Genre: Sportspiel  
Entwickler: Square Enix  Publisher: Nintendo
Plattform(en):  Wii

Release: 28.01.2011
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Mario Sports Mix - Review

Mario & Co. bleiben sportlich - doch sind sie auch olympiareif?

Geschrieben von Tim am 27. January 2011 um 19:32 Uhr


Auch auf seine alten Tage ist Mario fit wie eh und je. Wer gedacht hatte, dass Nintendos Maskottchen nach kunterbuntem Quartett-Hüpfen und munterem Sternesammeln im Weltraum eine Pause einlegt, der hat sich ziemlich geschnitten. Bevor für den Nintendo 3DS die nächsten beiden Mario-Spiele (Mario Kart und Paper Mario) erscheinen, bekommt auch die Wii mal wieder einen weiteren Franchise-Ableger. Mario Sports Mix ist eine quirlige Sportspielsammlung mit vier Disziplinen und einer Menge Charakteren. Keine Frage, sportlich sind Mario & Co. immer noch. Doch reicht es auch für die Spielspaß-Olympiade? Oder disqualifiziert sich Nintendo dieses Mal selbst?

Morgen erscheint Mario Sports Mix offiziell in Deutschland, ich spiele meine Testversion schon seit ein paar Tagen und mittlerweile habe ich alles gesehen und gespielt, was es zu sehen und spielen gibt. Basketball, Volleyball, Völkerball und Hockey - vier verschiedene Sportarten bietet Nintendo in der neuesten Sportspielsammlung rund um die Firmenmaskottchen. Allerdings sollte man trotz dieser vier Disziplinen nicht zuviel Abwechslung erwarten, denn auf Dauer hat man sich an allen vier sattgesehen und vor allem alleine lässt der Spaß schon nach kurzer Zeit spürbar nach. Gut, wer sowieso nur alleine spielen will, der wird sich Mario Sports Mix ohnehin nicht zulegen - aber das Spiel ist für Solisten wirklich todlangweilig. Selbst Mario Strikers Charged Football oder Mario Party 8 machen alleine mehr Spaß als Mario Sports Mix. Was vielleicht auch daran liegt, dass der Schwierigkeitsgrad in Sports Mix alles andere als hoch ist. Bevor man sich an schwierigeren Herausforderungen messen kann, muss man nämlich alle Cups (für jede Sportart gibt es drei) auf "Normal" beenden. Das klingt nicht schlecht, das klingt nach dem optimalen Training in den jeweiligen Disziplinen. Doch weit gefehlt: selbst ohne Übung hatte ich den ersten Basketball-Cup locker geschafft und alle drei Spiele zu Null gewonnen.




Basketball, Volleyball, Völkerball und Hockey - Spielspaß hoch vier?
Wie man an meinem oben genannten Beispiel sehen kann, ist der Schwierigkeitsgrad alles andere als ausgewogen. Das Spiel ist im Grunde nicht zu leicht, es beginnt aber ohne jegliche Herausforderung und wird später fast schon unschaffbar schwer. Das wäre ja im Prinzip nicht allzu schlimm, aber wenn ich gezwungen bin, erst alle Cups zu spielen, um mich an wirklichen Herausforderungen messen zu können, dann ist das blöd. Denn wer hat schon Lust, mühsam alle Cups hintereinander abzurackern, damit endlich das richtige Spiel beginnt? Leider ist das bei allen vier Sportarten so. Zudem haben die Sportarten mehr gemeinsam als nur das. Zeit- und Aufwandsparend hat man sich bei Square Enix einfach gedacht "Lasst uns doch für jede Sportart dieselben Spielfelder machen!", daher erwartet euch auch optisch nicht wirklich die erhoffte Abwechslung. Ganz im Gegenteil: Recycling steht an der Tagesordnung und so klappert ihr im Pilz-Cup einer jeden Sportart den Koopa-Strand und Peachs Schlossgarten ab. Schade, dass hier so viel Potential verschenkt wurde! Immerhin sind die Spielfelder teilweise doch verschieden (Warios Fabrik zum Beispiel) und außerdem noch interaktiv - am erwähnten Koopa-Strand werden beispielsweise Münzen und grüne Panzer herbeigeschwemmt. Am besten gefallen hat mir aber Bowser Jr.s Boulevard im Basketball: hier bekommt man mehr oder weniger Punkte sowie Multiplikatoren, je nachdem, von wo man den Ball abwirft.

Das Figurenspektrum ist erstaunlich breit gefächert, denn neben den klassischen Nintendo-Charakteren gibt es auch einige (wenn auch eher unbekannte) Vertreter des Final Fantasy und Dragon Quest Universums. Aber auch hier gibt es einen Haken: schaltet man neue Figuren frei, so sind diese nur für die entsprechende Sportart anwählbar, für alle anderen müsst ihr sie separat freischalten. Doch trotz der erwähnten Schwächen machen alle vier Sportarten eine Menge Spaß, wenn man sie mit Freunden kooperativ oder kompetitiv zockt - oder im vollwertigen Online-Multiplayermodus. Hier ist auch besonders gelungen, dass man zu zweit an einer Konsole online spielen kann, wie auch in Mario Kart Wii. Die vier Sportarten selbst sind nicht besonders spektakulär oder außergewöhnlich, aber immerhin unterhaltsam, allen voran das witzige Völkerball. Basketball erinnert übrigens nicht von ungefähr spielerisch an Mario Slam Basketball für den NDS, schließlich war auch da Square Enix Entwickler. Mario-typisch gibt es neben den normalen Matches und Cups auch sogenannte Party-Modi, in denen ihr verschiedene Sachen erledigen müsst - zum Beispiel einen riesigen Dino-Piranha füttern und derjenige Spieler gewinnt, der die meisten Punkte sammelt. Leider gibt es davon aber auch nur vier Modi ...




Quietschbunte Präsentation und schwache Akustik
Eine weitere Schwäche von Mario Sports Mix ist der Sound. Die Soundeffekte und Sprachsamples sind natürlich längst aus anderen Spielen bekannt, aber ausgerechnet die Hintergrundmelodien sind eher enttäuschend und sorgen weder für Ohrwurmgefahr noch für Nostalgiegefühle - hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Der Rest der Präsentation ist dagegen erwartungsgemäß farbenprächtig und entspricht ganz dem, was man von Nintendo gewohnt ist. Was ich mir persönlich noch gewünscht hätte, sind zum Beispiel Stages aus Super Mario Galaxy oder mal einem Metroid- oder Zelda-Spiel. Gibt es hier aber leider nicht, vielleicht passiert das ja irgendwann mal in Zukunft. Warten wir einfach ab. Mit Sicherheit wird Mario Sports Mix nicht das letzte Mario-Spin-Off bleiben ... ;)






Tim schrieb am 27. January 2011
Alles in allem hat mir Mario Sports Mix mit Freunden und im Online-Modus Spaß gemacht, alleine wirkt es dagegen eher als Vollnarkose (wenn man sich nicht an den späteren schweren Herausforderungen versucht) - kauft euch dieses Spiel also nur, wenn ihr genug Freunde habt, die bereit sind, ab und zu mal eine Partie Basketball, Volleyball, Völkerball und/oder Hockey mit euch zu spielen. Ja, es ist vorbildlich, dass der Online-Modus top funktioniert und zwei Spieler an einer Konsole online zocken können. Ja, es ist im lokalen Multiplayermodus richtig unterhaltsam, sich gegenseitig die Bälle in Völkerball an den Kopf zu werfen. Ja, die Figuren und Spielfelder aus dem Nintendo-Universum sind wieder kunterbunt und putzig gestaltet. Aber dennoch hat Mario Sports Mix einfach zu viele Schwächen. Seien es die Cups, die spielerisch und inhaltlich in allen Sportarten recycelt werden, seien es die zu wenigen Party-Modi, der unausgereifte Schwierigkeitsgrad oder die für ein Nintendo-Spiel schwache Akustik: an vielen Stellen hätte man noch Feintuning betreiben sollen. Das nimmt dem Spiel jedoch nicht den großen Spaß, den man damit vor allem im Multiplayer haben kann. Trotzdem bleibt nur ein solides Spin-Off - mehr als drei Sterne sind einfach nicht drin.


Besonders gut finde ich ...
  • vier unterschiedliche, spaßige Sportarten
  • vollwertiger Online-Modus, den zwei
  •    Spieler an einer Konsole nutzen können
  • großer Spaß mit Freunden (v.a. lokal)
  • zahlreiche kunterbunte Spielfelder
  • breit gefächertes Figurenspektrum


Nicht so optimal ...
  • Felder & Charaktere werden recycelt
  • unausgereifter Schwierigkeitsgrad
  • für Solisten furchtbar langweilig
  • zu wenige Party-Modi & Abwechslung
  • akustisch schwach, öde Melodien

 Testsystem:  Wii
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1 Kommentar(e):

 





#1
Geschrieben am 11. February 2011 um 21:52 Uhr

WiiSpieler meint ...

Die Titelbeschreibung sagt eigentlich schon alles, leider gibt dases zu wenig Sportarten. Die Steuerung wie gewohnt bekannt oder aber schnell erlernbar. Im großen und ganzen kann ich das Spiel empfehlen, wer Spaß am Sportspiele.


        



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