Sonic the Hedgehog 4: Episode I - Review
2D-Highspeed-Comeback einer himmelblauen Igel-Ikone - Episode 1
Die Fans wünschen es sich seit Jahren und auch alle anderen warteten eine lange Zeit, nun ist es soweit und Segas Maskottchen Nummer 1 feiert sein 2D-Comeback auf Xbox 360, Playstation 3 und Wii - mit Sonic the Hedgehog 4 will man den Retro-Charme alter Zeiten wieder einfangen, mit rasantem Sidescroller-Highspeed-Gameplay punkten und die Anhänger versöhnen. Es soll wieder vorwärts gehen mit dem pfeilschnellen Igel. Die erste Episode wurde heute veröffentlicht und ich habe sie mir angesehen und bin überrascht: das ist der Sonic, wie wir ihn kennen und lieben gelernt haben.
Endlich: zurück zu den Wurzeln!
Mit Sonic the Hedgehog 4 steht seit heute tatsächlich das Spiel zum Download für Xbox 360, Playstation 3 und Wii zur Verfügung, auf das alle schon so lange gewartet haben. Ich persönlich mag Sonic sowohl in der zweiten als auch in der dritten Dimension, wenn das Gameplay denn Spaß macht - das war in der Vergangenheit ja nicht immer so. Mit Sonic 4 geht Sega keine allzu großen Risiken ein: das traditionelle Sidescroller-Gameplay in gefühlter Schallgeschwindigkeit ist exakt dasselbe, wie man es aus den ersten Teilen kennt und nur wenige kleinere Spielelemente haben ihren Weg ins Spiel gefunden. Aber hat es das Sonic Team damit wirklich geschafft, das Motto "Zurück zu den Wurzeln" endlich einmal konsequent einzuhalten und wieder auf hohem Niveau zu begeistern?





Vier Stages voller Loopings, Korkenzieher, Sprungfedern und Ringe
Im Prinzip spielt sich Sonic the Hedgehog 4 also ziemlich "retro" oder auch "oldschool", ist aber dabei absolut überzeugend! Denn die Jungs vom Sonic Team haben nicht nur das klassische Gameplay beibehalten, sie haben auch großartige Levels darum designt. Mit insgesamt vier Stages mit je drei Akten/Levels ist der Umfang zwar extrem klein, allerdings ist das Leveldesign speziell darauf ausgerichtet, dass man immer wieder zurückkommt und sich nach Alternativwegen umsieht, um letztlich die kürzeste Zeit zu benötigen. Das Leveldesign ist in sich erstklassig: überall gibt es einmalige Chancen, eine Passage zu erreichen, außerdem steht man ständig vor Abzweigungen oder anderen Wegteilungen. Dabei sind die Levels natürlich gespickt mit Loopings, die man in altbekannter Sonic-Manier blitzschnell durchquert, Korkenziehern und jeder Menge Sprungfedern, die unseren Igel (meistens) in die Höhe katapultieren. Manche schießen ihn jedoch auch diagonal oder gar nach unten und dann zur nächsten Feder, sodass eine verwirrende, aber coole Kettenreaktion entseht - alles natürlich mit Spitzengeschwindigkeit! In der Casino-Stages gibt es auch Kanonen, die man selbstständig ausrichten muss, um Sonic weiterzuschießen. Das sind kleine, aber feine Ergänzungen im ansonsten unveränderten Gameplay.
Die vier Stages sind von Anfang an alle spielbar und damit auch ihre je drei Akte - lediglich der abschließende Bosskampf muss erst freigeschaltet werden. Leider sind die Bosskämpfe zum einen unspektakulär, zum anderen auch teilweise unfair, da man leicht in eine tödliche Falle gelotst werden kann - so zum Beispiel beim dritten Boss, bei dem ich x Male von Steinen zerquetscht wurde. Die Stages selbst sind folgende: Splash Hill, quasi dasselbe wie Green Hill, nur mit anderem Namen, das Casino, das man bereits aus diesem Trailer kennt, The Lost Labyrinth und die Mad Gear Zone. Besonders gefallen haben mir die hervorragend designten Levels aus den drei Akten von The Lost Labyrinth, aber auch die anderen Stages haben ihren Reiz. Grafisch präsentiert sich Sonic the Hedgehog 4 relativ schlicht, aber ungemein bunt und ansehnlich. Denn obwohl sich viele Teile der Levels ähneln, so sieht das Spiel doch sehr ansprechend und attraktiv aus. Musikalisch erwarten euch bekannte und neue Melodien, die jedoch nicht besonders hervorstechen.
Fazit von Tim:
Glückwunsch, Sega: Reboot geglückt! Sonic begeistert mit Megatempo, anspruchsvollem 2D-Gameplay alter Schule und tollem Leveldesign - die extrem kurze Spielzeit und die Wartezeit auf Episode 2 wiegen allerdings schwer.
- tolles klassisches Highspeed-Gameplay
- erstklassige "The Lost Labyrinth"-Akte
- sehr attraktive grafische Präsentation
- recht anspruchsvoller Schwierigkeitsgrad
- solides bis fantastisches Leveldesign
- motivierend: zahlreiche alternative Wege
- zusätzliche Extra-Stages nach Ende
- extrem kurze Spielzeit von knapp 1 1/2h
- unspektakuläre Bosse, teils unfair
- sehr lange Wartezeit auf Episode 2
- 15€ sind ziemlich überteuert
Tim hat Sonic the Hedgehog 4: Episode I auf der PlayStation 3 gespielt.
Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von Sega zur Verfügung gestellt.



#1 | 13. Oktober 2010 um 21:04 Uhr
#2 | 15. Oktober 2010 um 16:59 Uhr
Kithaitaa: Also bei aller Liebe, aber 1200 MS Points bzw. 15 Euro für 1,5h Spielzeit? Das ist ja schon mehr als frech.
Finde ich auch und deswegen lade ich es mir nicht.
In letzter Zeit denken alle was bei CoD MW2 funktioniert für lausige 5 Karten kann man auch auf andere Games übertragen.
Die Konsumenten sind wohl dum genug und laden jeden Scheiß egal wie teuer und wie wenig da drin ist.
Hauptsache runterladen.
#3 | 8. November 2010 um 08:37 Uhr
#4 | 8. November 2010 um 08:41 Uhr
#5 | 8. November 2010 um 13:29 Uhr
das mag sein, ändert meine Meinung daran aber nicht. Ich bekomme in jedem anderen Arcade-Spiel zu einem günstigeren Preis deutlich mehr geboten; ich sehe hier auch absolut keine Diskussionsgrundlage. 15€ sind und bleiben überteuert, da braucht man nicht drumrumzureden.