
Battlefield 1943 - Review
Die "Battlefield Light" Arcade-Version im idyllischen Inseltest
- Review von Philipp Weinbrecht
- 19. Juli 2009
- 3 Kommentare
2009 ist nicht nur das Superwahljahr, sondern auch das Battlefield-Jahr. Vor kurzem ist Battlefield: Heroes gestartet und spaltet als Quasi-Casual-Browserspiel die Community; Battlefield: Bad Company 2 lässt immer noch auf sich warten und wird wohl erst Ende des Jahres erscheinen und vor kurzem ging die Arcade-Variante Battlefield 1943 an den Start. Mit gerade einmal drei bekannten Karten, wie zum Bleistift Wake Island, sowie einer freischaltbaren vierten Karte und nur drei Klassentypen, wartet der Titel im Xbox Marktplatz und im Playstation Store auf euren Kauf. Überlastete Server und Traumwertungen sollten ein gutes Zeichen sein, dennoch konnte uns der Titel nicht so ganz überzeugen. Wieso ihr vor dem Kauf unbedingt die Demo spielen und eventuell lieber auf die PC-Version warten solltet, seht ihr in unserer Videoreview. Viel Spaß!
Zur HD VersionAuch diesmal gilt unser Dank den Jungs und Mädels von Hauppauge für die Bereitstellung des HD PVR. Ausserdem auch wieder ein dickes "Dankeschön!" an Elgato für die EyeTV 3 Software, die sie uns freundlicherweise als Aufnahmesoftware für mein MacBook Pro bereit gestellt haben.
Fazit von Philipp:
Eigentlich klingt die Idee cool. Meine Lieblings 1942 Maps, vor allem Wake Island, verpackt mit frischer Grafik und einigen neuen Features. Dazu eine Anpassung des Spielsystems auf schnellere Action durch Reduzierung auf die drei Kernklassen und fertig ist das Arcade-Battlefield. Als solches funktioniert der Titel auch super. Klasse wählen und rein in die Action. Es knallt und kracht so kraftvoll wie nie zuvor und sieht dabei auch noch verdammt gut aus.
Aber: Fans des "Ur"-Battlefield, die auf Klassenvielfalt und mehr taktischen Tiefgang stehen, werden - so wie ich - wohl nicht so richtig warm werden mit 1943. Hier sind vor allem das regenerative Gesundheitssystem und der unendliche Munitionsnachschub negativ zu nennen. Nicht, dass das Spiel dadurch schlecht wird, aber mir hat ein Bad Company mit seiner "realistischen" Atmosphäre einfach mehr Spaß gemacht, als diese abgespeckte Battlefield-Version. Irgendwie hat dort auch die Steuerung besser funktioniert - ist jetzt aber wohl eher persönliche Sache. Gefühlt gingen zielen und fliegen in Bad Company aber deutlich besser von der Hand, als in 1943. Man sollte hier seine Vorlieben einfach durch herunterladen der Demo ausprobieren. Wem die Arcade-Variante dann noch gefällt, der kann zugreifen.
Allen anderen empfehle ich, lieber auf Battlefield 3 oder Bad Company 2 zu warten. Denn irgendwie wird man sonst die ganze Zeit das Gefühl haben, für eine Mogelpackung bezahlt zu haben, denn drei bzw. vier Maps und drei Klassen können eben doch nicht wirklich lange fesseln - auch wenn es "nur" 1200MS Punkte bzw knapp 14€ kostet. Und spätestens seit der Ankündigung, dass neue, kostenpflichtige Maps geplant sind, hat man irgendwie eh das Gefühl, unnötiges Geld in die Geldkuh gestopft zu haben...
- Klassik-Maps in neuem Gewand
- Schöne Grafik
- Bombastischer Sound
- Großartige Atmosphäre
- Intensive Gefechte
- Perfekt für zwischendurch
- Steuerung
- Regeneratives Gesundheitssystem
- Unendlich Munition
- Die Geldkuh ruft
Philipp hat Battlefield 1943 auf der Xbox 360 gespielt.
Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von Electronic Arts zur Verfügung gestellt.
Fazit von Michael:
Ich habe sie alle gespielt. Bf1942, Bf:Vietnam, Bf2, uvm... und nun der erste reine Downloadtitel Battlefield 1943. Natürlich wartete ich sehnsüchtig auf diesen Titel und dementsprechend war die Freude groß, als EA den Download endlich freigab. Doch hat sich die Warterei und die Freude auf das etwa 13 Euro teure BF1942 Remake gelohnt? Ich muss ehrlich gestehen, ich weiß es nicht. Die Steuerung auf der Xbox 360 ist alles andere als super (ein einbetoniertes Bobbycar ist da einfacher zu steuern), hin und wieder gibt es Grafikfehler (z.B. ist desöfteren das Fahrwerk der Flugzeuge nicht zu sehen) und das ein oder andere mal kann eine fehlerhafte Kamerafahrt auftreten. Am Anfang macht es zwar recht Spass die (momentan) drei alten Maps (Wake Island,...) in der von DICE entwickelten Frostbite Engine wiederzufinden, aber nach spätestens 5 Spielrunden ist auch das Freudegefühl entflohen. Zwar ist die Grafik und die zerstörbare Umgebung recht nett, aber das kannten wir alle schon aus dem realistischeren Battlefield: Bad Company - welches wirklich klasse war. Wenn DICE es noch schafft, die Steuerung zu optimieren und die kleinen (Grafik-)Fehler auszumerzen, dann sind die 1200 MS Points / 12,99€ eine Investition für Multiplayerfreunde wert. Wer den Multiplayerspass für zwischendurch sucht, ist mit diesem Titel ebenfalls gut beraten.
- Grafik
- Explosionseffekte
- Zerstörbare Umgebung
- Spassige Multiplayerschlachten
- Downloadgröße
- Preis
- Grafikbugs (Clippingfehler)
- Steuerung (!!!)
- Fahrzeugphysik
Michael hat Battlefield 1943 auf der Xbox 360 gespielt.
Fazit von pel.Z:
Da sind sie aber kritisch, die Herren Kollegen. Und leider haben sie in vielen Punkten auch recht. Battlefield 1943 ist nicht wirklich das, was sich eingefleischte Battlefield Fans wahrscheinlich erhofft hatten. Denn über taktisch haltloses Geplänkel geht es derzeit nicht hinaus. Und genau das ist extrem schade, denn die Präsentation ist rundum gelungen. Sowohl Grafik, Sound und Atmosphäre können absolut überzeugen. Türkisfarbenes Südsee-Wasser, grüne Inseln mit Strand und wir mittendrin. Wäre jetzt nicht gerade für viele Ferienzeit, würde man wahrscheinlich nach der ersten virtuellen Runde den echten Flieger buchen. Oh, apropos fliegen: Ja, es ist eine grausame Tat, diese Steuerung auf die Menschheit los zu lassen! Auch wenn man sich nach viel Übung daran gewöhnt hat (hier hilft besonders das Tutorial), wirklich flüssig geht es nie von der Hand. Das Gute daran? Ihr seid mit dem Problem nicht alleine, denn es scheint nahezu allen so zu gehen.
Aber wenn man jetzt mal die kleineren Macken außer Acht lässt... was ist es, das bleibt? In meinen Augen ein Arcade-Shooter, der sich perfekt für kurzweilige Bumm-Krach-Action eignet. Immer mal wieder ein Stündchen mit Freunden zusammen zocken und die 14€ haben sich schon gelohnt. Denn Spaß macht es auf jeden Fall!
Natürlich stößt es bitter auf, dass bald erneut zur Kasse gebeten wird, um ein paar weitere Karten spielen zu können. Aber mal ehrlich, wer hatte damit nicht gerechnet? Immerhin haben wir es hier mit EA zu tun...
- Präsentation
- Atmosphäre
- zerstörbare Umgebung
- Spiel für zwischendurch
- Preis
- Steuerung
- Karten sind nachzukaufen
pel.Z hat Battlefield 1943 auf der Xbox 360 gespielt.


#1 | 19. Juli 2009 um 16:15 Uhr
Zitat:Natürlich stößt es bitter auf, dass bald erneut zur Kasse gebeten wird, um ein paar weitere Karten spielen zu können. Aber mal ehrlich, wer hatte damit nicht gerechnet? Immerhin haben wir es hier mit EA zu tun...
Besser hätte ich es auch nicht Ausdrücken können.
EA erfindet das Rad nicht neu sondern macht aus gut funktionierenden Dingen Geld, statt mal was neues zu wagen. Stattdessen werden von vielen großen Herstellern immer nur bekannte Marken in neuen Auflagen gesteckt und hier und da etwas verbessert wozu auch Ubisoft gehört.
Wie ich zu dem Spiel stehe habe ich schon im Videotest drunter geschrieben.
#2 | 20. Juli 2009 um 23:03 Uhr
Vielleicht seid ihr auch einfach nicht die Zielgruppe, sondern man wollte neue Freaks einsammeln, die dann die Vollpreisshooter auch kaufen ... das, oder sowas in der Art meine ich zumindest mal von einem DICE'fritzeln in einem Interview vernommen zu haben.
Anyway, scheint ja dennoch sehr vielen Spaß zu machen.
#3 | 21. Juli 2009 um 23:09 Uhr
Kithaitaa: ... und hey unser Michi Stimmwunder von PAK Okay ich wusste das schon immer.[...]
Finde ich toll, dass du auf meine Stimme abfährst... nicht umsonst bin ich Synchronsprecher für ..äh... Filme. *g*
Freut uns aber, dass es dir gefällt.