Genre:MMO  
Entwickler:keen Games  Publisher: Gameforge
Plattform(en):Browser

Release:2011

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Star Trek - Infinite Space - Preview

Das Browserfenster. Unendliche Weiten. Wir haben probegebeamt!

Geschrieben von Haschbeutel am 21. August 2011 um 15:09 Uhr


Dass Caro und meine Wenigkeiten den Browsergames nicht abgeneigt sind, dürfte spätestens seit unserem Test zu Die Verdammten klar sein. Entsprechend gespannt waren wir, als Gameforge uns zu sich geladen hat um uns das erste Star Trek Spiel vorzustellen, das das Licht der Browserwelt entdeckt. Trotz anfänglicher Skepsis ("Äh ... Star Trek?!") waren wir ziemlich angetan, was die Unity Engine schönes auf den heimischen Bildschirm zaubern kann. Beamt euch in den Artikel für mehr Infos!

Madness? This is Unity!
Zuerst einmal: Ja ihr habt in der Einleitung richtig gelesen. Star Trek - Infinite Space, bzw. STIS, ist ein Free2Play Browsergame. Moment, Browsergame? Das ist doch dieses eklige Zeug, wo man auf pixelige Icons klicken muss, sich durch eine hübsch-hässliche Oberfläche navigiert, nur um irgendwo im Wald aus Code und Fantasie irgend eine Produktion nach 12 Stunden Wartezeit um +2 aufwerten zu können? Ja. Und nein. Natürlich assoziiert man heutzutage noch immer "klassische" Browsergames mit ihrem Namen, die hauptsächlich durch klicken auf Grafiken bedient werden, aber die Zeiten haben sich geändert. Aufwändige 2D und 3D-Optik sind mittlerweile etabliert, wie man zum Beispiel an Die Siedler Online, aber auch an Order & Chaos Online von Gameloft sehen kann. Erschienen für iPad und iPhone hat der Titel es bei Facebook zum komplett in 3D Spielbaren Browser-WoW geschafft. Das zauberwort hierfür ist die Unity-Engine, die nicht nur als Grundlage für mobile Endgeräte (allen voran iOS) dient, sondern auch vermehrt für entsprechende Browsergames herhalten muss. Das Resultat sind hübsche 3D-Grafiken und eine Navigation, die sich von Textlinks und Pixel-Optik verabschiedet.




Spaßfaktor zwischen Laser, Phaser und diesem Social-Zeugs
Das Spiel besteht im Grunde aus zwei Spielbereichen. Zum einen gibt es die so genannten Lounges. Dort könnt ihr euch in Third-Person Sicht mit eurem Captain durch die Decks der Raumschiffe bewegen, andere Spieler treffen, mit ihnen Quatschen, Freundschaften knüpfen und Teams zusammenstellen - der ganz normale Social-Network-Wahnsinn, nur eben dieses Mal irgendwo auf dem Holodeck. Faszinierend, Captain. Hier greift dann auch gleich das Free2Play Prinzip, denn wer auffallen will, der darf auch zahlen. Während ihr für das eigentliche Spiel sowie die Missionen nichts zahlen müsst, bittet Gameforge für neue Kostüme oder einen virtuellen Geldschub zur Kasse. Preise wurden zwar noch nicht genannt, aber da wir von Micropayment reden, wird man sich hier wohl nicht total finanziell verausgaben müssen. Ich hoffe ja jetzt schon auf knallbunte Oberteile mit passendem rosa Tutu, sowie Hula-Hula-Blumen, damit man auf dem (T)Raumschiff Enterprise mal ordentlich die Proseccokorken knallen lassen kann - weil wir so schön sind, so schlank sind ... äh, ja. Abgesehen von optischen Kleinigkeiten soll der finanzielle Aspekt aber vor allem "zeitliche Vorteile" bringen. So kann man seinen Fähigkeiten einen Boost verschaffen oder stärkere Waffen kaufen, die sonst erst nach einigen Stunden Spielzeit zugänglich wären. Man lege aber wert darauf, dass es keine spielrelevanten Vorteile geben wird, sondern man sich einfach nur Zeit sparen kann. Alle Waffen und Fähigkeiten sollen auch durch normales Spielen freigeschaltet werden können.

Was ist nun aber das "normale Spielen"? Von der Lounge aus könnt ihr alleine oder mit bis zu fünf Mitspielern verschiedene Missionen bewältigen. Diese unterteilen sich abermals in drei Kategorien. Ihr könnt entweder einfach so durch das All flitzen und neue Stationen und Planeten entdecken, Zufallsmissionen erledigen oder der Hauptstory folgen, die euch wie ein roter Faden durch das Universum führt. Apropos Universum: zeitlich ist STIS im Rahmen von Deep Space 9 - ungefähr ab der dritten Staffel - angesetzt. Um auch alles authentisch wirken zu lassen, bekommen die Entwickler Unterstützung von namenhaften Trekkie-Experten wie Drehbuchautor Lee Sheldon oder der wandelnden Enzyklopädie Michael Okuda. Damit ist wohl garantiert, dass Star Trek Fans voll auf ihre Kosten kommen.




Entspanntes Umherwandern trifft auf taktische Gefechte
Wenn wir uns genug in der Lounge entspannt und unterhalten haben, können wir wie erwähnt mit bis zu fünf weiteren Mitspielern in die Missionen ziehen. Dazu wählen wir uns erst ein Schiff aus mitsamt Crew. In einer hübschen Ladesequenz sehen wir dann, wie wir - und gegebenenfalls auch die Mitstreiter - mit Warp durch die unendlichen Weiten flitzen. Danach wechselt die Perspektive in Top-View und wir steuern unser Raumschiff via Maus und/oder Tastatur durch den jetzt zweidimensionalen Raum - die Grafik selbst bleibt allerdings weiterhin 3D. Der Übersicht zu Liebe hat man sich aber schon recht früh für die klassische Vogelperspektive entschieden. Nichts desto trotz sieht das alles immer noch sehr hübsch, bunt und detailliert aus. Schon bald treffen wir auf ein klingonisches Schiff, welches jedoch kein Feuer eröffnet. Im Gegenteil: es macht uns ein Angebot, das wir nicht ablehnen können. Im Tausch gegen vier Kristalle, die wir suchen sollen, verrät uns der Klingone die Codes zum Deaktivieren der Schutzbarrieren für die gegnerische Basis. Also fliegen wir los, sammeln einige der Kristalle ein und fliegen zurück. Der Klingone hält Wort, gibt uns die Codes - und als Dankeschön dafür, dass wir mehr als vier der Kristalle geholt haben, gibt's sogar noch die Codes zum Deaktivieren der Geschütztürme dazu. Solche kleineren Entscheidungsmomente wird es in Missionen öfter geben und solch besonderen Leistungen werden durch Boni gewürdigt.

Wir fliegen nun also in die Basis und sofort zucken die Phaser über den Bildschirm. Unser Schild hält zum Glück stand und wir feuern zurück. Mit schnellen Manövern versuchen wir, hinter das feindlichen Schiff zu gelangen, um dessen Schild stärker zu schwächen. Im richtigen Moment jagen wir einen Photonentorpedo hinterher und sehen ein hübsches Feuerwerk, doch die nächsten Schiffe rücken schon an. Um der Lage Herr zu werden, ziehen wir mittels Traktorstrahl die kleineren Schiffe zu uns und bombardieren diese ebenfalls mit Torpedos, ehe wir uns dem großen Schlachtschiff widmen. Je nachdem, mit wie vielen Mitstreitern wir die Mission antreten, wird die Anzahl der gegnerischen Einheiten erhöht bzw. die Schiffe entsprechend gestärkt. Taktische Herangehensweise ist hier Trumpf. Minen legen, Rückwege blockieren und der richtige Einsatz der Waffen entscheiden hier über Sieg oder Niederlage. Damit die Waffen auch richtig Zunder haben, könnt ihr euer Schiff und eure Crew mit der Zeit verbessern. Dadurch könnt ihr neue Fertigkeiten und Waffen erhalten, genau so wie unter anderem das Durchhaltevermögen eures Schildes und die Wendigkeit des Schiffes verbessern. Je nach Fähigkeiten der Crew entscheidet sich später dann auch, wie Missionen abgeschlossen werden können. Wenn ihr missionsbedingt etwas reparieren müsst, aber euer Techniker an Board farbenblind ist und statt dem roten eher den grünen Draht durchschneidet, ist das für den Missionsverlauf nicht wirklich optimal und sekundäre Missionsziele können scheitern.

Übrigens durften wir vor Ort zum Ersten Mal einen kurzen Blick auf die Klingonen werfen, deren Seite man sich ebenfalls anschließen kann. Diese soll sich nicht nur optisch immens von der Allianz unterscheiden, sondern auch spielerisch. Wir durften vorerst nur den optischen Aspekt überprüfen und der konnte sich durchaus sehen lassen. Musik, Setting und Ambiente waren entsprechend düster und machten Lust auf mehr.








Haschbeutel schrieb am 21. August 2011
Vorbei die Zeiten der Textnavigation. Hallo Unity-Engine! Gameforge hat hier für alle Star Trek Fans und die, die es noch werden wollen, ein richtig heißes Eisen im Feuer. Free2Play, tolle Grafik, einfach zu lernendes Spielprinzip und (hoffentlich) maximaler Suchtfaktor. Später sollen noch PvP-Kämpfe die Missionen erweitern und bei entsprechendem Anklang wird man sich auch in Zukunft über massig neuen Content freuen dürfen. Ich bin gespannt und fliege derweil mit Mopsgeschwindigkeit dem Release am Ende des Jahres entgegen.


 Testsystem:  Browser


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5 Kommentar(e):
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#1
Geschrieben am 22. August 2011 um 19:17 Uhr

Max meint ...

Ich habe Star Trek Infinite Space auf der gamescom natürlich auch angespielt. War wirklich schon ganz gut, die Grafik natürlich auch. Wird echt spannend anzusehen sein, ob sich das Spiel gegen Bigpoints Konkurrenz Battlestar Galactica Online durchsetzen kann. Irgendwie scheint mir Gameforge dafür einfach ein bisschen zu spät dran zu sein.


        
 





#2
Geschrieben am 6. November 2011 um 18:43 Uhr

Marco meint ...

Als alter Startrek-Fan freue ich mich schon lange auf dieses Spiel. Gerade die angesprochene soziale Komponente kommt mir in vergleichbaren Browsergames, wie z.B. Battlestar Galactica, leider zu kurz. Die oft nur aus drei Räumen bestehenden Schiffe und Stationen, zwischen denen man auch noch via Portal wechselt, lassen jede Interaktion mit anderen Spielern, außerhalb des Kampfes, vermissen.


        
 





#3
Geschrieben am 30. Januar 2012 um 19:45 Uhr

Florian meint ...

Also aus dem Release 2011 wurde ja leider nichts. Und ich kann auch auf der Seite des Herstellers kein neuen Informationen über einen Releasetermin finden. Gibts denn schon irgendwelche neuen Infos zu dem Spiel?


        
 





#4
Geschrieben am 30. Januar 2012 um 20:21 Uhr

Kithaitaa meint ...

Nach Umstrukturierungen bei Gameforge wurde das Spiel bzw. dessen Veröffentlichung erstmal auf Eis gelegt. Wann, wie und ob es weitergeht, steht derzeit meines Wissens in den Sternen ...



          
 





#5
Geschrieben am 21. März 2012 um 18:55 Uhr

Thomas meint ...

Ziemlich schade, dass die Veröffentlichung nun ersteinmal doch ausfällt auf unbestimmte Zeit...



        



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