Persona 5 - Review 2

Erst Gravity Rush 2 und Nioh, dann Zelda und NieR: Automata - und jetzt auch noch Persona 5: 2017 ist wahrlich das Jahr der Spiele aus Japan. Persona 5 ist dabei ein besonders wichtiges Spiel, denn es ist das erste neue große Persona seit 2008, also seit fast zehn Jahren. Und die Erwartungen waren groß. Ich habe mich mit Ryuji, Ann, Morgana und den anderen Phantom Thieves nach Tokyo begeben, fleißig studiert, Freundschaften gepflegt, die Herzen von Freund und Feind gestohlen und über 100 Stunden lang mein virtuelles Doppelleben in vollen Zügen genossen. Die Zeit verging wie im Flug. Und schon nach vier Monaten steht fest: Die Wahl meiner Lieblingsspiele wird dieses Jahr besonders schwierig.

Gleich zu Beginn muss festgehalten werden, dass ich gar nicht der größte Persona-Fan bin - eigentlich habe ich nur Persona 4 Golden auf der PlayStation Vita gespielt und das nicht einmal beendet. Zu blöd waren mir die immer gleichen identitätslosen Dungeons aus dem Zufallsgenerator, zu langweilig diese vielen, langen Stunden auf der Rückseite des TVs. Schade eigentlich, denn den Rest des Spiels fand ich wirklich klasse. Dann habe ich im Jahr 2015 Tokyo Mirage Sessions #FE auf der Wii U gespielt und auch wenn "Persona" nicht im Namen steht, so fühlt es sich doch wie eines an, und dieses Spiel hat mir schon viel besser gefallen, weil die Dungeons endlich interessanter, kreativer, handgemacht waren. Persona 5 geht nun den nächsten Schritt: Jetzt fühlen sich die Dungeons endgültig nicht mehr wie lästiger Ballast an, sondern machen dank Rätseln, Story, Zwischenbossen und allerlei Ideen auch mir einen Heidenspaß. Der Rest bleibt im Kern so, wie er immer schon war - und damit ist Persona 5 für mich eines der besten Spiele dieses sowieso schon starken Jahres 2017. Aber beginnen wir doch von vorne ...


Persona 5
Während man in der Gegenwart in einer Zelle verhört wird, erzählt man die Geschichte der Phantom Thieves.


"We are the Phantom Thieves, and we're going to steal your heart."



Persona ist halb Japan-Rollenspiel, halb Visual Novel, und die Grenzen zwischen beiden Genres verlaufen nicht etwa fließend, sondern ziemlich abrupt. Je nachdem, wie man seine Tage plant, verbringt man die Zeit mit Studieren, Lernen, Arbeiten, Shoppen oder mit Freunden und Bekannten - oder aber reist in der Gruppe der Phantom Thieves in das mysteriöse Metaverse, eine Art Traumwelt, um dort die "distorted desires" (verzerrte Wünsche) von Kriminellen und generell meist bösherzigen Menschen zu verändern, wodurch sich wiederum auch der echte Mensch (hoffentlich) zum Guten wandelt und seine Sünden gesteht. Wem das nun alles zu schnell ging, keine Sorge: In den knapp 100 Stunden, die dieses Videospielmonster verschlingt, wird all das langsam und verständlich erklärt und erzählt. Für das grundlegende Verständnis ist erstmal nur wichtig, dass man in Persona 5 ein Doppelleben führt, und außerhalb des Metaverse tunlichst sein Bestes geben sollte, ein "honest student life" zu leben - also ein ganz normaler Student zu sein und sich nicht verdächtig zu verhalten. Denn je mehr Herzen die Phantom Thieves stehlen, je mehr böse Menschen durch sie ihre Verbrechen stoppen und sich der Polizei und den Medien stellen, umso neugieriger werden Japan und bald die ganze Welt. Die Identität der Phantom Thieves muss gewahrt werden - um jeden Preis.

Es geht aber nicht nur darum, einzelne Individuen zu stoppen bzw. zu verändern, sondern auch um ein viel größeres, dunkleres Geheimnis. Seit Monaten erleiden Menschen in Japan wie aus dem Nichts einen Herzstillstand und sterben schreckliche Tode - ein U-Bahn-Fahrer riss dabei sogar viele unschuldige Passagiere in den Tod. Was sind diese "mental breakdowns" und was hat sie verursacht? Damit nicht genug der Fragen: Nach dem toll inszenierten Intro findet man sich in einer finsteren Zelle wieder, wird dort verhört und erzählt die ganze Geschichte des Spiels quasi in der Vergangenheitsform. Was ist in der Zwischenzeit geschehen - und wie geht es in der Gegenwart weiter? Und dann wäre da auch noch dieser seltsame langnasige Mann, der einem immer wieder nachts in seinen Träumen begegnet und der von einer "großen Mission" und einer "Rehabilitation" spricht. Aber was meint er damit? Persona 5 lässt sich Zeit, all diese Fragen zu beantworten und Mysterien zu lüften - über 100 Stunden, je nach Spielweise noch deutlich mehr. Aber die Spannung geht bis zum großen Finale nie verloren, sondern nimmt im letzten Drittel sogar noch einmal beachtlich zu. Es ist ein Spiel, das mich über Wochen beschäftigt hat, und jede Minute war es wert.


Persona 5Persona 5
"No slacking off!" - als disziplinierter Student nimmt man natürlich an Vorlesungen und Exkursionen teil.


Palaces sind nicht einfach nur Dungeons, sondern Spiegelbilder einer Persönlichkeit



Bemerkenswert finde ich an Persona 5 die Themen, die es behandelt: Korruption, Kindesmissbrauch, sexuelle Belästigung, Mobbing, Suizid - es sind unangenehme Sachverhalte, die in den Haupt- und Nebengeschichten auf ernste und glaubwürdige Weise erzählt werden, und man führt Dialoge mit Tätern, Opfern, Mitwissern und Unbeteiligten. Jeder hat irgendetwas zu alldem zu sagen. Selbst die Massenmedien - Zeitung, Fernsehen, Social Media - sind Teil dieser virtuellen Welt und spielen ihre Rolle, um Informationen, Skandale und "Fake News" zu verbreiten. Persona 5 fühlt sich trotz verzerrter Traumwelten authentisch und oft erschreckend realistisch an und selbst im Metaverse steckt hinter den künstlerisch aufwendig überzeichneten "Palaces" stets eine Metaphorik, die Rückschlüsse auf das Gedankengut und Weltbild desjenigen zulässt, dessen Herz man gerade stiehlt.

Wie "stiehlt man ein Herz"? Indem man über eine Smartphone-App in den "Palace" desjenigen eindringt - in eine entsprechende Location im Metaverse, die dem entspricht, was sich der Palastbesitzer unter seiner Welt vorstellt. So sieht ein Mafia-Boss Tokyo etwa als eine Bank und seine Einwohner als laufende ATMs, um nur ein einziges kleines Beispiel zu geben. In diese Palaces gilt es dann in bester JRPG-Tradition einzudringen, die dortigen Schatten zu besiegen und sich den Weg freizukämpfen bis hin zum Herz des Palace, nämlich dem Schatz - und ist der erstmal gestohlen, zerfällt der Palace und die verzerrten Wünsche des Besitzers lösen sich auch in der Realität in Luft auf. In diesen Palaces werden die sonst so normal erscheinenden High-School-Studenten dann auch zu den berühmten Phantom Thieves. Und sie kämpfen, indem sie sich mit Personas verbinden, die - man verzeihe mir den Vergleich - ähnlich wie in Pokémon in 100-facher Ausführung auftauchen, verschiedene Fähigkeiten (Buffs, Debuffs, Heilung, Element-Angriffe) beherrschen und diese im Kampf gegen die Schatten einsetzen. Aber welcher Schatten ist für welches Element anfällig? Was als bloßes Ausprobieren beginnt, wird im Spielverlauf zunehmend komplexer und taktischer, zumal man später unter anderem auch Party-Mitglieder im Kampf wechseln und mehrstufige Combos auslösen kann.


Persona 5Persona 5
Persona 5 hat einen fantastischen Style, an dem man sich auch nach über 100 Spielstunden noch erfreuen kann.


Warum "Handgemacht" immer besser ist als "aus dem Zufallsgenerator"



Das Ganze geschieht rundenbasiert und die grundlegende Strategie zum Erfolg ist es immer, die Gegner mit den richtigen Element-Angriffen oder kritischen Treffern auszuknocken, um anschließend eine mächtige "All-Out-Attacke" zu starten oder die Combo über die Mitstreiter weiterzuführen. Oder mit seinem Opfer zu verhandeln, denn um eine Persona für sich zu gewinnen und in das "Persona Compendium" zu übernehmen, muss man sie erst von sich überzeugen. Das wiederum verlangt diplomatisches Geschick und ein wenig Glück, denn wenn die Persona mit den Antworten nicht zufrieden ist, dann wird der Kampf fortgesetzt oder man bekommt lediglich ein Item als Entschädigung, aber eben keinen neuen Verbündeten. Anfangs mochte ich das Verhandeln sehr gerne, später habe ich mich an den sich wiederholenden Dialogen satt gesehen. Zum Glück gibt es aber auch andere Möglichkeiten, an die jeweilige Persona zu kommen - darunter auch eine Handvoll Fusionspraktiken.

Jedes Party-Mitglied befehligt eine spezifische Persona, lediglich man selbst mit Codenamen "Joker" kann mehrere und grundsätzlich alle individuellen Persona nutzen. Wobei es "nutzen" streng genommen auch nicht richtig trifft, denn beschäftigt man sich ein wenig mit dem erzählerischen Hintergrund, dann versteht man auch den Zusammenhang zwischen Mensch und Persona. Die Persona ist quasi eine Verkörperung der eigenen Persönlichkeit - aber darauf auch noch einzugehen, würde hier den Rahmen sprengen. Findet es deshalb einfach für euch selbst heraus, wenn ihr dieses wunderbare Spiel selbst erlebt.

Ich habe es ja schon oben erwähnt: So sehr ich Persona 4 Golden auch mochte, seine zufallsgenerierten Dungeons und diese vielen ätzenden, oft unausweichbaren Kämpfe waren auf Dauer so lästig, dass ich das Spiel nach ca. 30 Stunden abbrechen musste. Persona 5 macht alles anders. Die Palaces sind nun allesamt - erstmals in der Serie - handgemacht und auf Anhieb ist das Leveldesign gelungen. Endlich sehen nicht mehr jeder Raum und jede Ebene gleich aus; stattdessen gibt es jetzt Rätsel und Geheimnisse, Zwischenbosse und Puzzles, sogar eine ernst zu nehmende Erkundung - klasse! Dank einer intuitiven Deckungsmechanik kann man sich von nun auch hinter Ecken, Säulen und Objekten verstecken und Gegner sicher aus dem Hinterhalt angreifen, ohne Gefahr laufen zu müssen, dass sich der Gegner genau in diesem Moment unerwartet umdreht. Das mag sich nach einer kleinen Änderung anhören, sie hat aber einen spürbar positiven Effekt auf die Dungeons, denn sie macht das Vorankommen effizienter - und nichts ist nerviger, als plötzlich von einem Schatten hinterrücks angegriffen zu werden und dann durch den Nachteil im Kampf schon in der ersten Runde K.O. zu gehen, vor allem auf höheren Schwierigkeitsgraden.


Persona 5
Nervig: In den erzählerischen Übergangsphasen zwingt Morgana mich immer dazu, abends früh ins Bett zu gehen.


Nur wer seine Zeit effizient nutzt, kann in einem Durchgang alles sehen



Es steht einem stets selbst überlassen, wie viel Zeit man in einem Palace verbringen will, denn Persona 5 dreht sich auch um Zeitmanagement und darum, seinen Kalender selbst zu führen. Man kann einen Palace innerhalb eines Nachmittags beenden, was in Echtzeit meistens geschätzte fünf bis zehn Stunden dauert, oder aber nach Belieben wieder in die reale Welt zurückkehren und dort seinen High-School-Student-Alltag weiterleben. Beides ist allerdings tief miteinander verzahnt, denn die Beziehungen, die man dort pflegt, stärken wiederum Fähigkeiten im Metaverse und schalten neue Skills und Fertigkeiten frei. Das alles ist Teil der "großen Mission", von der der langnasige Igor in den Träumen spricht: Bande mit Bekannten schließen, Freundschaften und Romanzen eingehen - all das gehört zum Leben eines Phantom Thief dazu. Und da es auch außerhalb des Metaverse verdammt viel zu tun gibt, sollte man seine vorhandene Zeit auch gewissenhaft planen, denn wie im echten Leben vergeht sie schneller als man denkt, und man kann es ohne entsprechenden Guide oder Persona-Erfahrung auch kaum schaffen, in einem einzigen Durchlauf alles zu sehen, was das Spiel zu bieten hat. Dafür gibt es zu viel zu tun und einfach zu wenig Zeit.

So habe ich es nicht geschafft, meine Beziehung zu zum Beispiel Yusuke oder Café-Besitzer Sojiro auf den maximalen Rang 10 zu bringen. Nun mag man zunächst entgegnen: "Ist ja egal, du hast das Spiel ja trotzdem geschafft". Das stimmt. Aber es geht ja um viel mehr als nur schnöde Fertigkeiten als Belohnungen: Jeder Charakter, zu dem man eine Beziehung aufbauen kann, hat auch seine eigene, oft sehr emotionale Geschichte zu erzählen, und es fühlt sich einfach falsch an, die Schicksale dieser liebenswerten Figuren, die mir über die letzten Wochen sehr ans Herz gewachsen sind, nicht zu Ende zu verfolgen. Immerhin kann man dies im Anschluss über ein New Game Plus nachholen, in dem alle Social Skills, Personas und der eigene Level übernommen werden.

Auch für den separaten Bereich "Mementos" des Metaverse hatte ich nicht ausreichend Zeit übrig - dort kann man Nebenquests bearbeiten und sich Ebene für Ebene in prozedural generierten Levels tiefer in eine Art U-Bahn-Tunnel hinabkämpfen. Allerdings ist Mementos trotz der vielen Nebengeschichten, Schätze und einzigartiger Personas für mich auch die Reinkarnation dessen, was ich in Persona 4 Golden schon so furchtbar fand, weil alles, wirklich alles gleich aussieht, die Levels einfallslos und voller Sackgassen sind und man mehrere Stunden braucht, um bis zum Ende des "Dungeons" zu gelangen. Zum Glück ist Mementos weitestgehend optional und Persona 5 lässt sich auch ohne regelmäßige Abstecher in diese Zufallsgenerator-Hölle genießen.


Persona 5Persona 5
Wieso ist man hinter Gittern und weshalb ist Kamoshidas Schatz eine Krone? Hinter allem steckt eine Metaphorik ...


Style and substance



Dass Persona 5 für mich ein Meisterwerk ist, sollte an dieser Stelle schon längst klar geworden sein. Aber es ist auch ein Meisterwerk der Charakterzeichnung: Vom energischen und übermotivierten Ryuji über den exzentrischen Yusuke bis hin zum griesgrämigen Sojiro ist jede einzelne Figur in diesem Spiel auf irgendeine Art sympathisch oder interessant. Jeder hat nicht nur eigene Geschichten zu erzählen, sondern kämpft mit seiner Stellung und Rolle in der Gesellschaft. All das erfährt man erst durch Gespräche und gemeinsame Unternehmungen. Und so findet man auch viele traurige Dinge heraus, beschäftigt sich mit dem Alleinsein, mit gescheiterten Karrieren, dem Versagen als Vater oder Mutter oder dem Verlust von geliebten Freunden und Verwandten. In Verbindung mit wirklich gut geschriebenen Dialogen und vor allem einer fantastischen Musikuntermalung, die in den Dungeons zwar rhythmisch und catchy, in den emotionalen Situationen aber auch langsam und melancholisch sein kann, entwickelt sich dann eine packende Atmosphäre, und so wird Persona 5 auch zu einem richtig guten Visual Novel.

Vor allem ist Persona 5 auch ein Spiel mit unfassbar viel und einem unwiderstehlichen Style. Jedes Menü, jeder Teil des User Interface, selbst jeder Ladebildschirm sieht einfach fantastisch aus. Was für die meisten Spiele zunächst nach belanglosen Nebensächlichkeiten klingt, ist hier wirklich ein Teil der Erfahrung. Dass ich explizit das Menü-Design und Ladebildschirme hervorhebe, kommt nicht alle Tage vor - und ist deshalb umso bedeutsamer. Nur in den ersten paar Minuten irritieren die ausgezeichneten Texte und die kräftigen Outlines und Kontraste, aber hat man sich erst an den markanten Stil gewöhnt, möchte man ihn nicht mehr missen. Gezackte Linien, Schlagschatten und dicke rote Ränder waren selten so cool wie in Persona 5.

Der einzige große Haken an Persona 5 ist indes ein ganz banaler, der nicht einmal dem Spiel selbst, sondern dem Lokalisierungsaufwand seitens SEGA und Atlus anzukreiden ist: Es gibt keine deutsche Übersetzung und mit einfachem Schul-Englisch kommt man hier nicht weit. Um die vielen, teilweise auch sehr bildhaften und poetischen Dialoge zu verstehen, bedarf es schon einem fortgeschrittenen Verständnis der englischen Sprache. Dafür gibt es umgekehrt für diejenigen, die die "originale" Spielerfahrung möchten, auch das japanische Voice Acting - wenngleich man es erst im PlayStation Store herunterladen muss.



Tim

Fazit von Tim:

Was Atlus mit Persona 5 geschaffen hat, ist nichts Geringeres als ein Meisterwerk und die sinnvolle und logische Weiterentwicklung von Persona 4 Golden. Auch wenn es zehn Jahre gedauert hat, so hat sich das Warten gelohnt, denn selten habe ich ein so durchdachtes, packendes, stylisches und motivierendes Japan-Rollenspiel erlebt. Über 100 Stunden hat meine Begeisterung angehalten und ist gegen Ende sogar noch mehr geworden - das muss man bei dieser Spieldauer erst einmal schaffen. Was Persona 5 so besonders macht, sind nicht einfach nur seine durchdachten Mechaniken und das tolle Leveldesign in den Dungeons, sondern es ist die Art und Weise, wie all das ineinandergreift. Sämtliche Dialoge und Charaktere sind hervorragend geschrieben und Beziehungen zu pflegen, hat sogar Auswirkungen auf die Palaces und das Kampfsystem. Die Themen, die behandelt werden, sind von Korruption bis sexueller Belästigung nicht nur schwierig, sondern werden auch glaubwürdig und ernst behandelt. Vom Ladebildschirm bis zu den Credits nach 120 Stunden ist Persona 5 trotz der vielen verschiedenen Systeme, Designs und Themen eine durchweg homogene Erfahrung, in der einzig das optionale Mementos negativ heraussticht - und das ist angesichts der Qualität des Restpakets und dem gewaltigen Umfang dessen nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Seit ich Persona 5 beendet habe, fühle ich eine regelrechte Leere in meinem Alltag, und das hat in 23 Jahren kaum ein anderes Spiel geschafft.

Persona 5 ist sowohl ein gutes JRPG als auch ein hervorragender Visual Novel, behandelt schwierige Themen auf ernste und erwachsene Weise und motiviert mit seinen durchdachten Systemen, den emotionalen Geschichten, mit Style und Charme über 100 Stunden auf höchstem Niveau: Es ist ein Meisterwerk des Genres und eines der besten Spiele 2017.

Besonders gut finde ich ...
  • packende Geschichte, die erwachsene Themen ernst behandelt
  • viele sehr interessante und emotionale Nebengeschichten
  • hervorragend geschriebene Charaktere, die ans Herz wachsen
  • gleichermaßen spannender Visual Novel wie gelungenes JRPG
  • anspruchsvolles Zeitmanagement im High-School-Alltag
  • Beziehungen pflegen, um neue Fertigkeiten freizuschalten
  • Dungeons sind handgemacht und haben tolles Leveldesign
  • taktisches Kampfsystem, das sich fortwährend entwickelt
  • über 100 Persona durch Fusion und Verhandeln sammelbar
  • extrem stilsichere Präsentation, unwiderstehlicher Style
  • exzellente Musik, die immer perfekt zur Situation passt
  • sehr lange Spieldauer von über 100 Stunden ohne Leerlauf
Nicht so optimal ...
  • zufallsgeneriertes Mementos uninteressant und zu groß
  • keine deutsche Übersetzung, auch keine Untertitel

Tim hat Persona 5 auf der PlayStation 4 gespielt.
Das Rezensionsexemplar wurde uns freundlicherweise von Deep Silver zur Verfügung gestellt.

  •  
  • Entwickler:Atlus
  • Publisher:Deep Silver
  • Genre:JRPG
  • Plattform:PS3, PS4
  • Release:04.04.2017
    (Japan) 15.09.2016

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Folgenden Usern gefällt der Beitrag: ... 2 Gästen.
  • Jari
    #1 | 31. Mai 2017 um 15:12 Uhr
    Allein für den ultracoolen Style der Menüs sollte ich mir dieses Spiel mal ansehen, wenn es nicht noch 10 andere Titel geben würde, die ich zuvor noch auf der Liste habe. Vielleicht mal am Ende des Jahres schauen. Immerhin hat die Verschiebung von RDR2 ja ein Zeitfenster geschaffen:)

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