Genre: Action-Adventure  
Entwickler: Ubisoft  Publisher: Ubisoft
Plattform(en):  PC, PS3, Xbox360, Wii, NDS, PSP

Release: 20.05.2010
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Community: 7 User haben es.



 





Prince of Persia: Die vergessene Zeit - Review

Eine Geschichte aus 1001 Nacht - ohne Highlights und Abwechslung

Geschrieben von Tim am 30. Mai 2010 um 19:04 Uhr


Zwischen den Ereignissen von Sands of Time und Warrior Within liegen ganze sieben Jahre. Sieben Jahre, von denen man nicht wusste, was in dieser Zeit geschah. Ubisoft lüftet das Geheimnis mit Prince of Persia: Die vergessene Zeit und bringt den legendären Akrobaten und Klingenmeister passend zum Release des Kinofilms zum ersten Teil der Sands of Time Trilogie wieder auf den heimischen Fernseher oder Monitor. "Zurück zu den Wurzeln" ist das Motto und spielerisch knüpft man tatsächlich an die glorreiche Blütezeit der Reihe an - und dennoch schafft es der Prinz nicht, vollends zu überzeugen. Ich habe knapp neun Stunden mit Kämpfen, Rätseln und Klettereien verbracht und werde euch nun verraten, warum dieser Prinz für mich der schwächste der gesamten Serie ist - und warum ich trotzdem Spaß beim Spielen hatte.

Der Prinz, sein Bruder und die Sandarmee
Schwere, beidseitig scharfe Äxte schwingen von links nach rechts und zurück durch den Raum, genau über dem hölzernen Steg, auf den ich gerade rüberspringen wollte. Das Prinzip ist klar: ich muss genau dann hinüberhüpfen, wenn die Axt vorbei ist und so schnell ich kann auch den zweiten Abgrund überwinden. Falsches Timing würde mich ebenso das Leben kosten wie ein Sturz in die Tiefe. Denn obwohl unten nicht ein mehrere Meter tiefer Abgrund gähnt - spitze Pfähle sind mindestens genauso schädlich für meine Gesundheit. Zack, schnell X gedrückt, weitergelaufen, nochmal X gedrückt und drüben bin ich. So schwer war das nun auch wieder nicht. Aber wenn man nicht nur erwartet, sondern wirklich hofft, dass dieser blöde mit Fallen gespickte Gang vorüber ist, merkt man, dass man erst am Anfang des Raumes steht. Und überall schwingen eiserne Äxte, fahren messerscharfe Kreissägen entlang und warten spitze Pfähle auf ein unglückliches Opfer. Damit aber noch nicht genug, denn von links und rechts werden häufig auch noch automatisch ein paar Pfeile geschossen und manchmal kommen die Stacheln sogar aus dem Boden geschossen, wenn ich über die entsprechende Stelle hinüberlaufe. Worauf habe ich mich hier nur eingelassen?

Prince of Persia: Die vergessene Zeit erzählt von den Geschehnissen, die sich in den sieben "vergessenen" bzw. übersprungenen Jahren zwischen Sands of Time und Warrior Within ereignet haben. Eigentlich wollte der Prinz nur zu Besuch bei seinem Bruder Malik im Palast vorbeischauen, doch wie es der Zufall so will, fällt der fröhliche Überraschungsbesuch ins Wasser - feindliche Truppen belagern den gigantischen Gebäudekomplex. Nachdem ich also über die Dächer in den Palast geklettert bin, treffe ich auch irgendwann auf den älteren Malik. Nach einer unfreundlichen Begrüßung mit einem Pfeil, der mich zum Glück knapp verfehlt, kommen wir auch endlich ins Gespräch und Malik verrät mir seine Absichten: da die Lage aussichtslos erscheint, der Feind langsam den Palast stürmt und jegliche Chancen auf Sieg offensichtlich geschwunden sind, plant Malik, die legendäre Sandarmee zu erwecken und sie unter seiner Führung auf die Feinde loszulassen. Und natürlich geht das Vorhaben schief und stattdessen erledigt die ständig wachsende Armee aus Skeletten alles, was ihnen unter die knochigen Finger kommt - darunter logischerweise auch die eigenen Leute. Die einzige Chance, die Armee wieder zu verbannen, ist, das Siegel, das bei der Beschwörung in zwei Teile zerbrach, wieder zusammenzusetzen. Doch auch das will nicht so richtig klappen, da sich Malik vehement weigert, seine Hälfte abzugeben, weil er die absoluet Macht über die gesamte Armee erreichen will. Das alles spitzt sich schließlich bis hin zu einem dramatischen Familienkonflikt zu, der die eine oder andere erzählerische Wendung bereithält - auch wenn man nicht mit kinoreifer Spannung und packenden Cutscenes rechnen sollte, schlägt sich der neue Prinz in dieser Hinsicht richtig gut.



Aller Anfang ist schwer, aber dieser ist langweilig.
Während der Einstieg erzählerisch etwas unspektakulär anmutet, ernüchtert der spielerische Teil auf ganzer Linie. "Zurück zu den Wurzeln", hieß es bei Ubisoft und dass sich PoP: Die vergessene Zeit an der Sands of Time Trilogie orientiert, ist unverkennbar - aber doch nicht so! Zwar ist man bereits nach kurzer Zeit mittendrin im Gameplay, klettert zielsicher an Säulen, rennt elegant Wände entlang und hinauf, springt mutig ab, hüpft dynamisch über tiefe Abgründe und schwingt sich grazil an Stangen entlang, aber das Leveldesign enttäuscht in der ersten Hälfte. Allgemein ist es viel zu linear aufgebaut, denn alternative Routen zum Ziel gibt es nicht - der Weg ist stets klar vorgegeben und meistens auch sehr schnell gefunden. Das ist sehr schade, zumal sich das auch bis zum Ende hin nicht bessert: selbst in den größten Räumen und Arealen gibt es genau einen einzigen Weg zum Ziel. So ist man auch nicht motiviert, irgendetwas anderes zu versuchen oder gar ein wenig mit den akrobatischen Kunststücken zu experimentieren - wozu auch, wenn nur ein Weg zur Lösung führt?

Was die erste Hälfte des Spiels im Leveldesign falsch macht, bessert Nummer 2 aber eindrucksvoll aus! Bald schon schaltet man neue Fähigkeiten frei, darunter auch die Möglichkeit, Wasser einfrieren zu lassen, um aus Wasserfällen Wände und aus Fontänen Stangen zu formen, die alsdann als neue Plattform zum Weiterhüpfen oder -schwingen dienen. Spannend wird es aber erst, wenn mehrere solcher Elemente aneinandergereiht werden, da man dann mit präzisem Timing das Einfrieren ein- und ausschalten muss. Sprich: wenn vor einem erst ein Wasserfall und dann eine Wasserfontäne sprudelt, darf man erst das Wasser einfrieren, wenn man durch den Wasserfall gehüpft ist, da man ansonsten gegen die neu erschaffene Wand kracht. Aber das ist ein extrem simples Beispiel. Richtig knifflig sind Passagen, in denen mehrer Wasserfälle ohne sichere Plattform aufeinanderfolgen, zwischen denen noch abwechselnd aktive Fontänen sprudeln. Sobald diese wichtige Fähigkeit ins Spiel kommt, wird das Leveldesign angenehm fordernder, denn die ersten Levels verbringt man ausschließlich mit den altbekannten Kletter- und Sprungmethoden. Generell werden die Areale mit der Zeit immer größer und die Hüpfpassagen immer schwieriger - später kommen noch zwei weitere für das Gameplay wichtige Fähigkeiten dazu, die den Schwierigkeitsgrad weiter erhöhen. Im Grunde hätte das Spiel aber dennoch ein wenig fordernder sein können, denn meistens schafft man es komplett ohne ein Game Over durch einen ganzen Bereich.




Ein Königreich für Abwechslung
Das liegt zum einen daran, weil man das System bald verinnerlicht hat und der richtige Lösungsweg meistens offensichtlich ist. Zum anderen hat man aber auch die Möglichkeit, die Zeit zurückzuspulen, wenn man einen Fehler begangen hat. Springe ich zum Beispiel ausversehen in einen Abgrund, kann ich die Aktion mit der R1-Taste rückgängig machen und zum vorherigen Standpunkt zurückkehren. Das kostet allerdings eine magische Sphäre, von denen man zu Beginn vier Stück haben kann - später kann man die Anzahl aber auf bis zu acht Sphären ausbauen. So komfortabel das aber auch klingt, es kommt nicht selten vor, dass man plötzlich nur noch eine Sphäre zur Verfügung hat. In kniffligen Passagen, in denen man oft auch unter Zeitdruck steht, weil sich das angepeilte Tor langsam schließt, vergeudet man oftmals mehrere Sphären, weil man versucht, so schnell wie möglich durchzukommen. Nach dem 2008er Prince of Persia, in dem die Akrobatik nie mit dem Tode bestraft wurde, sind die Kletterpassagen hier ein ganzes Stückchen Arbeit und machen auch viel Spaß.

Aber warum variiert man so wenig im Leveldesign und setzt immer wieder dieselben Hindernisse hintereinander? Den Großteil der mit knapp neun Stunden passablen Spielzeit verbringt man mit Klettern, Hüpfen und Schwingen - und leider wiederholt sich der Spielverlauf hier wie in einer Endlosschleife. Wandsprung hier, eine Flagge hinuntergleiten da, an der Wand entlangrennen dort und dann das Ganze wieder von vorne. Selbst eine funktionierende und durchaus unterhaltsame Spielmechanik kann man dadurch verwässern, wenn man ständig dieselben Elemente aneinanderreiht und so wenig variiert, dass es einen fast langweilt. Aber nicht nur beim Klettern macht sich die Abwechslungsarmut bald bemerkbar, sondern auch beim kompletten Spielverlauf - der neben der akrobatischen Kraxelei schließlich auch auf Kämpfe und Rätsel setzt, die den legendären Prinzen früher mal auszeichneten. Mittlerweile sind diese Zeiten aber vorbei, denn bis auf wenige Ausnahmen kann PoP: Die vergessene Zeit nur bei oben beschriebenem Part überzeugen.



Prince of Langeweile: The Clone Wars
Was Kämpfe angeht, kann man den Prinzen nämlich getrost vergessen. Gegen Wellen an Klongegnern anzukämpfen ist schlichtweg langweilig und wiederholt sich öfter als Godzilla im Fernsehen - zudem ist das Kampfsystem für die Tonne. Der Prinz beherrscht nämlich im Kampf genau drei Fähigkeiten: erstens kann er mit Druck auf die Vierecks-Taste angreifen, zweitens kann er mithilfe der Dreiecks-Taste seine Feinde umwerfen und drittens kann er ausweichen, was mit der Kreis-Taste geschieht. Optional kann man durch Aufladen eines Angriffs auch einen "Power-Angriff" starten, dessen Durchschlagskraft dann ein wenig stärker ist. Blocken oder gar kontern? Das beherrscht unser junger, neuer Prinz nicht und braucht es auch gar nicht. Denn im Grunde lassen sich alle Kämpfe durch simples Hämmern auf die Taste mit dem viereckigen Symbol lösen, was auch dadurch erleichtert wird, dass die KI scheinbar kaum existiert und ganze 3-4 Sekunden braucht, um überhaupt mal zuzuschlagen. Gefährlich werden die Kämpfe aber durchaus manchmal, denn bei gefühlten 100 Gegnern um einen herum passiert es schon mal, dass man getroffen wird - und ist man einmal getroffen, hauen auch die anderen KI-Kollegen gerne noch ein paar mal drauf. Es ist schon witzig anzusehen, wenn man im Kreis herumrennt und die Ki einem einfach strohdumm hinterhertrottet.

Man kann die Gegner aber auch einfach in Massen wie im Rugby umhauen oder umtreten und die daliegenden Feinde mit einem gezielten Schwertstich zwischen die Beine eliminieren - andere Finisher sucht man für daliegende Opfer vergeblich. Springt man jedoch auf einen Gegner drauf, kann der Prinz auch mal das Schwert in die Kehle oder den Rücken rammen. Cool? Nein - in Zeiten von God of War, Darksiders & Co. ist sowas einfach nur lächerlich! Das ganze Kampfsystem wirkt wie schnell zusammengeschustert: Unmengen an Klongegnern auf einen Haufen werfen und den Prinzen mittenrein und fertig ist das Massaker. Man kann aber auch ein wenig kreativer sein und sich durch bestimmte Fähigkeiten, die man mit Erfahrungspunkten durch Tötungen erhält, Vorteile beschaffen. Zum Beispiel kann man eine Flammenspur hinter sich herziehen, die allen Gegnern schadet, oder eisige Stacheln aus dem Boden sprießen lassen. Aber es geht auch defensiv: mit der Steinrüstung ist man kurzzeitig unanfällig für Schaden jeglicher Art. Die verdienten Erfahrungspunkte kann man aber auch in einen Windsturm oder Upgrades von Gesundheit, Durchschlagskraft oder Verlängerung der Dauer der Zeitrückspulung investieren. Auch wenn das System verhältnismäßig einfach erscheint und man mit den Fähigkeiten mächtige Asse in der Hinterhand hat, ist es doch recht oberflächlich und knapp gehalten. Außerdem ist der Windsturm verhältnismäßig ein wenig zu stark.

Von erbärmlichen Bosskämpfen und cleveren Rätseln
Was die regelmäßigen Kämpfe angeht, kann man den neuen Prinzen also in die Tonne treten, noch schlimmer wird es dann bei den "Bosskämpfen". Mit Ausnahme des Finalkampfes, der jedoch auch zu leicht ist, ist absolut null Taktik nötig, um den "Obermotz" zu erledigen. Die Inszenierung ist dabei extrem unspektakulär. Während man bei anderen aktuellen Titeln das Adrenalin spürt, fehlt bei PoP: Die vergessene Zeit jeglicher Nervenkitzel. Außerdem ist die Anzahl der Bosskämpfe sehr niedrig - ein paar mehr als drei wären sicherlich drin gewesen. Aufgrund der schwachen Qualität kann ich aber getrost darauf verzichten.

Besser macht es Ubisoft da bei den wenigen, aber dafür auch recht kniffligen Rätseln. Wenn man mithilfe von drei Drehschaltern eine Zahnradapparatur wieder zum Laufen bringen muss, wird auch das Gehirnschmalz gefordert. Es sind zu wenige Rätsel, die der neue Prinz bietet - aber diese wenigen konnten mich dafür wenigstens überzeugen. Dennoch ist die Akrobatik und Kraxelei ganz klar das Highlight des neuen Teils, während der Rest außenrum eher enttäuscht oder die Erwartungen nicht erfüllen kann.




Grafische Höhen und Tiefen - und Highlightmangel!
Nahezu jedes Spiel bietet mindestens irgendein Highlight, an das man sich auch in Zukunft noch erinnern kann. Es muss ja nicht gleich so packend und emotional wie in Heavy Rain sein, aber zumindest ein kleiner Inszenierungs-Höhepunkt muss einfach drin sein. In PoP: Die vergessene Zeit fehlt mir dieser Höhepunkt. Es gibt im ganzen Spielverlauf mit Ausnahme eines klasse inszenierten Finales kein einziges Highlight, das mir in Erinnerung bleiben wird. Denn obwohl es einige monumentale Konstruktionen wie zum Beispiel im Observatorium gibt, mangelt es an einem Moment, der einen so richtig begeistern kann. Der neue Prinz bietet ein solides, unterhaltsames Abenteuer mit Höhen und Tiefen - und leider, leider ganz ohne Highlights. Eine Kletterpartie jagt die nächste, dazwischen in Kampf, dann ein kleines Rätsel, dann das Ganze wieder von vorne. Schade.

Auch grafisch wird der Titel den Erwartungen nicht gerecht. Während die Architektur oft zu beeindrucken weiß und gigantische Konstruktionen das Auge verwöhnen, ist das optische Design der Innenräume extrem abwechslungsarm. Die vorherrschenden Farben sind braun und grau - lediglich in den Außenarealen bekommt man endlich kräftige, schöne und fröhliche Farben zu Gesicht. Natürlich präsentiert sich das Abenteuer düsterer als der Vorgänger, aber was die Innenräume angeht, fehlt mir die grafische Abwechslung. Oft gleicht ein Bereich fast exakt dem anderen, insbesondere die lästigen Fallengänge sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Die musikalische Untermalung dagegen ist stimmungsvoll und der Soundtrack geht gut ins Ohr. Die deutschen Sprecher sind okay, die Synchro des Prinzen passt aber meines Erachtens nach überhaupt nicht. Audiovisuell bewegt sich PoP: Die vergessene Zeit mehr in der goldenen Mitte als in höheren Regionen - und leider auch spielerisch.

Anders sieht es bei der separat entwickelten Wii-Version aus - doch dazu wird eine weitere kleine Review folgen :-)






Tim schrieb am 30. Mai 2010
Dieser Prinz ist für mich der Tiefpunkt der Serie - und dennoch hatte ich großen Spaß daran, durch die verschiedenen Bereiche des königlichen Palastes zu klettern und zu hüpfen. Ubisoft will zurück zu den Wurzeln, an die persische Blütezeit anknüpfen und den Flair vergangener Zeiten wiedererwecken. Im Ansatz gelingt das auch richtig gut: Wasserfälle und Fontänen einzufrieren und sie als neue Plattformen oder Stangen zu missbrauchen, an Wänden entlangzurennen und schiefe Dächer hinunterzurutschen, bei Fehlern die Zeit zurückzudrehen - das macht Spaß und erinnert an die glorreiche Sands of Time Trilogie! Allerdings bezieht sich das ausschließlich auf die zweite Hälfte des Spiels, denn die ersten Stunden kann man getrost vergessen: sie sind langweilig, langatmig und wie der Rest des Spiels einfach unspektakulär. Denn so sehr der Prinz ab Mitte des Spiels auch unterhalten kann, er schafft es nicht, zu begeistern. Dieses Abenteuer ist ein solides, spaßiges Action-Adventure, dem es an Highlights, Abwechslung und vor allem einem guten Kampfsystem inklusive einer intelligenten KI mangelt. Daneben gibt es auch zahlreiche kleine Schwächen, die man so einfach nicht ignorieren darf: die wenigen Bosskämpfe sind jämmerlich, die grafische Darstellung der Innenräume erschreckend abwechslungsarm, die Levelstruktur lässt keinen Platz für alternative Routen und die ständigen Fallengänge gehen einem irgendwann nur noch auf die Nerven. Leider können weder die durchaus spannende Story noch die kniffligen Kletterpassagen darüber hinwegtäuschen, dass hier jede Menge Potential verschenkt wurde. Übrig bleibt ein unterhaltsames und spannendes, aber eintöniges Abenteuer mit spielerischen Höhen und Tiefen, einer guten zweiten Hälfte und einem erbärmlichen Kampfsystem.

Der Tiefpunkt der Reihe: der Prinz kann zwar gut unterhalten, enttäuscht aber mit einer lahmen ersten Halbzeit, einem monotonen Spielverlauf und einem ganz schwachen Kampfsystem.


Besonders gut finde ich ...
  • viele knifflige Kletterpassagen
  • solides, forderndes Leveldesign
  • durchaus interessante Geschichte
  • Fähigkeiten freischalten & aufrüsten
  • teilweise monumentale Architektur
  • stimmungsvoller Soundtrack
  • einige sehr gute Rätsel


Nicht so optimal ...
  • es fehlen jegliche Highlights!
  • langatmige und langweilige erste Hälfte
  • erbärmliches, geradezu lächerliches
  • Kampfsystem ohne Blocken und Kontern
  • kaum Abwechslung im Spielverlauf
  • lineare Levelstruktur ohne Alternativwege
  • strohdumme Klongegner, die nur dank
  • Masse für Gefahr sorgen
  • zu wenige, jämmerliche Bosskämpfe
  • lästige mit Fallen gespickte Innenräume
  • größtenteils eintönige, farblose Kulisse
  • fragwürdige deutsche Synchronisation
  • keine Levelwahl nach Spielabschluss

 Testsystem:  PS3
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Kithaitaa schrieb am 28. Mai 2010
Nach dem kurzen Ausflug zur Cellshading-Grafik im letzten Teil, der mir ansich gut gefallen hat, hat man hier wieder zur klassischen Grafik gegriffen. Insgesamt wirken die verschiedenen Schauplätze und auch Gegner etwas abwechslungsarm, dennoch sind die Animationen und die Präsentation als solches durchaus gelungen. Das Kampfsystem bietet neben den Schwerthieben und Tritten zusätzliche Extras, die man im Bonus bzw. Upgrade-System dazukaufen kann. Kombiniert man diese, hat man doch schon recht ordentlich Power, wodurch die Kämpfe, bis auf wenige Ausnahmen, keinerlei große Herausforderungen darstellen und eher lästig erscheinen. Auch die Rätsel-, Kletter- und Geschicklichkeitseinlagen sind über eine lange Zeit nicht sonderlich fordernd, werden aber, dank diverser Gimmicks die man von Königin Razia erhält und natürlich auch einsetzen muss, im späteren Verlauf einen Tick anspruchsvoller. Bis dahin hat man sich auch an die anfangs recht gewöhnungsbedürftige Stimme bzw. Synchronisation und die Batman-typischen Selbstgespräche des Prinzen gewöhnt. Soundtechnisch gibt es nichts zu Meckern und gerade die Inszenierung zum Ende hin bringt einen klasse Spielabschluss, auch wenn man mit dem Endgegner eher leichtes Spiel hat. Insgesamt ein gutes Spiel für Zwischendurch, mit dem man rund 12 Stunden seinen Spaß haben wird, für den ganz großen Kracher fehlt aber das gewisse Etwas und mehr Abwechslung.



Besonders gut finde ich ...
  • Grafik & Präsentation
  • Inszenierung & Kameraperpektiven
  • Kletter- & Geschicklichtkeitsorgien
  • Sounduntermalung
  • Spielzeit

Nicht so optimal ...
  • Abwechslungsarme Kämpfe & Gegner
  • Lange Zeit kaum Herausforderungen
  • Dt. Synchro des Prinzen
  •   gewöhnungsbedürftig

 Testsystem:  Xbox360
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7 Kommentar(e):
und folgenden Usern gefällt der Beitrag: Kithaitaa, Phaz,

 





#1
Geschrieben am 30. Mai 2010 um 19:21 Uhr

DarkRaziel meint ...

Als die ersten Videos raus kamen zum und kurz vorm Erscheinen auch die ersten Test wurde mir klar das Spiel steht nicht mehr auf meiner Einkaufsliste.
Wie die Wii Version hat das erreicht was man auf den HD Konsolen erreichen wollte und zwar zurück zu den Wurzel von PoP.
Aber auch hier warte ich bei es im Preis gesunken ist zumal ich noch im Wilden Westen unterwegs bin und da gerate einen Trip nach Mexiko habe   


          
 





#2
Geschrieben am 30. Mai 2010 um 19:28 Uhr

sm0k1nggnu meint ...

Sehr schönes und ausführliches Review   
Was ich ein bisschen als störend empfinde ist die Beschreibung, welche Tasten man drücken muss. Finde ich erstens überflüssig und ist ja zweitens konsolenabhängig.
Tiefpunkt der Serie? Ernsthaft? Hast du das von 2008 mal gespielt?
Ansonsten würde ich dir überall zustimmen, allerdings finde ich nicht, dass hier Erwartungen enttäuscht wurden, wer hatte denn schon große Erwartungen an das Spiel?


          
 





#3
Geschrieben am 30. Mai 2010 um 19:37 Uhr

Tim meint ...

Klar habe ich das 2008er und auch die "alte" Trilogie gespielt - das 2008er hat mir persönlich aber viel mehr Spaß bereitet, zumal ich die Präsentation wesentlich schöner fand und die Kämpfe anspruchsvoller. Auch das Kampfsystem war nicht perfekt, aber kein solcher Rückschritt wie dieses Mal. Die Kulisse war außerdem traumhaft schön   

Ich HATTE Erwartungen an dieses Spiel, ja - schließlich ist es ein Prince of Persia. Aber so? ..   


          
 





#4
Geschrieben am 31. Mai 2010 um 02:44 Uhr

Kithaitaa meint ...

@sm0k1nggnu ich war wohl einer der wenigen, der auch den letzten Teil gut fand. Ich hänge mich, trotzdem ich alle gespielt habe, nicht unbedingt an alten Zöpfen auf und verteufel alles, was nicht besser oder gleichtoll ist. Das Cellshadingabenteur fand ich aber klasse - weil es sich einfach von der Masse absetzt, siehe Borderlands.

Prinz? Casualorientierter Einheitsbrei. Immer und immer bekommt man gleiche Gegner und gleiche Umgebungen, grau in braun, fight or die mit einem Kampfsystem das auch ein Hund bedienen könnte.


          
 





#5
Geschrieben am 31. Mai 2010 um 07:39 Uhr

Manni meint ...

...mir hat das Spiel überraschend gut gefallen - vielleicht bin ich auch im passenden Alter und freue mich über etwas gemächlichere Spiele mit netter Optik und einem spaßmachenden Spieldesign - würde dem Spiel nen halbe bis ganzen Stern mehr geben  


          
 





#6
Geschrieben am 31. Mai 2010 um 09:00 Uhr

GizMo meint ...

das 2008er PoP fand ich auch gut. vorallem die dt. synchro war mal ne nette (positive) abwechslung von vielem was man sonst so vorgesetzt bekommt (hat sich mal einer den deutsch-sprachigen trailer zu IronMan 2 (spiel) angesehn? xD)
Der Titel hier wird von meiner Einkaufsliste gestrichen und später vllt. mal ausgeliehen - Ubisoft wollt ich eh kein Geld mehr in Rachen werfen ^^


          
 





#7
Geschrieben am 4. Juni 2010 um 03:37 Uhr

Kithaitaa meint ...

@Manni ich kann deinen Gemütlichkeitssinn verstehen, bin ich doch im selben Alter, aber der Prince ist echt grauselig. Nicht nur dahingehend. Wenn er dir gefällt, np. Wie fandest du DTR btw?!   



          



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