Vom Stapel der Schande und der Gefahr, das Spielen zu verlernen 9

Spiele werden heutzutage immer schöner, immer detaillierter, immer größer - und gefühlt auch immer länger und umfangreicher, vor allem im Triple-A-Bereich. Gleichzeitig gibt es aber auch immer mehr von ihnen, völlig egal, auf welcher Plattform man spielt. Und ich kann nicht der einzige sein, der hin und wieder von dieser Spieleflut und meinem wachsenden "Pile of Shame" regelrecht überwältigt wird. Immer bedeutsamer wird dann auch, wie lange ein Spiel dauert. Aber: Entscheidend ist nicht, wie lange man spielt, sondern wie man spielt - und dass man das Spielen genießt. Ein Gedankenflug über den Sinn und Unsinn von Debatten zu Spieldauer, Umfang und dem ominösen Pile of Shame.

So viele Spiele, so wenig Zeit - und das Problem wird, so viel kann ich prophezeien, sich nicht von selbst lösen, sondern in Zukunft nur noch größer werden. Dass die schiere Menge an guten Spielen, die man erleben will, überhaupt ein Problem darstellt, ist dabei schon paradox genug. Natürlich ist das ein Luxusproblem. Und wir sprechen hier immer noch von einem Hobby. Eigentlich lachhaft, wenn man darüber nachdenkt. Aber trotzdem spüren wir (oder zumindest manche von uns) diesen Schatten, den der "Pile of Shame" auf uns wirft, der immer größer wird, je mehr Spiele wir über Summer Sales, Vorbestellungen oder Spontankäufe anhäufen. Es wird imaginär gestapelt und gestapelt, der Turm wird immer höher, das Abarbeiten immer müßiger, und irgendwann findet man sich damit ab, dass man manche Spiele, die man für viel Geld gekauft hat, nicht spielen, eventuell nicht einmal auspacken wird. So ist das zum Beispiel bei mir und Fallout 4. Seit über einem Jahr liegt es hier herum. Immer wieder habe ich mir gesagt: "Das wird noch etwas zwischen uns." Vielleicht war es das Gewissen, das an mir genagt hat, vielleicht habe ich zwischendurch sogar wirklich daran geglaubt. Aber ich brauche mir da nichts vormachen. Ich werde Fallout 4 wohl niemals spielen. Da kann es noch so gut, noch so spannend sein - mir fehlt einfach die Zeit dafür, mich darauf einzulassen.


Fallout 4 ist nicht alleine in meiner Sammlung ungespielter PS4-Titel. Woher die Zeit nehmen, all das zu spielen?


Ich schreibe diese Zeilen als Student, der im Moment nicht einmal mehr Vorlesungen besuchen muss. Disqualifiziert mich das von dieser Diskussion? Im Gegenteil: Gerade deshalb, weil ich eigentlich doch so viel Zeit für Spiele haben sollte, wird die Thematik umso bedeutsamer. Denn Fallout 4 ist längst nicht das einzige Opfer: Metro Redux, BioShock 1 und 2, Final Fantasy XV, NieR: Automata, Hitman Absolution sind nur ein Teil der bunten Gesellschaft auf dem Pile of Shame. Und dann ist da natürlich auch noch der digitale Stapel: Transistor, die beiden DLCs zu The Witcher 3, Sunless Sea, Inside .. die Liste ließe sich noch lange weiterführen. Egal, um meinen Pile of Shame soll es an dieser Stelle auch gar nicht gehen. Sondern eher um die Frage: Warum gibt es ihn überhaupt? Warum sprechen wir bei einem Hobby, dem wir mit Leidenschaft nachgehen und das doch eigentlich Spaß machen soll, von einem Stapel der Schande? Und noch viel wichtiger: Wie können wir das Problem lösen? Ich habe darüber lange nachgedacht und schlussendlich scheint die Lösung relativ simpel: Man müsste einfach besser und strenger selektieren.

Selektion ist vor allem deshalb wichtig, weil Spiele immer länger werden. Damit meine ich nicht einmal nur die Story, sondern den generellen Umfang. Gerade in Open-World-Spielen gibt es etliche Nebenmissionen und Dinge zu sehen und zu erkunden, in Shootern und Action-Adventures oftmals einen interessanten Multiplayer neben der Kampagne. In einem Strategiespiel beginnt man nach zehn Stunden erst, die Spielmechanik so richtig zu durchschauen. In vielen Rollenspielen muss man lesen und lesen und noch mehr lesen - Dialoge, Briefe, Objektbeschreibungen. Nirgends geht es dabei darum, den Spieler zu gängeln oder ihn unnötig lange zu beschäftigen mit etwas, das eigentlich bedeutungslos ist. Und hier beginnt das Dilemma: Was mache ich, wenn mehrere solcher Spiele kurz nacheinander oder gar gleichzeitig erscheinen, ich alle unbedingt spielen will und eigentlich gar nicht die Zeit dafür habe, mich intensiv genug mit jedem einzelnen auseinanderzusetzen? Ich dürfte nicht der einzige sein, der davon regelmäßig betroffen ist - heute noch extremer als vor ein paar Jahren. Wenn ich in unseren Release-Kalender für Oktober 2017 schaue, graust es mir regelrecht. Da bringen Ubisoft, Nintendo und Bethesda doch allen Ernstes drei Blockbuster am gleichen Tag heraus! Und eigentlich wollte ich alle spielen: Assassin's Creed: Origins, Super Mario Odyssey und Wolfenstein II.


Assassin's Creed: Origins
Auf ein Assassin's Creed im alten Ägypten habe ich so lange gewartet! Warum sollte ich also durch das Spiel hetzen?


Irgendwo muss man in solchen Momenten eine Grenze ziehen. Denn das in meinen Augen größte Problem ist nicht etwa, ein Spiel, auf das man sich so lange freut, aus Zeitmangel zu verpassen. Schlimmer ist es, wen man die anderen Spiele nicht mehr genießen kann. Das Syndrom, ein Spiel zu "rushen", um möglichst bald das nächste anfangen zu können, scheint nicht selten, wenn man sich in Kreisen umhört oder die internationalen Foren durchblättert. Dabei besteht gerade hierin die größte Gefahr, den Spaß am Spielen zu verlieren. Wenn ich in Prey all die optionalen Bereiche der Talos I ignoriert hätte, hätte ich diese so beeindruckende und verzweigte Raumstation und die Arbeit der Designer dann wahrhaft wertschätzen können? Wenn ich in Persona 5 von Dungeon zu Dungeon geeilt wäre - wäre das Abenteuer mit den Phantom Thieves dann genauso berührend und emotional gewesen, wie ich es erlebt habe? Welchen Wert hätte es, das Königreich Hyrule in Zelda zu befreien, wenn ich drei Viertel der Weltkarte gar nicht erst erforscht hätte? Oft liegen die Höhepunkte nicht auf der Straße, sondern neben dem Weg.

Natürlich: Ich muss all diese Dinge nicht machen. Es ist ein Angebot des Spiels an den Spieler. Heutzutage werden Spiele nicht nur größer, sondern wachsen auch in die Breite und geben mir oft die Wahl, wie viel ich von ihnen sehen will und wann ich sie mit dem Finale beenden möchte. Niemand kann mich zwingen, die Quest um den Bloody Baron in The Witcher 3 abzuschließen und herauszufinden, was mit seinem Kind geschah. Aber welchen Wert hat es, wenn in einem Videospiel nicht mehr der Weg das Ziel ist, sondern die Credits? Wenn ich das Spiel nicht mehr in meinem eigenen Tempo genieße, sondern mich dazu gedrängt fühle, es so schnell wie möglich abzuschließen, weil das nächste Spiel bereits heruntergeladen oder installiert wird?

Deshalb muss man selektieren und vor allem akzeptieren, dass es nicht verwerflich ist, einen Top-Titel nicht sofort zu spielen, vielleicht sogar komplett zu verpassen - und sei er noch so toll und noch so schön. Ich habe Uncharted 4 über mehr als ein Jahr vor mir hergeschoben und nun vor ein paar Wochen endlich gespielt, weil Zeit und Rahmenbedingungen perfekt gepasst haben. Und wisst ihr was? Das Spiel hat kein bisschen darunter gelitten. Ich habe ein packendes Abenteuer mit Drake, Sam und Elena erlebt, jede Zwischensequenz und jeden Dialog gespannt verfolgt und mir beim Spielen die Zeit gelassen, die angenehm offenen Umgebungen nach Schätzen und Geheimnissen abzusuchen. Ich habe sogar den Foto-Modus genutzt, nach dem richtigen Motiv gesucht und tolle Bilder aufgenommen. Dafür wurde ich mit keiner Trophäe, keiner neuen Waffe und keinem Erfahrungspunkt belohnt. Die größte und wichtigste Belohnung war, wie ungestört und in Ruhe ich diese Momente genießen konnte.


The Witcher 3: Wild Hunt
Ein kleiner Ausritt mag einen nicht schneller zum Spielende bringen. Aber die Erkundung dieser Welten lohnt sich.


Desto mehr Spiele erscheinen, umso Spiele verpasst man. Das ist ein völlig logischer Zusammenhang, gegen den man sich kaum wehren kann - auch nicht, indem man mehrere parallel spielt. Die Erkenntnis, dass es okay ist, auch gute Spiele zu verpassen, ist wichtig, um den Spaß am Spielen nicht zu verlieren. Gerade für jemanden wie mich, der sich täglich mit Videospielen beschäftigt, ist das wichtig. Ich habe keine Lust auf Videospieldepression. Von mir aus kann mein Pile of Shame auch weiterhin wachsen. Das Schöne ist: Egal wie groß der Stapel wird, er wird nie über mir zusammenbrechen können, weil es ein imaginärer Stapel ist, den wir uns zwar gerne materiell vorstellen, der aber eigentlich gar nicht existiert - zumindest nicht in dem Ausmaß, wie wir uns ihn uns ausmalen, denn auch 30 Spiele werfen noch keinen nennenswerten Schatten. Und wenn man ihn von einer anderen Perspektive betrachtet, hat er auch nichts mit Schande zu tun. Schließlich sind es keine Pflichten, die sich dort auftürmen, sondern Möglichkeiten. Und desto größer der Stapel wird, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass uns irgendwann die interessanten Spiele ausgehen. Deshalb ist der Pile of Shame für mich heute ein Pile of Possibilities. Und wenn ich all diese tollen Titel sehe, die ich in den nächsten Jahren irgendwann genießen könnte, dann bekomme ich wieder richtig Lust aufs Zocken.



Tatsächlich beschäftigt das Thema nicht nur mich: Auch Kollege Philipp hat sich mit Summer Sales, seinem Pile of Shame Possibilities und der Frage "Was ist ein Spiel eigentlich noch wert?" auseinandergesetzt - in einer neuen Ausgabe von #BeutelTalks, die du dir unten anschauen kannst. In diesem Zusammenhang will ich auch die Frage an dich weitergeben: Wie spielst du? Fühlst du dich überfordert mit der Menge an Spielen heutzutage oder schaust du deinem Stapel an Titeln gerne beim Wachsen zu? Oder machst du es sinnvoll und kaufst dir Spiele wirklich nur dann, wenn du sie auch direkt spielen kannst (Falls ja: Erzähl mir, wie das geht!)? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen - hinterlasse sie uns unten in den Kommentaren.


Kommentare-Kommentier-Show


Folgenden Usern gefällt der Beitrag: Kithaitaa, Nawrock, ... und 7 Gästen.
  • Kithaitaa
    #1 | 29. Juli 2017 um 23:58 Uhr
    Schöner Gedanke mit dem Pile of Posibilities. Selektieren tue ich zwar schon länger, wobei das auch nicht immer zur Folge hat, etwas nicht für meinen Stapel bzw. "später" zu kaufen. U.a. dadurch wächst selbiger auch immer weiter. So viele Spiele, so wenig Zeit ... und kein Bock obendrauf hatte ich ja zuletzt mal in 2009 thematisiert, seither hat sich dahingehend (bei mir) viel geändert. Leider ist die tägliche Reizüberflutung nicht weniger geworden. Dennoch sehe ich das mit den Möglichkeiten ähnlich wie du, habe kein Problem damit Spiele oder sogar ganze Serien auch mal komplett auszulassen.

    Allerdings finde ich es immer traurig und schade, wenn ich selbst für die nicht mehr die Zeit finde (oder mir sie nehme), auf die ich mich schon lange gefreut und länger mitverfolgt habe. Hollow Knight und Owlboy fallen mir da spontan ein und da gibt es leider viel zu viele von. Sicherlich, irgendwann ... oder vielleicht doch nicht? Natürlich genießt man immer noch andere Spiele, sollte sich für selbige auch die Zeit nehmen und sich vom Gedanken verabschieden "alles" spielen zu können. Witzigerweise haben mich in den vergangenen 2-3 Jahren die Trophies dazu bewegt, manchmal noch tiefer in Spiele einzutauchen bzw. mich intensiver mit ihnen zu beschäftigen, als ich das davor ohnehin schon tat. Klingt vielleicht etwas komisch, ist aber stellenweise so und macht (mir) auch viel Spaß. Dabei rede ich nicht unbedingt von "Töte 500" Trophies, sondern spielerischen Herausforderungen wie zum Beispiel "ohne entdeckt zu werden", "ohne jemanden zu töten" (Dishonored), "alle Storyvarianten" (Stories: The Path of Destinies), "Besiege das System()" (Transitor) oder den klassischen Rennen gegen die Zeit in Driveclub & Co.

    Der Blick auf den Releasekalender - nicht nur auf besagten Oktober - ist im Übrigen auch ein Grund, warum hier schon länger keine Release-Collage mehr stattfindet. Too much Input (schaut bloß nicht auf Steam). Da muss man nur mal die letzten Monate durchblättern. Das Konzept der Collage muss daher auch erstmal an diese Flut angepasst werden. Um eine bekannte Bundeskanzlerin zu zitieren "Wir schaffen das" =D

    Sales & Co., ob nun bei Steam oder anderswo, sind für mich bei Spiele ohnehin schon lange kein Thema mehr. Wenn ich das jeweilige Spiel nicht ad-hoc spielen werde, bringt das sowieso nichts - zumal wir natürlich hier noch den Luxus (und den Fluch) genießen, ohnehin mit Steam-Keys regelrecht beworfen zu werden. Vorbestellungen genauso, zumal der Preisverfall oft derart rasant voranschreitet (siehe auch das Video von Phil). Sicherlich eine gute Sache für Spieler, aber auf der anderen Seite? Humble & Co. haben mit ihrem "Pay what you Want" womöglich vielen Spielen und Entwicklern geholfen überhaupt mal in den Fokus zu rücken, auf der anderen Seite wurde damit aber stellenweise die "Geiz ist Geil"-Mentalität ziemlich auf die Spitze getrieben und sorgt vermutlich nach wie vor dafür, dass bei (Indie)spielen viele "erstmal abwarten".

    (Vermeintliche) Abo-Flatrates wie das neue Xbox Programm, PlayStation Now, EA Access, GWG, PS+ ... schon krass, wohin das alles führt - aufzuhalten ist es wohl nicht mehr, siehe Film- & Musik-Industrie - und das sind sogar noch die Langsamen in dieser Entwicklung. Was ich heute u.a. gar nicht mehr machen möchte: Nur noch 99% der Zeit in ein Spiel investieren, das spricht u.a. Phil in seinem Video mit Overwatch an. Ich hab das bei MMORPGs (World of Warcraft, Guild Wars) gerne und oft getan, aber die Zeiten sind vorbei. Und ja, um hier mal als "Opa" zu sprechen: Damals[tm] habe ich halt einfach Bards Tale & Co. ewig lange und öfter gespielt, weil entweder kein Geld (äh Disketten) für neue Spiele da waren oder keine neuen Spiele =D

    Bock drauf (auf Videospiele)? Ja. Auf jeden Fall!   
  • Kartodis
    #2 | 30. Juli 2017 um 11:13 Uhr
    Unglaublich! Ohne deinen Artikel gelesen zu haben, habe ich heute Morgen, zu dem selben Thema einen Artikel veröffentlicht. Interessant dabei: Wir kommen zu dem selben Fazit. Der Pile of Shame ist gar nicht so schlecht, wie man ihn immer macht. Jeder geht auf seine Art damit um. Haben tun in aber die meisten.

    Und was den Herbst/Winter angeht, auch da stimme ich dir zu. Keine Ahnung wie ich das überstehen soll. Mein Problem dabei ist, dass ich so schwer widerstehen kann, wenn mehrere Spiele gleichzeitig erscheinen. Nach ein paar Stunden packt es mich meist doch und spiele den anderen Titel parallel dazu an. Am Ende wird meistens keiner von beiden durchgespielt. Aber auch damit habe ich mich mittlerweile mehr oder weniger abgefunden.

    Ich bin mal so frech und mache einen Link zu meinem Artikel rein. Passt ja wie die Faus aufs Auge!

    [ externer Link ]
  • Kithaitaa
    #3 | 30. Juli 2017 um 15:42 Uhr

    Kartodis: Unglaublich! Ohne deinen Artikel gelesen zu haben, habe ich heute Morgen, zu dem selben Thema einen Artikel veröffentlicht. Interessant dabei: Wir kommen zu dem selben Fazit.


    Das Fazit zum Pile of Shame mag ähnlich ausfallen, aber beim Punkt Durchspielen, Genießen, der Weg ist das Ziel, Entdecken usw. ist die Meinung (in deinem Artikel) dann doch eher das genaue Gegenteil zu dem, was Tim schreibt. Finde ich. Aber, wie du schon schreibst "jeder auf seine Art" =)

    Kartodis: Mein Problem dabei ist, dass ich so schwer widerstehen kann, wenn mehrere Spiele gleichzeitig erscheinen. Nach ein paar Stunden packt es mich meist doch und spiele den anderen Titel parallel dazu an. Am Ende wird meistens keiner von beiden durchgespielt.


    Schade.
  • Manni
    #4 | 31. Juli 2017 um 14:29 Uhr
    Schönes Thema und netter Artikel...

    Backlog oder Pile of Shame ist etwas, was aus unserem Konsumverhalten entstanden ist. Man/ wir/ ich wollen mehr und das Angebot lässt es zu, dass man kostengünstig sehr viel bekommen kann. Somit tätigt man "Hamsterkäufe", da man zusätzlich ja auch sparen möchte. Kommt also ein Sony/ Xbox/ PC Sale, mit vielen guten Angeboten, greift man zu - weil man es kann. Es ist doch wirklich ein Dilemma, dass wir uns zwar viele Spiele leisten können aber uns die Zeit dazu fehlt, die Spiele ausgiebig zu erleben... Man könnte durchaus dieses Thema noch stärker vertiefen und sämtliche Aspekte genauer unter die Lupe nehmen...

    Ich habe die letzten ca. 2 Jahre versucht, mein Backlog zu verkleinern - naja, so richtig hat es nicht funktioniert, da ich bei Sales tatsächlich oft schwach werde. Bei mir liegt Titanfall 2 digital seit einem Jahr in der Warteschleife, so wie viele andere Spiele auch. Vielleicht sind es über 50 Spiele (Platform übergreifend)... manches Mal nervt es mich aber generell ist es ok und ich freue mich auf jedes Spiel, wenn es soweit ist. Mittlerweile selektiere ich auch stärker und wenn mir ein Spiel nicht gefällt, wird es auch nicht gespielt - auch, wenn dann der Trophäendurchschnitt versaut wird (auch ein gutes Thema, welches die Spielerschaft spaltet - Trophäen/ Achievements).

    Ein Thema, worüber man sicherlich lange und spannend diskutieren/ sich austauschen kann...
  • Nawrock
    #5 | 31. Juli 2017 um 18:27 Uhr
    Zu einem Pile of Shame ist es bei mir bisher nur in digitaler Form und auch nur auf dem PC gekommen. Bei Konsolen bevorzuge ich immer die Disc- oder Cartridge-Version, und irgendwie bin ich dabei nicht so spontan und großzügig - warum auch immer(?).

    Bei Steam hingegen empfinde ich die lange Liste schon fast als störend und als Pile of Posibilities sehe ich sie auch nicht. Ich habe sogar bereits eine gesonderte Kategorie an Spielen erstellt, die ich vom Steam-Support möglichst bald löschen lassen möchte, einfach nur, um sie nicht mehr sehen zu müssen. Alles Überbleibsel eines gelangweilten Studenten, der irgendwie nie so wirklich das gefunden hat, was er eigentlich wollte.

    Mittlerweile ignoriere ich den Großteil der ganzen Sales und schlage nur noch zu, wenn es sich um einen Titel handelt, den ich bereits vor dem Sale unbedingt mal gespielt haben wollte. Und das auch nur dann, wenn ich gerade die Zeit dazu habe. Oder aber ich greife zu "Lückenfüllern" wie jüngst auf der Switch mit Mario Kart (8), (Ultra) Street Fighter II und (Puyo Puyo) Tetris. Diese Klassiker werden nämlich spätestens dann gespielt, wenn jemand gerade zu Besuch ist  
  • Tim
    #6 | 31. Juli 2017 um 19:28 Uhr

    Kartodis: Unglaublich! Ohne deinen Artikel gelesen zu haben, habe ich heute Morgen, zu dem selben Thema einen Artikel veröffentlicht. Interessant dabei: Wir kommen zu dem selben Fazit.


    Habe dir auch auf deinem Blog geantwortet, aber ich finde auch nicht, dass wir das gleiche Fazit haben. Eher im Gegenteil: Du wünschst dir, dass Spiele kürzer sind - und ich wünsche mir die Fähigkeit, mich komplett auf ein Spiel einlassen und es genießen zu können, egal welche Spiele noch auf dem Stapel ruhen. Die Idee mit dem Nebenquest-Auswahlmenü finde ich schon ganz interessant, aber eigentlich hast du die Macht doch auch so schon, die Nebenquests zu ignorieren. Letzten Endes ist das eine rein psychologische Sache, ähnlich wie die Trophies/Achievements, die Manni erwähnt hat.   
  • DarkRaziel
    #7 | 14. August 2017 um 10:45 Uhr
    Das Problem wird jeder kennen, denn mit höherem Alter hat man auch noch andere Verpflichtungen wie Familie.
    Habe in meiner Spielsammlung auch genug Games wo ich noch nie den Abspann gesehen habe.
    Einmal weil die Lust verloren ging oder weil schon wieder ein neues Game rausgekommen ist was man dann doch Toller findet.

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