Hitman - Review 7

Auch wenn sie nicht durchweg positiv waren: Hitman von Io-Interactive und Square Enix hat schon weit vor dem Release für Schlagzeilen gesorgt. Erst wurde das Spiel verschoben und dann gab es da auch noch diese merkwürdige Diskussion, wie die Inhalte am Ende veröffentlicht werden. Nun ist Agent 47 im sechsten Spiel der Serie zurück und der markante Auftragsmörder mit Glatze und tätowiertem Barcode am Hinterkopf wird seiner blutigen Arbeit in mehreren Episoden nachgehen. Wer das komplette Spiel am Stück genießen will, muss bis Anfang 2017 warten. Alle anderen starten mit der ersten Episode und meiner Review in das schmutzige Geschäft des effizienten Tötens.

Ich stehe in einem Raum. Um mich herum ist alles weiß, wodurch der Eindruck entsteht, dass sich die Fläche nach allen Seiten hin scheinbar ins Unendliche erstreckt. Als einziger Bezugspunkt dient eine Leiche, die vor mir auf dem Boden liegt. Das aus einer klaffenden Wunde fließende Blut hebt sich in geradezu surrealer Weise vom Rest der Szenerie ab. In der Ferne sehe ich eine Tür und sobald ich die Schwelle übertreten habe, schieße ich mich quer durch ein Sanatorium im verregneten Rumänien und damit vorbei an schwer bewaffneten Polizisten und den degenerierten Insassen dieser Irrenanstalt.

Nein, dies ist nicht der Einstieg in den neuesten Teil der Hitman-Serie, aber die Ereignisse aus der Anfangssequenz von Hitman: Contracts fließen in das aktuelle Intro ein und nehmen damit Bezug auf die Vorgeschichte von Agent 47. Alles beginnt damit, dass mich ein Hubschrauber zwanzig Jahre vor den Ereignissen der Hauptstory auf einer Landeplattform irgendwo in einer namenlosen Berglandschaft aussetzt. Nur wenige Meter wird mir die Steuerung der Figur übergeben, bevor wieder eine automatisch ablaufende Szene einsetzt. Es ist der Beginn der Zusammenarbeit mit Diana Burnwood und der International Contract Agency (ICA), einer kommerziellen Agentur für Auftragsmord. Gegen die Widerstände ihrer Vorgesetzten setzt Burnwood Agent 47 als ihren Mann im Feld durch. Doch zunächst gilt es, neben psychologischen Tests auch noch zwei Trainingsaufträge zu meistern. Aber dazu später mehr.


Hitman
Das neue Hitman führt unter anderem in ein Anwesen nach Paris.


Nie war der Nervenkitzel größer, den Fernzünder einer Bombe zu betätigen



In den kurzen Dialogen zwischen Diana Burnwood und Agent 47 wird bereits in treffender Weise die Gedankenwelt des bezahlten Killers ausgelotet. "Wie fühlt es sich an, jemanden zu töten?", fragt sie beiläufig. "Beliebig, ungeordnet", antwortet die Hauptfigur. Auf den Einwand der Chefetage, der einsilbige Perfektionist sei "asozial und apathisch", entgegnet die Verbindungsagentin lapidar: "Ich sehe Chancen, wo andere Beschränkungen sehen". Und in diesem Sinne werde ich als Agent 47 in meinen ersten Auftrag entlassen, der mich auf ein Partyboot nach Sydney führt. Das Besondere dabei: Die Tutorialmissionen (insgesamt zwei) sind als Simulation konzipiert. Die komplette Szenerie ist nachgestellt und in eine riesige Halle gebaut, die in Form und Größe an einen runden Gasspeicher erinnert. Der Kniff, um die Story herum eine Illusion zu erzeugen und damit die Mechaniken des Spiels einzuführen, klappt meiner Meinung nach sehr gut.

In der Auftaktmission gilt es, den Meisterdieb Kalvin Ritter auszuschalten, der auf seiner riesigen Yacht eine opulente Party schmeißt. Natürlich kann ich nicht einfach in meinem schwarzen Anzug an den beiden Gorillas vorbeimarschieren, die am unteren Ende der Gangway auf mich warten. Also sehe ich mich am "Hafen" um und treffe auf einen Mechaniker in einer nicht einsehbaren Baracke. Einen Genickbruch später habe ich die Kleidung meines Opfers übergestreift und spaziere unbehelligt auf das obere Deck des Bootes. Um die Zielperson aufzuspüren, kann Agent 47 seine Instinkte aktivieren und damit jederzeit und auch durch Wände hindurch die Position aller Gäste und die zu manipulierenden Gegenstände lokalisieren. Dies kann z.B. ein Weinglas sein, dessen Inhalt vergiftet werden kann. Wer jetzt glaubt, dass eine Kostümierung ausreicht, um nonstop durch ein Gebiet spazieren zu können, hat sich geirrt. Natürlich kann nicht jedes Crewmitglied sofort einen Eindringling entlarven, allerdings gibt es immer eine Person aus jeder Berufsgruppe, die einen Schwindler (also mich) erkennen kann.


HitmanHitman
Als Kellner oder Soldat verkleidet bleibe ich möglicherweise lange genug unerkannt.


Ob Model, Stylist oder Bühnencrew: Hauptsache, unentdeckt bleiben



Als Grundausstattung stehen mir als Agent 47 die obligatorische Klaviersaite, eine schallgedämpfte Pistole und Münzen zur Verfügung, mit denen ich jede beliebige Person ablenken und in einen Hinterhalt locken kann, um sie ungestört ausschalten zu können. Später kann das Inventar um eine Vielzahl an Alltagsgegenständen wie Scheren, Brechstangen, Schraubenschlüssel und andere Werkzeuge aufgestockt werden, um die Umwelt zu meinen Gunsten zu beeinflussen. Wenn ich allerdings nicht eines schnellen Todes sterben und vor meinen Gegnern ins Gras beißen will, sollte ich keines dieser Objekte offen am Körper tragen. Wer nämlich wie ein beleuchteter Weihnachtsbaum eines der Areale betritt und dann auch noch hofft, in Deckungsshooter-Manier nicht nur die Zielperson, sondern auch die aggressiv agierenden Wachen ausschalten und mit heiler Haut fliehen zu können, wird in diesem Spiel schnell Schiffbruch erleiden. Die Rambo-Nummer zieht in Hitman überhaupt nicht. Dafür steckt unser Auftragskiller einfach zu wenige Treffer weg. Zwar kann ich mich mit automatischen Sturmgewehren und Pistolen aller Art bis unter die Zähne bewaffnen, in der Praxis kommt das Waffenarsenal allerdings eher behutsam und wohlüberlegt zum Einsatz. Und das ist auch gut so.

Denn sind der Alarm einmal ausgelöst und die eigene Tarnung aufgeflogen, z.B. wenn ein lebloser Körper gefunden wurde, schaltet die Warnanzeige mehrere Eskalationsebenen frei: von Suche über die Jagd bis hin zu Feindselig. Sobald die letzte Stufe erreicht ist, lassen sich die Gegner nicht mehr mit einer vorgetäuschten Kapitulation beeindrucken, sondern feuern direkt und unerbittlich. Aber auch die scheinbare Aufgabe verschafft mir nur ein wenig Luft. Zwar kann ich ein bis zwei Schergen per Faustkampf ausschalten, wenn ich mich ergebe und die Arme über dem Kopf verschränke, zumeist erledigt mich aber dann die heranrückende Verstärkung. Fazit: Vorsichtiges Agieren, Schleichen, ein häufiger Kleiderwechsel und der Kill aus dem Off sind in jedem Fall die bevorzugte Vorgehensweise in diesem Spiel. Dafür bietet mir das Gameplay aber auch mehr als nur eine Gelegenheit für die Ausführung meines Auftrags an.

Habe ich trotz Suche und Jagd meine Feinde abgeschüttelt, beruhigt sich die Situation, allerdings haftet meiner Kostümierung dann der Makel "Kompromittiert" an, was zur Folge hat, dass meine Präsenz schneller Misstrauen erweckt als zuvor. In diesem Fall gilt es, die "schmutzigen" Kleider schnellstens gegen ein unbelastetes Äußeres einzutauschen. Wer sich die Laufwege und Verstecke innerhalb der bislang drei verfügbaren Areale gut eingeprägt hat, kann dies auch als taktischen Vorteil einsetzen und sich so immer wieder aufs Neue eine saubere Identität verschaffen. Da ich an jedem Punkt speichern kann, macht es mir das Spiel "leicht", die Wege meiner Zielpersonen möglichst effektiv auszuspionieren und für meine Anschlagspläne zu nutzen. Hitman ähnelt in seiner Dramaturgie den Zeitschleifen-Filmen à la "Und täglich grüßt das Murmeltier" (1993) und noch mehr dem Leitspruch des aus meiner Sicht furiosen Science-Fiction-Werks "Edge of Tomorrow" (2014) mit Tom Cruise in der Hauptrolle. In dessen Storyverlauf wird die Hauptperson in das Zentrum einer Alien-Invasion geworfen und erlebt die entscheidenden Sekunden der Schlacht immer und immer wieder. Nach dem Motto: "Live, Die, Repeat" merkt sich der Soldat die Angriffsmuster der Tentakelmonster und nutzt deren Schwächen zu seinem Vorteil.


Hitman
Wer sein Ziel ausschalten will, sollte möglichst lautlos agieren.


Es geht um weltweiten Geheimnisverrat und die Rivalität der Geheimdienste



In ähnlicher Weise verhält sich auch das Hitman-Prinzip. In der Hauptmission hat Modezar Viktor Novikov in ein labyrinthisch anmutendes Anwesen in Paris geladen, um dort die Herbstkollektion seines Labels Sanguine zu präsentieren. Hinter den Kulissen läuft allerdings ein verdeckter Deal ab, in dem es um Geheimnisverrat und die Rivalität zwischen dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB und dem englischen MI6 geht. Und dann mischt in dieser undurchsichtigen Lage auch noch ein Spionagering namens IAGO mit. Der Plot erinnert an die Muster eines Ian Fleming oder John le Carré. Allerdings wird sich erst mit der Veröffentlichung der weiteren Episoden zeigen, wohin sich die konspirative Handlung am Ende entwickeln wird. Fakt ist: Sowohl Novikov als auch Dalia Margolis, die im Hintergrund die Fäden einer geheimen Auktion zieht, müssen eliminiert werden. Ironischerweise steht der Name des Modelabels - Sanguine - in seiner lateinischen Wortbedeutung für Blut, was einen mehr als subtilen Hinweis auf den eigentlichen Zweck der Veranstaltung darstellt.

Überhaupt hat die Crew von Io-Interactive in besonderer Weise darauf Wert gelegt, die Atmosphäre vor und hinter den Kulissen einer pompösen Modenschau so authentisch wie möglich wirken zu lassen. Während auf dem Catwalk die Models auf und ab defilieren, herrscht hinter den Kulissen eine hektische Geschäftigkeit vor. Ob als Kellner, Koch oder Wachmann: In Hitman kann ich die Arbeitskleidung jeder Person als Camouflage nutzen. Schön auch, dass die Umwelt auch auf mein beiläufiges Verhalten reagiert. Gleich zu Beginn kann ich auf dreiste Art die Anmoderation einer Journalistin torpedieren, indem ich mich einfach vor den Kameramann stelle. Die Retourkutsche folgt auf dem Fuße, indem meine ruppige Art mit einem deftigen Spruch ("Was für ein Rüpel") quittiert wird. Und wenn ich mich in die Katakomben des Palastes begebe, lausche ich dem Gespräch zweier Service-Mitarbeiterinnen, die sich über die Härte ihres Jobs beklagen.


HitmanHitman
Killer mit Stil


Ein Job, unendlich viele Möglichkeiten



Eigentlich beginnt jeder Durchlauf, indem ich das Eingangsportal betrete und Viktor Novikov im Lichte der Scheinwerfer eine Treppe in Richtung Foyer hinabschreitet, um die Veranstaltung zu eröffnen. Jeder NPC folgt einem festen Ablauf, der sich immer und immer wiederholt. Daher obliegt es meiner Planung, die Routine der Personen gehörig durcheinanderwirbeln, um meine Opfer von der Herde trennen und einen unbeobachteten Moment für einen Kill nutzen zu können. Auch hier gibt es wieder ein kleines Detail, das der unsichtbaren Regie seine Referenz erweist. In einem der vielen Räume steht ein Diorama. Dies sind Schaukästen, die zumeist ein historisches Ereignis im Miniaturformat darstellen und früher in Museen nicht unüblich waren. In diesem Fall ist es ein Schlachtfeld, auf dem sich Soldaten, Pferde und Kanonen tummeln. Sobald ich eine Münze einwerfe, setzt sich das Diorama in Bewegung und alle Figuren agieren nach einem sich wiederholenden Muster.

Auf gleiche Art funktioniert jeder meiner Versuche, die beiden Zielpersonen auszuschalten. Zunächst überwältige ich einen Stylisten, um in den Besitz meiner ersten Tarnung zu gelangen. Dies könnte aber auch ein Kellner oder ein Wachmann sein. Nun kann ich mich freier bewegen und große Teile des Gebäudes erkunden. Der Palast erstreckt sich über mehrere Stockwerke und schließt zudem noch einen großen Weinkeller und die Außenanlagen mit ein. In den erlauchten Kreis der Auktionatoren gelange ich aber unter anderem nur, wenn ich mich wahlweise als Scheich ausgebe oder aber in die Haut des Models Helmut Krüger schlüpfe. Zudem habe ich zuvor zufällig in einem der vielen Badezimmer eine Einladung gefunden, die mir Zutritt zu den oberen Stockwerken verschafft. Doch auch dann, mit Eintrittskarte und neuer Kleidung ausgestattet, komme ich immer noch nicht so nah an Dalia Margolis heran, um sie ungestört aus dem Weg räumen zu können.

An dieser Stelle kommen die "Gelegenheiten" ins Spiel. Überall im Gebäude sind Gegenstände versteckt, die mir neue Möglichkeiten eröffnen. Wenn ich zum Beispiel den Weinkeller durchsuche, finde ich nicht nur einen Generalschlüssel, sondern auch ein Cocktailrezept, mit dem ich Viktor Novikov ködern kann. Eine der Möglichkeiten, um Dalia Margolis von der Auktion wegzulocken, ist ein Laptop, den ich mit Hilfe eines Dongles hacken kann. Der befindet sich aber wiederum auf einem Dachspeicher, der zu einer provisorischen Sicherheitszentrale umgebaut worden ist und dementsprechend gut bewacht wird. Ein weiteres Detail: Wenn ich einen Wachmann in einem geschlossenen Raum erschieße, führt dies dazu, dass eine weitere Person die Umgebung absucht und die Leiche findet. Wenn ich mich ruhig verhalte, ist die Suche nach wenigen Minuten beendet. Was dann passierte, hatte ich überhaupt nicht erwartet. Anstatt mit der Routine fortzufahren, packte der NPC seinen toten Kollegen in einen Leichensack und zog ihn quer durch den Raum. Für mich genügend Zeit, um das dringend benötigte Objekt unbemerkt an mich zu bringen.

Egal, wie ich meine Zielpersonen um die Ecke gebracht habe: In allen Fällen schnellte mein Puls kurz vor dem vollendeten Kill in die Höhe. Die Atmosphäre und den Nervenkitzel, den eine Hitman-Mission ausmacht, haben die Macher aus meiner Sicht perfekt eingefangen. Wer nach der Paris-Episode weiterspielen möchte, kann dies in unzähligen Aufträgen tun. Diese können zum einen selbst gebaut und geteilt oder aus einem bestehenden Fundus ausgewählt werden.

Der Nachteil: Ich durchstreife immer wieder die bereits bekannten Gebiete aus den beiden Tutorialmissionen (neben dem Partyboot ist dies noch eine schwer bewachte Militärbasis) und dem Paris-Level. Neu sind lediglich die Zielpersonen. Auf diese Weise erlebt man das gleiche Ereignis, nämlich die Modenschau, die Party oder die Routine einer Militärbasis aus immer neuen Perspektiven, indem andere Charaktere ins Zentrum rücken. Im sogenannten Eskalationsmodus werden die Aufgaben zudem immer schwerer und es besteht nicht die Möglichkeit, das Spiel zwischendurch zu speichern. Was negativ aufstoßen kann: Es gibt keinen wählbaren Schwierigkeitsgrad und hin und wieder wird das Bild durch "Glitches" getrübt, wenn Figuren mal wieder durch eine Tür fallen. Auch der Übergang zwischen Ausschalten und Verstecken einer Person wird nicht als eine fließende Animation dargestellt. Hier hätte ich mir mehr Feinschliff erhofft.

Unter der Haube schnurrt allerdings eine Spielmechanik, die so effizient arbeitet, wie Agent 47 seine Gegner ins Jenseits befördert. Insgesamt soll es in den nächsten Monaten sieben Downloadpakete geben, bevor Anfang 2017 eine Disc-Version mit allen Missionen in den Handel kommt. Als weitere Schauplätze sind Italien, Marokko, Thailand, Nordamerika und Japan geplant.



Jari

Fazit von Jari:

Um zunächst die weniger schönen Punkte anzusprechen: Ich hätte mir persönlich gewünscht, dass Hitman komplett und mit allen spielbaren Episoden auf den Markt kommt und nicht gestückelt veröffentlicht wird. Dass Io-Interactive das Vorgehen nun damit zu rechtfertigen versucht, am Ende mehr Zeit für das „Polishing" zu haben, halte ich für wenig glaubwürdig. Wenn dies tatsächlich von Anfang an die Motivation gewesen wäre, dann hätte ich mir auch einen stärkeren Fokus auf Cliffhanger und ähnliche erzählerische Mittel gewünscht, die am Ende den großen Bogen spannen und die Spieler auch bei der Stange halten. Hier reicht ein Blick auf die Mitbewerber, um zu sehen, dass ein Until Dawn oder Battlefield: Hardline dies viel besser lösen und die bereits erspielten Fortschritte im serientypischen Format aufarbeiten. Zum jetzigen Zeitpunkt finde ich dies nicht optimal eingebunden, was nicht heißt, dass die Entwickler in diesem Fall nicht noch liefern können. Das gilt natürlich genauso für Grafikfehler und die eine oder andere holprige Animation. Auch der nicht wählbare Schwierigkeitsgrad mag manchen Spielern sauer aufstoßen. Mich persönlich stört es nicht. Dies gilt allerdings nicht für die langen Ladezeiten. Das war es allerdings auch schon mit der Mäkelei.

Unter dem Strich bleibt ein Spiel, das mit einem variantenreichen Gameplay punktet und mich jederzeit zu fesseln vermochte. Der Start in den sechsten Serienteil ist mehr als verheißungsvoll. Ich würde am liebsten sofort weiterspielen.

Besonders gut finde ich ...
  • unterschiedliche Lösungswege
  • großes (Sandbox-)Spielareal
  • intuitive Steuerung
  • aggressive KI, die stumpfes Ballern unmöglich macht
  • packende Atmosphäre
  • hoher Wiederspielwert für Spieler, die sich immer und immer wieder durch die gleichen Areale bewegen wollen, um neue Zielpersonen auszuschalten
  • eigene Level (Aufträge) bauen und mit anderen Spielern teilen
  • Online-Ranglistenfunktion
Nicht so optimal ...
  • lange Ladezeiten
  • Glitches
  • keine fließende Animation, wenn Körper versteckt werden
  • Episodenstruktur nicht zu Ende gedacht
  • übergeordnete Storyline wird nur angedeutet...
  • und könnte sich zu einer klischeehaften Spionagestory entwickeln
  • geringer Wiederspielwert, weil sich die Aufträge in den immer gleichen Arealen abspielen und nur die Zielpersonen ausgewechselt werden
  • kein wählbarer Schwierigkeitsgrad
  • keine deutsche Synchronisation
  • möglicherweise Speicherprobleme bei "Always-On"

Jari hat Hitman auf der PlayStation 4 gespielt.
Das Rezensionsexemplar wurde uns freundlicherweise von Square Enix zur Verfügung gestellt.


Kithaitaa

Fazit von Kithaitaa:

Hitman im Episodenformat?! Der günstige Einstieg in Form des Intro-Packs bietet, neben den zwei Tutorial-Schauplätzen zum Warmwerden, ein üppiges Paris-Level mit zahlreichen Möglichkeiten, Herausforderungen und Zielen. Io-Interactive richtet sich damit wieder klar an Serienfans der "alten" Hitman-Spiele - Blood Money lässt grüßen - und wirft euch in der Rolle von Agent 47 in einen Sandbox-Spielplatz für Hobbykiller mit Taktik- und Perfektions-Gelüsten im Blut. Die angedeutete Story mit Zwischensequenzen und den diversen Dialogen die man belauschen kann, ist zwar interessant verpackt, aber leider noch zu dünn, um hier ein Fazit zu ziehen. Dafür wissen die zahlreichen Möglichkeiten wie man seine Mission erfüllt zu gefallen. Die Pariser Modeschau ist dafür nicht nur mit KI-Statisten befüllt worden, sondern mit schier unzähligen Personen, die nicht nur auf unsere Handlungen reagieren, sondern uns auch andere Wege, Interaktionen und Aufgaben ermöglichen oder gleich selbst als Ziel dienen.

Die speziellen Herausforderungen und unterschiedlichen Aufträge haben es ebenfalls in sich und dürften insbesondere bei experimentierfreudigen Schleich- und Taktikfans ankommen und für einen hohen Wiederspielwert sorgen. Auch wenn man sich immer am gleichen Schauplatz befindet, gibt es dennoch ausreichend Stoff für dutzende Stunden - bis man schlussendlich "alles gesehen und alles ausprobiert" hat. Technisch ist vor allem bei den Ladezeiten noch Luft nach oben. Schade ist auch die fehlende deutsche Synchronisation und die negativen Begleiterscheinungen des Online-Modus, der für vieles notwendig ist. Dafür erhält man mit Paris einen schicken & authentischen Sandbox-Level in dem man sich nach Herzenslust austoben und Attentats-Strategien austüfteln kann. Ob ein Hitman im Episodenformat funktioniert, muss wohl jeder für sich herausfinden. Hier dürfte natürlich auch die Qualität und der Veröffentlichungs-Rhythmus der weiteren Schauplätze eine entscheidende Rolle spielen. Mit der Ausrichtung auf (große) Sandbox-Schauplätze, dem offenen Leveldesign und den Möglichkeiten der Community-Missionen, ist zumindest ein guter Start gelungen. Wer jedoch ein Story-Hitman erwartet, könnte eventuell enttäuscht werden und sollte ohnehin bis zur finalen Disc-Version warten.

Besonders gut finde ich ...
  • Umfangreiches Paris-Level im Sandbox-Stil
  • Authentische Spielwelt und Figuren
  • Gutes KI-Verhalten
  • Hoher Wiederspielwert durch Herausforderungen & Aufträge
  • Optisch gelungen und detailreich
  • Gutes Tutorial & Trainings-Areale
  • Community-Aufträge und Missions-Editor
  • Freies Speichern
Nicht so optimal ...
  • Lange Ladezeiten
  • Vieles nur Online spielbar
  • Online-/Offline-Trennung der Spielstände
  • Keine deutsche Synchronisation (nur DE-Untertitel)
  • Stellenweise (patchbare) Feinschliff-Mängel

Kithaitaa hat Hitman auf der PlayStation 4 gespielt.

  •  
  • Entwickler:IO Interactive
  • Publisher:Square Enix
  • Genre:Stealth-Action
  • Plattform:PC, PS4, XboxOne
  • Release:11.03.2016
    (Retail-Komplett) 31.01.2017

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