Genre: Action-Adventure  
Entwickler: Nintendo  Publisher: Nintendo
Plattform(en):  Wii

Release: 18.11.2011
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The Legend of Zelda: Skyward Sword - Preview

Link wandelt auf bonbonbunten Pfaden - und schwingt das M+Schwert!

Geschrieben von Tim am 10. September 2010 um 12:52 Uhr


Monate geisterte das "Phantom Zelda" durch Internet, Foren und Magazine. Doch seit ein paar Wochen ist Ruhe. Nicht jeder hat den Ankündigungstrailer und die E3-Präsentation gut verdaut, so manchen ist der Grafikstil bitter aufgestoßen - und auch die Anspiel-Session auf der gamescom war eine kleine Enttäuschung. Dennoch: Zelda ist Zelda. Das steht nicht nur für packende Dungeons, tolles Leveldesign und kreativen Zauber, sondern auch für hohe Qualität. Wenn es nach Nintendo geht, werden wir die auch von The Legend of Zelda: Skyward Sword für Wii erwarten können. Denn Myamoto & Co. wollen nicht einfach das gewohnte Zelda-Prinzip neu auflegen, sondern große Dinge verändern und für ein neues Spielgefühl sorgen - unter anderem mit Wii MotionPlus.

Ein quietschbuntes Bonbongemälde
Ursprünglich hatte Nintendo für das nächste große Zelda einen eher realistisch anmutenden Grafikstil geplant, man wollte quasi einen Schritt weiter gehen, als man es bereits in The Legend of Zelda: Twilight Princess getan hatte. Mittlerweile wissen wir alle, dass daraus nichts geworden ist: das Konzept wurde umgeworfen und stattdessen präsentiert sich Links neues Epos in einem bonbonbunten Stil, der laut Myamoto an ein bewegtes Gemälde erinnern soll. Tatsächlich wirkt die Grafik anders, als man es von typischen Cel-Shading-Stilen kennt, aber nicht jeder mag sich unbedingt mit diesem neuen Look anfreunden. In Bewegung sieht das Spiel dennoch wesentlich farbenprächtiger und hübscher aus als auf den Screenshots, an vielen Stellen wird Nintendo aber noch Feintuning betreiben müssen, denn bisher wirkt die Grafik ziemlich unfertig. In der anspielbaren Demo, die wir von der E3 und der gamescom kennen, waren viele Texturen noch reichlich verschwommen oder gar völlig unscharf und die Weitsicht könnte auch noch einen Tick detaillierter ausfallen. Mit Ausnahme des Bossgegner-Skorpions war auch das Gegnerdesign noch ein wenig unspektakulär - normalerweise ist man von einem Zelda kreativeres gewohnt.

Das Artwork, das man auf der E3 2009 hinter den Kulissen präsentierte, zeigt allerdings weiterhin eine bedeutende Szene der Story - die grafische Gestaltung wurde aber wie erwähnt danach umgekrempelt. Die Optik wird dem Spieler übrigens auch Hinweise auf vermeintliche Schwachpunkte der Gegner geben, eine der Sachen, an denen noch gearbeitet wird.




Skyloft, das Land über den Wolken
Wer den obigen Trailer gesehen hat (was ja hoffentlich jeder getan hat!), der kann sich sicherlich besonders an die finale Szene vor der Einblendung des Logos erinnern: Link stürzt sich in einen tiefen Abgrund, hinein in das Wolkenmeer - das ist laut Shigeru Myamoto eine ganz wichtige Szene im Spiel. Link ist nämlich nicht wie in anderen Zeldas in einem kleinen Dorf, sondern dieses Mal im Land Skyloft geboren, einem fliegenden Land über den Wolken. Eines Tages findet unsere Zipfelmütze heraus, dass sich noch ein Land unter der Wolkendecke befindet. Im Spielverlauf wird man also häufig zwischen den beiden Orten wechseln. Wie genau die Fortbewegung von einem zum anderen Ort stattfindet, wollte man uns noch nicht verraten, fest steht aber: Link werden weder Flügel wachsen noch wird Epona zum Pegasus werden. Das Land unter den Wolken wird vom Bösen regiert und ist sozusagen das genaue Gegenstück zum Himmelspendant - überraschend aber, dass die bekannten Spielszenen allesamt unter den Wolken stattfinden! Links treibende Kraft, zwischen den beiden Orten zu wechseln, ist das titelgebende Skyward Sword, das Himmelsschwert, das die Leute für das legendäre Masterschwert halten. Das Schwert wird sich im Spielverlauf verändern: irgendwann nimmt es die Form an, die wir von dem 2009er Artwork kennen und letztendlich - ihr könnt es euch wohl schon denken - wird es das Masterschwert werden.

Mit Peitsche, Käfer & Co. durch das Abenteuer
Nicht nur hinsichtlich der Grafik und Geschichte, sondern auch spielerisch wird The Legend of Zelda: Skyward Sword sich von den anderen Zelda-Teilen absetzen - zumindest ist das das Ziel. Ein paar neue Dinge in Links Inventar hat man bereits enthüllt, eines davon ist die praktische Peitsche: damit kann Link nicht nur weiter entfernte Objekte wie Edelsteine oder Herzcontainer zu sich heranziehen, er kann auch Feinde damit angreifen. Der Umgang mit der neuen Waffe macht auch mächtig Laune, wie ich auf der gamescom persönlich feststellen konnte. Ebenfalls neu ist der fliegende Käfer, den Link losschicken kann. Insgesamt drei Mal kann man ihm im Flug Schwung verleihen, dann sinkt er ab. In dieser Zeit kann man allerlei nützliche Dinge mit ihm anstellen: man kann zum Beispiel Objekte einsammeln, die Link automatisch aufnimmt, oder auch Bomben über weitere Entfernungen hinweg tragen. Übrigens kann man Bomben fortan nicht nur ablegen, man kann sie auch durch eine entsprechende Bewegung mit der WiiMote rollen - beispielsweise durch enge Schächte oder Gänge, wie im Trailer gezeigt. Der Rest des Inventars ist bekannt: Bombenbeutel, Pfeil und Bogen, Steinschleuder und Schwert kennt man bereits aus anderen Zeldas, auch wenn sie sich dieses Mal deutlich anders steuern. Schön ist aber vor allem das neue Design des Inventars, auf das man durch einfachen Klick auf die B-Taste zugreifen kann: einfach mit dem Pointer aus einem Kreis an Objekten das gewünschte auswählen und das war's. Sehr praktisch und definitiv eine sinnvolle Neuerung.




Sorgt MotionPlus wirklich für ein frisches Spielgefühl?
Aber das, was The Legend of Zelda: Skyward Sword wirklich spielerisch auszeichnet, ist im Grunde etwas ganz anderes, nämlich die Steuerung. Der Titel wird speziell auf MotionPlus zugeschnitten und auch nur damit spielbar sein - denkbar ist also neben der normalen auch eine Bundle-Version. Das, was man mit Twilight Princess begonnen hatte, will man nun endgültig perfektionieren und dank M+ steigt auch die Präzision deutlich an. Man merkt beim Spielen auch, wie sehr man bei Nintendo darauf geachtet hat, dass alles locker und doch sauber von der Hand geht und dass jede Bewegung wirklichkeitsgetreu erkannt wird. Auf der gamescom haben mich die Mitarbeiter zunächst auch darauf hingewiesen, das ich nicht sofort reinkommen werde, sondern erst behutsam die Möglichkeiten des neuen Kontrollschemas austesten müsse. Und tatsächlich: es fühlt sich zum ersten Mal auf der Wii wirklich authentisch an, sein Schwert zu schwingen - da kann selbst das super steuerbare Red Steel 2 einpacken. Auch bei Skyward Sword spielt es eine große Rolle, wie ich mein Schwert schwinge, da manche Gegner nur für horizontale bzw. vertikale Angriffe anfällig sind, manchmal sogar nur für diagonale. Im Demo-Bosskampf gegen einen riesigen Skorpion musste der Winkel auch stimmen, um die Augen zwischen seinen Zangen wirklich zu treffen - sehr schön. Auch das Schießen mit Pfeil und Bogen sowie der Einsatz der Peitsche und so weiter funktioniert dank MotionPlus wirklich gut, vieles erinnert an Wii Sports und Wii Sports Resort.






Tim schrieb am 10. September 2010
Wo bleibt die Magie eines Zelda? Das ist nun letztlich die alles entscheidende Frage. Ich habe während der Demo die Magie vermisst, mit der mich ein Zelda normalerweise mitreißt - das liegt aber nicht an der Steuerung oder gar der Grafik, sondern einfach an der Tatsache, dass die Anspielversion eine reine Techdemo zur Demonstration der Steuerung und neuen Features war, die in dieser Form nicht einmal im finalen Spiel enthalten ist. Das empfand ich als ein wenig enttäuschend. Aber im Grunde spielt das keine Rolle für meine Ansicht, dass auch Skyward Sword ein großartiges Zelda-Spiel werden wird. Gespannt bin ich vor allem auf die angekündigten Umwürfe im Spieldesign: werden die Dungeons wirklich fordernder? Ist das Leveldesign weniger vorhersehbar? Kann man mich spielerisch wirklich noch überraschen? Wir werden es spätestens 2011 sehen, denn dann wird das neue Zelda erscheinen. Gerüchte sprechen übrigens von einem Release im April ...










1 Kommentar(e):
und folgenden Usern gefällt der Beitrag: Phaz, Tim,

 





#1
Geschrieben am 11. September 2010 um 21:06 Uhr

Phaz meint ...

ich glaube goty2011 steht schon fest  


          



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