Genre:Action-Adventure  
 Publisher: Konami
Plattform(en):PS3, Xbox360

Release:09.09.2011

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El Shaddai: Ascension of the Metatron

Magische Momente in einer einzigartigen Welt - Demozauber pur!

Geschrieben von Tim am 12. Juni 2011 um 14:59 Uhr


Videospiele sind Kunst. Wir alle wissen das. Wer es bis heute nicht glaubt, der hat nie Limbo oder Okami erlebt oder in Aktion gesehen - vor allem letzteres ist ein exzellentes Beispiel für ein einzigartiges Artdesign und eine faszinierende Spielwelt. Ähnlich exotisch, ähnlich schön ist El Shaddai: Ascension of the Metatron, dessen Artdesign zufällig auch den Gedanken desselben Menschen entsprungen ist: Takeyasu Sawaki. Mitten in der traditionell stressigen und unübersichtlichen E3-Zeit ist nun eine Demo im US-Store von PSN und XBLA erschienen. Ich bin bereits in die magischen Weiten von El Shaddai eingetaucht und habe mich mitreißen lassen - auch spielerisch?

Welche Spiele sind heutzutage noch Kunstwerke - liefern also etwas einzigartiges, was man in dieser Form wahrscheinlich noch nie oder nur ganz selten gesehen hat? Davon gibt es wenige. Verdammt wenige. Okami ist ein Beispiel dafür, welches mittlerweile Kultstatus erreicht hat: Kaum ein anderes Spiel hat je eine so bezaubernde japanische Welt der Mythen und Sagen gezaubert wie dieses Action-Adventure, das auch spielerisch den Vergleich zu einem The Legend of Zelda nicht scheuen muss. El Shaddai ist ein Titel, der meiner Ansicht nach ein ähnliches Kunstwerk werden könnte - rein zufällig stammen beide auch noch vom gleichen Designer, nämlich Takeyasu Sawaki, und die japanischen Wurzeln sind nicht zu verkennen, obwohl es sich bei El Shaddai um ein Abenteuer handelt, das nicht die fernöstliche, sondern westliche Religion thematisiert. Ich muss ganz ehrlich sein: Bisher habe ich sämtliche Informationen über die Story erfolgreich überlesen und ignoriert. Ich will mich so richtig von der Vollversion im September flashen und mitreißen lassen und auch erzählerisch überzeugt werden, daher lasse ich mir nichts spoilern. Zumindest eines weiß ich: Es geht um einen himmlischen Konflikt zwischen Gott, seinem Gesandten (und Protagonisten des Spiels) Enoch und sieben Engeln.




Ihr könnt euch die Screenshots und Videos so oft anschauen wie ihr wollt - ihr werdet euch nicht vorstellen können, wie El Shaddai in Bewegung aussieht. Es ist in jeder Hinsicht fesselnd und einzigartig und bewirkt eine ungewöhnliche Sogwirkung: Man will mit jedem Schritt, den man macht, mehr von dieser berauschenden, einmaligen Spielwelt sehen! Dabei ist El Shaddai technisch längst nicht das Maß aller Dinge. Es ist mehr die künstlerische Art und Weise, die das Spiel auszeichnet und hervorhebt. Jeder Abschnitt sieht anders aus, mal fröhlich und bunt, mal düster und einfarbig, manchmal wechseln Farben, Licht und Schatten sogar in unregelmäßigen, aber sehr kurzen Abständen. Ca. eine Viertelstunde habe ich für die Demo, die man übrigens im US-PlayStation-Store findet, gebraucht, und danach bin ich wahnsinnig neugierig darauf, wie kommende Umgebungen aussehen werden. El Shaddai muss man gesehen haben, um es zu verstehen. Zusätzlich dazu trägt die mystische Musikuntermalung zur Atmosphäre bei. Wer übrigens erwartet, Gott und die Engel im Paradies zu treffen, in dem ein schöner Baum mit saftig-grünen Blättern und verlockenden roten Früchten steht, der sieht das Himmelsreich gänzlich anders als die Entwickler. Ähnlich wie Bayonetta die religiösen Beziehungen und Vorstellungen umkehrt, verdreht auch El Shaddai das typische Bild himmlischer Mächte.

Spielerisch macht das Spiel ähnlich, wenn auch nicht ganz so stark neugierig: Es gibt sowohl 2D- als auch 3D-Passagen, Hüpf- und Kampfelemente - ob es auch Rätsel gibt, konnte ich in der Demo nicht herausfinden. Die Jump-'n'-Run-Abschnitte von links nach rechts haben mich sofort überzeugt: Sie sahen gut aus, spielten sich gut und machten großen Spaß. Anders sagegen die 3D-Abschnitte: Hier fehlte es mir oft an der nötigen Koordination und Präzision, weil Enochs Sprungphysik etwas unnatürlich wirkt und man Entfernungen leider etwas schlecht abschätzen kann. Ich hoffe allerdings, dass ich mich in der Vollversion im September schnell daran gewöhnen werde. Die Kämpfe finden immer in 3D statt, oft sogar in streng abgesperrten, visuell effektlosen Gebieten, die extra für den Kampf angelegt wurden. Das Kampfsystem erinnert an Devil May Cry und Bayonetta - erreicht in der Demo aber bei weitem nicht diese Tiefe, sondern wirkt etwas oberflächlich und knapp gehalten, da es scheinbar wenige Combos und Angriffsmöglichkeiten gibt. Waffen hat Enoch übrigens keine, diese muss man den Gegnern stehlen und dann reinigen, damit sie mehr Schaden verursachen. Zu guter Letzt muss ich noch erwähnen, dass ich El Shaddai in der Demo auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad als etwas schwer empfand.




Ich bin sehr zuversichtlich, dass El Shaddai: Ascension of the Metatron ein ganz, ganz großes Spiel werden kann und ein noch viel größeres Kunstwerk. Ich bin bereits nach der Demo fasziniert von dem, was mir der Titel auf den Bildschirm zaubert - das sieht, ohne Übertreibung, schlichtweg atemberaubend aus! Fraglich ist allerdings noch, inwiefern diese Faszination auch auf Dauer anhält und ob sich die Umgebungen nicht irgendwann zu wenig unterscheiden. Ebenfalls skeptisch bin ich noch beim Kampfsystem, das mich nicht zu 100% überzeugt hat. Auch die Story muss sich erst noch beweisen. Abgesehen davon scheint El Shaddai jedoch auf dem besten Weg zu sein, eines der interessantesten und außergewöhnlichsten Videospiel-Erlebnisse dieses Jahres zu werden.









1 Kommentar(e):

 





#1
Geschrieben am 12. Juni 2011 um 16:12 Uhr

Kithaitaa meint ...

Spontan fällt mir dazu nur "Ist das Kunst, oder kann das weg?" ein, sieht auf den Screenshots und im Video schon ziemlich, ähm, sagen wir mal, abgefahren im negativen Sinne, aus. Bayonetta war abgefahren im positiven Sinne, um mal ein Gegenbeispiel zu nennen   

Aber du schreibst ja auch,

Tim: El Shaddai muss man gesehen haben, um es zu verstehen.

so wirds dann auch sein, eine gewisse Fangemeinde kann man ja nicht von der Hand weisen und ich habs nicht direkt gesehen/gespielt   



          



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