Entwickler: Artificial Mind and Movement (A2M)  Publisher: 505 Games
Genre: Action-Strategie  Plattform(en):  XBOX360, PS3

Release: 24.06.2010
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Community: 3 User haben es.





Naughty Bear
Amoklauf im Teddyland - Wenn ein Bär plötzlich "Naughty" wird
Geschrieben von Haschbeutel am 12. Juni 2010 um 14:33 Uhr


Es gibt so ein paar Spiele auf dem Markt, die sind so dermaßen durch den Wind, dass man sich bei Sichtung der Trailer und Screenshots an den Kopf fasst und sich fragt, was den Entwicklern da wohl nach dem Aufstehen über die Leber gelaufen ist, dass man auf so einen Einfall kommt. Wie sonst käme man auf die Idee, einen durchgeknallten Teddy auf eine kunterbunte Insel zu setzen, diesem, ähnlich wie in Dead Rising, allerlei Waffen in die Hand zu drücken und selbigen dann die knuffigen Mitbewohner niedermähen zu lassen? Das klingt zu verrückt um wahr zu sein? Mitnichten. Willkommen in der abgedrehten Welt von Naughty Bear. In zwei Wochen erscheint dieses etwas "andere" Spiel und ich habe mal genau geschaut, was uns da so erwartet und die wichtigsten Infos zusammengetragen. Naughty, naughty, naughty!

Erst extrem nass - dann extrem naughty
Die "kreativen" Köpfe hinter Naughty Bear sind die Jungs und Mädels von Artificial Mind and Movement (kurz: A2M), welche schon mit sexy Rubi Malone die Spielerwelt recht positiv unterhalten haben. Die Rede ist natürlich vom trashig-feuchten Spielvergnügen WET, welches uns damals durchaus begeistern konnte. Zwar war WET hier und da schon etwas "anders" als andere Titel, doch mit Naughty Bear legen die Leute von A2M direkt noch eine Schippe drauf. Eine Teddybärenwelt, die kitschiger und quietschbunter nicht sein könnte, voller Friede-Freude-Eierkuchen und sowieso haben sich alle lieb und verstehen sich prima. Moment. Alle?





They just fucked with the wrong mexican teddybear!
Die Story des Spiels ist, wie sollte es auch anders sein, recht einfach gestrick. An irgendeinem x-beliebigen Tag irgendwann in der Teddybärenwelt gibt es eine große Party. Alle Teddybären sind eingeladen und haben Spaß. Alle Teddybären? Nein, ein Teddy wurde nicht eingeladen. Dieser is aber auch kein normaler Teddybär. Sein Fell ist nicht bunt und flauschig, sondern braun und zerrissen; notdürftig geflickt an einigen Stellen und so gar nicht "everybody's darling". Die Rede ist vom Naughty Bear, in dessen Haut man schlüpft. Wie ihr euch vorstellt ist der Naughty Bear gar nicht so erfreut darüber, nicht eingeladen zu sein und sowieso kotzen ihn sämtliche knuffig-süßen Teddybären an, die ihn, seit er denken kann, jeden Tag aufs neue demütigen und auslachen. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis auch die letzten Stoffsicherungen platzen und Meister Petz die Schnauze gestrichen voll hat. Es ist an der Zeit, mal so ordentlich auf die Kacke zu hauen. Es ist die Zeit von Naughty Bear.

Kreatives Zerstörungsfest mit Plüschfaktor
So verbringt ihr den Rest des Spiels damit, einen knuddeligen Teddy nach dem anderen unter die virtuelle Erde zu verfrachten und kassiert im Gegenzug Naughty Points. Dabei sind euch "künstlerisch" kaum Grenzen gesetzt. Egal ob ihr die Bären aus dem Hinterhalt abfangt und ihnen einfach das Stoffgenick brecht oder ob ihr Fallen auslegt, um sie so zu Grunde zu richten - je geschickter ihr euch dabei anstellt, umso höher ist euer Naughty Multiplikator und desto mehr Punkte gibt es. Eine Rangliste vergleicht euch live mit euren Freunden und so könnt ihr direkt messen, wer den Größten hat. Also, den Punkstestand betreffend natürlich.

Damit ihr nicht nur Stoffgenicke brechen und Bärenfallen aufstellen müsst, lassen euch die Entwickler bei eurem Chaoslauf alle möglichen Optionen offen. Jeder Gegenstand ist im Prinzip eine Waffe. Ein offenes Lagerfeuer kann genauso gefährlich sein wie ein Stromgenerator, ein Stück Holz wird genauso schnell zur tödlichen Waffe wie eine gefrorene Lammkeule aus dem Tiefkühlfach - ähnlich wie im Capcoms Zombiespiel Dead Rising scheint die einzige Grenze eure Fantasie zu sein. So könnt ihr zum Beispiel die Teddys auch nur "verletzen", damit diese weitere Freunde rufen und ihr dann genüsslich die ganze Gruppe zerlegen könnt. Nettes Gimmick am Rande: verwundete Teddybären "bluten" weißes Daunenmaterial. Schnuffig. In einigen Trailern sieht man zudem, wie bekannte FIlmszenen (z.b. Alien oder Blair Witch Project) auf die Schippe genommen werden. Ob und wie das ganze im Spiel zu finden ist, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Des Weiteren müsst ihr eure Gegner nicht immer selbst erledigen. Jeder Bär hat eine Art "Schreckensanzeige". Wenn diese Gefüllt ist und die Bären psychisch einfach keine Gemeinheiten mehr ertragen können, reicht ein weiterer "Schreckmoment" und sie verwenden das nächstbeste Werkzeug, um sich selbst zu erlegen. Das können Pistolen oder Ninjaschwerter sein. Natürlich gibt es dafür auch besonders viele Naughty Points.




Von Zombies über Ninjas bis hin zum Gruppenkuscheln
Damit das Gemetzel auf Dauer nicht allzu stumpf wird, versprechen die Entwickler eine großartige KI. Während eure ersten Opfer noch Horrorfilmklischeemäßig durch die Gegend tapsen und sich einfach umlegen lassen, verbünden sich später die Bären zu Gruppen, nehmen ebenfalls Gegenstände als Waffen, rufen die Polizei und sogar die Armee, die mit Pistolen und Maschinengewehren bewaffnet die Jagd auf euch eröffnen. Da die Kugeln unserem Naughty Bear nicht gut tun, ist hier geschicktes Vorgehen gefragt. Fallen legen, Gegner weglocken - eine taktische Komponente lockert das stupide Töten auf. Aber auch Ninjabären und Zombieteddys sind mit von der Party und machen Jagd auf euch. So will man wohl sichergehen, dass die Teddyjagd nicht allzuschnell langweilig wird. Ehrlichgesagt kann ich mir nämlich bisher kaum vorstellen, dass der Titel länger als einige Tage unterhalten kann, wenn sich das Spiel wirklich ausschließlich auf das Töten der knuffigen Bärchen beschränkt. Irgendwann hat man halt auch mal alles gesehen.

Nichts desto trotz bin ich tierisch gespannt, was uns da in zwei Wochen erwartet und hoffe, dass das Spiel keine allzugroße Enttäuschung wird, denn das Setting lässt genug Freiraum für kreative Chaosexperimente. Dass die Story sowieso nur Nebensache ist und hier keine großartigen Überraschungen bereithält, sollte sowieso klar sein. Aber für eine kurze runde Teddysplatterparty dürfte der Titel sicher ausreichen - und Hand aufs Herz. Ein amoklaufender Plüschteddy mit einer tiefgefrorenen Lammkeule in der Hand. Das kann so schlecht doch gar nicht sein, oder?









5 Kommentar(e):
und folgenden Usern gefällt der Beitrag: Haschbeutel, Moon, Hardcora, ... und 2 Gästen.

 





#1
Geschrieben am 13. Juni 2010 um 16:34 Uhr

Moon meint ...

Schön geschriebener Artikel!
Beim Satz " Es war also nur eine Frage der Zeit, bis auch die letzten Stoffsicherungen platzen und Meister Petz die Schnauze gestrichen voll hat. " musste ich schon schmunzeln  

Habe den Titel das erste mal bei Game One gesehen und war direkt sehr angetan.
Da war noch kaum was über das Gameplay bekannt, aber was ich hier jetzt lese stimmt mich sehr positiv. Besonders folgender Abschnitt hat mich beeindruckt:

"Des Weiteren müsst ihr eure Gegner nicht immer selbst erledigen. Jeder Bär hat eine Art "Schreckensanzeige". Wenn diese Gefüllt ist und die Bären psychisch einfach keine Gemeinheiten mehr ertragen können, reicht ein weiterer "Schreckmoment" und sie verwenden das nächstbeste Werkzeug, um sich selbst zu erlegen."

- echt krass  

"Dass die Story sowieso nur Nebensache ist und hier keine großartigen Überraschungen bereithält, sollte sowieso klar sein."

Meinst du? Also mir bleibt da noch die Hoffnung mit den Anspielungen auf die Filmtitel. Vielleicht wird das die Story nicht im Kern verbessern, aber es könnte sie sehr schön "ausschmücken".

Also ich bin sehr gespannt auf den Titel und freue mich!


          
 





#2
Geschrieben am 13. Juni 2010 um 16:44 Uhr

Haschbeutel meint ...

Das mit den Filmtiteln ist so 'ne Sache - kein Plan ob und wie die im Spiel zu finden sind. Wobei ich aber eher meinte dass man storytechnsich wohl kein Heavy Rain und so erwarten darf  Was ich im Artikel nicht laut sagen wollte: Wenn man gemein ist, ist Naughty Bear ein Manhunt für Kinder   


          
 





#3
Geschrieben am 13. Juni 2010 um 16:48 Uhr

Kithaitaa meint ...

Ja, die Trailer sind nice und auch die Idee, aber der How To Play Trailer schaut mir spielerisch dann doch etwas, ähm, öde aus   



          
 





#4
Geschrieben am 14. Juni 2010 um 08:22 Uhr

GizMo meint ...

jup, je mehr trailer zu naughty bear veröffentlicht werden, desto langweiliger wirkt das game ^^

ich hoffe echt die kriegen bei dem titel irgendwie ne 'langzeit'-motivation hin, n' coop kann auch nicht schaden xD


          
 





#5
Geschrieben am 14. Juni 2010 um 13:38 Uhr

Moon meint ...

Haschbeutel: Das mit den Filmtiteln ist so ne Sache kein Plan ob und wie die im Spiel zu finden sind Wobei ich aber eher meinte dass man storytechnsich wohl kein Heavy Rain und so erwarten darf


Ja, das ist klar. Aber vielleicht wird es motivieren, immer wieder neue Filmtitel zu entdecken. Ach, wir warten einfach ab  

Der Vergleich mit Manhunt ist auch sehr passend, hatte ich noch gar nich dran gedacht  

Ein Coop-Modus wär schon was feines.
Aber könnte die Welt wirklich zwei so miesgelaunte Bären ertragen...   ?


          



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