Nach wie vor gilt der Deutsche Computerspielpreis (DCP) als wichtigster Förderpreis für Computerspiele in Deutschland und wurde am gestrigen Abend im Münchner Kesselhaus & Kohlebunker verliehen - moderiert wurde die feierliche Gala von Barbara Schöneberger. Abermals fanden sich "rund 700 Gäste" ein, darunter unter anderem "der neue bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder sowie zahlreiche prominente Laudatoren wie Eva Padberg, Lina van de Mars und Olli Schulz. Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, begrüßte die Gäste per Videobotschaft und verkündete hierbei, dass sie in der Großen Koalition künftig für den Deutschen Computerspielpreis zuständig sein wird. Der game ist Träger des Deutschen Computerspielpreises".

Abräumer des Abends und u.a. Gewinner in der Kategorie "Bestes Deutsches Spiel" war das Spiel Witch It von Barrel Roll Games aus Hamburg. Als erster Titel aus Deutschland gewann "Witch It" zudem in der Kategorie "Bestes Internationales Multiplayer-Spiel". Die Auszeichnung als "Bestes Internationales Spiel" konnte sich Assassin’s Creed: Origins von Ubisoft sichern. Der Publikumspreis, der durch eine Online-Abstimmung ermittelt wird, ging mit Elex von Piranha Bytes erstmals an ein Spiel aus Deutschland. Alle weiteren Preisträger 2018 findet ihr anbei - zahlreiche Fotos vom Event finden sich auf Flickr.




Alle Gewinner des Deutschen Computerspielpreises im Überblick:

Bestes Deutsches Spiel (dotiert mit 110.000 Euro zuzüglich Medialeistungen im Gegenwert von 60.000 Euro)

  • Witch It
    Barrel Roll Games / Daedalic Entertainment

Bestes Kinderspiel (dotiert mit 75.000 Euro zuzüglich Medialeistungen im Gegenwert von 40.000 Euro)

  • Monkey Swag
    Tiny Crocodile Studios & kunst-stoff / United Soft Media Verlag

Bestes Jugendspiel (dotiert mit 75.000 Euro zuzüglich Medialeistungen im Gegenwert von 40.000 Euro)

  • Witch It
    Barrel Roll Games / Daedalic Entertainment

Bestes Serious Game (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Vocabicar
    Quantumfrog

Bestes Mobiles Spiel (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Card Thief von Arnold Rauers

Bestes Gamedesign (dotiert mit 40.000 Euro)

  • TownsmenVR
    HandyGames

Beste Innovation (dotiert mit 40.000 Euro)

  • HUXLEY
    Exit Adventures

Beste Inszenierung (dotiert mit 40.000 Euro)


Bestes Internationales Spiel (undotiert)


Beste Internationale Spielewelt (undotiert)


Bestes Internationales Multiplayer-Spiel (undotiert)

  • Witch It
    Barrel Roll Games / Daedalic Entertainment

Nachwuchspreis mit Konzept
(dotiert mit insgesamt 50.000 Euro: 1. Platz 35.000 Euro, 2. Platz 15.000 Euro)

  • Platz 1: Ernas Unheil von Aileen Auerbach, Jessica Bodamer, Lisa Forsch, Olga Trinova, Talea Sieckmann / HTW Berlin

  • Platz 2: Sunset Devils von Andreas Illenseer / Carl-Hofer-Schule

Nachwuchspreis mit Prototyp
(dotiert mit insgesamt 50.000 Euro: 1. Platz 35.000 Euro, 2. Platz 15.000 Euro)

  • Platz 1: Fading Skies von Marc Fleps / HAW Hamburg

  • Platz 2: Realm of the Machines von Julian Ludwig, Sebastian Jantschke, Stefan Held, Wanuscha Nourbakhsh, Alina von Petersdorff, Sharon Schwaab, Maximilian Miesczalok, David Ernst, Pascal Marschar / Mediadesign Hochschule München

Publikumspreis

  • Elex
    Piranha Bytes / THQ Nordic

Sonderpreis der Jury


"Als Träger des Preises gratulieren wir allen Gewinnern des Deutschen Computerspielpreises 2018 ganz besonders herzlich. Die Sieger zeigen ebenso wie alle Nominierten die eindrucksvolle Vielfalt und Kreativität der deutschen Games-Branche", sagt Felix Falk, Geschäftsführer des game – Verband der deutschen Games-Branche. "Wir vergeben eine große Chance, wenn wir das großartige Potenzial der Games-Branche in Deutschland nicht endlich stärker nutzen. Nur wenn die Entwicklungsförderung aus dem Programm der neuen Bundesregierung schnell umgesetzt wird, können wir den Anschluss an andere Games-Standorte auf der Welt schaffen."

2 Kommentar(e)#derDCP@DerDCP

Kommentare


Folgendem User gefällt der Beitrag: ... einem Gast.
  • Tim
    #1 | 11. April 2018 um 15:36 Uhr
    Immer wieder beeindruckend, wie die deutsche Spieleindustrie floriert. Von Witch It habe ich bis zum DCP nicht ein einziges Mal gehört oder gelesen (eigentlich gilt das bis auf The Long Journey Home und ELEX auch für den Rest der deutschen Gewinner). Dass ein Early-Access-Spiel den Gesamtsieg einfährt, ist schon bezeichnend genug, aber Witch It als "Bestes Internationales Multiplayerspiel"? Bei allem Respekt, aber da braucht man sich nicht wundern, wenn der Preis nicht ernst genommen wird.
  • Kithaitaa
    #2 | 14. April 2018 um 22:05 Uhr

    Tim: Immer wieder beeindruckend, wie die deutsche Spieleindustrie floriert. [...] Bei allem Respekt, aber da braucht man sich nicht wundern, wenn der Preis nicht ernst genommen wird.


    Ja, bei "Bestes Internationales Multiplayerspiel" ist man wohl ziemlich übers Ziel hinausgeschossen, wobei ich #WitchIt nicht gespielt habe. Das mit "Early-Access" war bisher glaube auch immer anders, da hieß es noch "veröffentlichte Spiele", aber das war im letzten Jahr schon bei Portal Knights ziemlich tricky, hat man dann wohl direkt die Regeln angepasst =] Dennoch Glückwunsch an alle Gewinner.

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