Mitgerissen vom Hype um Uncharted 3 musste ich mir das Spiel natürlich auch zulegen und habe gleich zur Trilogy Edition gegriffen, um alle Ableger chronologisch durchspielen zu können. So let's start with Uncharted: Drake's Destiny.
Unser Hauptcharakter ist Nathan Drake, ein Nachfahre des englischen Entdeckers Sir Francis Drake (übrigens - und an alle, die im Englischunterricht geschlafen haben: Sir Francis Drake ist keine fiktive Person!). Das Abenteuer beginnt auf einem Schiff, zusammen mit der Journalistin Elena Fisher, die das Geschehen dokumentiert, wird der Sarg Sir Francis Drakes gehoben. Anders als Elena es erwartet, findet man darin aber nicht die Leiche des Entdeckers sondern dessen Tagebuch. Schon in dieser ersten Szene bemerkt man, dass Nathan Drake etwas Großem auf der Spur ist: warum sonst würde eine ganze Horde Piraten das Schiff entern wollen? Nur dank Drakes Kumpel Victor Sullivan gelingt den beiden die Flucht. Eine lange und wendungsbehaftete Geschichte beginnt...
Soviel zur Story, mehr will ich vorerst nicht verraten. Von Beginn an fesselnd ist dieses Spiel durch diese erste Szene - welche übrigens auch als Tutorial für die verschiedenen Kampftechniken genutzt wird - aufjedenfall. Allgemein dienen die ersten zwei bis drei Kapitel dazu, sich an die Steuerung und Bewegungsmöglichkeiten zu gewöhnen, was ich als Neuling der Uncharted Reihe als sehr angenehm und gut geglückt empfunden habe.
Das Gameplay ist recht vielseitig: neben (oft zu langen) actionreichen Schießerein gibt es auch eine handvoll Kletterpassagen und ein paar simple 'Rätsel' sowie zwei Jetski-Passagen. Alles in allem überwiegen jedoch in meiner subjektiven Empfindung die Schießeinlagen, was ich als sehr schade empfinde. Ein bisschen mehr und vor allem kniffligere Rätsel hätten dem Gameplay sicher gut getan. Die AI der Gegner ist übrigens... sehr beschränkt. Nicht selten jagen sich die Bösewichte unter "Achtung! Granate!"-Schreien selbst in die Luft. In einigen Schießereien kann man auch etwas schummeln und die Gegner aus einem gut geschützten Ort heraus ausschalten; ich bezweifle, dass das beabsichtigt ist ;-)
Für ein Spiel aus dem Jahre 2007 ist die Grafik wirklich überdurschnittlich gut. Manchmal möchte man (zumindest ich) einfach nur mal dastehen und einfach nur die wunderschöne Szenarie betrachten. Auch der Unschärfe-Effekt ist sehr schön gemacht - im Gegensatz zu so manch anderem Game, das ich spielen durfte.
Auch die Musik ist nett anzuhören. Allerdings kommt es mir so vor, als würde sie nur spärlich eingespielt werden? Mag vielleicht eine falsche Wahrnehmung sein, aber mir kam es definitiv so vor, als hätte ich die Musik nur im Startmenü, während Gefechten und im Abspann gehört ;-)
Insgesamt bin ich bisher etwa 12 Stunden am Spiel gesessen (ein Durchgang auf normaler Schwierigkeit + ein paar Medallien durch Kapitelwiederholung erworben). Die 60 (bzw. 61) versteckten Schätze verleihen dem Spiel durchaus einen Wiederspielwert, genau wie das absolut tolle 'Belohnungs'-Feature, welches je nach errungenen Medallien (= Trophäen) die unterschiedlichsten Boni freischaltet, bspw. Kostüme, Making of-Filme, Grafikfilter und und und. Wirklich ein sehr tolles Element, das Anreiz zum Spielen bietet, nachdem man die Story abgeschlossen hat!
Abschließend möchte ich aber noch einen persönlichen Negativpunkt anbringen: die Gollums bzw. untote Spanier, welche in einem späteren 'Horror'-Kapitel (dunkle, zerstörte Tunnel voll mit Leichen nur mit Taschenlampe durchforsten) aufkreuzen, hätte das Spiel wirklich, wirklich und absolut wirklich nicht gebraucht! Ich persönliche _HASSE_ derartige Spielstellen bzw. Spiele, deshalb war ich überglücklich, als ich dieses Kapitel (welches rückblickend gesehen auch garnicht in die Story gepasst hat) hinter mir hatte. Auch ein Grund, warum ich das Spiel nicht noch einmal komplett durchspielen werde.
Aber alles in allem wirklich ein absolutes Top-Game! Mir hat es wirklich Spaß gemacht und ich kann es jedem, der bereits Uncharted 3 gespielt hat bzw. jetzt mit der Reihe anfangen will, nur empfehlen!
Besonders gut finde ich ...
- gute Grafik
- Storyline mit einigen Wendepunkten
- Boni-System mit allerlei Bonis zum Freischalten (= hoher Wiederspielwert)
| Nicht so optimal ...
- überwiegend Schießerein, zu wenig Klettereinlagen
- zu wenige und zu simple Rätsel
- selten musikalische Untermalung
- (absolut unnötiges 'Horror'-Kapitel)
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