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Entwickler: Airtight Games Publisher: Capcom
Genre: Third-Person-Action Plattform(en): PC, XBOX360, PS3
Release: 22.01.2010
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Genre: Third-Person-Action Plattform(en): PC, XBOX360, PS3
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Community: 1 User hat es.
Will Grey ist kein Superheld und im Grunde auch selbst davon überrascht, mit welchen coolen technischen Fähigkeiten er ausgestattet wird. Wer träumt schließlich nicht davon, einmal mit einem enorm leistungsstarken Jetpack inklusive integriertem MG kreuz und quer durch die Lüfte zu fliegen und dabei genüsslich rumzuballern, je nach Lust und Laune auch mit Stunts und Umdrehungen? Genau das bietet Dark Void, Capcoms neuer Shooter, im Paket mit klassischer Third-Person-Action und einem interessanten Element, das sich Vertical Combat nennt. Nach ausgiebigem Fliegen, Schweben und Ballern beantworte ich euch nun die Frage, ob Dark Void nun eher ein Über-, oder doch ein Tiefflieger geworden ist ...
Airtight Games hatten Großes mit Dark Void vor: sie wollten nicht nur eine spielerisch ausgearbeitete und intelligente Symbiose aus Laufen, Fliegen und Schweben erschaffen, sie wollten auch die größten Bosskämpfe in der Geschichte Capcoms servieren. Und beides ist ihnen im Grunde auch richtig gut gelungen: die Bossgegner sind gigantisch und passen fast nie komplett auf den Bildschirm, und auch das spielerische Experiment mit dem Jetpack geht sehr gut auf. Eigentlich. Denn die vielen innovativen Ideen wurden spielerisch super umgesetzt, im Gesamtpaket aber leider nicht ganz zu Ende gedacht ...




Absturz im Bermuda-Dreieck
Alles begann mit einem Flug durch das mysteriöse Bermuda-Dreieck. Und wie es der Zufall so will, endet dieser mit einem unglücklichen Absturz. Als Will und seine holde Gefährtin Ava wieder aus der Ohnmacht erwachen, befinden sie sich plötzlich in einem tropischen Dschungel. Was ist passiert? Wo sind die beiden überhaupt? Fragen, auf die sie (noch) keine Antwort kennen - zunächst einmal gilt es nur, das Dorf zu finden, das Ava kurz vor der unsanften Landung mit einem kurzen Blick erhaschen konnte. Später erfahren die beiden und auch der Spieler, was genau geschehen ist, und begegnen dem kroatischen Physikgenie Nikola Tesla. Und noch etwas später landen die beiden schließlich an dem Ort, an dem das Hauptgeschehen des Spiels stattfindet: in einer Parallelwelt namens The Void, zu deutsch "Die Leere" - und dieser Name passt auch wie die Faust aufs Auge, denn wohin man auch schaut, es scheint keinen Horizont zu geben. The Void ist ein einziger, gigantischer Canyon. Wir erfahren nun auch bald, dass die fiesen Blechbüchsen, die uns schon im Dschungel erledigen wollten, zu der Gruppe der "Beobachter" gehören und die Menschheit versklaven wollen - eine Absicht, die wir natürlich zusammen mit den anderen Überlebenden verhindern wollen! Im Grunde ist die Handlung in Dark Void sogar recht spannend und interessant, zumal sie mit einem überraschenden Ende aufwarten kann, aber leider zeigen sich Airtight Games hier als verdammt schlechte Geschichtenerzähler. Nicht nur, dass die Hinweise in den Ladezeiten Teile der Story spoilern; nein, auch die Zwischensequenzen, Dialoge und Handlungsstränge enthalten Logikfehler und offene Fragen. Das ist ein wenig schade, denn im Kern hätte die Story durchaus Potential gehabt. Auch auffallend sind in dieser Hinsicht die erschreckend blassen Figuren, die durch ihre Animationen in den Cutscenes nur bedingt emotional rüberkommen - Will wirkt als Hauptperson genau wie seine Gefährtin Ava und die anderen Charaktere schlicht beliebig und ersetzbar.








Hektische Kämpfe in der Luft ...
Zum Glück lebt ein Spiel wie Dark Void nicht von seiner Story, sondern vor allem von seiner spielerischen Umsetzung. Nach ca. 3 Stunden Spielzeit bekommt unser Held Will auch endlich sein Jetpack umgeschnallt und ab dann geht es richtig in die Lüfte - denn im Gegensatz zu dem Jetpack-Prototyp, den man schon etwas vorher erhält, kann man mit der endgültigen Version sogar richtig fliegen, frei schweben und mit dem integrierten MG wild drauflosballern. Und das macht richtig Laune! Denn Airtight Games haben nicht nur die Steuerung perfekt auf die gegebenen Möglichkeiten angepasst, sondern auch dafür gesorgt, dass ein realistisches und glaubwürdiges Gefühl von Tiefe entsteht, während man mit Vollgas durch die unendlichen Weiten des Canyons brettert. Nach Wunsch kann Will bremsen oder Tempo aufnehmen, und durch kleine Spielereien mit den Control-Sticks Loopings oder sonstige Stunts vollführen, die einerseits klasse aussehen und super animiert sind, andererseits aber natürlich dem Ausweichen feindlicher Geschosse dienen. Feinde erwarten euch nämlich nicht nur auf dem Boden der Tatsachen, sondern auch in Kilometern über der Oberfläche. Zum Beispiel gibt es da die "fliegenden Scheiben der Beobachter", wir nennen sie Ufos, die wild kreuz und quer durch die Lüfte rasen und versuchen, Will das Leben zu nehmen, indem sie ihn mit heißen Plasmageschossen abschießen.
Aber glücklicherweise enthält das Jetpack auch ein MG, mit dem wir sofort auf den Angriff reagieren können. Das Zielen in der Luft erweist sich zunächst als etwas schwierig und ungewohnt, wird mit der Zeit aber etwas angenehmer, nachdem man sich daran gewöhnt hat. Und Will kann die Untertassen, von denen es leider nur wenige Variationen gibt, nicht nur in die Luft jagen, sondern sogar kapern. Das erfolgt mit einem kleinen Minispiel, in dem Quick-Time-Events eine wichtige Rolle spielen. Nachdem unser Held den Insassen des Flugobjektes erledigt und in die Tiefe geworfen hat, übernehmen wir selbst die Kontrolle über das Ufo. Das klingt in der Theorie recht spannend, ist in der Praxis aber nur bedingt sinnvoll und wird auf Dauer öde. Vor allem, wenn wir Wills MG bereits aufgelevelt haben, lohnt es sich nicht, die Ufos zu kapern - das MG ist nämlich durchschlagskräftiger. Trotz allem machen die hektischen Dogfights einen Heidenspaß, besonders dann, wenn man sich an das Fliegen gewöhnt hat.








... und Third-Person-Action am Boden
Jedoch gibt es in Dark Void nicht nur hitzige Dogfights in der Luft, sondern auch actionreiche Kämpfe am Boden. Wenn wir den Blechbüchsen der Beobachter nicht im Nahkampf eins auf die Mütze geben, dann gibt es klassische Third-Person-Action wie in Gears of War 2 oder Uncharted 2. Dass Dark Void dabei nicht an die spielerische Qualität der Genre-Referenzen herankommt, ist verschmerzbar - immerhin können die Gefechte gut unterhalten. Das Deckungssystem beschränkt sich dabei allerdings auf das Nötigste, viele Deckungsmöglichkeiten gibt es nämlich nicht. Ebenfalls ernüchternd ist hier das Waffenarsenal: mit nur sechs verschiedenen Waffen ist es recht klein ausgefallen. Zwar lassen sich die Teile in drei Stufen aufrüsten, allerdings gibt es dafür im gesamten Spielverlauf viel zu wenige Technikpunkte, um alle Waffen aufleveln zu können - was letzten Endes dazu führt, dass ihr zumeist nur mit denselben Waffen herumlauft, die ihr eben aufgelevelt habt. Spannend werden die Gefechte aber erst, wenn das Jetpack zum Einsatz kommt: dieses lässt sich nämlich ohne Einschränkungen verwenden und sorgt für einen angenehmen taktischen Beigeschmack. So könnt ihr euch zum Beispiel in die Lüfte begeben, dort schweben und die Gegner von oben aufs Korn nehmen, da es für sie keine Deckung gibt. Oder ihr fliegt eine komplette Runde um das Schlachtfeld und fallt den Feinden in den Rücken - cool!
Schade ist hierbei nur, dass sich die künstliche Intelligenz der Feinde nicht gerade auf einem hohen Niveau zeigt. Ufos fliegen gegen Wände und scheinen festzustecken, manche Beobachter bleiben einfach auf der Stelle stehen, sodass wir sie locker abknallen können, ohne dass sie sich irgendwie wehren. Flankieren oder Umzingeln gehört ebenfalls nicht zu den Gedankengängen der KI. Darum ist auch der Schwierigkeitsgrad nicht sonderlich hoch, auch im Modus "Schwer" ist das Spiel etwas zu leicht. Allgemein sind die Feinde nur in größeren Gruppen eine Gefahr. Als hartnäckig erweisen sich höchstens die ab und an auftauchenden "Ritter", eine etwas stärkere Feindesklasse, die euch sowohl am Boden als auch in der Luft attackiert. Dagegen hat mir ein Element richtig gut gefallen: das sogenannte Vertical Combat System. Dabei wird die Schwerkraft quasi außer Kraft gesetzt und ihr liefert euch hitzige Gefechte an steilen Klippen oder senkrecht an einem Berg hängenden Schiffen. Besonders spannend wird es, wenn euch die Feinde von hinten überfallen - was allerdings viel zu selten der Fall ist, da sich die KI konsequent weigert, taktisch vorzugehen.








Nervige Kinderkrankheiten ...
Aber so positiv ich bis jetzt von Dark Void berichtet habe, es gibt dennoch einige mehr oder weniger nervige Macken, die ich kritisieren muss. Dazu zähle ich weniger die trostlosen Texturen und die allgemein eher durchschnittliche Grafik, sondern vielmehr das etwas karge Umgebungsdesign, das nicht gerade abwechslungsreich ist. Im Grunde bleibt es bei den drei Schauplätzen Dschungel, The Void und das Innere von gigantischen Raumschiffen oder intergalaktischen Festungen. Auch das Artdesign bleibt trotz des leichten Steampunk-Touchs etwas karg und abwechslungsarm: besonders die Beobachter ähneln sich viel zu stark. Als eine große Enttäuschung empfand ich vor allem die Bosskämpfe: beim ersten Mal macht der Kampf gegen den großen Archonten noch Spaß, spätestens beim vierten Mal wird er aber öde. Und die anderen drei Bosskämpfe sind zu viel zu leicht. Außerdem hätte ich mir ein paar mehr gewünscht, nachdem Capcom sie ja so angepriesen hatte. Und dann gibt es da noch etwas, was ich eigentlich so nur ganz selten verspüre: ich habe mir beim Spielen allen Ernstes eine offene, frei befliegbare Welt gewünscht. Denn so groß und weit die Gebiete auch sind - im Grunde ist Dark Void streng linear. Dagegen gehört die Musikuntermalung genau wie die (nur englische) Sprachausgabe zu den positiven Aspekten des Spiels, sticht aber dennoch nicht besonders heraus.




Absturz im Bermuda-Dreieck
Alles begann mit einem Flug durch das mysteriöse Bermuda-Dreieck. Und wie es der Zufall so will, endet dieser mit einem unglücklichen Absturz. Als Will und seine holde Gefährtin Ava wieder aus der Ohnmacht erwachen, befinden sie sich plötzlich in einem tropischen Dschungel. Was ist passiert? Wo sind die beiden überhaupt? Fragen, auf die sie (noch) keine Antwort kennen - zunächst einmal gilt es nur, das Dorf zu finden, das Ava kurz vor der unsanften Landung mit einem kurzen Blick erhaschen konnte. Später erfahren die beiden und auch der Spieler, was genau geschehen ist, und begegnen dem kroatischen Physikgenie Nikola Tesla. Und noch etwas später landen die beiden schließlich an dem Ort, an dem das Hauptgeschehen des Spiels stattfindet: in einer Parallelwelt namens The Void, zu deutsch "Die Leere" - und dieser Name passt auch wie die Faust aufs Auge, denn wohin man auch schaut, es scheint keinen Horizont zu geben. The Void ist ein einziger, gigantischer Canyon. Wir erfahren nun auch bald, dass die fiesen Blechbüchsen, die uns schon im Dschungel erledigen wollten, zu der Gruppe der "Beobachter" gehören und die Menschheit versklaven wollen - eine Absicht, die wir natürlich zusammen mit den anderen Überlebenden verhindern wollen! Im Grunde ist die Handlung in Dark Void sogar recht spannend und interessant, zumal sie mit einem überraschenden Ende aufwarten kann, aber leider zeigen sich Airtight Games hier als verdammt schlechte Geschichtenerzähler. Nicht nur, dass die Hinweise in den Ladezeiten Teile der Story spoilern; nein, auch die Zwischensequenzen, Dialoge und Handlungsstränge enthalten Logikfehler und offene Fragen. Das ist ein wenig schade, denn im Kern hätte die Story durchaus Potential gehabt. Auch auffallend sind in dieser Hinsicht die erschreckend blassen Figuren, die durch ihre Animationen in den Cutscenes nur bedingt emotional rüberkommen - Will wirkt als Hauptperson genau wie seine Gefährtin Ava und die anderen Charaktere schlicht beliebig und ersetzbar.








Hektische Kämpfe in der Luft ...
Zum Glück lebt ein Spiel wie Dark Void nicht von seiner Story, sondern vor allem von seiner spielerischen Umsetzung. Nach ca. 3 Stunden Spielzeit bekommt unser Held Will auch endlich sein Jetpack umgeschnallt und ab dann geht es richtig in die Lüfte - denn im Gegensatz zu dem Jetpack-Prototyp, den man schon etwas vorher erhält, kann man mit der endgültigen Version sogar richtig fliegen, frei schweben und mit dem integrierten MG wild drauflosballern. Und das macht richtig Laune! Denn Airtight Games haben nicht nur die Steuerung perfekt auf die gegebenen Möglichkeiten angepasst, sondern auch dafür gesorgt, dass ein realistisches und glaubwürdiges Gefühl von Tiefe entsteht, während man mit Vollgas durch die unendlichen Weiten des Canyons brettert. Nach Wunsch kann Will bremsen oder Tempo aufnehmen, und durch kleine Spielereien mit den Control-Sticks Loopings oder sonstige Stunts vollführen, die einerseits klasse aussehen und super animiert sind, andererseits aber natürlich dem Ausweichen feindlicher Geschosse dienen. Feinde erwarten euch nämlich nicht nur auf dem Boden der Tatsachen, sondern auch in Kilometern über der Oberfläche. Zum Beispiel gibt es da die "fliegenden Scheiben der Beobachter", wir nennen sie Ufos, die wild kreuz und quer durch die Lüfte rasen und versuchen, Will das Leben zu nehmen, indem sie ihn mit heißen Plasmageschossen abschießen.
Aber glücklicherweise enthält das Jetpack auch ein MG, mit dem wir sofort auf den Angriff reagieren können. Das Zielen in der Luft erweist sich zunächst als etwas schwierig und ungewohnt, wird mit der Zeit aber etwas angenehmer, nachdem man sich daran gewöhnt hat. Und Will kann die Untertassen, von denen es leider nur wenige Variationen gibt, nicht nur in die Luft jagen, sondern sogar kapern. Das erfolgt mit einem kleinen Minispiel, in dem Quick-Time-Events eine wichtige Rolle spielen. Nachdem unser Held den Insassen des Flugobjektes erledigt und in die Tiefe geworfen hat, übernehmen wir selbst die Kontrolle über das Ufo. Das klingt in der Theorie recht spannend, ist in der Praxis aber nur bedingt sinnvoll und wird auf Dauer öde. Vor allem, wenn wir Wills MG bereits aufgelevelt haben, lohnt es sich nicht, die Ufos zu kapern - das MG ist nämlich durchschlagskräftiger. Trotz allem machen die hektischen Dogfights einen Heidenspaß, besonders dann, wenn man sich an das Fliegen gewöhnt hat.








... und Third-Person-Action am Boden
Jedoch gibt es in Dark Void nicht nur hitzige Dogfights in der Luft, sondern auch actionreiche Kämpfe am Boden. Wenn wir den Blechbüchsen der Beobachter nicht im Nahkampf eins auf die Mütze geben, dann gibt es klassische Third-Person-Action wie in Gears of War 2 oder Uncharted 2. Dass Dark Void dabei nicht an die spielerische Qualität der Genre-Referenzen herankommt, ist verschmerzbar - immerhin können die Gefechte gut unterhalten. Das Deckungssystem beschränkt sich dabei allerdings auf das Nötigste, viele Deckungsmöglichkeiten gibt es nämlich nicht. Ebenfalls ernüchternd ist hier das Waffenarsenal: mit nur sechs verschiedenen Waffen ist es recht klein ausgefallen. Zwar lassen sich die Teile in drei Stufen aufrüsten, allerdings gibt es dafür im gesamten Spielverlauf viel zu wenige Technikpunkte, um alle Waffen aufleveln zu können - was letzten Endes dazu führt, dass ihr zumeist nur mit denselben Waffen herumlauft, die ihr eben aufgelevelt habt. Spannend werden die Gefechte aber erst, wenn das Jetpack zum Einsatz kommt: dieses lässt sich nämlich ohne Einschränkungen verwenden und sorgt für einen angenehmen taktischen Beigeschmack. So könnt ihr euch zum Beispiel in die Lüfte begeben, dort schweben und die Gegner von oben aufs Korn nehmen, da es für sie keine Deckung gibt. Oder ihr fliegt eine komplette Runde um das Schlachtfeld und fallt den Feinden in den Rücken - cool!
Schade ist hierbei nur, dass sich die künstliche Intelligenz der Feinde nicht gerade auf einem hohen Niveau zeigt. Ufos fliegen gegen Wände und scheinen festzustecken, manche Beobachter bleiben einfach auf der Stelle stehen, sodass wir sie locker abknallen können, ohne dass sie sich irgendwie wehren. Flankieren oder Umzingeln gehört ebenfalls nicht zu den Gedankengängen der KI. Darum ist auch der Schwierigkeitsgrad nicht sonderlich hoch, auch im Modus "Schwer" ist das Spiel etwas zu leicht. Allgemein sind die Feinde nur in größeren Gruppen eine Gefahr. Als hartnäckig erweisen sich höchstens die ab und an auftauchenden "Ritter", eine etwas stärkere Feindesklasse, die euch sowohl am Boden als auch in der Luft attackiert. Dagegen hat mir ein Element richtig gut gefallen: das sogenannte Vertical Combat System. Dabei wird die Schwerkraft quasi außer Kraft gesetzt und ihr liefert euch hitzige Gefechte an steilen Klippen oder senkrecht an einem Berg hängenden Schiffen. Besonders spannend wird es, wenn euch die Feinde von hinten überfallen - was allerdings viel zu selten der Fall ist, da sich die KI konsequent weigert, taktisch vorzugehen.








Nervige Kinderkrankheiten ...
Aber so positiv ich bis jetzt von Dark Void berichtet habe, es gibt dennoch einige mehr oder weniger nervige Macken, die ich kritisieren muss. Dazu zähle ich weniger die trostlosen Texturen und die allgemein eher durchschnittliche Grafik, sondern vielmehr das etwas karge Umgebungsdesign, das nicht gerade abwechslungsreich ist. Im Grunde bleibt es bei den drei Schauplätzen Dschungel, The Void und das Innere von gigantischen Raumschiffen oder intergalaktischen Festungen. Auch das Artdesign bleibt trotz des leichten Steampunk-Touchs etwas karg und abwechslungsarm: besonders die Beobachter ähneln sich viel zu stark. Als eine große Enttäuschung empfand ich vor allem die Bosskämpfe: beim ersten Mal macht der Kampf gegen den großen Archonten noch Spaß, spätestens beim vierten Mal wird er aber öde. Und die anderen drei Bosskämpfe sind zu viel zu leicht. Außerdem hätte ich mir ein paar mehr gewünscht, nachdem Capcom sie ja so angepriesen hatte. Und dann gibt es da noch etwas, was ich eigentlich so nur ganz selten verspüre: ich habe mir beim Spielen allen Ernstes eine offene, frei befliegbare Welt gewünscht. Denn so groß und weit die Gebiete auch sind - im Grunde ist Dark Void streng linear. Dagegen gehört die Musikuntermalung genau wie die (nur englische) Sprachausgabe zu den positiven Aspekten des Spiels, sticht aber dennoch nicht besonders heraus.
Nach geschätzten 6-8 Stunden flimmert der Abspann über den Bildschirm. Das ist etwas schade, denn diese Zeit hat mir durchaus sehr viel Spaß bereitet und ich hätte gerne noch ein paar Stunden mehr vom Spiel gesehen. So bleibt Dark Void ein recht kurzes, dafür aber auch unterhaltsames Erlebnis. Trotz toll umgesetztem Fliegen und Schweben mit dem praktischen Jetpack und spaßiger, klassischer Third-Person-Action am Boden und in der Luft ist das Spiel aber bei weitem kein Überflieger: nicht nur die zu kurze Spieldauer, auch die größtenteils karge Optik, die belanglos präsentierte Story, die wenigen, zu leichten Bossgegner, herbe KI-Probleme und das lineare Spieldesign zehren am eigentlich positiven Gesamteindruck. Außerdem ist Dark Void einer der wenigen Fälle, bei denen ich mir eine offene, frei befliegbare Welt gewünscht habe - das freie, super steuerbare Fliegen bietet doch die besten Voraussetzungen dafür. Und ein paar Nebenmissionen hätte man auf diese Weise auch einstreuen können. So bleibt Dark Void aber das, was es ist: zwar ein mit einigen Schwächen und zu kurzer Spieldauer, dafür aber auch mit innovativen Elementen und sauberer Action aus der Schulterperspektive gespickter Shooter - schade nur, dass es nicht zum Überflieger gereicht hat.
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| #1 | Geschrieben am 6. Februar 2010 um 15:04 Uhr TheWave meint ... Also ich muss die Leider wiedersprechen . Außen Hui Innen Pfui ist das Spiel in meinen Augen ! Grafisch vorallen in den Missionen mit dem JetPack relativ gut , jedoch die steuerung sehr träge und nicht gut auf PC Spieler optimiert und ebend die Bodenmissionen , wo die Grafik eher weniger schön ist und schnell anödet und oft die gleichen Texturen verwendet werden. Storytechnisch auch kein Meisterwerk und einfach nur platt dahererzählt. Idee Klasse ,jedoch die Umsetzung hat was von " Lass mal schnell nen Game machen , wir brauchen wieder Kohle " Jedem Gamer der gut ausgearbeitete Speiele mag empfehle ich , sich von diesem game fern zu halten |
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| #2 | Geschrieben am 7. Februar 2010 um 15:03 Uhr Tim meint ... Naja, schauen wir uns mal deine Kritikpunkte an, dann sind das Grafik, Steuerung und Story. Dass Grafik & Story nicht 1A sind, steht ja in der Review. Die Steuerung an der PS3 empfand ich hingegen als äußerst einfach und komfortabel, die PC-Version hab' ich nicht gespielt. Aber den letzten beiden Sätzen widerspreche ich, weil Dark Void wirklich kein schlechtes Spiel geworden ist |
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