Genre:Jump'n'Run  
Entwickler:Frozenbyte  Publisher: Focus Home Interactive
Plattform(en):PC, Mac, PS3, PS4, Xbox360, WiiU

Release:07.12.2011, 21.12.2011 (XBLA, PSN), 30.11.2012 (Wii U)

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Trine 2 - Review

Überraschungshit Reloaded - Save the Kingdom, again!

Geschrieben von Kithaitaa am 14. Dezember 2011 um 17:28 Uhr


Nach rund siebzehn Monaten ist er endlich da, der Nachfolger zum kleinen großen Jump-'n'-Run-Überraschungshit Trine aus dem Jahre 2009, der vor allem durch seine großartige Grafik sowie die Animationen, aber nicht zuletzt auch durch sein kurzweiliges, interessantes Gameplay über eine Million begeisterte Käufer gefunden hat. Das finnische Entwicklerstudio Frozenbyte war fleißig und hat vor wenigen Tagen mit Trine 2 ein noch besseres Abenteuer unserer drei Helden Amadeus, Pontius und Zoya veröffentlicht - bisher zwar erstmal nur für den PC und Mac, aber die XBLA- und PSN-Versionen folgen kurz vor Weihnachten ebenfalls. Nach meiner Vorfreude und einem kurzen Betacheck war es nun also an der Zeit zu überprüfen, ob wirklich 500% mehr Regenbogen enthalten sind ...

Die größte Neuerung des zweiten Teils ist nicht nur die konsequente Ausrichtung auf alle gängigen stationären Plattformen, sondern auch die Integrierung eines Online-Multiplayermodus. Im ersten Teil war das gemeinsame Zocken nämlich nur lokal möglich und auch nur auf dem PC und der PlayStation 3. Ferner hat man, hier dürfte der Verkaufserfolg des ersten Teils sicherlich eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben, recht früh namhafte Publisher für Nordamerika und Europa gefunden, wodurch sich auch preislich sehr schnell eine klare Richtung abgezeichnet hat. Nach wie vor bezeichnet sich Frozenbyte zwar als Indieschmiede, der Aufwand und die Qualität war jedoch schon beim ersten Teil auf einem sehr hohen Niveau. Umso erfreulicher, dass man nicht mal 20 Euro auf den (virtuellen) Tisch legen muss, um in den Genuss des Spiels zu kommen.

Wo wir auch gleich beim Stichwort wären ...





Wow! *Freudentränen aus den Augen wisch* :]

Während ich schon beim ersten Teil einen freudigen Aha-Effekt im Hinblick auf die grafische Präsentation erleben durfte, hat man in Finnland nochmal eine Schippe draufgelegt, um diesen Effekt erneut hervorzurufen. Was Naughty Dog den Uncharted-Fans auf der PlayStation 3 präsentiert, gibt es hier auf dem PC in voller Full-HD Auflösung, mit Anti-Aliasing und einer Farb- und Detailpracht bis zum Anschlag. Butterweiche Animationen gibt es gratis obendrauf. Spielt man den zweiten Teil ein Weilchen bzw. ganz zu Ende, fallen zudem die vielen unterschiedlichen Umgebungsdesigns auf, die wesentlich mehr Abwechslung als noch im ersten Teil liefern. Ob mystischer Wald, paradiesischer Strand, rätselhafte Gewölbe oder eisige Schneewelt - Trine 2 präsentiert sich abwechslungsreich und stets erstklassig, natürlich dürfen da auch tolle Wettereffekte nicht fehlen. Auf eigenen Screenshots kann man gar nicht einfangen, wie klasse Trine 2 ausschaut, weil nahezu alles animiert ist.

Das bewährte Gameplay wurde weitestgehend beibehalten, jeder Held hat verschiedene Fähigkeiten, die ihr in einem Mini-Fertigkeitenbaum mittels der verdienten Punkte ausbauen und auch jederzeit bei allen drei Helden neu verteilen könnt. Hier kommen teils auch neue Fähigkeiten hinzu, die es im ersten Teil noch nicht gab. Allerdings fällt direkt auf, dass es keine speziellen Items mehr gibt, die man im ersten Teil noch in diversen Kisten finden konnte - stattdessen enthalten diese nun sammelbare Gedichte- und Gemälde. Amadeus, unser Zauberer ohne Feuerball im Portfolio, benötigt diesmal auch kein Mana mehr, welches seine Zauberfertigkeiten im ersten Teil noch entsprechend eingeschränkt hat - vielmehr ist dieser Balken nunmehr verschwunden und es herrscht eine Mana-Flatrate. Der dynamische Wechsel zwischen den drei Protagonisten ist jedoch erneut eine große Stärke und Teil des Spaßes und auch der Herausforderung, diese Möglichkeit hätte z.B. auch einem HdR: Krieg im Norden ziemlich gut gestanden. Auch die Freiheit, die verschiedenen Rätsel und Level mit unterschiedlichen Lösungswegen anzugehen, ist erhalten geblieben und trägt ebenfalls zum Spielspaß bei.




Portalspiegel, Luftblasen, Trampolin-Pumpkins und andere Dinge

Nicht nur grafisch wurde die Welt abwechslungsreicher gestaltet, auch die Objekte, mit denen unsere Helden interagieren können und müssen, sind vielfältiger geworden. Neben den herbeigezauberten Kisten und Planken von Amadeus und den platzierten Schalter- und Hebelvorrichtungen, mit denen wir uns stets neue Wege bahnen, gibt es nun eine Handvoll weiterer cooler Sachen, die in den Levels bedient werden wollen. Die Trampolin-Kürbisse lernt ihr als erstes kennen und vor allem Pontius hat damit nachweislich einen Heidenspass - aber dies alles dient natürlich nicht (nur) der Belustigung von virtuellen Helden und Spielern, sondern auch dem stellenweise durchaus kniffliger gestaltetem Vorankommen mit neuen Rätsel- und Geschicklichkeits-Passagen. Hier hat man seitens Frozenbyte ordentlich nachgelegt, auch wenn man es meiner Meinung nach mit den Checkpoints ein wenig übertrieben hat. Diese sind nämlich nicht nur fair, sondern für meine Begriffe teils im Überfluss vorhanden, sodass man durchaus eine gewisse Herausforderung vermissen kann. Frustmomente gibt es demzufolge nahezu keine. Das ist wohl auch mein größter Kritikpunkt am zweiten Teil.

Für die insgesamt 13 Kapitel habe ich auf Stufe Normal (es gibt noch Leicht und Schwer) rund 8 Stunden gebraucht, was für mich absolut in Ordnung geht, zumal dies für das erste Durchspielen gilt, bei dem man sicherlich noch nicht alle Geheimverstecke erreicht hat. Insgesamt war mir die Herausforderung aber doch recht gering angesiedelt, da selbst Zwischenbosse und Bosse recht leicht zu überlisten und somit zu besiegen sind - einzig der Endboss dauert dann doch etwas länger, allerdings speichert das Spiel auch nach dem Tod aller drei Helden den letzten Stand des Kampfes (und Lebensbalken des Gegners). Die Rätsel- und Geschicklichkeitspassagen haben nach meinem Gefühl gegenüber dem ersten Teil deutlich zugenommen und bieten hier teils coole Physik-Knobeleien. Insgesamt bietet das Spiel einen guten Mix der verschiedenen Elemente.

Schlussendlich wurde ich also einfach toll unterhalten und durfte dabei großartiges Level- und Umgebungsdesign durchstreifen und bestaunen - was will man mehr? Die Kampagne liefert ihren Wiederspielwert jedoch maximal in einem höheren Schwierigkeitsgrad und im Hinblick auf Achievements bzw. dem Auffinden aller Geheimnisse und Fläschchen (nein, keine Thermoskannen, Herr Wake) - hier kann man nach dem Durchspielen auch bequem jedes Kapitel nochmal neu starten. Oder sich direkt in den lokalen- oder Online-Multiplayer stürzen.




Alles nochmal im Duo oder Trio ...

Der Multiplayermodus bietet euch, wie bereits angesprochen, verschiedene Möglichkeiten: Neben dem lokalen gibt es diesmal auch einen Online-Modus, bei dem ihr direkt fix in ein Spiel einsteigen könnt oder euch eine private Session mit bis zu zwei Freunden erstellt. Die Einstellungsmöglichkeiten halten sich in Grenzen. Ihr könnt, neben dem Kapitel, wählen, ob die Charaktere klassisch (alle drei, jeder nur einen Helden), oder im Unlimited-Modus auswählbar sind (hier kann jeder alles spielen). Ihr spielt dabei die gleichen Level, die ihr dann auch bereits aus der Kampagne kennt, sicherlich ergeben sich durch die Kombination der verschiedenen Fertigkeiten neue Möglichkeiten und auch lustige Situationen, allerdings hielt ich den Wiederspielwert und Funfaktor in diesem Bereich eher überschaubar - vor allem wenn man mit "Randoms" (MMORPG-Spieler werden das sicherlich kennen) unterwegs ist, die einfach nur wild durch die Gegend fuchteln oder hüpfen. Das ist durchaus ausbaufähig, für die ein oder andere lustige Jump-'n'-Run-Session mit Freunden reicht es jedoch allemal.

Zusammengefasst ist also nahezu alles geiler als im Vorgänger und der war schon großartig, und auch wenn Trine ein Überraschungshit war und man meist keinen zweiten Hit im Anschluss landet, so hat es Frozenbyte, wie auch Rocksteady mit Batman: Arkham City, erneut geschafft - und dabei noch Luft nach oben gelassen. Kaufen, Spaß haben, fertig!








Kithaitaa schrieb am 14. Dezember 2011
Nach seinem Überraschungshit aus 2009 hat Frozenbyte es erneut geschafft, ein erstklassiges und visuell umwerfendes Jump-'n'-Run-Abenteuer auf den Bildschirm zu zaubern. Die Story ist klischeehaft, aber dennoch witzig und stellenweise interessant, die sympathischen Helden sind einem wohl eh schon direkt ans Herz gewachsen, genau wie die Sounduntermalung von Ari Pulkkinen. Grafisch hat man nochmal eine Schippe draufgelegt und präsentiert dem Spieler nun in 13 Kapiteln noch abwechslungsreichere Levels und Gegner, kniffligere Rätsel- und Geschicklichkeitspassagen, sowie mehr Objekte, mit denen man interagieren kann. Dank eines zusätzlichen Online-Multiplayers ist Trine 2 einfach das rundum spaßigere Game. Und wenn der erste Teil schon großartig war, kann ich natürlich für den zweiten Teil nichts anderes als die Bestnote vergeben - denn bei all den Verbesserungen ist nicht zuletzt auch das Preis-/Leistungsverhältnis optimal und der Grund für eine absolute Kaufempfehlung.


Besonders gut finde ich ...
  • Grafik, Animationen & Effekte
  • abwechslunsreiches Leveldesign
  • kniffligere Rätsel- und Geschicklichkeitspassagen
  • toller Soundtrack
  • kurze Ladezeiten
  • faire Checkpoints
  • Preis-/Leistungsverhältnis
  • Multiplayer-Möglichkeiten
  • PC/Mac Crossover-Multiplayer (Steamplay)
  • Spielzeit ca. 8 Stunden


Nicht so optimal ...
  • Boss-/Zwischengegner, Gegner allgemein zu einfach
  • teils übertrieben viele Checkpoints
  • Herausforderungen insgesamt zu einfach
  • leider kaum Wiederspielwert, trotz Multiplayer

 Testsystem:  PC
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Haschbeutel schrieb am 13. Dezember 2011
"Hach! Hui! Schööööön!" Das sind so die ersten Worte, die beim Spielen von Trine 2 durch den Kopf schießen. "Hm? Achso!" ist dann typisch für die Rätsel. Ja, Kith hat Recht, dass das Spiel etwas zu einfach geworden ist: Gefühlt alle fünf Meter gibt es Checkpoints und Wiederbelebungspunkte. Ja, das Spiel ist vielleicht etwas zu kurz und die Balance ist nicht ganz optimal, da der Zauberer schon wieder etwas zu häufig zum Einsatz kommt. Ja, es ist schade, dass es keine Amulette mehr zu finden gibt, auch wenn sie im Vorgänger recht unnötig waren.

Aber es ist egal! Die Spielwelt ist so wunderschön gelungen, die Animationen so butterweich, die Rätsel so locker-flockig integriert, der Soundtrack erneut ein Ohrenschmaus und die kleinen Scharmützel lockern das Knobeln gelungen auf. Es sind die vielen Details, die abwechslungsreichen Umgebungen, die Liebe, die man in jedem Pixel steckt. Trine 2 führt das Prinzip des Vorgängers konsequent weiter, verfeinert es, fügt hier und da neue Akzente hinzu. Das Ergebnis ist wie schon beim Vorgänger einfach berauschend. Trine 2 ist (vor allem für den Preis) definitiv mein Highlight 2011 - schade nur, dass es jetzt wieder so lange dauert bis zum nächsten Teil.



Besonders gut finde ich ...
  • toller Soundtrack
  • wunderschöne Spielwelt
  • abwechslungsreiche Level
  • liebevolles Design
  • fordernder Gameplay-Mix
  • schöne Story
  • Coop netter Zusatz
  • freischaltbare Extras

Nicht so optimal ...
  • kaum Wiederspielwert
  • Balance nicht ganz optimal
  • viel zu kurz! ;)

 Testsystem:  PC
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1 Kommentar(e):
und folgenden Usern gefällt der Beitrag: Tim, Haschbeutel, Christian, ... und einem Gast.

 





#1
Geschrieben am 1. Januar 2012 um 22:44 Uhr

DarkRaziel meint ...

Da müsste ich mir die Demo mal geben auf dem XBLA und vielleicht ist es was. Wiederspielwert ist bei mir eh nicht so, denn dafür gibt es andere MP Games.


          



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