Genre: Beat 'em up  
Entwickler: Capcom  Publisher: Capcom
Plattform(en):  PS3, Xbox360, PSVita

Release: 18.11.2011, 22.02.2012 (PSVita)
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Ultimate Marvel vs. Capcom 3 - Review

Ein Anwalt, ein Hund und ein Zombie bekämpfen einen Roboter

Geschrieben von Bart Wux am 29. November 2011 um 14:03 Uhr


Capcom ist kein Verschwender. Jedes Spiel, das es wert ist, gekauft zu werden, ist es wert, zwei Mal gekauft zu werden. Oder drei Mal, oder vier Mal. Wie oft die diversen Resident Evils neu veröffentlicht wurden, kann ich kaum noch zählen, beim vierten Teil fehlt im Grunde ja nur noch die iPhone Version. Bereits zu SNES Zeiten kamen die Street Fighters im jährlichen Abstand, erst kürzlich verscherbelte uns Capcom Dead Rising 2: Off the Record, im Prinzip das gleiche Spiel wie vor einem Jahr und Street Fighter IV, mit dem Capcom im Alleingang das 2D Fighting Genre zurück brachte, sah mit Super Street Fighter IV und der folgenden Arcadeedition gleich zwei Updates. Immer zum geringeren Preis, aber 40 Flocken sind 40 Eier und wenn es eines über die Fighting-Community zu sagen gibt, dann das: You don't go back. Wer also am Ball bleiben will, der MUSS die Investition aufbringen. Für alle stellt sich die Frage, was man zu diesem Preis überhaupt erhält.


Einspruch? Erschlagen!

Man erhält zunächst ein Cast von satten 50 (48 auf der Disc) Kämpfern aus dem Marvel und Capcom Universum, von bekannten Größen wie Spider Man, Hulk, Iron Man, Ryu, ChunLi, Dante, Virgil und Trisha bis zu oskuren Figuren wie... einem Waschbären mit Gatlinggun?? Naja. Neu dabei sind Phoenix Wright, ein Charakter so komplex, dass ich behaupte, man könne ihn gar nicht erlernen, bis Marvel vs. Capcom 5 draußen ist, GhostRider, dessen Kettenpeitsche ihm eine brachiale Reichweite verpasst und Frank West, der das Spiel mit seinen Sprüchen bereichert. Gekämpft wird immer im Drei Mann Team, wobei alle drei Mitglieder eines Teams besiegt werden müssen.

West und Wright dürften die interessantesten neuen Charaktere sein, insbesondere weil man nicht offensichtlich auf die Idee käme, ein Wright könnte einen Hulk besiegen. Das Interessante an ihm ist, dass er im Grunde drei Stadien hat und entsprechend drei verschiedene Modi hat, wobei jeder Modus neue Moves und Kombos freischaltet. In einem so schnellen Spiel ist Wright natürlich die ultimative Herausforderung, aber wie gesagt, diesen Fighter zu meistern dürfte einiges an Training und Arbeit erfordern. Aber Hut ab vor Capcom, dass sie diesen Charakter so originalgetreu implementiert haben.

Die Steuerung ist simpel. Leichte Attacke, mittlere Attacke, schwere Attacke und Launch stehen neben einigen Kombos und Specialmoves zur Verfügung. Das ist freilich erst der Anfang. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im schnellen Wechsel und im Aneinanderreihen von Moves. Insbesondere die Luftkombos verlangen viel Finesse und Übung. Prinzipiell beginnt ein Fighter damit, den Kontrahenten per Uppercut in die Luft zu befördern, springt hinterher, startet eine Kombo in der Luft und wechselt in der Luft zum Teamkollegen, der das Spielchen wiederholt.





Neben Specialmoves steht auch eine Leiste zur Verfügung, die sich nach erfolgreichen Aktionen bis zu Level fünf hin auflädt. Diese gespeicherte Power kann sodann in einzelnen Moves oder, ganz simpel mit einem einzigen Tastendruck, von allen drei Fightern gleichzeitig ausgelöst werden, was, wenn er erfolgreich trifft, fast schon im Alleingang einen gegnerischen Kämpfer ausschalten kann.

Nehmt Blocks und AirEvades hinzu und ihr habt sehr schnell ein Spiel, bei dem ihr erst mal ein paar Stündchen im Trainingsmodus verbringen solltet, bevor ihr euch an die echten Spielmodi wagt. Nicht nur muss man jeden einzelnen Charakter (neu) erlernen, ihr müsst auch beachten, wie die einzelnen Teams untereinander agieren und zusammen passen.


50 Fighter, hab ich, was mach ich nun mit denen?


So großzügig Capcom mit Charakteren war, so knauserig sind sie bei Spielmodi. Offline gibt es Arcade, Versus, Training und Mission. Arcade ist eine Reihe von Fights gegen den Computer, der von einem Kampf gegen Galactus gekrönt wird, wobei dieser Kampf in Sachen lächerlicher Unfairness sogar noch den Boss aus Dead or Alive 4 schlägt. Mission sind charakter-spezifische Aufgaben, in der Regel bestimmte Kombos, die ihr ausführen sollt. Die anderen beiden sollten selbsterklärend sein. Als besonderen Bonus könnt ihr als Galactus selbst spielen, sobald ihr ihn freigespielt habt. Dies allerdings nur in einem eigenen Bonusmode, nicht als Charakter im Arcademodus und erst recht nicht online.

Online gibt es Ranked Matches und normale Player Matches. Neu ist der Zuschauermodus, der während der Wartezeiten im Stile des neuen Mortal Kombat, wie der Name andeutet, das Zuschauen der ausgetragenen Matches und damit der Bestaunen der Fähigkeiten der besseren Spieler erlaubt. Für Neulinge oder Fortgeschrittene kann dieser Modus auch dazu dienen, den einen oder anderen Trick zu erlernen ohne dass sich das negativ auf die eigene Statistik auswirkt.

Aber wo wir gerade Mortal Kombat erwähnen, so kommt man nicht umhin festzustellen, dass Mortal Kombat nicht nur einen großen Cast an Fightern besitzt, sondern auch und gerade mit Inhalt vollgestopft ist. Es gibt den Challengetower, einen reinen Arcademode, einen sechsstündigen Storymode mit Cutszenes, die Crib mit all seinen freischaltbaren Boni und das ist erst mal nur offline. Im Vergleich wirkt Ultimate Marvel vs. Capcom 3 geradezu spartanisch.










Bart Wux schrieb am 29. November 2011
Wolle Update kaufe?

Ultimate Marvel vs. Capcom 3 ist eigentlich relativ einfach zu bewerten. Es gibt nur drei Sorten von potentiellen Käufern.

1. Besitzer des Vorgängers, 2. Absolute Neulinge, 3. Die Fighting-Community

Kann man dieses Update empfehlen? Bedingt. Für Gruppe Nr. 3 gibt es im Grunde gar keine große Wahl, die Frage stellte sich nur, ob ein Release als neuer Titel (wenn auch für 40 Euro statt 60 Euro) notwendig war oder nicht ein größeres Update online gereicht hätte. (Angeblich hat das Erdbeben in Japan diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht.)
Gruppe Nr. 2 hat das Problem, dass ein Großteil der Änderungen mit der Gruppe 3 im Hinterkopf gemacht wurden, aber andererseits ist Ultimate Marvel vs. Capcom 3 eine bessere Version des Vorgängers mit mehr Kämpfern zu einem niedrigeren Preis. Da kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Und Gruppe 1 sollte sich wirklich überlegen, ob sie nur wenige Monate, nachdem sie Vollpreis bezahlt haben, für ein leichtes Update eines Spiels, das sie bereits erworben haben, noch einmal zwei Drittel dieser Summe ausgeben wollen. Capcoms Verkaufspolitik geht derzeit von bloßer Resteverwertung oder Recycling fast schon dazu über, gestohlene Objekte an den Besitzer zurück zu verkaufen. Jeder Gamer sollte sich gut überlegen, inwieweit er bei dieser Politik mitmachen muss.


Besonders gut finde ich ...
  • viele Kämpfer (48)
  • verbessertes Balancing
  • tiefes Gameplay mit nahezu unendlich vielen Kombinationsmöglichkeiten


Nicht so optimal ...
  • kaum Inhalt, besonders offline
  • unfassbar mieser Bosskampf
  • wenige Monate nach Veröffentlichung des Vorgängers Update für knapp 40 Euro

 Testsystem:  Xbox360
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1 Kommentar(e):
und folgendem User gefällt der Beitrag: Haschbeutel,

 





#1
Geschrieben am 6. März 2012 um 00:03 Uhr

chr1sp88 meint ...

mit einer der geilsten titel für die ps vita ich suchte dieses spiel total obwohl ich von beat em ups nix halte


          



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