
Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen - Preview
Erster Eindruck: Zu Gast beim Gipfeltreffen der Superstars
Wenn sich zwei weltbekannte Superstars auf die olympische Bühne wagen, ist das ein gewagter Schritt. Und wenn dieser riskante Schritt auch noch mit überschwänglicher Freude und brillanter Qualität belohnt wird, hat man alles richtig gemacht. Nach sommerlichen Disziplinen wie Hochsprung, Speerwerfen und Sprint haben Mario und Sonic einen kühlen Kopf behalten und machen gegen Ende dieses Jahres den zweiten Schritt in Richtung Olympische Winterspiele - was erwartet uns beim Gipfeltreffen der Superstars?
Eiskalt und trotzdem heiß ...
Wenn zwei Superhelden, zwei weltweit bekannte und gefeierte Pixel-Stars, in einem Videospiel aufeinandertreffen, muss ein großes Ereignis bevorstehen. Genauso kam es 2007: Mario und Sonic trafen bei den Olympischen Spielen in Beijing zusammen, um sich gegenseitig und all ihren Kumpanen das sportliche Fürchten zu lehren - dann kam der überraschende Riesenerfolg, Millionen verkaufte Exemplare auf beiden Konsolen (Wii und NDS), da war es doch eigentlich klar, dass ein Nachfolger kommen würde. Und mittlerweile ist er angekündigt, es gibt Bilder, Informationen und einen Trailer: Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen.
Viel ändert sich eigentlich nicht gegenüber dem Vorgänger. Wie schon in Beijing gibt es auch in Vancouver viele verschiedene Disziplinen, darunter matürlich Skifahren oder Rodeln - das dürfte auch ohne Anspielen ziemlich klar sein. Dabei orientiert man sich steuerungstechnisch ebenfalls an Beijing, schließlich war die Steuerung schon da wunderbar präzise und durchdacht und ging locker von der Hand. Zusätzlich zu WiiRemote und Nunchuk wird auch optional das Balance Board unterstützt, was wahrscheinlich vor allem bei Disziplinen wie Rodeln oder Bobfahren eine große Rolle spielen wird. Schwingen, Schlagen, Drehen oder oder oder: Die Steuerungsmöglichkeiten mit der Wii sind nahezu unbegrenzt. Also wünschen wir uns, dass Sega eine realistische Atmosphäre rund um die Allzweck-Bewegungssteuerung aufbauen wird, wie sie ja schon in Beijing da war. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass auch hier wieder Olympia-Feeling aufkommt, wenn Sega auch spielerisch das Ganze wieder pompös inszeniert. Und noch einmal zurück zur Steuerung: Das ständige Bewegen der Arme war für manche etwas anstrengend, wird sich in Vancouver aber noch weiter ausdehnen - schließlich muss auch der Körper bewegt werden, dafür gibts ja das Balance Board. Wobei ich natürlich für eine erste spielbare Version schon jetzt freiwillig 20 Liegestützen am Tag machen würde ... Am DS wird natürlich wieder per Touchscreen gespielt.

Multiplayer > Singleplayer?
Und, wie könnte es anders sein, kommen die beiden Superhelden nicht allein, sondern bringen gleich ihre gesamte Bekanntschaft mit - die reicht von Peach über Bowser bis Luigi und von Tails über Knuckles bis zu Eggman, also sollte an Charakteren reichlichst gedient sein. Begrüßen würde ich persönlich diesmal freischaltbare Charaktere, die etwas mehr Motivation verleihen könnten, was im Vorgänger ja leider etwas unterging. Disziplinen werden höchstwahrscheinlich wieder freischaltbar sein wie in Beijing, damit wenigstens etwas Langzeitmotivation gegeben ist.
Absolutes Highlight von Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen ist und bleibt aber wieder der überaus spaßige Multiplayermodus, der unmöglich schlechter werden kann als im Vorgänger. Mit Freunden und Familie die Peitsche WiiMote und Nunchuk zu schwingen, macht einfach unglaublich viel Spaß. Und gerade deshalb sind auch hier wieder gute Verkaufszahlen wie vorprogrammiert. Dafür schockt mich aber jetzt schon wieder ein nicht vorhandenes Feature, welches so viel mehr Motivation versprochen hätte und an das schon in Beijing nicht gedacht wurde: Warum integriert Sega keinen Onlinemodus? Gegen Japsen und Amis zu spielen macht doch noch eine Klasse mehr Spaß als immer gegen die öden Computergegner, wenn grad kein Freund zur Hand ist, den man schnell mal zu einem sportlichen Duell zwingen kann. Schade ist das. Aber wenn dafür der ganze Rest passt, kann ich auch diesen schmerzlichen Verlust hinnehmen.
Fazit von Tim:
Ich freue mich richtig auf das erste spielbare Material. Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen sieht gut aus, scheint sich ebenso wie der Vorgänger wunderbar zu spielen und macht schon jetzt eine Menge Laune - für mich einer der Must-Have-Titel des Winters. Auch wenn man spielerisch scheinbar nichts verändert außer der Balance Board Unterstützung, wird dieses Gipfeltreffen sicher ein Hit. Auch optisch macht das Ganze viel her, überzeugt mit vielen Details. Das einzige, was mir wie schon in Beijing nicht passt, ist, dass schon wieder ein Online-Modus fehlt! Trotzdem kann ich den Winter kaum erwarten, obwohl ich mich sonst lieber in die Sommersonne lege - und das hat was zu bedeuten!


#1 | 7. April 2009 um 23:03 Uhr