Broforce - Preview

Mit Broforce bieten Free Lives und der Publisher Devolver Digital seit kurzem einen Arcade-Fun-Baller-Plattformer im Steam Early Access Programm an, den ihr euch auf jeden Fall mal anschauen solltet. Zumindest, wenn ihr gerne mal mit witzigen Bros durch die Gegend hüpfen, dabei wild um euch ballernd weitere Bros befreien und Terroristen in die ewigen Pixeljagdgründe befördern wollt. Wie das Ganze aktuell ausschaut und was euch sonst noch erwartet, erfahrt ihr in dieser Preview.

Da Bilder bekanntlich mehr als tausend Worte sagen, fassen wir einfach mal mit folgendem Anschauungsmaterial die wichtigsten Gründe zusammen, weshalb ihr euch Broforce zulegen solltet. Auch wenn man bei dem Spiel wenig spoilern kann, habe ich in dem Gameplay-Video dennoch auf die exzessive Nutzung der Spezial-Manöver einzelner Bros verzichtet.




Falls das noch nicht ausreicht, folgt hier zusätzlich noch die schriftliche Einschätzung nach mehreren Stunden in der Kampagne und dem Online-Multiplayer. Zumindest die Kampagne lässt sich trotz des frühen Stadiums des Spiels prima spielen, wahlweise mit einem oder bis zu vier Bros im lokalen Coop. Aber bereits der Solomodus lässt erahnen, welchen Spaß man mit den Bros und den unzähligen Pixelexplosionen im Multiplayer haben kann. Doch erstmal der Reihe nach.


Bromazing Brotainment



Dass sich das Spiel nicht sonderlich ernst nimmt und einzig und allein den Spaß im Sinn hat, dürfte schnell klar sein. Das fängt nicht nur bei dem abgefahrenen Setting an, bei dem ihr "die Kontrolle über eine unterfinanzierte und dennoch gleichzeitig übermächtige paramilitärische Organisation, die sich exklusiv mit exzessiver Durchschlagskraft beschäftigt" übernehmt. Sondern geht natürlich mit den bromazing Spielfiguren weiter, die in Form von brodifizierten Action-Helden aus den 80er und 90er-Jahren daherkommen. Der Retro-Pixellook tut dann noch sein übrigens, wenn ihr auf den Karten alles in Schutt und Asche legt.

Hierzu ist jede Spielfigur mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Waffen und einem Spezial-Manöver ausgerüstet, letzteres steht euch jedoch nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung. Hier waren die Entwickler ziemlich kreativ und es ist immer wieder spannend zu sehen, welches Special der frisch freigeschaltete Bro auf der Pfanne hat. Ein übertriebenes Balancing gibt es hier jedoch nicht, so ist der eine stärker, der andere vermeintlich schwächer, aber das interessiert herzlich wenig. Hauptsache Fun.

Brommando, Rambro, Brominator, Brobocop, Bro Hard, Brade, Bro In Black, Bro Dredd, Brochete, Bronan, B.A. Broracus, Snake Broskin, die Anzahl der unterschiedlichen Spielfiguren steigt mit jedem größeren Update und ein Ende ist erstmal nicht in Sicht. Jede Mission startet dabei zufällig mit einem der bereits freigeschalteten Bros. Befreit ihr einen Gefangenen, erhaltet ihr ein Leben und schlüpft in eine neue Rolle. Steigt die Anzahl eurer Befreiungen, schaltet ihr nach und nach neue Helden frei und erweitert damit euren Pool. Da ihr die Kampagne auch nach unzähligen Toden fortführen könnt, macht die Übung also den Meister. Ellen Ripbro bekommt man zum Beispiel erst nach 130 erfolgreichen Rettungen - wobei das wohl über eure Gesamtspielzeit errechnet wird. Im neusten Update sind übrigens Cherry Broling und Colonel James Broddock hinzugekommen.


Broforce
Jede Menge Pixelbros und Terroristen


Bromazing Fazit



Bei all der Action sei natürlich noch zu erwähnen, dass die Gegner immer gemeiner werden und hier und da auch mal kleinere Bossgegner und richtig dicke auf euch warten. Die Umgebung bleibt ebenfalls nicht gleich. Während man zunächst im Dschungel von Süd Vietnam gegen fiese Schergen antritt, geht es im Anschluss bereits nach Vietnam City, Central Vietnam und so weiter. Dabei strotzt das Spiel nur so vor witzigen Details und abgefahrenen Möglichkeiten, ob Bienenstöcke, Taktik-Schweinchen oder explosive Killer-Kokosnüsse - macht euch auf was gefasst.

Neben der Kampagne, die ihr auch im Coop spielen könnt, enthält Broforce auch einen Online-Multiplayer. Der Alphastatus ist diesem jedoch noch sehr häufig anzumerken, was teils in lustigen, meist jedoch in eher frustigen Spielsessions endet. Schade, aber die Entwickler sammeln natürlich fleißig das Feedback der Brommunity und werkeln stets an neuen Patches und Updates, um das Spielerlebnis zu perfektionieren. Daneben gibt es noch einen Race Mode, Explosion Run und Deathmatch. Konnte ich leider alle drei nicht antesten, sind aber bestimmt auch super. Als mächtiges Tool stellt euch das Entwicklerstudio Free Lives zudem einen Level Editor zur Verfügung, mit dem ihr eure eigenen fiesen Missionen bauen und diese mit der Community teilen könnt.

Ihr seht schon, eigentlich ordentlich Umfang, den man aktuell bereits in der Early Access Version erhält, auch wenn dort natürlich nach wie vor Alpha- bzw. Beta-Status herrscht. Der Preis von 13,99 Euro mag auf den ersten Blick etwas hoch erscheinen, doch gerade wenn man Broforce mit einem oder gleich mehreren Freunden zockt, sollte sich das recht schnell rechnen - der Spaß und die Lacher sind unbezahlbar. Allerspätestens mit einem ordentlich funktionierenden Online-Multiplayer, gibt es keine Ausreden mehr. Im Humble Store gibt es das Spiel außerdem noch ein wenig günstiger, teils sogar mit Rabatt. Es ist das ideale Arcade-Spiel für zwischendurch: Simpel, spaßig und doch herausfordernd.

Broforce
Ziplines, Bosse, Pixelgemetzel ... und Sonnenuntergänge
Broforce - Boxart
  •  
  • Entwickler:Free Lives Games
  • Publisher:Devolver Digital
  • Genre:Arcade-Action
  • Plattform:PC, PS4, Switch
  • Early Access:07.04.2014
  • Release:15.10.2015
    (PS4) 01.03.2016
    (Switch) 06.09.2018

Kommentare & Likes

Folgenden Usern gefällt der Beitrag: HerrBeutel ... und einem Gast.
  • Philipp
    #1 | 17. Juli 2014 um 18:40 Uhr
    Wären die 80er-Äktschn-Muhwiiies ein Spiel - hier ist es. BROEhrenwort!

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