Genre: Action-Adventure  
Entwickler: Rocksteady Studios  Publisher: Warner Bros. Interactive
Plattform(en):  PC, PS3, Xbox360

Release: 21.10.2011, 25.11.2011 (PC)
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Batman: Arkham City - Review

Fiese Bösewichte und ein Open-World-Gefängnis - Batman is here!

Geschrieben von Bart Wux am 21. Oktober 2011 um 18:01 Uhr


Ach, Lizenz-Spiele. Man muss sie lieben, gerade als Tester. Auf jedes halbwegs brauchbare (Wolverine) kommt mindestens ein wertloses (Spider Man: Edge of Time), das man nach Herzenslust zerreißen kann. Wirklich herausragende sind extrem selten. Zu diesen Vertretern gehört zweifelsohne Arkham Asylum. Nicht nur, dass die Grafik hervorragend und das Gameplay neu und exzellent war, das Spiel fing wie kaum ein anderes den Geist seiner Lizenz ein und brachte Batman auf den Bildschirm und nicht eine Figur, die nur so aussieht. Hier ist das kleine Problem: Einen Überraschungshit schafft man nur einmal. Jetzt sind die Erwartungen natürlich hoch und irgendetwas anderes als das beste Comic-Lizenz-Spiel aller Zeiten wäre eine maßlose Enttäuschung. Aber es wächst ja nicht nur die Leber mit ihren Aufgaben.

Eines steht fest. Die Einwohner von GothamCity sind die dümmsten Menschen dieser Welt. Nicht nur die Einwohner, auch und gerade die führende Elite gehören zu der Sorte, die ganze Hausgrundstücke auf dem Mond besitzt. Was die in Arkham City alles mit sich machen lassen geht auf keine Kuhhaut mehr. Wäre ich Batman, würde mir das allmählich auf die Nüsse gehen. Denn ausbaden darf das Ganze mal wieder er.

Die Vorgeschichte erzählt der gleichnamige Comicband von Paul Dini und Carlos D'Anda. Kauft euch diesen Band nicht! Die Vorgeschichte plätschert lustlos vor sich hin, die Nebenstories sind uninteressant und das letzte Drittel des Buches besteht nur aus ConceptArt. Das große Mysterium ist die Frage, wer hinter der Gefängnisstadt Arkham City steckt und diese Antwort kennen wir alle aus den Trailern.


Warum erschießen wir Kriminelle nicht gleich? Ist eh billiger.

Nach den Auswüchsen in Arkham Asylum hat die Stadt drastische Maßnahmen ergriffen und einen Teil der Stadt einfach mal abgeriegelt und in ein Hochsicherheitsgefängnis verwandelt. Ein ähnliches Erfolgsmodell hatte auch Südafrika zwischen 1940 und 1980 schon angewandt.

Durch Umstände, die so widrig wie awesome sind, landet Batman in diesem Gefängnis. Zu tun gibt es einiges. Hugo Strange plappert was von einem Protocol 10 (und ich will nicht spoilern, aber wie DAS im Rat von GothamCity durchgehen konnte, ist nicht fassbar!), Gefangene lauern überall und versuchen, das Beste aus ihrer Situation zu machen, der Pinguin schickt sich an, das Städtchen zu übernehmen (Heute ein König!) und der Joker hat ganz eigene Sorgen, die er zu gerne mit Batman teilt. Dann spielen auch noch Zsasz, Bane und Mr. Freeze mit und damit sind noch längst noch nicht alle genannt. Zu tun gibt es also reichlich, bis alles gesagt ist. Die Story wirkt stellenweise episodenhaft, verliert aber nie das übergeordnete Ziel aus den Augen und zieht am Ende noch ein paar Überraschungen aus dem Ärmel, nur um kurz vor den Credits noch einmal den absoluten Vorschlaghammer raus zu holen. Die finale Sequenz dürfte so manchen Batman Fan sprachlos vor dem Bildschirm sitzen sehen.




Das ist die große, bunte Batman-Show und wir sind alle mit dabei...

Neben der eigentlichen Handlung habe ich allerdings einige Sachen über Batman lernen können. Sicher, er ist extrem gut trainiert, hat Zugang zu millionenschwerer Ausrüstung und HighTech, aber was ihn wirklich ausmacht, ist nicht seine Kampfkunst, nicht sein Cape und nicht sein Anti-Hai-Spray. Es ist sein schierer unbeugsamer Wille! Batman könnte von zehn Tonnen Gestein erschlagen werden, wenn er dann sagt: „Nö, heut sterb ich nicht!“, dann kann der Sensenmann nur noch achselzuckend daneben stehen. „Tjoa, kann man nix machen, vielleicht ein ander Mal.“ Der Glaube an sich, seine Mission und seine Prinzipien steht über allem. Wer meint, Batman sei nicht selten die am wenigsten interessante Figur in allen Medien, in denen er mit spielt, der hat sich nicht eingehend genug mit ihm befasst.

Der große Unterschied zu Asylum ist in City... die City. Eine offene Spielwelt von Beginn an, komplett mit Hauptmissionen, Nebenmissionen und Ablenkungen noch und nöcher. Die Story wird durch fixe Storymissionen voran getrieben, die Nebenmissionen lassen sich nach und nach aktivieren. Die Stadt soll angeblich fünf Mal so groß sein wie die Welt aus Asylum, aber ohne nachgemessen zu haben, erscheint mir die City maximal doppelt so groß, wenn überhaupt.

Sich in der Welt zu bewegen ist im Übrigen leicht und schnell. Batman verfügt zu Beginn des Spiels fast über alles, was er am Ende von Asylum hatte und konnte. Er zieht sich an allen Vorsprüngen hoch und kann mit einer neuen Gleittechnik beinahe fliegen. Innerhalb weniger Minuten ist er an jedem beliebigen Ort der Karte.




Wie kann er sich mit dem schweren Cape denn so schnell bewegen?

Wieder mit an Bord ist das FreeFlowCombat System, das Batman erlaubt, auch großen Gruppen von Angereifern Herr zu werden. Und die Gruppen sind groß und vielfältig. Mehr noch als im Vorgänger ist taktisches und überlegtes Vorgehen elementar für den Sieg. Gegen Ende des Spiels müsst ihr beinahe jeden einzelnen Gegner mit einer anderen Taktik besiegen. Gegner mit Schutzwesten müssen erst mit dem Cape betäubt und dann mit einer Schlagserie ausgeschaltet werden, Angreifer mit Messern werden mit einem neuen, Timing-basierenden Kontersystem nieder gestreckt. Riotshields müssen mit einem neuen Sprungangriff bearbeitet werden während man solche mit Elektrosticks nicht von vorne angreifen darf. Da sind noch keine der neuen großen Brocken dabei und keine mit Schusswaffen. Gegner sind wesentlich aggressiver als früher und gerne greifen auch mal drei oder vier gleichzeitig an. Ohne zu übertreiben kommt man gewaltig ins Schwitzen, wenn man von allen Seiten attackiert wird und eine späte Szene musste ich drei Mal versuchen, bis ich sie geschafft hatte. Der Ansturm verschiedenster Gegner aus allen Richtungen hatte mich kurzzeitig überfordert.

Wenn es aber läuft, dann ist kein Gerede drum zu machen, dann spielt man eines der besten Kampfsysteme aller Zeiten. Buttonmashing führt keinen Meter weit. Statt dessen wird der belohnt, der den Überblick wahrt und sich all seiner Optionen bewusst ist. Wer geschickt seine Gadgets einsetzt, um sich Raum zu verschaffen, den Angreifern ihre eigenen Fässer zurück wirft und bis zu drei Gegner gleichzeitig auskontert, um am Ende mit einer 50x Kombo belohnt zu werden, der kann nicht anders als sich als die größte Kampfmaschine aller Zeiten zu fühlen. Dass das alles so unglaublich flüssig vonstatten geht, ist sicherlich kein Hindernis.


Von ACME gekauft, wie?

Auch die Stealthabschnitte sind sehr viel anspruchsvoller geworden. Nichts ist mehr mit Warten auf den Gargoyles und schön einen nach dem anderen daran aufhängen. Nicht selten müsst ihr in der offenen Welt, bevor ihr ein Gebäude betretet, euch mit einem halben Dutzend oder noch mehr Scharfschützen herumärgern. Im Umkehrschluss bietet dies auch mehr Freiheiten, die Gegner nach und nach zu eliminieren. Mit einer immensen Vielzahl neuer Gadgets und Moves ist Batman für diese neuen Herausforderungen gerüstet. Einer meiner Lieblinge: Ein Gadget, das die gegnerischen Schusswaffen blockiert, ohne dass die es merken. Der Spaß ist riesig, sich vor einem halbstarken Ganoven aufzubauen, der mit seiner Shotgun loslegen will und dann in Panik wegrennt, wenn das Teil klemmt.

Detective-Vision ist zurück und genauso hilfreich wie im Vorgänger. Der Röntgenblick gibt einen guten Überblick über die wartenden Feinde und interaktive Umgebung. Die Verlockung, einen Großteil des Spiels in diesem Modus zu verbringen, ist nicht ganz so groß, da man dadurch die Umgebung schlechter wahrnimmt. Insbesondere ist Wasser nicht mehr so gut vom eigentlichen Boden zu unterscheiden.

Upgrades gibt es immer noch, meiner Ansicht nach etwas weniger wichtig als im Vorgänger, da man mit fast allem wichtigen startet. Nach den Panzerungsupgrades (jetzt separat für Feuerwaffen und Nahkampf) und ein paar neuen Moves ist das meiste nur noch Spielzeug, das man zwar nutzen kann, aber nicht wirklich zwingend benötigt. Dank vieler Sidequests ist es auch leichter an Erfahrungspunkte zu kommen. Ich hatte nach etwa drei Stunden fast alle Upgrades, die ich wollte und hatte nach der Hälfte fast schon Mühe im Menü etwas zu finden, was sich aufzuleveln lohnte.


Hauptfach: Arkam City Nebenfach: Physik

Wenn man Arkham City also eines nicht vorwerfen kann, dann einen Mangel an... egal was. Gegner, Optionen, Missionen, Nebentätigkeiten, das Spiel ist so dermaßen vollgestopft, dass man relativ schnell den Überblick verliert. Der UpgradeScreen ist bereits bei Start des Spiels voll bis zum Rand und lässt sich nach und nach erweitern, neue Gadgets werden im Laufe des Spiels erweitert und nachgerüstet ohne dass das Spiel mit den Erklärungen immer hinterher kommt. An einer Stelle habe ich das Internet nach einer Lösung abgesucht, nur weil ich vergessen hatte, dass Batman jetzt eine Rutschattacke hat. Ähnliches gilt für die Nebenmissionen. Eine Mission stoppt etwa bei der Hälfte und ging nicht weiter. Verzweifelt suchte ich den Ausweg, bis ich schließlich aufgab. Erst spät im Spiel ging diese Mission weiter. Der Grund war, im Nachhinein betrachtet, einfach. Ich hätte zum Beenden der Mission ein Gadget gebraucht, dass ich erst viel später bekommen hatte. Das Spiel kommuniziert dieses einfach nicht und lässt den Spieler oftmals im Ungewissen. Witzigerweise hält sich Arkham City ansonsten nicht damit zurück, euch auch Stunden nach Spielbeginn die Steuerung einzublenden.

Auch die Kämpfe werden, wie schon erwähnt, teils richtig barbarisch. Sämtliche Moves, Gadgets und Optionen richtig zu beherrschen und dann im Getümmel auch immer am richtigen Gegner anzuwenden, ist eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe.




Über 400 Fragezeichen ???????

Geradezu lächerlich sind die neuen Riddlerchallenges, die beinahe ein eigenes Game hätten ausmachen können. Anstatt nur hier und da ein Fragezeichen zu sammeln, müssen diese richtig erarbeitet werden durch das Lösen von Schalterrätseln oder Finden des richtigen Weges zu den Goodies. Die Rätsel waren teils so verworren, dass ich mich schnell gänzlich von diesen Dingern abgewandt habe. Leider dominieren die grünen Fragezeichen die gesamte Stadt, was dann stört, wenn man sich nicht um die Riddlerchallenges kümmert.

Dann wären da die Augmented Reality Herausforderungen, bei denen ihr durch verschiedene Ringe gleiten müsst ohne den Boden zu berühren. Extrem schwer. Die ersten vier schalten ein extrem nützliches Upgrade frei, also haltet euch ran! Die übrigen habe ich ignoriert. Arkham City bietet genügend Spaß, um sich auch anderweitig zu amüsieren.


Du willst Boss sein? Wessen Boss?

Einer der größten Kritikpunkte des Vorgängers, wenn nicht gar der einzige, waren die Bosse. Scarecrow und KillerCroc waren mehr Puzzle als echte Fights, was insbesondere bei Croc eine herbe Enttäuschung war. Der Rest war in der Regel sehr eintönig und wiederholend. Hier hat Rocksteady richtig gearbeitet. Zugeben sind nach wie vor viele Fights sehr videogamey. Sprich, es geht um das Auswendiglernen sich wiederholender Angriffsmuster. Außerdem ist der Schlüssel zum Sieg oft ein bestimmtes Gadget und das Spiel blendet sofort ein, welches. Schön, dass man nicht im Stich gelassen wird, aber so geht freilich irgendwie die Spannung verloren. Im Optionsmenü lassen sich diese Hinweise zum Glück ausstellen. Allerdings sind alle Fights echte Originale und nicht austauschbar, wobei ein bestimmter, sehr taktisch geprägter Kampf in der Mitte des Spiels besonders positiv auffällt. Soweit es mich betrifft, schuldet Rocksteady mir allerdings immer noch einen Kampf gegen KillerCroc.

Das ist viel Gemecker, aber wenn man sich so lange an dem Punkt aufhält, dass ein Spiel zu viel Inhalt und zu viele Optionen bietet, kann das nur bedeuten, dass ansonsten nicht viel falsch gemacht wurde. Arkham City ist extrem abwechslungsreich und bietet einen guten Mix aus Erkundung, Stealth, Action und Bossfights. Das Pacing des Spiels ist, wie bei vielen OpenWorldGames, im Grunde das, was ihr daraus gemacht. Weit mehr als in Arkham Asylum kann man sich in Arkham City in Nebenschauplätzen verlieren und die eigentlich so wichtige Handlung hinten anstehen lassen. Auch das Auseinanderziehen mancher Nebenmissionen lässt die Dringlichkeit, die angedeutet wird, als künstlich erscheinen. Konzentriert man sich auf die Hauptmissionen, so entgehen einem einige sehr coole Szenen (der Hutmacher ist ein besonderes Highlight, wenn auch eine klare Kopie von Scarecrow), aber erhält das stringentere Spiel. Die Hauptmissionen an sich finden sehr oft innerhalb bestimmter Gebäude statt, nur selten wird die offene Stadt tatsächlich mal innerhalb der Story genutzt. Ich erinnere mich spontan nur an eine Szene kurz vor Ende des Spiels.

Ein einzelner Durchgang auf normal dauert etwa so lang wie der Vorgänger (acht bis zehn Stunden), wobei die optionalen Quests das Ganze durchaus noch um einiges erweitern können.


Das Plus im neuen Spiel

Nach Ende des Spiels könnt ihr in der Welt weiterspielen, um alle fehlenden Challenges und Nebenmissionen zu beenden. Alternativ könnt ihr, sofern ihr das Spiel auf normal oder höher beendet habt, auch die New Game + Option wählen. Damit startet ihr das Spiel mit allen Upgrades und Gadgets aus dem letzten Durchgang, allerdings sind die Gegner stärker und es fehlt der Indikator für das Kontern, was den Schwierigkeitsgrad nicht unwesentlich erhöht. Im Kampfgetümmel nur anhand der Animationen zu erkennen, wer angreift, ist keine leichte Angelegenheit. Ich habe diesen Modus nicht durchgespielt, frage mich allerdings, ob die Tatsache, dass man sämtliche Gagdets hat, nicht zu Problemen führt. Ich erinner mich an God of War II, wo die Tatsache, dass man bereits mit dem Bogen startete, dazu führte, dass man früh im Spiel den gesamten Höhlenabschnitt sparen konnte. Ich weiß nicht, wie das Spiel dieses Problem löst, aber es wurmt mich immer, wenn ich mit Gerät ankomme, dass ich im Verlauf der Story richtigerweise erst erhalten hätte.

Zurück sind aber auch die Challenge Maps, unterteilt in Kampf und Stealth. Wer beim entsprechenden Händler geordert hat, kann sogar mit Robin in den Kampf ziehen. Und wo wir das Thema gerade anschneiden...




Wie viel Spiel hätten's denn gern?

Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass, bei all dem Inhalt, den ihr bekommt, ihr als Käufer auch einen Großteil entweder nicht, nur online oder gar nur gegen Bezahlung erhaltet. Diverse Kostüme und sogar ein spielbarer Robin sind Shop-spezifisch, Catwoman ist überhaupt nicht im Spiel, es sei denn ihr nutzt den beiliegenden Onlinepass, welcher zum Zeitpunkt des Schreibens in der PS3 Version NICHT funktionierte (Anmerkung: Allerdings gute drei Stunden später.) Zugegeben, zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nach wie vor vor dem offiziellen Release, aber das Problem würde nicht bestehen, soweit sämtliche Inhalte, wie es sich gehört, auf die Disc gepackt würden. Dazu muss man aber sagen, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, irgendwo im Spiel würde etwas fehlen. Selbst nach Spielen der Catwoman Abschnitte muss ich ernsthaft überlegen, ob diese das Spielerlebnis signifikant bereichert haben. Teils wirken sie eher wie unnatürliche Stops im Pacing.

Ungeachtet dessen ist Arkham City ein weiteres Opfer des Download-Zeitalters, ein Spiel, bei dem eine Woche vor Release ein Patch vor dem ersten Spielen geladen wird und man das Spiel bei mindestens 6 verschiedenen Shops kaufen muss, um es vollständig zu besitzen. Mir wäre es da glatt lieber, die Spiele würden pauschal um 10 bis 15 Euro teurer, kämen dafür aber out of the box mit sämtlichen Inhalten.


Drake ist der Pinguin? Ich dreh durch!

Technisch fangen wir mit Meckern an. Das Aliasing ist teils sehr auffällig, viele Boden- oder Gebäudetexturen sind matschig und bei zu schnellem Gleiten merkt man, wie das Spiel nicht schnell genug nachlädt. Doch genug davon. Arkham City sieht wie ein Märchen aus. Ein düsteres, aber dennoch. Die für eine offene Welt eher kleine Stadt beeindruckt mit einer Vielzahl sehr individueller Gebäude und Orte, Animationen während der Kämpfe sind sowieso über alle Zweifel erhaben. Charaktere sind wunderbar detailliert, was sich natürlich vor allem bei Batmans Outfit erkennen lässt. Ladezeiten treten nur vor beim Betreten und Verlassen von Gebäuden auf und sind dann relativ kurz.

Exzellent ist der Sound des Spiels. Im Hintergrund habt ihr immer den urigen Sound der düsteren Stadt während die Musik immer die richtige Stimmung einfängt von bedrohlich bis zu bedrückend und bei Actionszenen, hier besonders im Finale richtig loslegt. Der Cast der Sprecher bringt einige bekannte Stimmen zurück, wobei die Sprecherin von Harley Quinn gewechselt wurde. Es ist nicht wirklich störend, zumal Tara Strong einen guten Job macht. Fred Tatasciore (Baird aus Gears of War) übernimmt die Rollen von Bane und Solomon Grundy (born on a monday) und der Pinguin wird allen Ernstes von Nolan North gesprochen. Keine Chance, das raus zu hören. Die Stars sind natürlich Kevin Conroy und Mark Hamill, die in ihren Rollen voll aufgehen. Aus irgendeinem Grund klingt Batmans Stimme allerdings immer etwas blechern. Am Ende bleibt dennoch ein technisch mehr als überzeugendes Paket, das vor allem durch seinen Stil eine immens intensive Stimmung hervor ruft.

Disclaimer: Getestet wurde die deutsche Verkaufsversion für die PS3. Diese ist ungeschnitten, zeigt das USK und das BBFC Logo auf der Disk und bietet neben deutsch auch die englische Sprachausgabe.









Bart Wux schrieb am 21. Oktober 2011
Was kommt als nächstes? Arkham World?
Man muss Rocksteady ja fast dankbar sein dafür, dass sie es teilweise mit den optionalen Missionen und der Optionsvielfalt leicht übertrieben haben. Denn was ist eine ernsthafte Kritik wert, in der es nichts zu kritisieren gibt? Arkham City macht den Fehler, etwas zu viel zu wollen und vor allem Neulinge wohl etwas zu überfordern. Das ist am Ende aber nur ein kleiner Schönheitsfleck auf dem Meisterwerk, das Arkham City darstellt. Von der tollen und abwechslungsreichen Story über ein Kampfsystem, das den Begriff „easy to learn hard to master“ neu definiert bis hin zu einem großen, lebendigen Areal, das dem Spieler erlaubt, wirklich als Jäger in der Nacht umher zu streifen bietet Arkham City das ultimative Batman-Erlebnis.

Ihr spielt nicht den Dunklen Ritter, ihr seid der Dunkle Ritter. Für Comic Fans ist dieses Spiel geradezu eine Offenbarung, aber auch ohne besondere Affektion für die Fledermaus ist es schwer, sich der perfekten Kombination aus Erkundung, Stealth und Action zu entziehen. In Zeiten, in denen manch andere Firma einen lizenzierten Charakter einfach ohne jedes Interesse in eine uninspirierte Klopperei packt, die allem widerspricht, was den Charakter ausmacht (Edge of Time, danke schön), ist ein Arkham City ein echter Lichtblick. Rocksteady nimmt alles, was den Charakter und seine Welt ausmacht und erweckt es auf dem Bildschirm zum Leben. Dass sie dazu auch noch eine packende Story, eine Welt prall gefüllt mit Aufgaben und Optionen in ein knackiges, ausgeklügeltes Gameplay packen ist da schon beinahe nur noch Bonus. Arkham City nimmt, was den Vorgänger schon gut gemacht hat, baut es aus und legt eine offenere Welt oben drauf. Es ist nicht perfekt, aber zweifelsohne eines der besten Spiele des Jahres. Wer nicht gerade einen abgrundtiefen Hass auf Batman hegt und pflegt, sollte sich diesen Titel dringend ansehen.

P.S. An Rocksteady: Im dritten Teil gibt es einen Tango mit KillerCroc oder ich verklag euch wegen seelischer Grausamkeit!


Besonders gut finde ich ...
  • offene, toll designte Welt
  • packende Story
  • viele Gadgets
  • verbessertes FreeFlow Kampfsystem
  • viele Charaktere aus den Comics
  • Top Sprecher (englisch)
  • gute Spieldauer (ca. 10-12 Stunden) plus optionale Missionen
  • Neue Challengemaps
  • interessante, spannende Bosskämpfe
  • lupenreines Batman-Feeling


Nicht so optimal ...
  • kann zu Beginn etwas unübersichtlich sein
  • Steuerung anfangs gewöhnungsbedürftig, vor allem beim Gleiten
  • zu viel Riddler (zum Glück optional)
  • VIP-Pass/Shop-spezifische PreOrder-Boni
  • kein KillerCroc??!!

 Testsystem:  PS3
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3 Kommentar(e):
und folgenden Usern gefällt der Beitrag: Kithaitaa, Haschbeutel, Tim, Christian, DerBene, ... und 2 Gästen.

 





#1
Geschrieben am 21. Oktober 2011 um 19:48 Uhr

DarkRaziel meint ...

Habe das Game auch seit gestern und finde es gut.
Auch die Deutsche Synchron Stimmen sind gutgelungen, auch wenn sind nicht gerate Lippensynchron-
Doch welches Spiel ist das schon   


          
 





#2
Geschrieben am 22. Oktober 2011 um 01:08 Uhr

Kithaitaa meint ...

Mehr von allem in noch besser - passt, genau wie erwartet. Nun warte ich mal auf den PC-Release ...



          
 





#3
Geschrieben am 24. Oktober 2011 um 11:56 Uhr

Fetzig meint ...

meine Collectors Edition ist auch am Samstag aus England gekommen und nachdem ich gestern abend gute 3-4 Stunden spielen konnte bin ich restlos begeistert. ja, das spiel ist wahnsinnig umfangreich und das kann einen manchmal sogar von der story ablenken... aber trotzdem hat das spiel wirklich alles, was man sich als batmanfan wünschen könnte. ich bin restlos begeistert!


          



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