52 Games, Episode 50: Allein allein - Klein, aber oho! 8

Bereits der Einleitungstext von Zockwork Orange deutet das Dilemma der jüngsten, mittlerweile fünfzigsten 52 Games Episode an. Die Möglichkeiten zum Motto "Allein allein" sind schier unendlich, da in unzähligen Videospielen meist eine Hauptfigur im Mittelpunkt steht, dessen Rolle wir übernehmen. Natürlich schießen einem sofort Namen von Spielen oder ProtagonistInnen in den Kopf, denen man gerne diesen Beitrag widmen möchte. Aus aktuellem Anlass gingen meine ersten Gedanken an die vermeintlich hilflosen Geschöpfe dieser Videospielewelt, die ikonischen Action-Helden müssen diesmal draußen bleiben.

Nachdem ich das Abenteuer der kleinen Six aus Little Nightmares kürzlich in meiner Review besprochen habe und die namenlosen Jungen aus Limbo und Inside ebenfalls noch in vielen Artikel recht präsent sein dürften, habe ich mir einen kleinen mechanischen Helden für dieses Thema ausgesucht: Josef. Der kleine Roboter aus Machinarium, der uns auf der Suche nach seiner Freundin in eine liebevoll handgezeichnete Steampunk-Welt entführt.

Es ist schon eine Weile her, fast acht Jahre, um genauer zu sein, dass uns das tschechische Entwicklerstudio Amanita Design mit diesem wunderbaren Point'n'Click-Adventure überraschte, welches mir bis heute positiv im Gedächtnis geblieben ist. Dank seiner Veröffentlichung auf zahlreichen gängigen Plattformen sollte dieses Kleinod auch in eurer Spielesammlung zu finden sein. Falls nicht, dann holt es unbedingt nach. Das liebevolle Design und die zeitlose Rätsel-Mechanik dürften auch heute noch hervorragend funktionieren.


Machinarium
Nicht nur diese Jazz-Band sorgt für gute Laune im Spiel.


Niemals ist man so ganz allein. Josef ist während seines Abenteuers zwar weitestgehend auf sich allein gestellt, darf aber auch auf die Hilfe von wohlgesonnenen Bewohnern der Stadt hoffen. Auf die der spaßigen Jazz-Band zum Beispiel, die dank uns wieder heiter musizierend die Gassen mit ihren Melodien erfüllt. Es ist ein ständiges Geben und Nehmen. Dank seines pfiffigen Ideenreichtums, dem wir mit unseren Mausklicks gerne auf die Sprünge helfen, ist kein Rätsel zu schwer und keine Herausforderung zu groß, um am Ende nicht nur seine Roboter-Freundin Berta zu retten, sondern auch den fiesen Blechdosen der Black Cap Brotherhood ein Schnippchen zu schlagen. Zwischendurch bleibt sogar noch Zeit, um sich in einer alten Arcade-Spielhalle Klassikern aus alten Kindertagen, wie zum Beispiel Space Invaders, zu widmen.

Den unvergleichlichen Charme, die detailreichen Szenen sowie die gleichermaßen humorvolle wie auch spannende Geschichte muss man einfach lieben. Unter Kennern ist der Indie-Entwickler Amanita Design aus Tschechien ohnehin sicherlich kein Geheimtipp mehr und bietet neben Machinarium mit der dreiteiligen Samorost-Reihe, welche nach langer Pause erst im vergangenen Jahr fortgesetzt wurde, und Botanicula zwei weitere witzige Adventures der etwas anderen Art, die ihr euch anschauen solltet. Mit dieser Empfehlung soll es das an dieser Stelle dann auch gewesen sein, viel Spaß.


MachinariumMachinarium
Die handgezeichneten Szenen bieten knackige Rätsel und spaßige Gimmicks.


So funktioniert das #52Games Blogprojekt:

Wieder wird jede Woche ein Thema vorgegeben und Ihr seid aufgefordert, ein passendes Game dazu auszuwählen (und bitte auch wirklich nur eins). Wir wollen natürlich wissen, warum es gerade dieses Spiel ist, das Euch bei der vorgegebenen Aufgabe am Herzen liegt. Also schnell in die Tasten gegriffen, Eure Gedanken dazu aufgeschrieben, einen wunderbaren Screenshot dazugepackt und gepostet. Um die Hürde nicht zu hoch zu setzen und auch diejenigen unter Euch anzusprechen, die keinen eigenen Game-Blog betreiben, dürfen dieses Mal auch diejenigen mitmachen, die sich auf anderen Plattformen herumtreiben. Ein kurzer Tweet oder ein kleiner Post auf Pinterest mit einem schönen Screenshot, ein kleiner Artikel auf dem eigenen Blog, ein Post auf einer Facebookseite, ... dieses Mal ist alles erlaubt, sofern jeder darauf zugreifen und Eure Gedanken zum jeweiligen Thema lesen kann.

Weitere Infos gibt's bei Zockwork Orange ...

Kommentare-Kommentier-Show


Folgenden Usern gefällt der Beitrag: Tim, ATeC, ... und 6 Gästen.
  • HerrBeutel
    #1 | 4. Juni 2017 um 16:50 Uhr
    Eines der wenigen Adventures, die ich (durch)gespielt habe. Schöne Wahl!
  • Tim
    #2 | 5. Juni 2017 um 14:01 Uhr
    Bei dem Thema hätte ich erstmal an Metroid und Silent Hill: Shattered Memories gedacht, weil man in beiden ja im wahrsten Sinne des Wortes alleine ist - vor allem in Silent Hill, weil einem dort einfach keiner glauben will und man sich so erst recht isoliert und allein gelassen fühlt. Machinarium habe ich (leider) nie gespielt ..
  • HerrBeutel
    #3 | 5. Juni 2017 um 14:28 Uhr
    Mein erster Gedanke war in dem Fall tatsächlich ALIEN: ISOLATION @Tim  

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