Genre:FPS  
Entwickler:Infinity Ward  Publisher: Activision
Plattform(en):PC, PS3, Xbox360, Wii

Release:08.11.2011

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Call of Duty: Modern Warfare 3 - Review

Mit Hurra-Patriotismus & Bombast-Inszenierung auf den FPS-Thron?

Geschrieben von Christian am 22. November 2011 um 16:55 Uhr


"Hurra-Patriotismus ist ein pejorativer Ausdruck für eine Form des Patriotismus, die mit Kriegseuphorie einhergeht. Er enthält gewöhnlich Elemente von Nationalismus und Chauvinismus, oft auch Rassismus." (Quelle: Wikipedia) Wie keine andere Spieleserie zelebriert die Call of Duty - Reihe die Überlegenheit der USA und soll so die patriotistischen Gefühle der amerikanischen Bevölkerung ansprechen. In Modern Warfare 3 werden jedoch serienuntypische Töne angeschlagen: New York liegt in Schutt und Asche, die Russen sind auf dem Vormarsch und auch ansonsten läuft in Amerika nicht alles rund. Stehen die Zeichen etwa auf Veränderung im ewig gleichen Prinzip der Modern Warfare-Reihe? Und wie schlägt sich der Titel im Vergleich zum direkten Military-Shooter-Konkurrenten Battlefield 3?

Ihr habt Modern Warfare 1 und 2 nie gespielt und möchtet mit Modern Warfare 3 in die Serie einsteigen? Vergesst es, trotz halbherzigem Erklärungsversuch vor der Kampagne dürfte man bei Namen wie Makarov oder Soap nur Bahnhof verstehen und fühlt sich deshalb ziemlich alleingelassen. Dies gilt natürlich nur für die Kampagne, falls man sich jedoch nur mit dem Multiplayer beschäftigen will, mein Tipp: Holt euch den ersten Teil von Modern Warfare: dieselbe Engine, bessere Karten, billiger und immer noch eine aktive Community.


"Eckat, die Russen kommen"

Russe, Ober-Bösewicht und Topterrorist Makarov scheint am Ziel seiner Pläne angelangt zu sein. Nach den Ereignissen in Modern Warfare 2, an denen die Kampagne von Modern Warfare 3 (im Folgenden als MW3 abgekürzt) direkt anschließt, versinkt die Erde im 3. Weltkrieg, in dem sich auf der einen Seite die Amerikaner und auf der anderen, wie könnte es auch anders sein, ihre Erzfeinde, die Russen, gegenüber stehen. Zu allem Übel kommt noch hinzu, dass die einzige Einheit, welche Makarovs Wahnsinn möglicherweise noch stoppen könnte, die Taskforce 141 bestehend aus den Protagonisten der Vorgänger Captain "Soap" McTavish, um dessen Gesundheit es am Anfang des Spieles nicht allzu gut bestellt ist, und Captain Price, welcher aber nach den Geschehnissen von MW2 auf der schwarzen Liste steht, ist, und sich ihrer nackten Haut im indischen Teil des Himalayas erwehren muss.

Die Russen haben inzwischen die Ostküste von Amerika überrannt und schicken sich an, weiter ins Landesinnere vor zu stoßen. Die ganze Ostküste? Nein, ein tapferes kleines Delta-Team leistet im inzwischen zerstörten New York dem Erzfeind Widerstand und vertreibt schließlich die Russen erst aus der Wall Street und danach komplett aus dem Big Apple, begleitet von einem wahren Inferno an Explosionen und Over-the-top-Momenten. Danach verschiebt sich das Kriegsgeschehen eher nach "Good old Europe", wo man unter anderem London, Paris und Hamburg "besucht" um dort die Invasion Russlands doch noch abwenden zu können.

Die Aufteilung in konventionelle Kriegsführung und verdeckte Operationen bleibt weitestgehend erhalten. Während man sich in der Gestalt von Sergeant Frost, einem der Deltas, in West-Europa durch die Gefechte von epochalem Ausmaß ballert, schleicht und schießt man sich als abtrünniger Speznas-Agent Yuri, welcher Price und Soap (der Feind meines Feindes...) bei ihrer Jagd auf Makarov unterstützt, durch exotische Orte wie Afrika oder Indien.





Michael Bay lässt grüßen!

Es gibt, wie bei jedem CoD, ein paar (geskriptete) Schleichabschnitte, welche zwar durchaus eine willkommene Abwechslung zum grauen Soldatenalltag bieten, aber nie an die Intensität und Klasse der Prypjat-Mission in MW1 heranreichen. Man klemmt sich im Zuge der Kampagne auch ein-, zweimal hinter die Steuerung eins Fahrzeuges, so nimmt man zum Beispiel in Paris als Bordschütze einer AC-130 russische Panzer aufs Korn, nett aber nichts Neues. Um die Achterbahnfahrt um den Globus einigermaßen plausibel verkaufen zu können findet man sich häufig in Gestalt eines anderen Soldaten wieder, man steuert unter anderem einen Britischen SAS-Angehörigen oder einen Flugssicherheitsagenten, der den russischen Präsidenten schützen soll. Diese häufigen Perspektivenwechsel haben durchaus Vor- aber auch Nachteile. Einerseits kann man den Krieg dadurch an mehreren Orten und aus mehreren Perspektiven betrachten, andererseits lassen die Figuren ein eigenständiges Profil vermissen und man nimmt dadurch nur wenig Anteil an ihrem Schicksal. Auch die sonstigen "dramatischen" Szenen des Spieles zünden nicht, da mir nicht ganz klar war, wie der Tod eines Amerikaners mir nahe gehen soll, wenn ich vorher über 100 in Gefechten habe fallen sehen.

Man bekommt storytechnisch gesehen also genau das, was man erwartet: Eine mit Soldaten-Pathos angereicherte, mit einer Prise Nationalismus verfeinerte, Geschichte auf Hollywood-Action-Blockbuster-Niveau.

Die bewegte Geschichte der Entwicklung des Titels lies böses erahnen: Nach den Streitigkeiten zwischen Infinity Ward, Erfinder und Stammentwickler der CoD-Reihe, und Activision, nahmen kurzerhand die kreativen Köpfe um West und Zampella ihren Hut und heuerten beim Konkurrenten EA an. Infinity Ward blieb personell ziemlich ausgedünnt zurück und wurde bei der Entwicklung von Modern Warfare 3 von Sledgehammer Games unterstützt. Die Sorge, dass die Story des Titels nur ein Flickenteppich aus Versatzstücken sei, war durchaus berechtigt ist aber unbegründet: Sie wirkt wie aus einem Guss, macht in sich mehr Sinn als die Story des Vorgängers, und schafft es die Modern Warfare- Triologie zu einem, der Serie würdigen, Ende zu führen.


Skandal! Oder etwa doch nicht?

"Skandalös!" Mit diesem Adjektiv wurde häufig die Flughafenmission aus Modern Warfare 2 beschrieben, und den kollektiven Aufschrei der Mediendlandschaft über diese kann man durchaus als gelungenen PR-Coup bezeichnen, da man sich so in den Mittelpunkt des öffentlichen Interessens gerückt hatte. Auch Modern Warfare 3 hat seine kleine Skandal-Szene: Gerade noch versucht man als Burns, seines Zeichens SAS-Angehöriger, einen Giftgasanschlag auf London zu verhindern, als man unvermittelt als Vater seine Frau und die gemeinsame Tochter beim Besuch in London filmt.

Doch das Familienidyll währt nicht lange - einer der Giftgas-LKWs schießt um die Ecke, kippt und begräbt Mutter und Tochter unter sich, der Vater hat aber ebenfalls nicht lange Zeit seinen Verlust zu bedauern, kurz danach geht nämlich die Giftgasbombe im inneren des LWKs hoch. Müssen solche Szenen sein? Meiner Meinung nach nicht, zwar ist es einerseits interessant zu sehen, wie die Zivilbevölkerung unter dem Krieg zu leiden hat, andererseits gibt es nur diese eine Szene und diese ist auch noch recht einseitig geraten. So sind die Amis die Ritter in strahlender Rüstung mit reiner Weste und die Russen die barbarischen Unmenschen die die unschuldige Zivilbevölkerung terrorisiert - wenn nicht die totale militärische Überlegenheit dann wenigstens die moralische, ohne ein bisschen Patriotismus kommt die Serie halt nicht aus.

Alle Call of Dutys dieser und letzter Konsolengeneration haben etwas gemein: Die Bombast-Inszenierung. Und auch hier versteht sich das Spiel ganz in der Tradition der Vorgänger. Es vergeht fast keine Sekunde wo nicht irgendwo irgendetwas detoniert, berstet, zu Bruch geht oder einfach gleich ganz von der Landkarte verschwindet. Man sollte sich jedoch nicht von diesen Physik-Spielereien täuschen lassen, auch in der 8. Auflage des gleichen Spielprinzips haben es die Entwickler immer noch nicht geschafft, eine angemesse Physik-Engine zu implementieren.

Absurderweise kommt einem irgendwann das Spiel einfach überinszeniert vor, man hat sich an den (im Vergleich zu Battlefield 3 kümmerlich aussehenden) Explosionen satt gesehen und auch die Abläufe der Einsätze ähneln sich einfach zu sehr, als das man noch einmal wirklich von etwas überrascht wird - und so stellt sich eine gewisse Apathie gegenüber dem Geschehen auf der Mattscheibe ein.




Wohin denn Sergeant? Ganz einfach, immer gerade aus!

Auch beim Leveldesign wandelt MW3 auf altbekannten Pfaden. Man ballert sich durch ultra-lineare Schlauchlevel, die über Script-Action mit einem nicht enden wollenden Strom an Gegnern geflutet werden. Spielerische Freiheit wird dabei kleingeschrieben, was der Preis für eine actionreiche und atemlose Inszenierung ist. Stattdessen wird man durch die Verknüpfung unterschiedlicher Scripte automatisch zum nächsten Checkpoint gedrängt, nach alternativen Wegen zu suchen erscheint da häufig abwegig. Die Umgebung der Schauplätze weiß jedoch meistens zu überzeugen, ob Gefechte im Blechhüttenmoloch in Sierra Leone oder das Stürmen einer stillgelegten Diamantenmine in Sibirien, jeder Schauplatz hat seinen eigenen Flair und trägt so entscheidend zur Atmosphäre bei.

Bei der KI gibt es wenig Licht und viel Schatten. Während die Verbündeten nicht einmal ein Scheunentor auf 3 Meter treffen würden, haben die Feinde vor allem im Söldner- oder Veteranen-Modus genug Zielwasser getankt um aus 100 Meter eine Fliege aus der Luft schießen zu können, was gelinde gesagt lächerlich wirkt. Um den Spieler eins reinzuwürgen handeln die Feinde auch mal richtig irrational, z.B. opfern sie eine sichere Deckung und begeben sich auf einen Spießrutenlauf an den (untätigen) Verbündeten vorbei, nur um den Spieler in den Rücken fallen zu können. Häufig hat die KI auch Aussetzer, so schauen sich Verbündete und Feinde häufig untätig in die Augen bis sie der Spieler von ihrem sinnlosen Dasein erlöst.

Technisch fühlt sich das Spiel schlicht und ergreifend veraltet an. Klar, MW3 ist einer der wenigen Titel, die wirklich durch die Bank weg flüssig mit 60 FPS laufen, aber die Grafikengine war zu Zeiten von Modern Warfare 1 (d.h. vor 4 Jahren) zeitgemäß, jetzt wirkt sie einfach nur veraltet. So plagen sie unscharfe Texturen und auch die Animationen der Figuren wirken hölzern, so dass man sich immer wieder fragt: Mensch oder Roboter? Auch die Explosionen lassen die notwendige grafische Wucht vermissen und liegen so mindestens zwei Klassen unter Battlefield 3, welches insgesamt auch besser aussieht. Auch beim Lightning, welches angeblich gegenüber MW2 verbessert sein sollte, konnte ich keine gravierenden Unterschiede feststellen.





Selbst das Steckenpferd der Reihe, der Multiplayer, schwächelt. Die 16 Karten, welche sich häufig an Level aus der Kampagne anlehnen, schauen optisch unterschiedlich aus, im Aufbau sind sie jedoch eigentlich alle gleich. Denn alle Schauplätze haben eines gemein: Sie sind verwinkelt und klein bis mittel-groß, diese konzeptionelle Ähnlichkeit spürt man nach ein paar Stunden und so spielen sich alle Karten ähnlich. Auch Highlights, die aus der Menge herausstechen sucht man vergeblich, zwar sind alle Karten handwerklich solide gemacht und das Balancing stimmt auch, blöd ist nur, das sich die Karten alle zu sehr an ein Schema F halten, überraschendes Karten-Design sucht man vergeblich.

Das verwinkelte Design der Karten führt eigentlich auch die Sniperklasse ad absurdum, nicht unbedingt ein Nachteil, aber wer wie ich gerne Scharfschütze spielt, der wird beim direkten Konkurrenten Battlefield 3 eher glücklich. Beim Multiplayer, der euch sicherlich eine Zeit lang beschäftigen wird, immerhin gibt es wie immer massig freizuschalten und auch viele Herausforderungen die bestanden werden wollen, geht das Aufleveln des Charakters zu schnell.

Level 20, ab dem man alle Spielemodi spielen darf, erreicht man schon nach 2-3 Stunden und auch danach geht der Aufstieg noch zu schnell, das Ende der Fahnenstange hat man so bald erreicht. Bei den Modi bekommt man erst altbekannte Kost vorgesetzt, das heißt Team Deathmatch und Capture the Flag, für frischen Wind sorgt da der neue Modus "Abschuss bestätigt", einer etwas schnelleren und hektischeren Variante des Team Deathmatch, da dort nicht die Abschüsse als solches zählen, sondern die Dogtags, welche erledigte Feinde an Ort und Stelle fallen lassen. Diese werden gewertet und müssen erst aufgesammelt werden, weshalb Camper im Nachteil sind, da sie weniger Punkte bekommen. Theoretisch könnte dieser Modus den Taktik-Anteil im Spiel fördern, so kann man nicht nur den Abschuss bestätigen, sondern auch verwehren, d.h. die Marke eines Teamkameraden aufsammeln, was eigentlich Teamstrukturen fördern würde, in der Praxis stellt sich die Sache jedoch anders dar, da auch Camper die Punkte für ein eingesammeltes Dogtag bekommen und nicht nur der derjenige, welcher Leib und Leben für die Hundemarke riskiert hat.


Herzlichen Glückwunsch, sie sind um zwei Stufen und einen Waffenlevel aufgestiegen und haben drei Waffen sowie fünf neue Tarnungen freigeschaltet.
Für die Waschmaschine hat es leider nicht mehr gereicht.


Neben dem neuen Modus haben noch zwei weitere Veränderungen ihren Weg ins Spiel gefunden: Das Angriffspaket, welches jedoch nur eine andere Kategorisierung und Benennung der Killstreaks ist, und die Waffenstufen. Statt Herausforderungen für neue Visiere oder Tarnungen bestehen zu müssen, levelt man jetzt einzelne Waffen auf, um so in den Genuss der Boni zu kommen. Im Multiplayer fühlt man sich anfangs vom Informations-Overkill regelrecht erschlagen, ständig steigt man in irgendeinem Level auf, gewinnt dies und das und besteht diese oder jene Herausforderung, sodass man gar nicht mehr zur Ruhe kommt und fast überfordert wird. Klasse ist aber, dass man wie gehabt auch lokal im Splitscreen oder im LAN-Modus zocken kann.

Die Entwickler haben dem Spiel auch einen kurzweiligen und schweren Coop-Modus spendiert, in dem man entweder mit einer zufälligen Online-Bekanntschaft oder lokal gemeinsam mit einem Freund 16 Missionen, welche an die Kampagne angelehnt sind und diese aus einem anderen Blickwinkel zeigen, bestehen oder sich zusammen im Überlebens-Modus gegen anrückende Gegnerhorden behaupten kann.

Auch wenn der Soundtrack dieses Mal nicht von Hans Zimmer, seines Zeichens Oscar-Preisträger und bekannter Filmkomponist, komponiert wurde, zu überzeugen weiß er immer noch. Auch wenn die authentischen (soweit ich das als Laie beurteilen kann) Waffen- und Schlachtfeldsounds noch nicht ganz auf dem überragenden Niveau der Battlefield-Reihe liegen, so spielen sie wenigstens in der gleichen Liga, nur den Explosionen fehlt noch die akustische Wucht. Mit der Synchronisation hat sich Activision allerdings keinen Gefallen getan. Ein Großteil der Sprecher rattert dermaßen desinteressiert, unpassend und lustlos ihren Text runter, dass dies fast deplatziert wirkt.









Christian schrieb am 22. November 2011
Modern Warfare 3 polarisiert - und das nicht zu knapp. Manche loben es in den Spiele-Olymp, andere würden den Titel lieber da sehen, wo er ihrer Meinung nach hingehört, ganz unten. Ein typischer Love or Hate it-Titel eben. Ein objektives, allgemeingültiges Urteil zu fällen ist schwer, vielleicht sogar ein unmögliches Unterfangen. Deshalb hier erst mal die harten Fakten:
Modern Warfare ist schlicht DER Action-Overkill, in den ganz großen Schlachtleveln dürfen mehr Helikopter vom Himmel geholt werden, als es im gesamten Vorgänger überhaupt zu sehen gab. Und trotzdem ist man nicht im mindesten davon beeindruckt, zwar spielt sich die Zerstörungsorgie auf hohem Niveau ab, aber jede Szene verkommt irgendwie zu einem austauschbaren Dauerrauschen, richtige Highlights sucht man vergebens. Die Story, die den Höllenritt über den Globus einigermaßen plausibel zu erklären versucht ist wie immer unterhaltsam und unglaubwürdig, aber auch sie kommt einem altbekannt und deswegen austauschbar vor. Viel zu zaghaft wurden die minimalen Neuerung umgesetzt und so fühlt sich MW3 einfach wie eine etwas aufpolierte Version (aber nur minimal, das grafische Grundgerüst ist seit CoD 4 das gleiche) von MW2 mit anderen Schauplätzen an. Vor allem der Multiplayer erinnert frappierend an das jährliche Update-Spielchen im Sportspielesektor, hier ein bisschen verändern, dort ein paar neue Texturen und fertig ist das Spiel. Nur Sound und Coop-Modus können ohne Rückbehalte überzeugen. So bleibt ein negativer Nachgeschmack zurück und der Verdacht, das Activision einfach weiter ihre goldene Kuh melken wollten ohne viel in diese zu investieren, ein Verdacht der sich in Hinblick auf die sicherlich kommenden Mappacks noch erhärten wird.

Auch die eingangs gestellte Frage, wie sich Modern Warfare 3 im Vergleich zum direkten Konkurrenten Battlefield 3 schlägt, ist aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung beider Titel schwer zu beantworten. Steht man auf schnelle, spaßige Gefechte für Zwischendurch wird man mit Modern Warfare seine wahre Freude haben, auch wenn dessen Vorgänger ein ähnliches Vergnügen bieten. Wer jedoch auf anspruchsvolle und taktische Gefechte (und auch ab und zu gerne einfach mal als Sniper spielen will) sollte sich lieber beim Konkurrenten Battlefield 3 umsehen.


Besonders gut finde ich ...
  • Inszenierung über jeden Zweifel erhaben
  • dank Multiplayer und Spec-Ops großer Umfang
  • Multiplayer gut für Zwischendurch
  • Soundtrack und Sound klasse


Nicht so optimal ...
  • Grafikengine von Call of Duty 4
  • Multiplayer-Maps ähneln sich im Aufbau zu sehr
  • Taktik oder Strategie ist im Multiplayer ein Fremdwort
  • miese K.I.
  • gesichts- und profillose Protagonisten
  • für Quereinsteiger ungeeignet
  • Aufstieg im Multiplayer geht zu schnell
  • Kampagne zu kurz
  • Waffenrecycling
  • Sniper-Klasse im Multiplayer sinnlos
  • schlechte deutsche Synchronisation

 Testsystem:  PS3
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2 Kommentar(e):
und folgendem User gefällt der Beitrag: Haschbeutel,

 





#1
Geschrieben am 22. November 2011 um 18:13 Uhr

Kithaitaa meint ...

Rein vom Singleplayer habe ich selbigen auch mal wieder auf dem PC angezockt. Ja, es geht gleich los mit Action, GoGoGo, Töte mache weiter, auf gehts. Ansich kenne ich das aus der Serie nicht anders, aber ich weiß nicht so recht. Dennoch, vllt. spiel ichs mal weiter, habs bis zur Börse durchgehalten. Optisch schauts da zwar schon auch etwas angestaubt, aber durchaus akzeptabel aus, kann da selbst als bekennende Grafikhure nicht wirklich meckern.

Ich denke auch, wenn man CoD nicht mehr zeitgemäß oder gut findet, ist man einfach auch nicht die Zielgruppe. Jedes Jahr äh jedes CoD ein neuer Verkaufs- und Millionenerfolg, das kann ja nicht von ungefähr kommen. Ich mein, keiner von uns spielt Farmville, und doch macht(e) es Zynga zum Multimillionen-Unternehmen. Die Schlümpfe & Co von Ubisoft haben auf Facebook 10 Millionen monatliche User. Keine Ahnung wie das gerechnet wird, aber 10M sind schon viel ...

... will sagen, Tellerrand.




          
 





#2
Geschrieben am 22. November 2011 um 18:59 Uhr

Placebo meint ...

Ich habe ja beide Titel und wirklich überzeugt hat mich keins. Beide haben erhebliche Mängel. Aber für zwischen durch greife ich immer mehr zu MW3. Kann gar nicht sagen warum. Besser als BF3 ist es ja eigentlich nicht.

Liegt es vielleicht wirklich daran das man schneller im Spiel ist. Schneller Erfolge hat.

Ich hab mir beide eigentlich gekauft weil .... ja warum eigentlich.




          



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