Deus Ex: Human Revolution - Preview
Back to the Future. Cyberpunk-Genremix der packenden Art gefällig?
Warren Spector werkelt derzeit bekanntermaßen an Disney's Epic Mickey, bescherte uns aber, insbesondere im letzten Jahrtausend, einige echte Spielehighlights, darunter auch das im Jahr 2000 erschienene Deus Ex. Ein mehr als gelungener Mix aus Action, Rollenspiel und Adventure, das unter Spielern auch noch heute als Meilenstein, das Spiel überhaupt gehandelt wird. Auch ohne Warren, der auch am zweiten Teil der Serie, Deus Ex: Invisible War (2003), mitgewirkt hat, möchte uns Eidos Montreal nach dieser langen Zeit endlich einen dritten Teil präsentieren. Vor allem die Stärken des ersten Teils - die Handlungs- und Entscheidungsfreiheiten, deren Konsequenzen und die tiefgründige Story voller Verschwörungstheorien - will man neu aufleben lassen, und uns somit ein packendes Spielerlebnis bieten.

Ihr spielt in diesem futuristischen Cyberpunkspektakel die Rolle von Adam Jensen, einem Sicherheitsspezialisten der beim Kybernetik-Riesen "Sarif Industries" beschäftigt ist. Sein Leben ändert sich schlagartig, als ein unbekanntes Spezialkommando die Laboreinrichtungen der Firmenzentrale stürmt und ein Massaker unter der Belegschaft anrichtet. Adam kann sich nur mit einem Sprung aus dem Fenster retten, und erleidet dabei schwerste Verletzungen. Ihm werden im Anschluß diverse Kybernetik-Erweiterungen implantiert, die ihm somit bisher ungeahnte Fertigkeiten und Möglichkeiten verschaffen. Doch bei all der körperlichen Veränderung ist seine Seele die alte geblieben, Erinnerungen lassen sich nicht so leicht ausradieren. Adam begibt sich also auf die Suche nach den Verantwortlichen des Massakers, den Drahtziehern und Schuldigen, die ihn in diese Situation gebracht haben.
Eure Suche beginnt in Detroit, neben Shanghai und Montreal, eine von fünf Metropolen, die ihr im Laufe des Spiels bereisen werdet. Die vielen Schauplätze die man dabei betritt sollen stets eine dunkle und von Verschwörung geprägte Atmosphäre vermitteln, auch wenn man im Spiel selbst mit Tag- und Nachtwechseln rechnen darf. Deus Ex: Human Revolution soll sich dabei wie ein Rollenspiel aus der Ego-Perspektive spielen, ihr erhaltet daher genretypisch ein Inventar und für eure Aktionen im Spiel Geld und Erfahrungspunkte, die ihr zum Aufwerten eurer kybernetischen Fähigkeiten oder Ausrüstung einsetzen könnt. Viele der Upgrades - Stärke, Tarnung, Röntgenblick - um nur ein paar zu nennen, schalten im weiteren Spielverlauf auch erst gewisse Möglichkeiten frei. Die Dialoge sind dabei ähnlich wie in Mass Effect 2 oder dem kürzlich erschienenen Alpha Protocol gestaltet, lassen euch also gewisse Entscheidungsfreiheiten, die hier und da entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen. Je nachdem wie ihr eure Fähigkeiten ausgerüstet habt bzw. welche Stellen ihr im Spiel entdeckt, stehen euch auch Handlungsfreiheiten zur Verfügung. Dies war im ersten Teil der Serie eines der Kernstücke des Spiels. Jede Situation, Mission oder Aufgabe hielt stets unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten parat. Anders als zum Beispiel bei Splinter Cell: Conviction, unterliegen die Schauplätze keinem linearen Ablauf, sondern sind als offene Areale konzipiert und hier und da werden euch auch Nebenquests angeboten.




Auf der E3 2010 wurde hinter verschlossenen Türen Shanghai als Schauplatz gezeigt und spielt laut den Entwicklern ca. 6 Stunden nach dem Start in Detroit - und dürfte der zweite von den o.g. fünf Metropolen gewesen sein. Es gilt im Hafen von Shanghai nach einem Hacker Ausschau zu halten. Die Entscheidungs- und Handlungsfreiheit demonstriert Eidos am Beispiel eines Türstehers vor einem Club, der euch nicht reinlassen will - heute nur für Clubmitglieder, und so. Nun habt ihr also verschiedene Möglichkeiten. Entweder ihr zahlt dem Türsteher ein gewisses Schmiergeld, streckt diesen mit einigen harten Schlägen nieder, oder ihr schleicht um das Clubgebäude herum, entdeckt eine Hintertür und findet dadurch einen anderen Weg hinein. Wie schon im ersten Teil muss laut Eidos niemand getötet werden, bis auf die Bossgegner. Die Entwickler legen euch die Lösungsmöglichkeiten zurecht, ihr entscheidet durch euren eigenen Spielstil wie ihr Situationen meistert. Wie Eidos Montreal die Balance zwischen all den Möglichkeiten in den Griff bekommt, steht derweil noch auf einem anderen Blatt.
Neben den klassischen Dialogen und Erkundungen könnt ihr auch in Schiessereien verwickelt werden, hierbei machen sich dann ebenfalls eure kybernetischen Fähigkeiten bezahlbar, da sie unterstützend wirken. Um Freunde von "Shooter"-freien Aktionen gewissermaßen zu Belohnen, haben die Entwickler sogenannte "Takedowns" eingebaut, die ihr im Falle von gelungenen Schleichaktionen nutzen könnt. Vergleichbar mit dem "Mark and Execute" Feature aus Splinter Cell: Conviction, könnt ihr bei erfolgreichem Heranschleichen an eure Gegner, mittels eines einfachen Tasten- bzw. Buttondrucks bis zu vier Kontrahenten gleichzeitig ausschalten. Dies geschieht nach dem Drücken vollkommen automatisiert und meist unter Einsatz eurer Klingen, die man im Cinematic-Trailer ebenfalls sehr gut erkennen kann. Es wird daneben aber auch weitere "Takedown"-Varianten geben.




Square Enix strebt ein "Mature" ESRB bzw. PEGI 18+ Rating an, und auch wenn das grafische Setting realistisch gestaltet wird und man auch Blut im Spiel zu sehen bekommt, gibt es keine Ambitionen übertriebene Gore-Effekte ins Spiel zu integrieren. Der Hauptfokus des Gameplays liegt auf "Non-Combat", bietet euch aber wie oben bereits beschrieben auch andere Möglichkeiten. Wie man sich sicherlich denken kann handelt es sich um ein reines Singleplayer-Erlebnis, ein Multiplayer-Modus ist nicht geplant. Dafür erwarten den Einzelspieler-Freund unterschiedliche Enden und auch ein gewisser Wiederspielwert, da man nicht alle Fertigkeiten und Wege im Spiel beim ersten Durchspielen erleben kann.
Ich bin sehr gespannt was uns Square Enix und Entwickler Eidos Montreal Anfang 2011 hier präsentieren werden. Dann soll der Titel nämlich für den PC, die XBOX 360 und die Playstation 3 erscheinen, mein Interesse ist auf jeden Fall schon mehr als geweckt. Last but not least sei noch zu erwähnen, dass die Entwickler als reine Spielzeit für die Hauptstory, also ohne Nebenmissionen und sonstige Aufgaben die nicht zwingend notwendig sind, rund 20 Stunden angeben. Das dürfte bei einer packenden Story und der durch Verschwörungstheorien geprägten Atmosphäre sicherlich ausreichend sein. Der Komponist Michael McCann hat zudem bereits mit seinem Theme aus dem CGI-Trailer gezeigt, dass uns hier auch soundtechnisch ein Leckerbissen erwartet.


#1 | 5. Juli 2010 um 02:13 Uhr
#2 | 6. Juli 2010 um 10:05 Uhr
Ich war warscheinlich für so eine Art von Spiel einfach zu jung ... wer weiss.
Das ganze werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen. Wird ja einen Grund geben warum es da so einen Hype drum gibt.
Hoffe nur das die Grafik auf der 360 gut rüber kommt :-/