Lego Ninjago: Nindroids - Review
Kantig, Kurios und Kurz: 4 Gründe für das neue Klötzchenabenteuer
Während unzählige Spieler ihr Wochenende in den stickigen sowie vollgestopften Hallen der gamescom 2014 verbringen, sitze ich zuhause und spiele zwischen dem Schauen der ganzen gc-Neuheiten das neueste Lego-Abenteuer für Handheld-Konsolen: Lego Ninjago: Nindroids, welches seit einigen Tagen sowohl für den Nintendo 3DS als auch für Sonys PlayStation Vita erhältlich ist. Dabei steckt Lego beziehungsweise Entwickler TT Games nicht etwa wieder ein Buch/Film in ein Klötzchen-Outfit, sondern präsentiert eine ganz eigene Geschichte. Wobei, eigentlich gibt es mit Lego Ninjago schon eine Spielzeugserie, die nun ein Videospiel bekommt. Verrückt. Ob sich das auch auf der tragbaren Konsole gut macht?

Nininininjas!
Ninjas sind cool, mysteriös und können gut gegen Feinde ankämpfen. Vor allem wenn es um Recht und Gerechtigkeit geht. In Lego Ninjago: Nindroids muss der Spieler (also Du!) gegen eine ganze Armee von Roboter-Ninjas, Nindroids genannt, ankämpfen, um New City Ninjago zu retten. Kein leichtes Unterfangen, denn der fiese Überlord hat so manches Ass im Ärmel. Doch zum Glück können die mutigen Mitstreiter mystische sowie magische Technoklingen benutzen, um den eigentlich tot geglaubten Überlord zu bekämpfen. Gut, im Endeffekt ist es eine typische Geschichte zwischen Gut und Böse, aber der typische Lego-Witz macht das Ganze so besonders, vor allem da es eine Vielzahl an todesmutigen Ninjas oder eben Robotern gibt, um im Digiverse die wohl epischste Cyperpunk-Schlacht im Lego-Zeitalter auszutragen.

Zwischen Reis und Katana? Kein Problem!
Lego Ninjago Nindroids ist ein Handheldspiel und genau das Hauptkennzeichen eines solchen Spieles macht es richtig: Die Story ist in sehr kurze Missionen gegliedert, die man bequem zwischen Tür und Angel erledigen kann. Endlich muss die epische Schlacht nicht mehr unterbrochen oder vertagt werden - etwas, was viele Spiele meiner Meinung nach falsch machen. Dank netter und voll vertonter Zwischensequenzen kommt während der Abschnitte zusätzlich keine Langeweile auf. Schade nur, dass zwischen den einzelnen Missionen lange Wartezeiten aufkommen, die schon nerven können, wenn man ganz im Universum aufgeht und die Konsole nicht mehr weglegen kann. Zum Glück lässt sich im Ladebildschirm gut erkennen, welche Aufträge innerhalb der Mission noch erledigt werden müssen, um 100 Prozent zu erreichen.

Es gibt viel zutun in New Ninjago City
Auch im Ninja-Universum ist der Wiederspielwert hoch, und so muss das einzelne Level im Speedrun erledigt werden oder es gilt keinen Schaden zu bekommen. 10 Aufgaben hat jeder Bereich, um die begehrten goldenen Blöcke zu bekommen. Mit diesen baut man sich in der Stadt mit fortschreitendem Level einen Ninja-Drachen. Mit eingesammelten Studs könnt ihr neue Charaktere beziehungsweise Charaktervariationen kaufen, die weitere versteckte Gegenstände in den Levels freischalten. Soll wirklich alles entdeckt werden, müssen die einzelnen Levels vier bis fünfmal gespielt werden. Aufgrund der Kürze aber nur bedingt ein Problem, oder? Übrigens gibt es auch wieder rote Blöcke, die Studs-Multiplikatoren bereithalten. Eben alles so, wie es Kenner bereits auf vorherigen Lego-Spielen gewohnt sind - nur eben im Taschenformat.
Alles voller Blöcke
Es gibt verschiedene Dinge zu bauen, aber auch unendlich viele Gegenstände zu zerstören. Lego-Fans kommen bei Lego Ninjago: Nindroids voll auf ihre Kosten, was das Herumspielen mit kleinen Klötzchen betrifft. Die wichtigsten Elemente sind auch hier aus dem bekannten Spielzeug gemacht, sodass der Charme einfach wunderbar getroffen wurde. Und das auch im wenig benutzen Cyperpunk-Genre, welches natürlich durch futuristische Gegenden, Hightech-Fahrzeugen, stylische Kleidungsstücke und viele blaue Lichter überzeugen kann. Übrigens bietet die 3DS-Version noch eine nettee 3DS-Ansicht, bei der zwar die eher schlichte Grafik nicht zum HD-Vergnügen wird, aber dennoch in Zwischensequenzen für kleine Highlights sorgt.
Fazit von Lenela:
Eines sollte immer beachtet werden: Lego Ninjago: Nindroids ist natürlich kein Hit-Spiel, was bedenkenlos jedem empfohlen werden kann. Dazu gibt es zu wenige wirkliche Highlights oder wenigstens eine fesselnde Geschichte. Aber es macht seinen Job als Handheldspiel mehr als richtig, denn die kurzweiligen Missionen eignen sich perfekt, um zwischen zwei Haltestellen in das Leben als Ninja einzutauchen. Zudem ist das Spielprinzip so einfach, dass Verlern-Effekte eher weniger auftreten.
Kurzum: Wer ein Spiel für den Schul-/Arbeitsweg sucht, ist hier genau richtig. Das gewohnte Lego-Prinzip geht auf dem Handheld perfekt auf und bietet viele Möglichkeiten, sich vom Straßenverkehr abzulenken. Gleichzeitig bietet es erfrischende Unterhaltung und wer will nicht als Ninja durch New City Ninjago ziehen?
- Kurzweiliges Handheldspiel
- Nette Ninja-Geschichte mit bekannten Spielzeugfiguren
- Hoher Wiederspielwert durch kurze Level und Entdeckungen
- Keine Game-Revolution
- Keine neuen Lego-Einfälle, sondern althergebrachtes Konzept
- Hauptspiel nach rund fünf Stunden beendet
Lenela hat Lego Ninjago: Nindroids auf der PlayStation Vita gespielt.
Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von Warner Bros. Interactive zur Verfügung gestellt.


#1 | 17. August 2014 um 00:28 Uhr
Er hat das Game verschlungen und nach nicht mal 2 Tagen durchgespielt.
Nun ist er noch dran die Levels zu vervollständigen, aber auch das ist nicht immer das Problem, denn der Schwierigkeitsgrad ist nicht gerate hoch bis auf die Zeitvorgaben.
Aber für Kinder und Fans der Serie ein gelungenes Spiel mit kurzweiliger Unterhaltung, aber hohen Wiederspielwert, wenn man alle haben will und nicht nur den Abspann sehen will.