in den Trailern der Fall ist), auch das Allzweckhandy, mit dem man nicht nur Nachrichten abhören, sondern auch ein GPS verwenden und andere Dinge tun kann. Elementarer Bestandteil des Gameplay sollen außerdem clevere Rätsel sein, bei denen ihr auch mit der Umgebung interagieren müsst.

Ich erhoffe mir sehr viel von Silent Hill: Shattered Memories - es sieht klasse aus und verspricht, auch genauso klasse zu werden. Aber wie sieht es hinsichtlich der Schockmomente aus? Kann die Atmosphäre entsprechend überzeugen? Sind die Rätsel fordernd genug und kann die Story fesseln? Und vor allem - geht das Konzept mit der Psyche auf? Ich bin gespannt, Mitte Februar geht es los.











6 Kommentar(e):

 





#1
Geschrieben am 18. Dezember 2009 um 21:13 Uhr

Kithaitaa meint ...

@Trailer, gute Laune "Countrylike" Musi zu einem Horror, Psycho, Schocker Titel ... das war wohl wieder die Idee von, wayne auch immer.
  


          
 





#2
Geschrieben am 20. Dezember 2009 um 15:43 Uhr

Timmy meint ...

die musik ist wirklch nicht so passend. Trailer sieht aber ganz gut aus. War zwar immer mehr der RE Fan als SH Fan, aber da ich nur ne wii hab, wär das ja vielleicht ma was...   


        
 





#3
Geschrieben am 29. Dezember 2009 um 21:05 Uhr

Phaz meint ...

darauf freu ich mich schon so lange und die bewertungen von IGN und GT sind auch nicht schlecht ausgefallen


          
 





#4
Geschrieben am 31. Dezember 2009 um 19:36 Uhr

Manuel meint ...

als Wii Besitzer warte ich schon lange auf sowas. An sich war ich nie so der Silent Hill Fan, aber mangels Alternativen wird mir nichts anderes übrig bleiben als zuzugreifen.... sofern es einigermaßen gut ist.


        
 





#5
Geschrieben am 15. Januar 2010 um 18:14 Uhr

Marco Menter meint ...

gibt ja noch diesen Resident Evil Railgun ableger für die Wii, wobei das nichtso mein Fall ist. SH:SM kann ich jedem Survival Horro Fan empfehlen, wenn er ne Wii daheim rumstehen hat   


        
 





#6
Geschrieben am 24. Januar 2010 um 13:27 Uhr

Reiner meint ...

Das wird ein geiles Spiel sag ich euch. Schön geschriebener Bericht. Silent hill hat bisher noch nie enttäuscht, ganz im Gegensatz zu Resident Evil, das immer schlechter wird.   


        



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