Tales of Monkey Island - Review

Die vierte und vorletzte Episode der Tales of Monkey Island Reihe hat wahrlich einen langen Titel und deutet scheinbar auch auf ein verfrühtes, hartes Ende unseres Mighty Pirate™ Kumpels hin. Zugegeben, das Setting ist diesmal richtig düster und auch Friede, Freude, Eierkuchen sucht man weitestgehend vergebens. Stattdessen erwartet einen eine stellenweise ziemlich ernste Story, die mit emotionalen Momenten und interessanten Wendungen aufwarten kann. Mehr dazu in meiner Review ...

Da hab' ich mir nach der ersten Episode in den beiden weiteren stets die Mühe gegeben, in einer knappen Kurzreview eben nicht zu spoilern, da kommt letzte Woche Telltale Games um die Ecke und tituliert für die kommende fünfte und letzte Episode "Guybrush Threepwood - Rest in Peace"? Ganz doll, ihr Knalltüten. Wenn man sich jetzt noch den Titel der aktuellen Episode anschaut, muss man ja kein Meisterdetektiv sein, um eins und eins zusammenzuzählen und sich einen Reim darauf zu machen.

Ganz so einfach ist es dann jedoch nicht. Wie gehabt, knüpft die Story direkt an den letzten Teil an und natürlich muss man nach wie vor mit der gleichen Steuerung und ausschließlich englischer Sprache & Texten vorlieb nehmen. Dennoch hat mich diese Episode bisher mit am meisten begeistert. Man wird zwar wieder an den altbekannten Schauplatz der ersten Episode transportiert, die Insel "Flotsam Island", und trifft überwiegend alte Bekannte, aber irgendwie hatte der vierte Teil etwas. Die Rätsel sind, wie in bisher allen Episoden, nicht unbedingt superknifflig, aber okay.

Nach wie vor punktet Tales of Monkey Island mit den witzigen Dialogen und der Situationskomik, in dieser Folge nimmt zudem die Story einen wichtigen Platz auf der Plusseite ein. Wer auch frühere Teile von Monkey Island gespielt hat, wird mit Stan einen ganz alten Bekannten wiedertreffen. Der immerzu plappernde und mit den Armen rumfuchtelnde Stan ist natürlich auch diesmal geschäftstüchtig - als Anwalt & Souvenirverkäufer.

Insgesamt also alles wie gehabt, solide Adventurekost, die jedoch abermals mit 3-5 Stunden Spielzeit viel zu kurz erscheint. Da sich die Serie nun aber langsam dem Ende neigt, kann man fast schon abschließend sagen, dass sie durchaus ihr Geld wert ist.

Zwar sind die Rätsel im allgemeinen nicht unbedingt immer fordernd, dennoch bekommt man insgesamt rund 15-20 Stunden gute Unterhaltung geboten. Bleibt abzuwarten, ob die letzte Episode noch ein Feuerwerk entfacht. Mit Erscheinen der nächsten Episode am 8. Dezember, kann ich dann auch tatsächlich ein abschließendes Fazit für das "Gesamtkunstwerk" verfassen.




Kithaitaa

Fazit von Darius:

Wie gewohnt bekommt man auch in dieser Episode 3-5 Stunden gute Unterhaltung geboten. Die emotionalen Momente und Wendungen in der Story haben mir hier besonders gut gefallen. Diese haben neben der obligatorischen Situationskomik und den witzigen Dialogen auch etwas darüber hinwegsehen lassen, dass man sich am gleichen Schauplatz wie schon in Episode 1 wiederfindet. An die eher mittelschweren Rätsel hat man sich bis dato ja schon gewöhnt.

Besonders gut finde ich ...
  • Dialoge & Situationskomik
  • gewohnt schräge Charaktere
  • Charaktersprecher/Sound
  • Musikuntermalung
  • spannende Story
Nicht so optimal ...
  • nur in Englisch
  • noch keine lokalisierten Untertitel
  • Episoden-Variante
  • Spielzeit (dank Episoden)
  • gleicher Schauplatz wie in Episode 1

Darius hat Tales of Monkey Island auf dem PC gespielt.
Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von LucasArts zur Verfügung gestellt.

Tales of Monkey Island - Boxart
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  • Entwickler:Telltale Games
  • Publisher:LucasArts
  • Genre:Adventure
  • Plattform:PC, Wii
  • Release:07.07.2009