Grand Theft Auto V - PC Review
Kriminelles Los Santos – schöner denn je
Fast zwei Jahre nach dem Launch des Originals und sechs Monate nach dem Debüt auf PlayStation 4 und Xbox One hat das große Grand Theft Auto V aus dem Hause Rockstar Games nach unzähligen Verschiebungen nun auch den PC erreicht. Treue Verfechter der "Master Race" mussten einige Memes und Sprüche der Konsoleros ertragen, doch das Warten hat sich gelohnt. Nicht nur, weil Los Santos schöner ist denn je. Auch von den Eingabegeräten Maus und Tastatur profitiert das Spiel ungemein. Außerdem geben die Entwickler den Spielern mit dem Rockstar Editor ein neues Tool an die Hand, mit dem sich aufwendig eigene Videos erstellen lassen. Seid ihr bereit für die erneute Reise nach Southern San Andreas?
So oder so ähnlich ergeht es wohl vielen Einwohnern Los Santos', wenn sie Michael, Trevor oder Franklin auf der Straße begegnen und das ist noch Glück im Unglück, denn einige werden direkt an die Himmelspforte klopfen.

Das hat Hollywood-Niveau!
Da die meisten von euch die Story bereits kennen, werde ich mich kurz fassen: Viele Jahre nach einem Raubüberfall in North Yankton leben die Beteiligten jeweils ihr eigenes Leben in und um Los Santos. Michael ist verheiratet, hat zwei Kinder und ein schönes Anwesen in Vinewood - dem Rockstar'schen Äquivalent zu Hollywood. Trevor wohnt in einem Trailor Park in Sandy Shores und betreibt – zusammen mit einigen skurrilen Typen – ein Methlabor über einem alten Schnapsladen. Lester sitzt mittlerweile im Rollstuhl und gehört nicht zu den spielbaren Charakteren. Er verdient sein Geld mit Aktienhandel und Internetkriminalität. Der dritte Protagonist ist Franklin, ein Afroamerikaner, der zwar nicht an dem Raubüberfall beteiligt war, aber im Laufe seiner Arbeit auf Michael trifft. Dabei hat jeder der drei Protagonisten seine eigenen Probleme. Während Michael darunter leidet, dass seine Frau fremdgeht, sein Sohn ein kiffender Faulpelz ist und seine Tochter nur daran denkt berühmt zu werden, versucht Trevor, ein erfolgreicher Geschäftsmann zu sein und mit Drogenhandel und Waffenschmuggel das große Geld zu verdienen. Dabei muss er sich mit Bikern und anderen potentiellen Konkurrenten auseinander setzen. Franklin hat ganz andere Probleme. Er leidet unter der Wohnsituation bei seiner feministischen Tante und kann mit dem "Gangster-Shit" seiner "Homies" nicht mehr viel anfangen, weshalb er versucht, auf eigenen Beinen zu stehen.
Die Story ist gut durchdacht und die Personen sind glaubhafter als in den meisten Hollywo... ich meine natürlich Vinewood-Filmen. Die Charaktere haben Ecken und Kanten und sehen nicht alle aus, als würden sie nebenberuflich modeln. Während Michael ein leichtes Doppelkinn und eine Plauze hat, sieht man Trevor nicht nur seinen Methkonsum an, sondern auch, dass er nicht mehr den dichtesten Haarwuchs hat. Geht es also um gutes Aussehen, kann sich Franklin noch am ehesten sehen lassen und selbst er hätte bei Heidi wenig Chancen auf den Recall. Auch bei sämtlichen anderen Figuren - egal ob wichtige Person oder einfach nur Passant - hat Rockstar Games darauf geachtet, dass sie so unterschiedlich und dabei so glaubhaft und mit Makeln behaftet wie möglich sind. So begegnen euch Menschen mit allen möglichen Körpertypen, Kleidungsstilen und Verhaltensweisen überall in Southern San Andreas.
Natürlich gibt es auch viele Möglichkeiten, die drei Hauptcharaktere optisch anzupassen, wie z.B. durch neue Kleidung. Dafür stehen in Los Santos verschiedene Kleidungsgeschäfte zur Verfügung. Die Auswahl reicht hier von Jeans und T-Shirt bis zum Smoking, von Sneakers bis zu Cowboystiefeln und von der Truckercap bis zum Bogarthut. Außerdem könnt ihr die Frisur und den Bart ändern, allerdings sind euch hierbei Grenzen gesetzt, d.h. dass nur Franklin einen Afro, nur Trevor eine Vokuhila-Frisur und nur Michael die geschmierte Finanzhai-Tolle tragen kann. Zuletzt habt ihr die Möglichkeit, die Haut zu verzieren. Die Tattoo-Parlors halten dafür einige Motive für euch bereit, jedoch sind auch hier Motive für die jeweiligen Charaktere reserviert. So kann man aus Trevor einen astreinen Hillbilly mit Oldschool-Tattoos machen, Franklin hingegen steht eher auf Tattoos in "Thug Life"-Manier.

Die Präsentation sucht ihresgleichen
Rein optisch ist Grand Theft Auto V so ziemlich jedem ernstzunehmenden Open-World-Spiel meilenweit voraus. Natürlich findet man Titel, die in gewissen Bereichen optisch mehr vorzuweisen haben, allerdings fehlen hierbei meist die Weitläufigkeit und Komplexität von Rockstars Meisterwerk. Wer sich Southern San Andreas genau anschaut, findet an so ziemlich jeder Ecke etwas zu bestaunen. Die Detailverliebtheit der Designer spiegelt sich an jeder Straße Los Santos' und jedem Sandkorn Blaine Countys wider. Egal ob es die abgefahrene Straße ist oder der Müll auf dem Gehsteig, ob der Obdachlose mit dem Pappschild in der Hand oder der Passant, der ein Foto mit dem Handy macht: Die Welt ist lebendig und dynamisch und im Vergleich zu anderen Open-World-Spielen hat man das Gefühl, dass die ganzen Bewohner nicht nur planlos diverse Wegpunkte ablaufen, sondern tatsächlich ein eigenes Leben führen. Das geht sogar so weit, dass sie auf sämtliche Aktionen des Spielers reagieren. Demnach ist so mancher eher ängstlich und nimmt die Beine in die Hand, wenn ihr ihn anrempelt, andere wiederum suchen die direkte Konfrontation und lassen die Fäuste sprechen. Die PC-Version treibt die optische Präsentation dabei auf die Spitze und bietet eine erweiterte Weitsicht, höhere Auflösung und schärfere Texturen. Außerdem könnt ihr festlegen, wie stark Fahrzeuge und Passanten variieren sollen.
Was kostet die bessere und vielfältigere Optik?
Im Grunde ist Grand Theft Auto V leichte Kost, vor allem im Vergleich zu seinem Vorgänger. Wichtig ist, dass der Prozessor vier Kerne hat und die Grafikkarte genug Videospeicher. Auch mit einem alten Quad-Core und gerade mal 4GB Arbeitsspeicher läuft das Spiel flüssig, eine mittelmäßige Grafikkarte vorausgesetzt (Radeon HD 7870, GeForce GTX 660). Soll es optisch besser aussehen als die aktuelle Konsolenversion, ist jedoch etwas mehr Leistung nötig. Da kommt man an 8GB Arbeitsspeicher und einer starken Grafikkarte (Radeon R9 280X bzw. GeForce GTX 770) nicht vorbei.
Ich spiele GTA V z.B. in Full HD-Auflösung mit FX-Anti-Aliasing und sämtlichen regulären Einstellungen auf "Hoch" oder "Sehr Hoch" bei 60 Bildern pro Sekunde. Die fallen zwar schlagartig auf 30, sobald ich mich in dicht bewachsenen Gegenden Blaine Countys befinde, aber auch so lässt sich das Spiel noch gut spielen. Mein Setup: i5 4670K (4x 3,4GHz), 16GB DDR3-RAM, Radeon R9 280X.
Für alle Enthusiasten stellt Rockstar die erweiterten Grafikeinstellungen bereit. Dort könnt ihr z.B. festlegen, bis in welche Entfernung die Umgebung mit vollen Details dargestellt werden soll. Wessen Grafikkarte weniger als 3GB Grafikspeicher besitzt, der kann getrost die Finger von den Reglern lassen. Möchtet ihr zusätzlich die Auflösung über Full HD, also WQHD oder gar UHD, sind entweder zwei Grafikkarten im Crossfire oder SLI erforderlich, oder ihr greift gleich zur GeForce GTX Titan X - die gibt es "bereits" für knapp 1200 Euro.
All we hear is Radio Ga Ga
Auch audiotechnisch ist Grand Theft Auto V nahezu ohne Konkurrenz. Selten hat es so viel Spaß gemacht, den Gesprächen zu lauschen, während Autofahrten führen die Charaktere wirklich interessante und vor allem auch amüsante Konversationen. Da ist es fast schon schade, dass es – außer den Untertiteln – keine deutsche Lokalisierung gibt. Andererseits würde dadurch wohl viel an Atmosphäre verloren gehen. Wessen Englischkenntnisse sich in Grenzen halten, dem empfehle ich, lieber rechts ranzufahren und die Gespräche mitzulesen. Die Diskussion zwischen Michael und Trevor über Hipster ist nur eine von vielen, die ich nicht hätte missen wollen. Radiotechnisch bleiben ebenfalls keine Wünsche offen. Neben der Tatsache, dass die Moderatoren von aktuellen Ereignissen berichten, die der Spieler in der Stadt verursacht, ist auch die Auswahl an Musik bzw. Musiksendern absolute Spitze. Es ist für jeden Geschmack und auch für jede Laune und Situation etwas Passendes dabei. Was gibt es denn schöneres, als Johnny Cash auf Rebel Radio zu hören, während man in einem Classic-Cadillac-Verschnitt an einer alten Tankstelle in Blaine County vorbeifährt?




GTA aus der Ego-Perspektive - Hell Yeah!
Bereits die Versionen für PS4 und XBOX One bekamen die Ego-Perspektive spendiert, die sowohl im Singleplayer als auch bei GTA Online zur Verfügung steht. Auf dem PC ändert sich dadurch nun nicht mehr nur die Optik, sondern auch die ganze Spielweise, denn durch die Steuerung mit Maus und Tastatur wird das Deckungssystem nahezu überflüssig. Viel erfolgreicher ist man meist, wenn man - wie bei so ziemlich jedem anderen Ego-Shooter auch - einen Schritt um die Ecke macht und dem Gegner in den Kopf schießt. Gerade mit Maus und Tastatur ist das für jeden, der Erfahrung mit Ego-Shootern hat, wirklich keine Herausforderung, ganz im Gegenteil: Grand Theft Auto V wird dadurch sogar ein ganzes Stück einfacher. So ist es mir z.B. passiert, dass es an manchen Stellen zu gar keiner Verfolgungsjagd mehr kam, weil ich den Flüchtigen schon erschossen hatte, bevor er überhaupt losfahren konnte. An anderen Stellen muss man aus dem fahrenden Auto schießen und da es hierbei keine automatische Zielfunktion gibt, war das auf der Konsole eine wirkliche Herausforderung. Mittlerweile halte ich kurz den Wagen still und schieße auf den Reifen oder durch die Windschutzscheibe in den Kopf. Dabei brauche ich meist nicht mehr als zwei oder drei Versuche.
Natürlich gibt es auch Situationen , in denen der Controller praktischer ist. Autos beispielsweise lassen sich mit dem Analogstick weitaus genauer steuern als mit der Tastatur. Das kommt euch vor allem bei regulären Autorennen zugute. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, euer Gas besser zu dosieren. Wer ein voll ausgebautes Muscle Car fährt, weiß, dass es oft sinnvoller ist, nicht mit Vollgas loszufahren, ansonsten lässt man erstmal ein paar Milimeter Gummi auf der Straße zurück, bevor sich das Auto überhaupt von der Stelle bewegt. Eine weitere Herausforderung ist das Fliegen von Flugzeugen mit Maus und Tastatur. Das benötigt wirklich viel Übung und lässt sich am besten damit vergleichen, Dark Souls mit Bongos durchzuspielen. Kurz gesagt: Lasst es! Mit dem Controller erspart ihr euch einige Frustmomente. Am besten seid ihr also gewappnet, wenn ihr neben Maus und Tastatur einen Controller parat liegen habt. Wenn der Treiber installiert und der Controller erkannt ist, müsst ihr nicht einmal in den Optionen den Steuerungstyp ändern, sondern könnt fliegend zwischen Maus und Tastatur und dem Controller wechseln.




GTA Online mit 30 Spielern und Raubüberfällen
Mit GTA Online bietet euch Rockstar Games die Möglichkeit, zusammen mit 29 anderen Spielern Los Santos und Umgebung unsicher zu machen. Dazu erstellt ihr einen Charakter, kleidet ihn ein und stürzt euch in das Abenteuer. Die komplette Welt von Grand Theft Auto V steht euch hierbei zur Verfügung und wartet mit Rennen, GTA-Rennen, Deathmatch und Team-Deathmatch, aber auch mit ausgefalleneren Aufgaben wie Fallschirmsprüngen und Gangkämpfen auf euch. Ihr könnt auch in Kooperation mit anderen Spielern zusammen Missionen erledigen, wie ihr sie aus dem Singleplayer kennt. Dabei steigt eure Erfahrung und somit euer Rang, wodurch ihr neue Kleidung, Waffen und Tuningmöglichkeiten freischaltet. Außerdem verdient ihr so euer Geld und könnt euch später ein Appartement mit Garage kaufen. Dort können Fahrzeuge geparkt werden und mit Hilfe eines Peilsenders und einer Versicherung sorgt ihr dafür, dass der Wagen auch immer nachgeliefert wird, sollte er – auf welche Weise auch immer – auf dem Schrottplatz landen.
Sobald ihr Rang 12 erreicht habt und im Besitz eines Luxusappartements seid, könnt ihr die lang erwarteten Heists - zu deutsch: Raubüberfälle - starten. Heists reichen vom Banküberfall bis zur Befreiung von Gefangenen und können bzw. müssen im Team durchgeführt werden. Der Anführer ist, von wessen Wohnung aus der Heist geplant wird. Er entscheidet nicht nur über die Rolle der Mitspieler (Fahrer, Schütze etc.) sondern auch über ihren Anteil. Vor der Hauptmission warten dann mehrere Vorbereitungsmissionen auf euch, bei denen ihr Besorgungen tätigt oder auch das Gebiet auskundschaftet, in dem der Überfall anschließend stattfinden soll. Nach dem eigentlichen Raubzug und der erfolgreichen Flucht erwartet das Team eine "fette" Prämie und die Möglichkeit, weitere – meist komplexere – Jobs anzunehmen, bei denen wieder mehr Geld zu verdienen ist.
Klingt alles schön und gut - aber seien wir mal ehrlich und legen die Karten offen auf den Tisch! Was macht man wirklich in GTA Online? Wenn ihr euch nicht gerade vornehmt, zusammen mit Freunden einen Raubüberfall durchzuziehen, dann läuft das meist wie folgt ab: Ihr loggt euch ein, steigt in euren Wagen und fangt erstmal an, andere Spieler, die gerade in Los Santos unterwegs sind, "aufs Korn zu nehmen". Dabei werdet ihr oft genug selbst in den Genuss des "Wasted"-Bildschirms kommen, denn die Idee hat so ziemlich jeder andere auch. Wenn ihr davon genug habt, zückt ihr euer Handy und startet eine Mission nach Wahl bzw. eine Random-Mission, nach deren Abschluss ihr euch für eine weitere Mission oder die Rückkehr in den Freien Modus entscheiden könnt. Das ist vielseitiger als es klingt und macht höllischen Spaß. GTA Online ist praktisch der beste Zeitvertreib für alle, die kein MMO spielen und das ist durchaus positiv gemeint.

Meckern auf hohem Niveau
Es ist nicht einfach, Grand Theft Auto V zu kritisieren und das liegt nicht daran, dass gerade ein Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung von Rockstar Games neben mir sitzt und seinen Colt an meine Schläfe drückt - kleiner Scherz! Tatsächlich gibt es nichts, was wirklich schlecht ist, sondern maximal Punkte, bei denen Verbesserungen möglich wären, deswegen ist das hier mehr eine Wunschliste meinerseits als tatsächlich negative Kritik.
Was bei Grand Theft Auto bis heute fehlt, ist ein weiblicher Protagonist. Natürlich ist das schwer umzusetzen, denn Charaktere bei GTA erfüllen immer gewisse Klischees. Das hat bereits Nico Bellic mit Jogginghose und Lederjacke bewiesen und da machen Michael mit seiner Midlife-Crisis und Franklin mit dem ganzen Ghettogehabe und der inflationären Nutzung des "N-Words" direkt weiter. Von Trevor will ich gar nicht erst anfangen. Das muss man alles nicht mögen aber es macht das Ganze interessant und lebendig. Frauenklischees sind da meist weniger passend und die Gefahr wäre groß, dass es am Ende mehr wie eine Seifenoper wirkt. Trotzdem gibt es auch Frauentypen, die nicht der hysterischen Ehefrau, der karriereorientierte Freundin, der männerhassende Feministin oder dem schreckhafte Mädchen entsprechechen und die gut in ein Gangsterepos passen würden. Wie wäre es z.B. mit einer Automechanikerin oder Tätowiererin? Eben eine taffe Frau, die einem Kerl lieber mit dem Schraubenschlüssel die Rippen bricht, statt ihm zwischen die Beine zu treten.
Ein weiterer Punkt sind fehlende Anpassungsmöglichkeiten bei Fahrzeugen. Southern San Andreas bietet eine Vielzahl an Autos und Los Santos Customs die passenden Tuningmöglichkeiten, nur leider beziehen die sich nur auf Optik, Leistung und Schutz. Schön wären Modifikationen, die auch das Gameplay verändern. Muscle Cars, die - ähnlich wie Dom's Charger aus Fast & Furious - in der Lage sind einen Wheelie zu machen, sind nur ein Beispiel. Dadurch würde die Wheelie-Bar auch endlich ihren Zweck erfüllen.
Mein letzter Kritikpunkt sind die nicht begehbaren Gebäude. Natürlich wäre es etwas übertrieben, jedes Gebäude im Spiel begehbar zu machen, aber es ist zumindest ein Bereich, der ausbaufähig ist. So könnte man z.B. Wohnungen oder Wohnhäuser hinzufügen, in die der Spieler einbrechen kann. Die Schleichoption gibt es ja bereits und im Singleplayer existiert sogar eine Mission, in der Franklin in ein Gebäude einbrechen und einen Wagen aus der Garage entwenden muss.
Für den Tarantino in euch ...
... hält die PC-Version außerdem den bereits angesprochenen Rockstar Editor bereit, der in diesem Video nochmal im Detail erklärt wird. Schon kurz nach Release sind damit die ersten Meisterwerke entstanden wie z.B. "Running, Man" oder "Manhunt". Sind wir gespannt, was noch alles auf uns zukommt.
Rockstar Games hat in den letzten Tagen die Endbenutzerlizenz aller Spiele geändert, wodurch das Nutzen von Modifikationen untersagt wird. Die Intention dahinter ist zwar, Cheatern im Multiplayer das Leben schwerer zu machen, doch leider leiden darunter auch alle Hobbyregisseure und Spieler des Singleplayers - Schade!
Fazit von Kai:
Ich habe jetzt zum dritten Mal die Story von GTA V gespielt. Bereits auf der PS3 hatte ich meinen Spaß, auf der PS4 hat mich das Spiel mit Ego-Perspektive und besserer Optik erneut überzeugt und selbst beim dritten Durchgang auf dem PC wird das Spiel nicht langweilig. Grand Theft Auto V ist, was ich mir von klein auf immer gewünscht habe, und dementsprechend ist es mir äußerst schwer gefallen, objektiv zu bleiben und überhaupt Punkte zu finden, die ich kritisieren kann.
Bei Rockstar Games hieß es eindeutig: "Nicht kleckern, sondern klotzen!" und das merkt man dem Spiel zu jeder Zeit an. Es ist riesig, komplex, dynamisch, abwechslungsreich, hat eine gute Story, etliche Nebenmissionen und viele Anspielungen auf die reale Welt bzw. Gesellschaftskritik, die einen des Öfteren zum Schmunzeln bringen. Selbst ohne die Nebenmissionen hält das Spiel unglaublich viele Aktivitäten bereit. Einfach nur durch die Stadt cruisen, am Strand entlang gehen, mit dem Mountainbike Downhill fahren, in die Militärbasis einbrechen und einen Kampfjet entwenden - es wird nicht langweilig!
Ein Wermutstropfen bleibt Rockstars Entscheidung, Modifikationen zu verbieten, doch das sollte niemanden davon abhalten, sich für Grand Theft Auto V zu entscheiden!
- lebendige und große Spielwelt mit viel Abwechslung und toller Atmosphäre
- spannende Story und glaubhafte Charaktere
- sehr gute Synchronisation (Englisch)
- abwechslungsreiches Missionsdesign und viele Nebenmissionen
- Ego-Perspektive
- GTA Online jetzt für bis zu 30 Spieler
- präzise Steuerung mit Maus und Tastatur
- viele technische Anpassungsmöglichkeiten an die spezifische Hardware
- Rockstar Editor und Regisseur Modus
- wenig Möglichkeiten den Storyverlauf zu verändern
- Rückspiegel in der Ego-Perspektive nutzlos
- Anpassungsmöglichkeiten der Fahrzeuge teilweise ohne Funktion
- wenig begehbare Geschäfte bzw. Wohnungen
- Modifikationen sind verboten
Kai hat Grand Theft Auto V auf dem PC gespielt.
Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von Rockstar Games zur Verfügung gestellt.


#1 | 6. Mai 2015 um 19:09 Uhr
#2 | 6. Mai 2015 um 22:25 Uhr